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Kapverden-Tour 2009 Teil 5: Santo Antao (Cova-Krater, Ribeira do Paúl, Ponta do Sol, Chã de Igreja,...) vom 05.-07.04.2009

Kapverden-Tour Teil 5: Santo Antao vom 05.-07.04.09

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Nach einer sehr unangenehmen Nacht in Mindelo ging es für unsere Reisetruppe, inzwischen aufgestockt durch Anne, früh morgens zum Hafen, um die Fähre nach Santo Antão zu nehmen.
In meinem momentanen Zustand kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als auf einem wackelndem Schiff zu fahren. Doch allen Unkenrufen zum Trotz konnte ich mich knapp beherschen und meinen restlichen Mageninhalt NICHT auf dem Schiffsdeck verteilen. Wäre auch schade um die schönen Sofas.
Schon die Einfahrt in den Hafen von Porto Novo ist beeindruckend. Die Berge im Hinterland versprechen einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten 2 Tagen erwartet. Santo Antao gilt als die Wanderinsel der Kapverden. Hier ist es doch schon um einiges touristischer als auf Fogo oder gar Brava.
Das Aluguer bringt uns zum Rand des Cova-Kraters. Hier beginnt eine der schönsten Wanderungen, die ich je gemacht habe. Der Weg führt erstmal hinab in den Kessel. Man kann gut die künstlich angelegten Bewässerungssysteme erkennen. Habe ich schon erwähnt, dass es schweineheiß ist?
Wieder oben am anderen Ende des Kraters ergibt sich ein fantastischer Blick in das Tal von Paúl. Überall Grün und am Ende das tiefe Blau des Meeres. Ein steiler Abstieg steht uns bevor, ihr könnt die sich nach unten windenden Serpentinen gut erkennen. Naja, besser runter als rauf.
Leider sind fast alle noch angeschlagen von letzter Nacht und können den Weg nicht wirklich genießen. Nur unser Guide, der Exilschweizer Hans, geht ungerührt voran. Läuft die Strecke ja wahrscheinlich auch erst zum 1000ten Mal.
Das ganze Tal leuchtet in hellen Grüntönen. Für Cabo Verde ein wirklich ungewöhnliches Bild.
Wir machen Rast bei Alfred, unserem Reiseorganisator. Neben seiner Reiseagentur Alsatour brennt er auch noch ganz hervoragenden Grogue (www.grogue.de) in allen Geschmacksrichtungen und Stärken. Nach dem Konsum eines 77%-Allroundheilmittels werden meine Magenschmerzen sogar besser. Alkohol hilft halt immer.
Noch schnell das übliche Gruppenbild und weiter gehts runter zum Meer.
Der Weg wird langsam breiter und sehr angenehm zu laufen. Aus dem Wandern wird mehr und mehr ein Spaziergang. Wir bewundern die Unmengen an Zuckerrohr, die am Straßenrand wachsen.
Nachdem wir den kompletten Weg bis zum Meer bewältigt haben, steigen wir in ein Taxi, welches uns zum Wahlheimatort unseres Führers Hans und unserem heutigen Übernachtungsdomizil in Ponta do Sol bringt. Ein sehr schön gestalteter Marktplatz und ein klasse Hotel mit Meerblick lassen uns das Dörfchen in guter Erinnerung bleiben.
Sogar Telefonzellen sollte es irgendwann mal hier geben. An dieser fehlen ja nur noch Kleinigkeiten...
Zum Frühstück beschließt der schönste Deutsche Jan erstmal, seinen Kaffee im Hotel zu verteilen. Aber da er ja diesen Urlaub viel gelernt hat, was den Unterschied zwischen Pauschal- und Individualreisen angeht, besorgt er sich umgehend einen Wischmob und reinigt alles himself! Stark von dir!
Zu Beginn unserer letzten Wanderung für diesen Urlaub noch ein kurzer Blick auf das einzige Stadion mit Kunstrasen auf Kap Verde. Gibt einen weiteren Groundhopperpunkt für mich, auch wenn ich nicht in Erfahrung bringen konnte, welcher Verein hier vor das Leder tritt.
Der Weg führt uns entlang der Küste von Ponta do Sol über Fontainhas nach Chã de Igreja.
Der Einstieg unserer heutigen Etappe führt vorbei an den Schweineställen der Einwohner. Hier hat jede Dorffamilie von der Kommune eine Parzelle zur Haltung der Tiere umsonst zur Verfügung bekommen, damit diese nicht frei in der Stadt umherlaufen. Sachen gibts...
Die Straße verläuft sehr kurvig und mal berauf, mal bergab immer entlang der Küste. Nach einer knappen Stunde erreichen wir bereits Fontainhas, das sehr steil in den Berg gebaut wurde.
Die vielen bunten Häuschen und die angelegten Erntefelder mit Bewässerungssystem ergeben einen tollen Gesamteindruck des Dorfes.
Hier nochmal der Blick vom Dorfzentrum aufs Meer. Links kann man gut unseren weiteren Weg erkennen.
Dieser verwandelt sich von Straße hin zum ausgelatschten Trampelpfad. Wenigstens kommen uns jetzt keine Autos sondern nur noch Esel entgegen.
Und da kommt auch schon der erste...
Während des gesamten Weges bieten sich immer wieder spektakuläre Blicke aufs Meer. Hier geht ein Local mal kurz fischen.
Und natürlich müssen selbst die Kleinsten bei der Zubereitung des Mittagsessens helfen, wie hier im Örtchen Forminguinhas
Der Weg schlängelt sich mal höher, mal tiefer an den Felsen entlang.
An einer Stelle können wir unsere Füße sogar mal kurz ins Wasser halten. An Schwimmen ist aber wegen der Brandung nicht wirklich zu denken.
Und ständig dieses hohe Verkehrsaufkommen...
Zur Etappenhälfte gibts erstmal ein leckeres Mittagsessen, bestehend aus Müsliriegeln und Salami. Sehr gut!
Zum Ende hin wurde es (natürlich) nochmal richtig steil. Aber ohne Fleiß halt keinen Preis. Ich freu mich schon richtig auf das kalte Bier, was uns für unsere Ankunft versprochen wurde.
Weiter gehts, vorbei an Cruzinha da Garça. Nochmal ein Blick zurück, damit ihr seht was ihr verpasst habt. Santo Antão und speziell diese Wanderung kann ich nur in den höchsten Tönen empfehlen!
Müde und zufrieden beziehen wir schließlich Quartier in Chã de Igreja und genießen auf einer wundervollen Dachterasse kaltes Bier, Grogue und Wein. Ach, kann das Leben schön sein ;-)
Die Hausmutti bereitet bereits unser Abendessen vor. Wie gewohnt auf der ultramodernen Mielekochzeile...
Fö lauscht derweil dem Hans und seinen Anekdoten. Da ham sich 2 gesucht und gefunden.
Der schönste Deutsche ersteht noch schnell ein Paar Erdnüsse. Importiert aus, na ratet mal? Richtig, Schwerte, 10km von zu Hause entfernt. Hurra!
Der Abend endet recht feucht-fröhlich. Schließlich trennt sich unsere Reisegruppe morgen. Jan und meine Wenigkeit werden über Mindelo wieder nach Sal reisen um den Heimflug anzutreten, während Anne und Christoph einen alten Kollegen besuchen und Fö für einige Tage auf Alfreds Terrasse entspannen kann. Was er da so erlebt hat, lest ihr hier.
Die Fähre bringt uns nach einer recht abenteuerlichen Taxifahrt über den Bergpass wieder nach Mindelo. Begleitet von heute sehr ruhiger See und abermals fantastischem Wetter.
Einfahrt in den Hafen von Mindelo.
Von Mindelo geht der Flieger direkt nach Sal, von wo es am nächsten Tag zurück nach Schlaaaaaand geht. Tja, schade. Der letzte Abend mit nem letzten Bier auf der Terasse. Mal wieder viel zu schnell vorbei. Die restliche Reisetruppe hats gut, die bleiben noch ein wenig...

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Mehr Berichte dieser Reihe:
Kapverden-Trip Teil 11. Kapverden-Trip Teil 1
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Kapverden-Trip Teil 22. Kapverden-Trip Teil 2
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Kapverden-Trip Teil 44. Kapverden-Trip Teil 4
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(Santo Antao (CV), 05.-07.04.)
Kapverden-Trip Teil 66. Kapverden-Trip Teil 6
(Santo Antao (CV), 07.-09.04.)
Kapverden-Trip Teil 77. Kapverden-Trip Teil 7
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