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Rockstage mit Jaques She Rock, Sole Sentry, No Son, 2 Beats Break, Kickstern am 18.10.2008 in der JFS Dortmund-Wellinghofen

Rockstage Dortmund am 18.10.08

Wow, Konzert im "Lernzentrum" Dortmund-Wellinghofen. Ich find ja, dafür dass das nur son paar Minütchen von meiner Haustür weg is, dürfen da ruhig öfters Konzerte sein. Aber mit der Meinung stehe ich wohl aufgrund der Erreichbarkeit für den Rest der Gesellschaft ziemlich alleine da. Ein wenig Mut gehört wohl auch dazu, in einem abgelegenen Jugendzentrum ein Konzert zu veranstalten, und diesen beweisen die Jungs von Rockstage Dortmund, indem sie gleich 6 Bands auf die Bühne schicken. 3 Euro Eintritt, Preis/Leistung überaus akzeptabel! Also denn, Katja is auch dabei, nix wie hin. Bei 6 Bands an einem Abend braucht man ja ein effektives Zeitmanagement, teils auch zu Lasten des gemeinen Zuschauers, denn nachmittags um 18 Uhr ist wohl nun wirklich keiner bereit, vor der Bühne den Punkrockfinger in die Luft zu halten und mit Bier zu spritzen. Auch wir nicht.
Und so verpassen wir die erste Band, Post Reveries. Aber Jaques She Rock beehren wir dann doch mit unserer Anwesenheit. Vor nem guten halben Jahr im FZW für gut befunden, hab ich da auch kein Problem mit. Zumal man den Namen der Kombo eh des Öfteren liest, vielleicht hamse sich ja inzwischen ein paar Sporen dazuverdient.
Liest sich der Name schon wie das übliche Wortspiel zur falschen Zeit (Chirac? War das nicht der mit den Atomtests?), zeigt uns nicht zuletzt das Outfit, hier bestehend aus Trainingsjacke und Sonnenbrille, dass die Band ganz gerne mal Clowns zum Frühstück verzehrt und sich auch selbst nicht ganz zu ernst nimmt.
Aber die Band ist mitunter keine Karnevalskapelle, geboten wird kruder Garagenrock mit viel "Uhh" und "Yeah", so als wenn die Hives plötzlich einen auf Funky machen würden. Dazu zweistimmiger Gesang und selbstironische Ansagen, kommt äußerst nett und frisch rüber. Und in die Beine geht das auch.
Das Publikum ist auch durchweg amüsiert, wenn auch zahlenmäßig unterbesetzt. Als Band zum Anfassen erweisen sich Jaques She Rock, als sie anbieten, auf die Anwesenden, die nicht selbst in einer Band spielen und sogar Eintritt gezahlt haben, nochmal persönlich zuzukommen. Dass man die eh an einer Hand abzählen kann, lassen wir mal außen vor.
Soviel zu Jaques She Rock! Guter Auftritt, ein äußerst kurzweiliger Spaß inklusive Matt Damon und Backstreet Boys. Kommen wir zu Elementarerem: Wie stehts um den Bierpreis? 1,50 Euronen, ein angenehmer Preis. Genehmigt!
Nach einer Umbaupause, die sich, wie man am häufigen Auf-Die-Uhr-Gucken merkt, etwas zieht, darf dann die nächste Band des Abends die Bühne betreten: Sole Sentry. Kannte ich bisher nicht und werde ich wohl auch nicht in Erinnerung behalten, dazu ist mir die Musik zu gewöhnlich.
Und die Musik, tada, die ist: Metal. Ganz gut gespielt, alles schön auf den Punkt heruntergezockt, aber wahre Power ist da nicht zu spüren. Als würden sie versuchen, wie Metallica zu klingen, im Endeffekt dann aber eher beim Früh-Neunziger-Grunge landen. Nicht mein Ding
Zumindest lockert der Sänger die Stimmung noch durch ein paar witzig gemeinte Ansagen. Muss er irgendwann auch zwangsläufig, als der Gitarrist ewig versucht, irgendwelche Probleme mit seinem Verstärker auszumerzen. Gibt ja nichts Schlimmeres als ne Band, die in solchen Momenten einfach nur blöd rumsteht. Irgendwie überbrücken, das kriegen Sole Sentry einigermaßen hin.
Also, nächste Band. Es bleibt bei der harten Schiene, wie das um den Arm gewickelte Mikrofonkabel beweist. No Son ausm Sauerland machen Hardcorezeux, also mit mächtig Schreigrölgesang, was mir nicht sonderlich zusagt, aber anscheinend unvermeidbar ist. Sonst würde es ja nicht so viele Bands der Sorte geben.
Aber abgesehen davon macht die Band ordentlich Druck. Schön knallige Songs pusten uns durch die Ohren, schnelle Riffs und ein gut aufgelegter Schlagzeuger lassen dann doch ein paar Köpfe mitwippen.
Das Publikum traut sich auch endlich mal ein paar Schritte nach vorne, ich werfe mal die Theorie auf, dass eh so einige wegen No Son hier sind (da, man sieht ein Shirt in der Menge), was sich an den vielen Autos mit MK-Kennzeichen vorm Laden zeigt.
Ja, das sind also No Son. Gefallen mir zum Schluss des Auftrittes hin immer besser, als ein paar Stücke rausgekramt werden, die eher nach gutem Punkrock der kalifornischen Schule als an "modernen" Metalcore erinnern. Ich Banause.
Nächste Band: Two Beats Break aus - na? - Wellinghofen. Naja, zumindest fast. Die Lokalband heute abend. Ich fands sowieso irre witzig, bei den Bands darauf zu achten, ob sie uns mit "Hallo Dortmund" oder "Hallo Wellinghofen" begrüßen - daran merkt man nämlich überregionale Klasse, habe ich mir sagen lassen.
Die Begrüßung lautet bei den Jungs eher "Kennt ihr Rockstage Dortmund?", was wohl darauf zurückzuführen ist, dass sie gleichzeitig Veranstalter sind. Auf Rockstage wurde heute des Öfteren mal hingewiesen, quasi ein Running Gag. Einen viel witzigeren, wenn auch unfreiwilligen, Running Gag lieferte Bassist Simon, der nach jedem Song irgendwas am Monitor auszusetzen hatte.
Aber zur Mucke: Das wäre so Alternative-Punkrock bis Nu Metal, mit viel Spiellaune und mit dem Publikum im Griff. Der Sound is heute richtig geil fett, habbich nix dran auszusetzen! Wobei, der Monitor von Simon...ach, lassen wir das.
Als Rockstage-Macher kann man natürlich auch mal eben ein paar Regeln definieren: Wie die Regel, dass wer auf dem Boden sitzt, auf die Bühne muss. Schwupps hat Marc ein wenig Unterstützung auf der Bühne. Zwar nicht gesanglich aber immerhin hat er jetzt wen, gegen den er mit seinem Körper anrennen kann.
Zum Schluss ist auch richtig was los vor der Bühne, als das gut gelaunte Publikum ein wenig Schützenhilfe bei "Burning Assholes" bietet. Schönschön! Das war also die Rockstage-Band, bleibt zu hoffen dass das Konzept, ähnliche Abende mit anderen Bands in anderen Locations zu organisieren, Früchte treibt und die Konzertkultur in Dortmund ein wenig aufgefrischt wird.
Aber zunächst mal die letzte Band des Abends: Kickstern haben damit zu kämpfen, dass der letzte reguläre Bus (abgesehen vom Nachtexpress) fährt und das Publikum eh viel zu sehr eine-Band-fixiert ist. Aber die verbliebenen Leutchens haben trotzdem gut Spaß mit der Dortmunder Punkrock-Band.
Eine Augenweide beim Auftritt: Schlagzeuger Jonas, der komplett vollgeschwitzt so hart auf die Felle haut, als ob er diese in den Erdkern rammen wollte. Stark. Ganz so hart ist die Musik von Kickstern aber nicht, deutschsprachiger Punkrock, kein Deutschpunk sondern eher die emotionale Ecke.
Ehrensache, dass der ganz große Kracher am Schluss nicht fehlen darf: RemmiDemmi von Deichkind wird dargeboten, natürlich in ner amtlich verpunkten Version, so dass die letzten Menschen vor der Bühne nochmal ordentlich das Tanzbein auspacken. Schöner Abschluss für das erste Rockstage, mal abwarten was als Nächstes so auf die Beine gestellt wird!

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