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Cut, 28.11.2019 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Cut, 28.11.2019 in Bochum

Zwen: Es ist schon wieder Donnerstag, also der kleine Freitag bzw. der große Mittwoch oder so ähnlich, ach ich weiß doch auch nicht! Ich jedenfalls ströme mal wieder in Richtung Wageni wie die Motten ins Licht. Pascal Briggs hat diesmal Cut eingeladen. Tatsächlich habe ich keine Ahnung, was die machen, irgendwas mit Punk bestimmt. Aber da mir die letzten Veranstaltungen in Pascals Programm schon so sehr gefallen haben, denke ich nicht, dass ich mit einem Besuch in Langendreer heute so viel falsch machen kann. Da die S-Bahn am Bochumer Hbf eine gute Viertel Stunde Verspätung haben soll, entschließe ich mich einfach mal spontan, den Tucker-Bus zu nehmen. Der braucht zwar deutlich länger, sollte aber immerhin ein wenig zuverlässiger sein, als die Bahn. Außerdem ist mein neues Hobby für langweilige Fahrten mit dem ÖPNV eben diese per GPS auf dem Handy zu verfolgen. Spannend! Draußen sieht man ja eh, aufgrund von Regen und Dunkelheit (danke Winter!), überhaupt gar nichts. Außerdem freut sich dann der BND. Als der Bus schließlich endlich vorm Wageni hält, strömen gerade Marc und Konsorten an mir vorbei, die die verspätete Bahn genommen haben. Immerhin habe ich mal was anderes ausprobiert. 
Mandela: Das Bochumer Wochenende ist einfach etwas länger, bzw. beginnt halt schon einen Tag früher. Ich konnte mit dem Namen der Band ebenfalls absolut nichts anfangen und habe mir ausnahmsweise sogar mal vorher einige Sachen bei YouTube reingezogen, die allesamt nicht schlecht klangen, aber absolut nicht zur Pascals Aussage passten, "Die Truppe reißt gerne mal nen ganzen Laden ab!" - Aber dazu nachher mehr.
Zwen: Im Wageni angekommen, ist erstmal so gar nichts los. Ich sage Maks "Hallo" und habe die Befürchtung, dass er mir schon wieder ein kleines Heftchen in die Hand drückt. Nein, ich habe tatsächlich das neueste RilbfhpA bereits und somit beglückt er andere Menschen damit. Dann kommt noch Raffa und lädt mich und andere zum Weihnachtsfeuer bei sich ein. Da ich nicht kann, möchte ich meine Einladung an dieser Stelle weitergeben. Einfach Raffa schreiben. Der checkt das eh nicht. Bevor dann aber noch mehr unangenehme Dinge passieren können, fangen auch schon CUT an. 
Mandela: Weihnachtsfeuer klingt auf jeden Fall schon einmal gut. Wahrscheinlich sind die ganzen Gutwetterpunks alle besoffen hinterm Glühweinstand?
Zwen: Zu hören gibt es Punkrock mit gelegentlichen Ausflügen in andere Genres, die stellenweise fast etwas von einer Jamsession haben, aber im positiven Sinne. Mir fällt tatsächlich erst relativ spät auf, dass die Band auf Bass verzichtet und stattdessen lieber auf eine doppelte Gitarrenkombination setzt. Gewagt, geht aber vollständig auf.
Mandela: Das ist mir tatsächlich gar nicht aufgefallen, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es mir mit Piddy und Lenski schön hinter der Theke bequem gemacht habe.
Zwen: Ansonsten ist das schon wahnsinnig, wie die zwei Gitarristen abgehen. Nicht nur, dass die Klampfen hoch und runter gerissen werden, hier wird auch der Gang ins Publikum und auf den Tresen gepflegt. Das ist dann auch nach kurzer Zeit relativ ansteckend und so bildet sich im Wageni ein wilder Tanzreigen. 
Mandela: Also, der Anfang verlief etwas ruhig und gesittet, aber der ruhige Schein sollte trügen.
Zwen: Als der Gitarrist dann auf Schultern gehoben wird und weiter spielt als wäre nichts, verkacke ich dann total, da ich es nicht schaffe, ein vernünftiges Foto von der Aktion zu schießen. Als ich dann meine Kamera wieder herunternehme, fällt mir auf, dass ich die Abdeckklappe ja auch überhaupt nicht abgenommen habe. Bierschinken at its best!
Mandela: Auf einmal stand der ganze Laden Kopf. Und letzten Endes ging der Ausflug ins hohe Himalaja bis auf die Spitze des Eisbergs, die gute Wagenitheke. Ich konnte noch so gerade eben mein Ritterexport retten.
Zwen: Der letzte Song endet in einem komplett verrückten Jam, bei dem der eine Gitarrist seine Gitarre irgendwem umhängt, jemand anderem einen Schellenkranz in die Hand drück und dann noch Drumsticks verteilt. Alle trommeln, klimpern und tanzen wild durcheinander, dass es fast ein bisschen wie eine moldawische Mafia-Hochzeit wirkt. Cooler Schluss, dachte ich. Es wird jedoch (durchaus nicht unverdient) Zugabe gefordert. Nach längerem Bitten geben Cut dem auch statt. Finde ich eigentlich fast etwas schade, da jetzt "einfach nur" noch ein Lied gespielt wird. Ich hätte es cooler gefunden, hätte man die Leute mit diesem krassen Eindrücken nach Hause gehen lassen, aber ich bin nunmal nicht der König vom Kurfürstlichen Bischofstum Punkrock und so entscheide ich mich dann lieber, zeitnah die Bahn zu nehmen.
Mandela: Die Zugaben fielen tatsächlich eher etwas mau aus, obwohl die Menge am Kochen war. Alles in allem dennoch eine geniale Show. Das moldawische Mafia-Hochzeit-Trio war es auf jeden Fall wert, beim Merch erst einmal eine Platte abzustauben. Leider habe ich im Verlauf des weiteren Abends nicht nur die Platte, sondern auch mein Mobiltelefon verlegt. Tja, so ist das halt wenn man bereits Donnerstags voll durchstartet und ein goldenes Händchen zum Sachen verlegen hat.

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Band:
Cut
Musikstil: garage/postpunk
Homepage: https://www.soundofcut.com/band/
Konzertberichte: 3

Location:

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