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The Damned, Edward Tudor-Pole, Texas Terri Bomb, 04.06.2010 in London, 02 Sheperd's Bush Empire - Bericht von Bönx

The Damned, 04.06.2010 in London

Eigentlich hatten wir ja nur vor, die Beatsteaks endlich mal wieder in nem kleinen Laden zu sehen. Da dies in Deutschland nur begrenzt möglich ist, sieht man mal von Geheimkonzerten ab, haben wir uns für London entschieden. Billige Flüge gibts zu Hauf. Im Verlauf der nächsten Tage sollte sich das ja bekanntlich aber noch ändern, so wurden wir dann noch für fleißiges F5-drücken mit Rage Against The Machine-Tickets belohnt. Da wir aber auch schon Donnerstag anreisten, hatten wir für Freitag noch nix vor. Ein kurzer, spontaner Blick auf die NME-Seite verrät uns, dass The Damned ebenfalls am Wochenende in London spielen, also nix wie hin da und vorher noch ein wenig englische Kultur tanken.
Die beginnt natürlich mit einem "Intercontinental Breakfast" in unserem Hostel. Heißt für Inselaffen Toast mit Margarine und Marmelade. Für Frau Wolfram allerdings nur Kaffee und für mich Kakao. Meinen Kaffee hab ich mir vor 3 Jahren da schonmal mit O-Saft statt Milch versaut. Danke, brauch ich nich wieder. Echt ne Kunst, damals war das Frühstück schon schlecht aber das geht unter keine Kuhhaut mehr.
Wie ihr seht, befinden wir uns am Buckingham Palast. Dem Stadtsitz von Queen Elisabeth II. Bei bestem Wetter war es natürlich eine Schnapsidee, gegen 11 Uhr hier her zu fahren. Denn wie links zu sehen, ist um die Zeit Wachablösung. Ein Ereignis, das sich mehrere 10000 Leute nicht entgehen lassen. Ok, Foto, Haken, weiter!
Weiter führt es uns in den angrenzenden St James Park, keine fünf Gehmminuten entfernt erwartet einen hier ein völlig anderes Bild. Ein paar Touris klar, aber auch Einheimische, die das tolle Wetter genießen. Soll ja angeblich oft regnen hier. Ich halte das ja für ne Legende, habe ich doch noch nie einen Tropfen Regen abbekommen auf der Insel.
Neben jungen Entenfamilien (kein Foto, ätsch) gibts hier jede Menge handzahme Eichhörnchen. Nicht nur zahm, sondern auch vernarrt in Eiscreme ist dieses witzige Objekt hier. Keine Bauschmerzen bekommen!
Jenes hier ist dann doch eher Oldschool und isst ne Nuss. Geht halt gegen den Strom der Globalisierung oder so, schlaues Kerlchen. Wirklich groß ist der St. James Park aber nicht, was uns dann auch ziemlich schnell zum nächsten Punkt unser Tour bringt...
...der Big Ben. Wikipedia klärt mich gerade darüber auf, dass nicht der Turm Big Ben heißt, sondern die größte Glocke im Turm. Ahja, jut zu wissen. Also das ist nicht der Big Ben sondern der Uhrturm von Westminster oder so. Da London ja nie durch eine Mauer geteilt war, liegen alle Sehenswürdigkeiten mehr oder weniger im Zentrum. Alles fußläufig erreichbar, schön!
So auch The London Eye. Zur Zeit das höchste Riesenrad in Europa. Soll Berlins noch größer werden? Naja, man könnte auch W-Lan im Auge benutzen oder Büffet mit Sekt genießen. Liegt aber, wie man sieht, auf der falschen Seite, also beschließen wir lieber Schiff zu fahren. Unsere müden Füße tun eh schon weh...
...eigentlich soll die Fahrt nur rund 30 Minuten dauern. Der erste Stopp ist auch direkt gegenüber am Auge. Da stehen wir aber verhältnismäßig lange, da einer Dame die Sonne nicht zu bekommen scheint und sie einfach mal kollabiert. Nach ner gefühlten Stunde kommt dann ein Rettungsboot, die Sanitäter entern das Schiff als wären sie Piraten und tragen die Frau von Bord. Gute Besserung!
Weiter geht die Fahrt, mit lustig aufgelockerten Kommentaren, wie dass man unter ner gewissen Brücke lieber nicht lang fahren sollte weil die British Rail immer genau auf der Brücke ihre Klos leert, lecker. Gut, dass wir im Freien sitzen. Zum Glück nix passiert. Entschädigt werden wir dann mit einem tollen Blick auf die Tower Bridge, bevor die Reise dann auch am Tower endet.
Unsere Reise endet natürlich noch lange nicht. Erstmal muss was zu futtern eingeworfen wurden, wir entscheiden uns für das Sub des Tages, die Alternative wären fettige Fish & Chips gewesen. Hatten wir vor 3 Jahren schon am Tower, konnte damals nich so viel wie der fleißige Berichteleser weiß. Achja, hier der Tower nebst Pimmel.
Wie ich immer wieder feststelle, mich aber nie dran erinnern kann, ist wie dreckig London doch ist. Nicht nur, dass man sich nach wenigen Stunden nur noch schwarzen Scheiß aus der Nase zieht, nee auch die Straßen sind dreckig und die Autos lauter als woanders. Falls es wen interessiert: wir befinden uns gerade auf der Tower Bridge. Von der City haben wir erstmal genug und entscheiden uns, in die Portobello Road zu fahren. Gleich einer der ersten Läden ist irgendein Klamotten-Laden.
Besonders daran sind die abertausenden alten Nähmaschinen, die hier die Wände zieren. Ansonsten gibts auf der Portobello Road allerhand Kram, Trödel, Obst & Gemüse und natürlich DAS Tesco wo es den billigen Cider in 3 Liter Flaschen gibt. Der wird natürlich mehrfach gekauft, bevor wir uns wieder zum Hostel machen. Immer nur Underground fahren ist auf die Dauer langweilig, also gibts heute mal Overground. Scheint ne neue Linie zu sein und fährt fast am Hostel los. Sollte ja schneller gehen. Natürlich fahren wir erstmal in den Westen statt in den Osten. Da kommt ewig keine Bahn. Irgendwann zurück, da kommt dann auch ewig keine Bahn.
Furchtbar. Als wir endlich ankommen, is quasi schon Konzertbeginn, wir wissen nicht so recht wo wir hin müssen und die Oyster-Card weist auch noch einen negativen Betrag auf. Klasse. Große Straße und wir wissen nicht, wo wir hin müssen, da im Netz nicht wirklich ne Hausnummer zu finden war. Frau Wolfram fasst allen Mut zusammen und fragt so zwei Türsteher nach dem Weg, natürlich stehen wir quasi schräg gegenüber, naja kann ja mal passieren. Endlich da, begrüßen uns schon die beiden Schwarzhändler. Also wenn man das in Deutschland schon ätzend findet, sollte man nicht nach England, die sind hier noch penetranter, nerviger und wasweißichdenn.
Schnell rein, Texas Terri Bomb machen nämlich schon Krach, äh Musik. Eigentlich kommen die Recken ja aus Los Angelas, jedenfalls Frontfrau Texas Terri. Zurzeit aber wohnhaft in Berlin. Glaube ehrlich gesagt, dass das schon ziemlich lange so ist. Scheißegal! Gibt schön rotzigen Streetpunk auf die Ohren der leider noch nicht wirklich vielen Anwesenden.
Da man auch noch leicht von der Bühne zum Tresen kommt, macht Terri das auch gleich mal, und so gibt es die letzten Songs aus dem Publikum bzw. dann irgendwann auf dem Tresen. Puh, sieht schon nen bissi böse aus. Die Jungens auf der Bühne (auch auf jeder Tour andere) ham übrigens schnieke Iros, gibbet aber kein Foto von, ätsch. Tolle Show, gerne wieder.
Bis zum nächsten Act bleibt aber noch Zeit, Bier zu trinken und die Halle zu genießen. Echt schniekes Teil, dummerweise aber in den Fängen von 02. Hier ne Arena, da ne Arena und da nen Club aufgekauft, tz. Bald gibts dann ne O2-Seite die MySpace-mäßig aufgebaut ist. Wartet ab.
Weiter gehts dann mit Edward Tudor-Pole, englischer Singersongwriter mit Punkrock-Attitüde. Ich kann mich nur noch an den Song 'Who killed Bambi?' erinnern und der wird bei Wikipedia sogar als einer seiner Hits geführt. Groß war noch das letzte Stück, im Refrain: 'Wunderbar, wo ist die Bar?!" - Mehr blieb leider nicht viel, hatte auch Mühe bei schlechtem Sound und seinem Akzent viel zu verstehen, schade. So, noch'n Bier. Für die Statistik: 3,95 Pfund fürn 0,4er.
Nach relativ langer Umbaupause gehts dann auch endlich los mit The Damned, den Begründern des, nennen wir es einmal, GruftPunk. Andere würden das wohl eher Horrorpunk nennen, wie auch immer. Los gings mit scheinbar neueren Songs und auch das Publikum war eher noch lahm drauf. Kein Wunder irgendwie, hatten sie ihre Hits doch in den 70ern und 80ern.
Hier haben wir Basser Stuart West, ist der Einzige der erst seit 2004 in der Band spielt...alle anderen haben doch schon einige Jahre mit The Damned aus der Bühne verbracht. Mit 'Love Song' gabs dann auch das erste Stück was ich kannte und schon war auch das erste Mal in der mittlerweile vollen Halle die Stimmung auf dem Höhepunkt. Is halt auch ein Gänsehaut-Song.
Dieses Bild sagt ziemlich viel aus über Gründungsmitglied und Sänger Dave Vanian. Der hat es nämlich irgendwie nicht nötig, mit dem Publikum zu kommunizieren, außer dass er Lemmy mal ein Lied widmet. Ansonsten dreht er sich sofort nach den Songs weg und bleibt dann mit dem Rücken zum Publikum stehen, bis Gitarrist Captain Sensible wieder in die Saiten greift.
Wie es sich aber für nen Horrorpunker so gehört, hatt er immerhin die Sonnenbrille stetig auf. Dafür Daumen hoch! Zwar war die Stimmung schon auf dem Höhepunkt, aber son kleines Quentchen hat noch gefehlt. Mit 'New Rose' wurde dann der Siedepunkt erreicht und die Halle zum Kochen gebracht, immerhin auch der Song über den ich das erste Mal mit The Damned in Berührung gekommen bin. Danke Captain Poon!
Und weil es so selten ist, hier ein Foto von Schlagzeuger Pinch, immerhin auch schon seit mehr als 10 Jahren dabei. Leider gibts kein Foto von Keyboarder Monty. Den hat man eh bei den Hits nicht gehört, er kam mehr bei den neueren, ruhigeren Stücken zum Einsatz. Die wollte natürlich eh keiner hören. Ungefähr ne Stunde sollten sie dennoch gespielt haben, alle Hits halt.
Schon erstaunlich wie die Band es nach über 30 Jahren schafft, noch genau so klingen zu können. Bei Stücken wie 'Neat neat neat' oder dem zuletzt gespielten 'Smash it up' hat man sich irgendwie zurück versetzt gefühlt. Auch wenn ich die Anfänge des PunkRocks leider nicht selber miterleben durfte. Ja, alles in allem ne solide Show der alten Männer. Zwar selten ne Band gesehen wo der Gitarrist quasi alle Ansagen macht und der Sänger während den Pausen so die Schnute hält.
Wie gesagt, Spaß hat es gemacht, gerne auch nochmal. Aber dann lieber in Deutschland, da muss man nicht so lange am Männerklo anstehen...
Wir machen uns dann auch fix auf den Weg, diesmal mit der Underground. Morgen kommen dann Fö und Lukas an, was wir dort noch so erlebt haben könnt ihr dann hier lesen.

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