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Star Fucking Hipsters, Rentokill, 19.05.2010 in Köln, Sonic Ballroom - Bericht von Fö

Star Fucking Hipsters, Rentokill, 19.05.2010 in Köln

Nachdem der letztjährige Auftritt der Star Fucking Hipsters buchstäblich ins Wasser fiel (höhö) und die Band akustisch in ner Karaoke-Bar performen musste, ist der heutige Termin ja schon fast Pflicht. Verstärkt is einfach geiler und außerdem ist der Sonic Ballroom eh ein schöneres Umfeld als besagte Bar. Und dann auch noch mit den Österreichern von Rentokill als Vorgruppe, kanns Geileres geben? Sonja fährt mit ihrem nigelnagelneuen Automobil, Schlossi und Kiki kommen auch mit, los gehts!
Am Ballroom angekommen, erstmal Bierchen trinken. Wenig später legen Rentokill auch schon los, in einem bisher mäßig gefüllten Laden, der sich aber nach und nach weiter füllt. Mit "The Political Aspect Of Unpolitical Thinking" beginnen sie ihr Set, großartiges Stück.
Musikalisch gibts volle Kanne Punkrock bis melodischen Hardcore zu hören, grobe Richtung Propagandhi bis hin zu Strike Anywhere und Anti-Flag, dabei immer schön politisch-kritisch und mit ordentlich Druck nach vorne.
Etwas verwundert bin ich über das doch eher zurückhaltende Publikum, hätte Rentokill doch etwas mehr Popularität zugetraut. Wobei ich die Band so richtig auch erst seit der letztjährigen EP "The O.S.E." kenne, die aber ne absolute Granate ist. Ebenso wie die beiden Full-Length-Outputs der Band, von denen heute ne ganz gute Mischung gespielt wird.
Ein ganz neuer Song ist auch dabei, charmant angekündigt als "Cover von Rasta Knast". Ob man damit wohl versuchen wollte, das Publikum aus der Reserve zu locken? Die anschließende Aussage "Deutschland ist so groß, hier kann Rasta Knast die beste Band sein", hab ich nicht ganz verstanden. Ich schiebs mal auf die lange Anreise von Rentokill.
Man muss schon echt Respekt haben vor den Österreichern. Touren sich den Arsch ab, haben aber auch kein Problem damit, mal eben für ein Konzert 12 Stunden lang von Österreich aus anzureisen, um anschließend schon wieder den Rückweg anzutreten. Wow!
Keine Spur von Ermüdungserscheinungen, für Bewegung ist gesorgt, zumindest auf der Bühne (höhö), das is wirklich mal Einsatz. Dazu ein wirklich gutes Set, wobei die Songs vom 2007er Album "Antichorus" am meisten überzeugen, wie das großartige "Discontent Industry" oder der Überhit "Primetime Killers"
Jau. Super Auftritt, für den allein sich schon die Fahrt nach Köln gelohnt hat - meiner Meinung nach. Sollten Rentokill mal bei euch inner Nähe spielen, unbedingt hin! Wir gönnen uns erstmal ein weiteres Astra, zur Vorbereitung auf die Star Fucking Hipsters...
...und die legen auch bald los. Puh, und wie! Das Publikum vor der Bühne ist gar nicht mehr zu halten, beinahe unmöglich hier einen Fuß auf den Boden zu setzen. Noch dazu schäumt sofort mein Bier über und ich kann nichtmal trinken aus Angst um meine Zähne. Wahnsinn!
Auch hier mal wieder: Großartiger Auftritt! Die krude Mischung aus Crustpunk, Ska, Metal und Hardcore mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, aber die Hipsters könnens halt einfach, reißen ein ordentliches Brett ab aus ihren bisherigen zwei Alben.
Das Publikum tanzt und brüllt ordentlich mit. Songs wie "Immigrants & Hypocrites", "3000 Miles" oder "Two Cups Of Tea" werden gespielt, allesamt Highlights. Ker, wat hier vorne los ist! Mehr als einmal stürzen die Zuschauer auf den Boden oder auf die Bühne, rappeln sich wieder hoch und pogen weiter.
Sängerin Nico de Gaillo steht heute auch etwas mehr im Mittelpunkt als bei der Show im letzten Jahr. Zu recht, hat sie doch auch den Großteil der Gesangspassagen, wie mir heute auffällt. Mastermind Stza hält sich hingegen eher zurück, da hinten an seiner Gitarre
Die restliche Band - hm, ich glaub der Gitarrist war letztes Mal ein anderer. Mag mich auch irren. Aber wer gerade so bei den Star Fucking Hipsters mitspielt, wird anscheinend eh per Glücksrad entschieden.
Nochmal Publikum. Irgendwie merkt man überhaupt nicht, dass heute erst Mittwoch ist. Und da hab ich mir bei Rentokill noch Sorgen gemacht, die Zuschauer würden gar nicht mehr warm werden...
Zugegeben, letztes Jahr war ich auch ziemlich begeistert weil dieses spontane Akustik-Ding einfach mal was besonderes war. Aber das Konzert heute hat das nochmal ohne Probleme getoppt. Einziges Manko: Zu kurz. Okay, der Schweiß tropfte schon von der Decke. Aber das warn trotzdem nur 45 Minuten Spielzeit.
Auch in der Zugabe gibts gerade mal zwei Songs - darunter aber immerhin "500 Channels" von Stzas legendärer Ex-Band Choking Victim. Was von den Zuschauern selbstverständlich entsprechend gewürdigt wird.
Insgesamt ein prächtiger Abend, für einen Mittwoch. Hat sich die Fahrt doch mal gelohnt! Nur etwas länger hätte ich mir den Auftritt ja schon gewünscht, naja wat solls. Dafür können wir zeitig zurückfahren, Fahrerin Sonja muss schließlich morgen ne Klausur schreiben. Na dann, viel Glück!

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Bunten

20.05.2010 15:31
Die Nico hat ja mal den Arm sowat von geil tätowiert. Kann was.

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