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illScarlett am 11.09.2008 in der Zeche, Bochum

illScarlett am 11.09.08 in Bochum

illScarlett, wie kann ein Bandname so dermaßen nach Emo klingen? Fast so schlimm wie "I cry so much". Erste Hörtests überzeugten mich dann aber, dass die Musik dann doch etwas mehr kann, als der Name hergibt - ein wenig Reggae, ein wenig Dub, ein wenig Punk - kann man sich mal geben! Tourpräsentator Jack Daniel's haut ein paar Gewinnspiele raus, anscheinend aus Sorge, die gebuchten Clubs würden etwas zu groß für die Band sein...naja, zwei Karten staube ich ab, Begleitung darf heute mal André sein, also ab nach Bochum! André is übrigens ab sofort der König der Checker, nach diese herrlichen Abfuhr im Bus. Aber egal. Nochn Fiege vonner Tanke, während wir das Treiben vor der Zeche beobachten - kaum was los, nur ein paar arme Seelen (und der Leerguttechniker mit seinem Etablissement), die ihre Freikarten loswerden wollen, aber selbst für lau will die keiner haben. Demzufolge dürften die Verdienste an der Abendkasse auch ungefähr bei 0 Euro liegen. Aber wat solls, kommt alles aufn Werbeetat von Jack Daniel's...
In der Zeche selbst auch eher wenig los. Geschätzte 50 Leute ham den Weg gefunden. Von der Vorband "Captain Cosmos" kriegen wir leider nur das letzte Lied mit, deswegen auch kein Foto von denen. War ganz okayer Frickelrock. Aber nur 25 Minuten Spielzeit und dann ne halbe Stunde Umbaupause - aua! Egal, nach besagter Umbaupause dann illScarlett aus Kanada!
Und die machen eigentlich recht gute Musik, wenn auch nicht ganz mein Fall. Sublime trifft Taking Back Sunday trifft Fall Out Boy. Emopop übernimmt die Skapunkszene. Klingt pervers, nicht war?
Aber Ohrwurmqualitäten haben die Songs eigentlich durchweg. Wenn man die Lieder denn kennen würde, was beim Publikum vermutlich nur auf die zwei-drei Groupies zutrifft, die anderen beschränken sich aufs Kopfnicken
Immerhin wird das Publikum nach ein paar Liedern nach vorne gelockt, der Respektabstand von 5 Metern wirkte auch etwas übertrieben. Und wenn dann die etwas Reggae-lastigeren Stücke wie "Heaters" ausgepackt werden, wippt auch mal mehr mit als nur der Kopf
Insgesamt mir aber deutlich zu emo-lastig die ganze Geschichte. Klar, musikalisch und stimmlich ist das alles Top, genau wie die Texte. Gegen Bullen, fürs Kiffen und übers Tourleben, seh ich absolut nix Falsches dran. Die größten Momente haben die Songs dann auch, wenn ein wenig Offbeat ausgepackt wird
Auch ein Highlight: Es gibt tatsächlich nen Coversong, und zwar "All that she wants" von Ace of Base. Geil! Mit voller Inbrunst vorgetragen, als wäre es ein eigenes Stück. Very funny. Selbstverständlich singen wir lauthals mit
Achja, Publikum: Wie erwähnt weniger euphorisch als ich es erwartet hätte. Ich wage mal die These, hätten illScarlett in nem kleineren Laden für halb so viel Eintritt gespielt, wären auch doppelt so viele Leute gekommen und entsprechend mehr Stimmung. Das kommt wohl dabei rum, wenn ein Spirituosenhersteller ne Tour bucht.
Ganz groß der Schlagzeuger: Er spielt in Flip Flops! Irre
Der Sänger hat auch ein paar Wörter deutsch gelernt. Sowas wie "Dankeschön" oder "Wie geht's euch?". Die Zuschauer antworten selbstverständlich ebenfalls in perfektem Deutsch: "Whoohoo" - oder war das kanadisch?
Am Schluss sehne ich mir eigentlich nur ein paar Sublime-Cover herbei. Kommt zwar nicht, aber es wird wieder Reggae-lastiger, mit der Kiffer-Hymne "Mary Jane". Juhu. Aber es gibt keine Gratis-Joints - mir persönlich wär ein Shot Jack Daniels eh lieber gewesen
Zum letzten Stück gibts sogar noch ein wenig Publikums-Interaktion: Schön im Takte die Arme hin und her schwenken. Hach, total schön. Mit ner Spielzeit von ein und ner viertel Stunde endet dann auch das Konzert. Kurzweiliger Donnerstag abend!
Selbstverständlich fährt uns danach der Bus vor der Nase weg. Aber is ja noch früh, also Bierchen vonner Tanke, prost!

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Band:
IllScarlett
Musikstil: Reggae, Pop, Ska, Punk
Herkunft: Kanada
Homepage: www.illscarlett.com
Konzertberichte: 1

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