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Kaput Krauts, Inner Conflict, Balboa Burnout, 17.09.2010 in Köln, Sonic Ballroom - Bericht von Chris Crusoe

Kaput Krauts, Inner Conflict, Balboa Burnout, 17.09.2010 in Köln

Die Kaput Krauts come to town. Offiziell als Pre-Listening-Konzert zur neuen Platte angekündigt, ist es natürlich unmöglich da nicht hinzugehen, besonders da ich das KAZ Open Air schon geschwänzt habe. Unterwegs sind die Krauts dieses Wochenende in Köln und Kassel mit Inner Conflict und Balboa Burnout.
Als erste Band spielen heute Balboa Burnout aus Bremen/Göttingen etc.
Diese Herren spielen punkigen Rock oder rockigen Punk, je nach Wahrnehmung. Auch vereinzelte Hardcore-Anleihen sind wahrzunehmen, aber eher am Rande.
Sympathische Band, aber musikalisch nicht die totale Offenbarung, wenn auch nicht schlecht! Vielleicht ist auch nur das Los der ersten Band schuld an der verhaltenen Stimmung im Laden.
Auf jeden Fall merkt man dem Fünfer eine gewisse Bühnenroutine an und es wird sich ordentlich reingehangen.
Zum Abschied gibt es noch "Hybrid Moments" von den Misfits, die übrigens am selben Abend nicht weit von hier in Wuppertal auftreten. Oder zumindest das, was von ihnen übrig ist. Ein Zufall?
Dann beginnen die Kaput Krauts, die vom ersten Lied an den nun ordentlich vollen Laden fest im Griff haben.
Es gibt natürlich die beliebten Hits, die auch entsprechend abgefeiert werden, aber auch etliche neue (oder zumindest mir unbekannte) Stücke, die dem verwöhnten Kölner Publikum leider weniger Begeisterungsstürme abringen können.
Das liegt aber wohl nur an dem Umstand, dass die Stücke noch keiner kennt, denn die Qualität ist durchweg hoch und man freut sich SEHR auf die nächste Platte. Besonders die Arrangements von Nachdruck im Ausdruck, feinen Melodien und den wie immer großartigen Texten brennen sich sofort in den morschen Gulliver.
Wie immer schief gescheitelt und schlecht rasiert wird sowohl auf Vollgas-Darbietung als auch auf die filigranen (Gitarren-)Harmonien Wert gelegt, durch die sich diese Band so angenehm vom Gros der 08/15-Punkbands abhebt. Sehr schön! Ehrlich!
Die Leute sind glücklich und die Band hat erneut ein Feld zufriedener Konzertbesucher hinterlassen. Da stimmt mal wieder alles. Außer, dass der Sonic Ballroom mal wieder minnnnnimal über die Gemütlichkeitsgrenze gefüllt ist, aber dann wird halt der Merch-Stand nur aus der Ferne begutachtet und das Bier schreiend bestellt. Passt schon.
Die dritte Kapelle im Bunde ist Inner Conflict aus Cologne. Erstes Konzert mit Ballo als neuem Schlagzeuger. Der Tanzboden ist jetzt gerammelt voll und die Meute darbt der Darbietung.
Ebenfalls eine recht sympathische Band, wobei ich mir nicht sicher bin, ob der Laden nun aus allen Nähten platzt, weil alle die Mucke so geil finden, oder weil die optischen Komponente einen zusätzlichen Anreiz für die überwiegend männlichen (oder junglichen) Besucher darstellt.
Musikalisch gibt es punkiges mit Schwung und Geschrammel. Außer Frontdame Jenny singen auch die beiden Saitenjungs ab und an mit. Das verleiht den Songs eine ordentliche Portion Rotzigkeit, die dem eher braven Gesangsstil ihrer Sängerin leider abgeht. Alles nett aber nicht ganz meine Tasse Tee.
Die gute Nachricht auf dem Heimweg: die Bahn wartet auf einen Anschlusszug und kommt später. Mein Anschluss wartet natürlich nicht und so hänge ich halt 'ne Stunde allein am Bahnhof rum.
Das gibt einem Zeit, die Bahn NOCH mehr zu hassen als eh schon, sich von Taxifahrern beschimpfen zu lassen, einen Frustdöner zu essen, ein Frustbier zu trinken und Kunst zu fotografieren. Irgendwann Nachts bin ich dann doch im Bett und hatte trotz des holperigen Heimwegs einen guten Konzertabend!

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