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Schalko, Morra, Fakoma, 06.11.2021 in Dortmund, Rekorder - Bericht von der Redaktion

Schalko, 06.11.2021 in Dortmund

Zwock: Samstagabend. Herbst. Der Freitag steckt irgendwie noch in den Knochen und so sehr Mensch sich Konzerte doch zurückgewünscht hat, so sehr fällt es mir doch schwer, vor die Tür in die Dunkelheit (gefühlt 16 Uhr) zu treten und in den Norden zu rollen. Licht am Fahrrad funktioniert auch nicht mehr und Thomas macht "endlich" mal wieder "Wetten Dass". Doch eine Absage wird aus Gründen verworfen. Schließlich scheint auch Bierschinken ein gehöriges Personal- Nachwuchs- Catering und am Ende dann auch ein Türaufpasser- Problem zu haben, sodass ich mit Schlossi und Bene zunächst zu Arbeitszwecken eingesetzt werde. Doch da der Rekorder ebenfalls aus Gründen nur 40 genesengetestetodergeimpfte Punx im laden haben will gibt es doch noch genug Gelegenheit zum Kopfnicken und Biersüppeln im schönsten Keller der Stadt. Stark!
Tobias Dressler: Erste Band des Abends sind Fakoma aus Köln. Der 2,5m große Sänger verdeckt für den Großteil des Auftritts den Rest der Band. Der Bassist wurde direkt in die dunkelste Ecke der kleinen Bühne hinter die Gitarrenbox verbannt. Ist das schon Outsourcing?! Ansonsten verfügt das Fanta/Korn affine Quintett über eine eigene Minibar und einen Tänzer mit Sturmhaube, der obendrein im 2-Finger-Suchsystem auf einem Synthie rumhackt und einen äußerst versierten Schlagzeuger. Jener ist aber, wie Eingangs erwähnt, kaum zu sehen...Sollte ich noch erwähnen, dass die Band feinsten Garage Punk spielt?
Zwock: Ich bin das nicht mehr gewohnt mit diesen vielen Konzerten. Eine nicht unerhebliche Zeit glaube ich mich auf der noch in der Zukunft stattfindenden "BlackSquare" Show zu befinden. Ich frage mich ob Fakoma MollyPunch vertreten und wer die ganzen Leute da mit den steilen Bürsten über der Oberlippe sind. Irgendwann klärt mich Fö dann mal auf, dass das alles seine Richtigkeit hat und ich verdammt nochmal einfach nur mal Punkrock hören soll. Ich darf sogar mal in Keller gehen und da schlägt mir ein amtliches Brett an Garagesound mit Hardcore-Kante entgegen. Dazu Synthiegedudel. Geil. Zum ersten Mal bereue ich nicht, den den großen Samstagfernsehabend zu verpassen.
Zwock: Ganz schön am rumsaufen die Boys. Der eine hat bestimmt Dortmund-Nord-Verbot und deswegen ne Haube drüber. Wenn der nicht im richtigen Moment den Synthie drückt, hat er die Aufgabe, den Sänger besoffen zu machen. Sieht professionell aus. Denke die haben oft geprobt im Saufraum.
Tobi Wahn: Die Band gefällt gut und auch der Unterhaltungsfaktor durch den Synthiespieler ist gegeben. Wobei ich es cooler fände, wenn mehr Synthie-Elemente dabei wären
Zwock: Gute Sache das. Könnte mensch sich auch durchaus auf einem Spastic Fantastic Fest vorstellen.
Zwock: Ich hab mal wieder Schicht. Es gibt einige Handgemenge an der Tür und Fö tasert den Hausmeister. Ich bringe Getränke raus. Die Meute vor der Tür beruhigt sich langsam - es scheinen einige wegen dieser neuen Band "Morra" da zu sein.
Ich schaffe es dann doch noch reinzuschauen. Und: Stark. Keine rumsaufenden Dudes mehr mit Hasskappe auf der Bühne, sondern ordentlich wütender Sound von 2 Girls und 2 Boys. Fachwort: Paritätischer HC-Punk.
Tobi Wahn: Leider hab ich, da ich mich verquatscht habe, Morra verpasst. Schade. Aber da die Band auf einem der Pankdemic sehr gefallen hat, geb ich einfach mal Vorschuss-Lorbeeren und sage, dass es sich lohnt, sich diese Band mal anzuschauen. Und da hier alle Fachwörter einbringen wollen: Fastpunk würde ich behaupten.
Tobias Dressler: Während das Publikum bei Fakoma größtenteils noch etwas reserviert und fußlahm wirkt, kommt bei Morra etwas mehr Schwung in den Abend. Ist das der sogenannte Heimvorteil?! Das Quartett spielt rumpeligen Hardcore Punk. Das ist wahrscheinlich nicht das passendste Adjektiv, an dieser Stelle ist es aber durchaus positiv gemeint. Wenn mich meine Erinnerung nicht trübt, hat der Gitarrist versucht, durch einstreuen von einzelnen Tönen, Akkorden und /oder Rückkopplungen zwischen den Liedern, das Set zu einem großen Medley zu verschmelzen. Die anderen 3/4 der Band ließ das meistens kalt. Da mit Touren von Gruppen wie Xylitol und Sniffany And The Nits vorerst nicht zu rechnen ist, sollten wir Morra im Auge behalten!
Zwock: Ich höre leider nur die letzten 2 Lieder. Aber das macht alles Bock auf mehr. Ordentlich roh und ohne viel Klimbim mit einem schön durchwummernden Bass. Das bleibt mir im Ohr. Und auch wenn ich nicht der doch etwas steilen These einer dortmunder-lokal-online-FDP!1!1!und FUßBALL-Journalismus (?)-Plattform, dass Dortmund "sich so langsam zum Seattle des Ruhrgebiets" entwickelt, folgen kann, gibt es mir ein gutes Gefühl, dass sich ebensolche Bands im Dortmunder Stadtgebiet gründen.
Represent!Represent!
Zwock: Und dann die letzte Band. Schalko. Nicht Schalke. Stellen sie schnell richtig. Und das Fußball (?)-Trikot- des Sängers ist auch nur ausgeliehen, weil der schon alles vollgeschwitzt hat. Puhh. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigen sich also nicht. Noch mehr Fußball hält diese Stadt nicht aus.
Tobi Wahn: Ich hab mir die Band (ok, ein Musikvideo) vorher angeschaut und vorläufig festgestellt dass die mich nicht so kicken werden. Nun, da ich grundsätzlich mir jede Band kurz anschaue, hab ich das auch bei Schalko gemacht. Ganz nett und überzeugend genug gespielt dass ich mir das gesamte Konzert anschaue. Aber eine Platte muss ich nicht haben.
Tobias Dressler: Als Schalko spielen, kann sich mein Körper schon nicht mehr so richtig zwischen mitwippen und torkeln entscheiden. Konnte eigentlich schon verifiziert werden, ob sich das Freiburger Trio nach dem österreichischen Autor/Regisseur David Schalko benannt hat?! Live kann ich das heute für ein paar Lieder genießen, aber grundsätzlich brauche ich keine Bands mehr in meinem Leben, die sich musikalisch bei Turbostaat und Co bedienen.
Zwock: Tatsächlich die einzige Band, bei der ich mal reingehört habe. Die haben schon eine amtliche Anzahl an Liedern ins Internet geladen. Ein paar hören sich hitverdächtig an.
Live dann doch eher schnell die Frage, ob der Sänger schonmal bei der Band "Köter" war.
Ich gehe dem aber nicht mehr nach, sondern hörs mir einfach an. Klassischer Sound. Ok. Meine Meckerlaune ist zu diesem Zeitpunkt schon im Stifts ertränkt. Falls das hier einer vom Rekorder liest: "Wann gibt endlich mal wieder DABs bei euch?"
Zwock: Der Band gefällt es auch in Dortmund. Alles viel billiger als in der Studdi-Stadt Freiburg. Glaub dort muss mensch sich auch bis 22 Uhr seine Abendgetränke organisieren, sonst ist zappenduster oder wie sagt mensch im Ländle? Wie viele Rewegetränkemärkte wurden eigentlich seitdem ausgeraubt?
Egal. Ich schweife ab. Liebe Schalko...kommt gerne wieder ins Kopenhagen Westfalens oder ins Seattle des Ruhrgebiets oder oder oder...
Schöner Abend mit schönen Bands.

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