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Visions Party: Juliette Lewis, Dukes of Windsor, Astairre 02.07.2010 in Dortmund, FZW - Bericht von Fö

Visions Party, 02.07.2010 in Dortmund

Mal ein kurzer Bericht. Heute gibts mal wieder diverse Konzert-Alternativen, aber so richtig zu schaffen macht uns eher das Wetter. Irgendwas von Klimawandel-freundlichen 30 Grad plus X. Da weiß man gar nicht, wo es sich besser aushalten lässt - drinnen im stickigen Zimmer oder draußen an der stickigen Luft. Naja. Unser erstes Ziel ist das Körner Autohaus mit seinen immer beliebter werdenden gratis-Konzerten im Rahmen der WM, anschließend gehts direkt weiter gen FZW zur Visions Party. Volles Programm also.
Naja, nicht ganz so voll. Im Subaru-Zentrum bekommen wir gerade mal die Zugabe von Higher Bubu mit, die mit ihren Funk-Soul-Rock-Hiphop-Gedöns aber ganz gut die Massen begeistern können. Auch Bandpromi "Der Wolf" macht seinen Job (neben der Bühne stehen) mal wieder top. Aber, wie gesagt, nur 1-2 Lieder gesehen, das reicht nichtmal für nen eigenen Bericht, also hau ich das Foto hier mit rein. Oi.
Die anschließend auftretenden Offbeat Propeller verpassen wir dann aber dank Termindruck. Und dank einer SMS vom lieben Max, dass Gästeliste für die Visions Party klargeht. Da wäre es doch nur höflich, wenn wir uns die Band auch anschauen, nicht wahr? Ulf geschnappt und los gehts, kaum ist das erste Bier geordert (oder zumindest geplant, dies zu tun), legen Astairre auch schon los.
Konzept bei der Visions Party alias "Club Sabotage" in Dortmund ist ja irgendwie, dass 3 Bands nacheinander auftreten, auf 3 verschiedenen Bühnen. Die erste "Bühne" gebührt den kleineren Bands, wie heute Astairre. Besteht quasi aus nem Teppichboden im FZW-eigenen Bistro und Zuschauern, die sich draußen in der Sonne aalen und durchs Fenster zugucken.
Will ich ihnen nicht verübeln. Von Astairre habe ich ja eigentlich ne hohe Meinung, die 2007er EP "Wir gehen unter - kommst du mit?" machte wirklich Hoffnung auf etwas frischen Wind im deutschsprachigen Indie-Sektor, und auch live konnten mich die Jungs bisher immer überzeugen.
Ja, bisher. Eventuell der Hitze geschuldet, aber die Stücke zünden heute einfach nicht. Vor allem die neuen Songs, bei denen ich ständig rätsle, ob die wirklich so langsam sind oder ob die Band sie bewusst und aus Erschöpfung etwas runter gedreht hat. Da gleicht es fast einer Offenbarung, wenn zwischendurch mal etwas härter durchgegriffen wird.
Oder vielleicht wollte man sich nur dem vermeintlichen Musikgeschmack des typischen Visions-Lesers anpassen, wer weiß. Die Band erntet auch gut Höflichkeitsapplaus, gibt wohl doch noch ein paar Leute, die einer kleinen und unbekannten Band ne Chance geben. Auch wenn sich, wie man das so kennt, das Publikum eher etwas weiter hinten im Laden staut.
Nunja. Nette Performance von Astairre, aber mehr irgendwie auch nicht. Zumindest der letzte Song "Ein Hunger der mich frisst" konnte mich ein wenig mitreißen, ansonsten eher Musik, die einen zum Tresen zieht.
Das machen wir dann auch. Naja, nicht ganz. Unser Tresen nennt sich zunächst mal Kiosk. Ein Bier später sieht die Welt auch gleich viel rosiger aus, na dann schauen wir mal was die nächste Band so kann: Unten im Club spielen "Dukes of Windsor".
Alternative-Rock, ab und zu ins Progressive schielend und mit gelegentlichen Elektro-Anleihen. Hm, klingt vielleicht ganz interessant, ist live aber eher ernüchternd. Bis auf gelegentliche Instrumentalausbrecher eher magere Kost.
Als ich reinkam, dachte ich auch, mich würde hier ne Frauenband erwarten, oder zumindest ne Frontfrau. Würde vielleicht auch ganz gut ins Vorprogramm von Juliette Lewis passen. Aber nö, die Quietschstimme da vorne gehört tatsächlich nem Mann. Redet der wirklich so oder wurde das Mikro künstlich hochgepitcht?
Laut Wikipedia ist die Band currently based in Berlin. Ein trendy Spot für junge Bands auf dem Sprung, dürfte die vermutliche Intention gewesen sein. Naja, immerhin überraschen sie uns durch ein paar auf deutsch vorgetragene Ansagen. Dass es nett wäre, wenn das Publikum etwas nach vorne kommt. Das tue ich, schieße 2-3 Fotos und gehe wieder. Höhö.
Anschließend mit etwas rockstarmäßiger Verspätung auf der großen Bühne: Juliette Lewis. Und auch wenn sie mal in ganz netten Filmen mitgespielt hatte und mit den Licks gar keine so schlechte Musik gemacht hat: DIE ALTE IST ÜBERZEUGTE SCIENTOLOGIN! Will ich und kann ich nicht unterstützen. Bin ich froh, heute keinen Eintritt gezahlt zu haben. Tschüß.

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