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Querverkehr, Crisis What Crisis, Malt Liquor Riot, Radiobaghdad am 11.04.2008 in Hagen, Pelmke

Radiobaghdad und Support am 11.04.08 in Hagen

Eigentlich sollten heute Betrunken im Klappstuhl in Nordhausen spielen, aber wegen einem etwas undurchsichtigen Vertrag und einer kurzfristigen Risikokalkulation ham wir das lieber gelassen. Aber etwas Livemusik kann ja heute nicht schaden, nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns für Radio Baghdad in Hagen. Von denen weiß ich nur, dass die gut sein sollen. Und bin ja offen für Neues. Kiki ebenfalls, also fährt er.
Aber erstmal Vorbandgedösele! Querverkehr aus Hagen eröffnen den heutigen Abend. Die fallen erstmal durch einheitlichen Dresscode auf - alle ne Käppi aufm Kopp. Und alle harte Shirts an.
Und die Musik is, naja, Punkrock halt, mit Rock'n'Roll-Einschlägen drin, immer schön aufs Gaspedal. Äh, oder womit bremst man beim Skateboard? Vielleicht indem man es quer stellt, damit wär dann auch der Bandname erklärt. Gefällt uns wirklich gut die Mucke, geht gut nach vorne und kommt überhaupt nicht schülermäßig rüber, wie das ja bei lokalen Vorbands oft der Fall ist.
Ne kleine Internetrecherche ergibt, dass es die Band auch schon seit 1994 gibt. Wow, Respekt dafür! So alt kamen die doch gar nicht rüber. Und immer noch hamse viele junge Frauen im Publikum. Zum Beispiel die Schwester vom Sänger. Der is sowieso gut drauf, macht immer Spässken.
Texte alle auf englisch, nur ein kleines deutschsprachiges Liedchen wird eingestreut, in dem gehts irgendwie ums Saufen. Glaub ich. Och, na dann. Kommt aber gut an und singen auch ein paar mit. Ansonsten hält sich das Publikum eher ein wenig bedeckt.
Tja, also, Fazit: Gute Band! Also so dafür, dass wir echt nix erwartet haben, ham uns die Hagener Kleinstadtpunkrocker wirklich begeistert. Und Spaß an der Musik hamse auch. Zwischendurch verschenkt der Sänger auch noch ein paar CDs ans Publikum, als dann nach dem Konzert die Nachfragen nicht nachlassen, stellt er einfach den ganzen Karton hin: "Bedient euch!"
Das war ja schonmal ein guter Einstand in den Abend. Was folgt jetzt? Crisis What Crisis heißt die nächste Band. Na, den Namen hab ich immerhin schonmal gehört. Und jetzt eigentlich derbsten Ami-Hardcore erwartet. Stattdessen stehen da gealterte Kölner in schlimmen Outfits auf der Bühne.
Und die Musik, naja, geht. Muss nich, aber geht. Würd ich so grob als 80er-Punk titulieren. Größtenteils englische Texte (ja, auch ein norwegisches war dabei), gelegentlich gibts mal etwas Metalgitarre oder Ska-Offbeat.
Der Gesang erinnert stellenweise leicht an Jello Biafra (sag ich jetzt mal ganz vorsichtig), so von den Vibrationen her. Nur das Outfit is total abstoßend. Bah, dieses Jackett! Fast schlimmer als das Holzfällerhemd vom Gitarristen! Da hilft auch die Ausrede nicht, das hätte mal Sasha getragen. Er zieht es zwar irgendwann aus, aber da hat sich der Anblick längst ins Auge gebrannt.
Okay, raus zum Kiosk, kurz die Querverkehr-CD ins Auto bringen...da erklingt schon wieder Schall von Innen! Also wieder rein. Oh, ne Band auf der Bühne. Sind das Radiobaghdad? Also Hardcore isses schonmal. Schnell, laut und hohe Schrei-Stimmlage, sich selbst überschlagend. Aber nach ein paar Minuten ist der Spuk schon wieder vorbei. Und wer war das nun? Malt Liquor Riot, zur Zeit mit Radiobaghdad auf Tour. Hab ich aufm Flyer wohl überlesen.
Also vier Band heute! Auch gut, für 8 Euro Abendkasse hab ich da nix gegen. Auch wenn wir von Malt Liquor Riot wirklich nicht viel hatten. Seht ihr daran dass es nur ein Foto gibt. Also die nächste Band, die Hauptband: Radiobaghdad! Mit verdammt kurzer Umbaupause fangen die an zu zocken. Es gibt Hardcore, aber keine Sorge, kein stumpfes Haudraufkrams
Eher schneller Punkrock, geht teilweise schon in die Crossover-Richtung, ohne das jetzt negativ zu meinen. Treibende Songs, versierte Musiker und viel Begeisterung beim Publikum, auch wenn das erstmal lange braucht um warm zu werden.
Ich frag mich auch, warum diese Band bisher so an mir vorbeigegangen is. Scheinen wirklich einiges aufm Kasten zu haben. Is auch nur ne popelige Reunion-Tour, die sie grade abziehen, angesagt waren sie eher in den 90ern. Aber denen glaub ich wirklich, dass sie aus Bock nochmal gemeinsam losziehen und nicht wegen Geld und was es sonst noch für Gründe gibt.
Das Publikum muss diverse Male aufgefordert werden, doch mal näher zu kommen, was dann auch ganz zaghaft geschieht. Kennt hier eigentlich überhaupt jemand die Band? Ja doch, einige wollen sie sogar vor 10 Jahren schon hier gesehen haben, wie nach einer kurzen Nachfrage des Sängers festgestellt wird.
Der Bassist erinnert mich optisch irgendwie an den Dicken aus Shaun Of The Dead. Vielleicht wegen dem Bart? Wer weiß. Sehr zombiehaft sieht er ja nicht aus. Wobei sein Bassspiel teilweise doch schon leicht wie in Trance aussieht...
Jawoll, schweißtreibendes Konzert! Der Sänger gibt alles, springt sogar mal ins Publikum, nachdem sich dort erste Moshpits gebildet haben. Das nennt man dann wohl Einsatz!
Die Band hat sich angeblich schon 1988 gegründet. Verdammt, so alt sehen die doch wirklich alle nich aus. Wie alt waren die damals bitteschön? Aber vielleicht haben die auch einfach nur ihr Line-Up über die Jahre hinweg regelmäßig verjüngt...
Zu nem Zeitpunkt, als man eigentlich dachte, das Konzert müsste längt vorbei sein, wird dann nochmal richtig reingehauen. Mit 4 shots of Jägermeister und "Banned from the pubs" beginnt ein grandioser Cover-Reigen, wo wirklich vor nichts haltgemacht wird. Wahnsinn! Wüsste nicht, wann ich schonmal ne Hardcore-Band gesehen hab, die so lange spielt. Und so viel Spaß daran hat!
Mit diversen Rollentäuschen gehts dann quer durch die Punkrock-Geschichte. Descendents, Bad Brains, Operation Ivy - alle müssense dran glauben, letztere hier mal mit dem Schlagzeuger an Gitarre und Gesang. Ehrensache, dass das Publikum nochmal total durchdreht. Der Sänger von Malt Liquor Riot darf auch mal wieder auf die Bühne, wurd ja noch nicht genug gefordert - totale Hektik
Und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob das Konzert noch weiter ging, nach etwa anderthalb Stunden sah es zuminest so aus. Also hauen wir nach einem grandiosen Cover von Turbonegros "Good Head" mit dem Sänger am Schlagzeug werden zumindest die Instrumente abgebaut. Ziemlich geiles Konzert!
Fazit: Auch wenn ich vorher keine Band kannte - vor allem Radiobaghdad haben sich ihren Ruf wirklich verdient, sehr empfehlenswert! Und auch Querverkehr als lokaler Support waren ne Überraschung. Wir fahren nu aber. Ätsch.

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