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Solar Plexus, Isaac and Friends am 06.12.06 im Tarantula Cult Club, Dortmund

Solar Plexus, Isaac and Friends am 06.12.06 in Dortmund

Der Starclub hat ja bekanntermaßen seine Pforten geschlossen, aber anscheinend gibt es noch genug Betreiber, die sich an der Location die Zähne ausbeißen wollen. So kommt es dann zum Nikolaustag zur großen Eröffnung des "Tarantula Cult Club". Und mangels Schanklizenz darf unser Oli seine Schanklizenz verleihen, damit auch die Legalität gewahrt wird. 4 Bands spielen, und das an nem Mittwoch, heiliger Strohsack!
Als ich ankomm, spielt auch bereits die erste Band: Solar Plexus aus Thüringen (!). Ham auch schon dreimal im Starclub gespielt, nun also hier...solider Metal mit Industrial-Einflüssen, ganz ohne Schlagzeug und dafür mit gleich vier Keyboards, was einen ziemlich eigenen Synthiesound ergibt. Auf den ersten Blick erinnert mich der Sänger an den guten Alf Ator von Knorkator, vom Gesang her dürfte der Vergleich auch passen.
Als weitere Vergleiche dürfte man mal wieder Rammstein oder Oomph heranziehen, harter Sound mit deutschen Texten zwischen Ernst und Sarkasmus. Heute ist ihre Releaseparty für die neue CD "Niemandsland", nach der "Strafe muss sein" vom Mai schon das zweite Album dieses Jahr, was für Workaholics! Nach dem Auftritt schleppt mich Oli zur Band, ich solle doch ein Interview machen. Ein Interview, okay, mal mein Aufnahmegerät rausholen. Hm hab ja keins. Block und Stift. Auch nicht. Also wirds ein recht lockeres Gespräch mit vielen Infos, die ich so in den Konzertbericht einfließen lassen kann
Aus vier Männern besteht die Band, auf Platte noch verstärkt durch eine Dame an Blasinstrumenten und Gesang. Bassist Frank war früher ebenso wie Dirk am Synthesizer tätig, heute erstmals am Bass. Dann noch Gitarrist Ulli, der auch die Texte schreibt, und Sänger Rico, schon wär die Band komplett. Auch was sonst so anfällt, übernehmen die Bandmitglieder gerne selbst, von CD-Aufnahme bis Layout, nur das Pressen muss dann das Label "STF Records" übernehmen
Die Band reist professionell mit eigener Anlage (auf großen Bühnen auch mit Pyroshow), auch um live auf der Bühne den bestmöglichen Sound rüberzubringen, möglichst studiogetreu soll es sein. Das gelingt ihnen auch ganz gut, der Sound im Starclub war ja bisher immer recht bescheiden...Durch ihre Berufe bleibt wenig Zeit für Proben und für die Band, aber die wird komplett ausgenutzt - sonst hätten sie sich wohl nicht mitten in der Woche auf den Weg nach Dortmund gemacht, und zurück müssen sie nachts auch noch
Also, starker Auftritt, äußerst nette Jungs und sehr ausführliches Gespräch! Leider verpasse ich durch das "Interview" die zweite Band "Ferryman", das was man so hörte war auch recht metallastiger Sound, also nett. Denise wollte mir noch Fotos schicken, die werden dann wohl noch nachgereicht
Die alte Starclub-Belegschaft ist auch anwesend, Denise darf mal wieder die Theke managen, Dave sorgt ein wenig für Konservenmusik und Oli hat besagte Schanklizenz. Die darf der neue Betreiber von ihm leihen, Oli kriegt dafür ein wenig Kohle und darf sich backstage von nem Hilfsassi verprügeln lassen, hat ja auch was. Seltsame Machenschaften hier.
Ebenfalls bekannt aus dem Starclub: Die Herren von der Jam-Session! Isaac And Friends nennen sich die Jungs rund um Gitarren-Mastermind Isaac, präsentieren uns improvisierten Funk-Rock-Blues-Jazz mit Gesang und Anheizung von Ed.
Und der macht auch ganz gut Stimmung, das Publikum (zumindest die, die sich die Show reinziehen) ist begeistert. Viele achten aber gar nicht erst auf die Band - is halt kein Metal. Aber wenn man sich mal zur Gemüte zieht, dass das nur spontas Gejamme is - Respekt!
Isaac ist mal wieder voll wie tausend Russen, spielt aber trotzdem absolut virtuos und sauber sein Gitarrengefrickel. Achja, schon gesehen, der Tarantula Club hat revolutionär neue Gestaltungstechniken angewandt, um den Laden cultiger erscheinen zu lassen: Die Wände voll mit berühmten Namen aus dem Rockbereich. Aber ich dachte immer, Jimmy Hendrix schrieb sich "Jimi"
Solar Plexus als die erste Band im neu eröffneten Tarantula Cult Club darf sich auch prompt selbst an der Wand verewigen. Sehr schön. Dürfen sie sich dann nochmal verewigen, wenn sie ein weiteres Mal hier spielen?
Zum Finale der Jam-Session darf Dave nochmal auf die Bühne ("aber nur wenn ihr Rock oder Blues spielt") und darf mit seiner Blues-Stimme den Saal verwöhnen. Inzwischen ist es schon Halb Eins, gleich fährt der Nachtexpress, den müsste ich dann wohl noch kriegen...Soviel zum Thema 4 Bands werktags spielen zu lassen, dadurch verpasse ich auch die vierte Band, "Temple Of Twilight"
Nagut, verabschieden und ab zum Nachtexpress. Regelmäßiges Programm hat der Tarantula Cult Club noch nicht, laut Isaac ist wohl am 25. mal wieder Jam-Session, ansonsten wird uns wohl das nächste Jahr zeigen, was aus dem Club wird. Solang sie nicht alles mit Fäusten regeln wollen, kann man das ja mal im Auge behalten...
Vielen Dank nochmal an Solar Plexus für das ausgiebige Interview, wir sehen uns!

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