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NoFX, The Bottrops, 17.08.2010 in München, Backstage - Bericht von Bönx

NoFX, 17.08.2010 in München

Gerechnet hatte ich ja eigentlich nicht mehr damit, immerhin sind die beiden Kapellen mittlerweile bei unterschiedlichen Bookingagenturen. Mit großem Wohlwollen nahm ich dann die Nachricht zur Kenntnis, dass die Bottrops doch tatsächlich mit NoFX, auf deren einziger Headline-Show in Deutschland, zusammenspielen. Und als Fahrerarsch der Bottrops konnt ich mich dann nicht einmal dagegen wehren. Also auf nach München...
Durch die ewig nervige Ladereischeiße, umfahrenen Staus und einer Stärkung in Himmelskron kommen wir dann auch quasi kurz vor'm Dinner an. Aber alles halb so wild, NoFX stehen noch auf der Bühne und machen ihren Soundcheck. Rock'n'Roll is halt kein Lehnstuhl! Soll ja auch alles vernünftig klingen nachher. Zeit dem zu lauschen bleibt natürlich nich, schnell ausladen. Die Bottrops wollen ja auch noch schauen was der Sound so hergibt.
Wie man auf dem Zettel da eben auch schön sehen konnte: enger Zeitplan heute. Also nur 30 Minuten Bottrops heute. Mal sehen was sie draus machen. Heute ist natürlich ausverkauft und auch zu der frühen Zeit ist die Halle schon mehr als gut gefüllt. Also gö! Eines vorweg genommen: die vier machen alles richtig und starten mit nem Aufdiefresseblock, gleich als zweites 'H.W.E.N'! Die Punkrockfinger hingen noch in der Luft, da ließen es die Jungens mit nem Stechschritt ausklingen.
Ohne große Pausen und Ansagen gleich weiter mit dem 'Wandertag', auch wenn wir den heute nicht hatten, passen doch die dort erwähnten Orte ganz gut zu den Vororten von München, ähäää häää häää. Übrigens sind se heute nicht in rot gekleidet um sich hinter dem roten Licht zu verstecken, gibt trotzdem rotes Licht. Schwarzes wäre auch noch schädlicher für die Fotos, rotes ist schon Schlimm genung. Achja, mein erstes Sprungfoto, haha.
Ja, sehr kurzweiliges Set heute. Die langsameren Stücke fanden den Weg von der Setliste, dafür 30 Minuten Vollgas. Die Steigerung im Publikum zu 'Opa' war natürlich zu spüren, aber lange nicht so stark wahrzunehmen wie auf kleinen Konzerten. Textsicher war'n die Leutz auch bei den 'eigenen' Stücken wie 'Hochhausgirl', zu dem es wie immer die Bandvorstellung gab. Ja, ich denke die Bottrops haben heute einige Leute überzeugen können. Schön!
Hektik macht den Magen flau! Da hinter der Bühne kaum Platz ist, muss alles schnell weg geschafft werden, heißt in der Umbaupause schnell den Bus beladen, ächz. Ging aber glücklicherweise schneller als erwartet, also noch schnell n Bier geholt. Leckeres Augustiner, für die Statistik: 0,5 Liter für 0 Euro. Höhö! Ah, ob es heute wohl Radio gibt? In Münster stand das Keyboard ja auch auf der Bühne, lassen wir uns überraschen. Schön auch der überdimensionale Banner.
Irgendwann verebbt die Pausenmusik, die Meute wird lauter, die Band betritt ohne Intro die Bühne und wird von El Hefe (nicht im Bild) vorgestellt: "Hallo, we're NoFx!" Puh, da hätte jetzt keiner mit gerechnet. Wer NoFX kennt, weiß dass es nicht gleich los geht. Ein paar Sätze untereinander und mit dem Publikum werden getauscht, bevor es dann mit 'Dinosaurs will die' gleich voll auf die Fresse gibt. Wisst ihr eigentlich wer das hier ist? Hört auf den Namen Smelly ist ist schon immer dabei, wird aber nie erkannt. Sieht man ganz gut auf der DVD 'Backstage Passport'.
Typisch NoFX, kommt natürlich erstmal kein Fluss ins Konzert. Man sollte das Lieder spielen ja auch nicht überbewerten, schließlich kann man der Masse auch noch ordentliches Doofgequatsche mit auf den Weg gegeben. Noch wird sich aber zurückgehalten und mit 'Leave it alone' gleich der nächste Klassiker vom Stapel gelassen. Achja, außergewöhnliches Posing welches El Hefe (im Bild) hier an den Tag legt.
Oh, two songs in a row. Jetzt geht's Schlag auf Schlag. El Hefe bekommt die Trompete angereicht, wundert sich scheinbar drüber, aber in der Zeit singt Fat Mike (nicht im Bild) schon die erste Zeile von 'Bob'. Kein Halten mehr in der Meute und ich ärger mich doch tatsächlich, dass ich oben stehe und Fotos mache. Lange halte ich das nicht mehr aus...
Vorm Ende des Spielflusses noch ein Foto vom Eric Melvin, denn mehr als zwei Songs am Stück gibbet ja bei den Göttern des Mediocore eh nicht. Also warum auch heute mit alten Tugenden brechen.
Auf die Frage was NoFX für Musik machen, sagte Fat Mike mal: "Mediocore, other bands give 100 %, we give 50 %". Ich kann das nicht ganz unterschreiben, ohne die Pausen wäre ich jetzt schon wieder völlig durchgeschwitzt.
So jetzt aber vor die Bühne, kurze Zeit noch mit Kamera...bevor es auch mal neue Songs geben sollte, war aber noch genügend Zeit für Hits wie 'Perfect Government' oder auch 'Franco Un-American' und 'Mattersville' - Stücke vom 2003er Album 'The War On Erroism'. Eins politisch, eins über die Frühzeit der Band. Toll das es noch einige Bands gibt, die sich nicht zu ernst nehmen aber doch auf viele Missstände in der Welt aufmerksam machen.
Nun aber gut mit der Knippserei, zum nächsten Song 'Eat The Meek', einer meiner Lieblingssongs, steh ich pünktlich mit Bier und Kippe in den ersten Reihen und kann mich kaum noch halten. Einerseits liegt das natürlich an der Hitze im Saal, die Fat Mike damit kommentiert, dass die Leute nicht klatschen sollen da es Wärme erzeugt. Anderseits natürlich an der Hitdichte die weiterhin vorherrscht.
Auch kommt Fat Mike nicht drumherum zu erwähnen, dass es mit 'We Called It America' und 'The Quitter' gleich zwei Stück von der neuen Platte 'Coaster' am Stück gibt. 'Coaster'? - ja für die Vinylfreunde unter uns heißt die natürlich 'Frisbee' und ist meiner Meinung eine der besseren NoFX-Platten der Neuzeit.
Jau, Mund fusselig geredet. Na, dann mal Prost. Erstaunlicherweise dann nochmal zwei Songs am Stück...das sollte dann aber auch reichen für einen Abend. Dafür gab es dann auch mal das ein oder andere unbekanntere Stück wie 'Cokie The Clown'. Ist ja nur auf ner 7" erschienen und dürfte deswegen nicht unbedingt geläufig sein. Mit dem groß umjubelten 'Radio' war dann nicht nur bei mit der Höhepunkt erreicht, mittlerweile waren hier alle gut durch geschwitzt und so kam die Reggae-Nummer doch mehr als gelegen.
Mit 'Creeping Out Sara', welches in ner endlos erscheinenden Version zum Besten gegeben wurde, also quasi mit neuer Strophe, nahm irgendwie die Hitdichte ab. Mit 'Reeko' gab es dabei auch was zum Verschnaufen, bis Fat Mike dann mit der Ansage des Tages aufwartete: "Go home, have sex with your parents and tell them about that song:"
'What Now, Herb?', da kann El Hefe dann auch mal seine ganzen Trompetenkünste ausspielen und die Masse ausgelassen tanzen, bei so vielen Leuten hat das ja leider mit Tanzen immer nicht so viel zu tun, eher mit Gedrücke und Füße der Stagediver in die Fresse kriegen. Wenn sie denn Stagediven würden, aber wie immer lässt man sich nach vorne tragen. Schon nervig.
Mit 'The Man I Killed' gibt's dann noch was von der 'Wolves In Wolves´ Clothing'-Scheibe, die Fat Mike in den Linernotes zur kürzlichen erschienen Compilation 'The Longest EP' damit beschreibt, dass die EP zur Platte 'Never Trust A Hippie' ja viel besser sei als die CD. So langsam gehts dann aber auch dem Ende entgegen. Fat Mike gebührt noch ne Ansage: "The next song is called i'm Fat Mike and i'm an alcoholic". Klar, dass es 'I Wanna Be An Alcoholic' gibt. Glückwunsch, geschafft!
Mit 'Pharmacist´s Daughter' ist dann auch tatsächlich Schluss fürs erste. Die Jungs sind auch sichtlich fertig mit der Welt und verschnaufen erstmal ausgiebig. Lange halten sie den Zugaberufen aber auch nicht stand und lassen mit 'Bottles To The Ground' und dem unglaublich gefeierten 'Kill All The White Man' abschließend nochmal zwei Klassiker vom Stapel. Ich hätte mir das schon noch länger anschauen können...
...immerhin fehlte schon so einiges, wenn man aber Münster vor knapp zwei Monaten dazu zählt kam mal voll auf seine Kosten. Schön dass die auch nach jahrelangem Touren immer noch so abwechslungsreiche Setlisten spielen. Könnten sich Frau Mansmann mal 'ne Scheibe von abschneiden. Nach gut 90 Minuten war also Schluss, Zeit zum Feiern. Zum Outro 'Everyone Is A Little Bit Racist' aus dem Avenue Q-Musical, durfte dann auch die Crew aus ihrem Schatten springen und sich mit der Band feiern lassen. Applaus! Immer wieder gerne.
So, erstmal verschnaufen und dann ab zum Merch, glückliche und ausgelaugte Geschichter gucken. Eine Kleinigkeit nehm ich auch noch mit...
...vorher muss ich aber erstmal den Spruch zum Shirt feiern!
Danach feiern einige von uns sich selber, andere quatschen mit Fat Mike über Umbauten und Religionen, bevor das alles natürlich im typischen Besäufnis endet...
Ich klinke mich irgendwann, nachdem ich mich zweimal auf dem Gelände verlaufen hab und mir Herr Vicious netterweise den Weg zum Wohncontainer gezeigt hat, aus. Muss ja morgen früh fahren, ächz.
Zum Frühstück finden Ace und icke dann noch NoFX-Plecs, die sie achtlos neben dem Nightliner verloren haben. Schön! Ab in die Hauptstadt!

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