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Pascow, Love Academy, Misfired, 23.10.2010 in Hamburg, Störtebeker - Bericht von Chris Crusoe

Pascow, 23.10.2010 in Hamburg

Zweiter Teil der Welttournee des Chris.
. Nach einer Woche Idylle und Rundreise geht es wieder nach Hamburg. Diesmal ohne Little Sister.
PASCOW spielen. Wie könnte ich in der Nähe sein und NICHT hingehen. Wa? Und Le Feux kommt auch, yeah!
Herr Fö besucht vormittags die Demo für mehr Wohnraum, die den Mangel an eben diesem und den gleichzitigen Leerstand diverser Immobilien beklagt.
Herr Crusoe kurvt durch Altona und erledigt einige inter-nette Dinge und trifft sich dann prophylaktisch mit den Hamburger Rabauken Landgraf, Polaco...
und Tim Kaisersson! Es gibt auch hier noch Leute die Roland nicht vergessen haben! Exzellent.
Dann dackelt die Horde Richtung Gewässer und Störtebeker.
Pascow reisen mit ihrer neuen Platte (nach neun Tagen Norden sagt man übrigens "Pladde") durch die Gegend und ALLES MUSS KAPUTT SEIN. Es wird sich herausstellen, dass es einer "dieser" Abende wird.
Aber erstmal derbe Bier trinken und Fotos machen. Man sieht sich ja so selten.
Nach sekundenlangem Suchen findet Chris auch die Tränke im Keller des Stø, wo er noch nicht war.
Was reimt sich auf Stø? Und geil - was für ein Mords-Ghettoblaster! Den hat Grandmaster Flash hier stehen lassen.
Im Herbst trägt man Bart. Und Astra und Holsten beginnen zu wirken. Aus-ge-zeichnet!
Santa Maria! Nu' aber wieder Treppe rauf. Es gibt Geräusche...
Misfired aus Hamburg daselbst haben angefangen den Abend in die richtigen Bahnen zu leiten.
Statistisch betrachtet sind Misfired zu dritt und es kommt kein Kerl darin vor. Leider immernoch ungewöhnlich in der Punkrock-Landschaft, aber darauf wollen wir gar nicht achten.
Genau, fuck gender! Love Punkrock!
Misfired sind im übrigen auch gar nicht so auf Punk festgelegt, sondern klingen eher nach den Alternative-Bands der glorreichen Neunziger. Nicht unbedingt nur Riotgrrrls aber doch ein schöner Querschnitt durch die Musikgeschichte von Alternative bis Punk und Hardcore.
Das bringt mit sich, dass viele Stellen auch sperrig sind und nicht auf den schnellen Ohrenerfolg schielen. Aber der authentische Vortrag und die Sicherheit, mit der die Band sich durch die Genres pflügt, überzeugen! Guter Auftakt.
Was ist erotisch, verkauft T-Shirts und hat zwei Daumen?
Dann sind Love Academy aus Trier dran. Deutscher ähm...Postpunk?
Für Pop zu zwingend und zu treibend. Für Punk aber zu klischeefrei und auch zu clean.
Im ersten Moment denkt Chris noch voreilig "Aha... sowas. Kenn ich. Haut nicht so richtig rein." Ein äußerst dummer Scheuklappen-Reflex für den sich zu entschuldigen gilt.
Im Verlauf des Sets wird es nämlich immer geiler und intensiver. Textwichtig ja, was live schonmal zu Engpässen führen kann, aber Love Academy schaffen es mitreißend, die Spannung zwischen NDW-Anleihen, der drögen Hamburger Schule und eben doch drängendem Punkrock zu halten.
Wirklich gut. Manchmal muss man einfach mal länger zuhören, bevor man meint alles schon gehört zu haben. Gerade das zum Teil minimalistisch gehaltene Arrangement von Songs wie "Originell" schlüpft in den Kopf und macht es sich dann dort langfristig bequem.
Für solche Überlegungen bleibt bei der dritten Band dann keine Zeit mehr.
Die heiligen PASCOW beginnen mit der Messe und irgendwie kennen eh alle im Laden alle Lieder und alle Texte.
Da wird sich voll und ganz aufs Mitmachen und Durchdrehen konzentriert.
Zurecht, denn auch die Band aus Boston, entschuldigung Gimbweiler (mit "g"), schont sich nicht und haut raus was sie kann.
Wieder das Problem mit den Superlativen. Oder ist es die rosane Brille, weil ich die einfach SO GEIL finde? Aber die anderen Kinder im Laden feiern die Songs und die Aufführung genauso ab, also muss es wohl wirklich gut sein.
Ah ja, der Beweiszettel. Es IST wirklich gut. Zwinkerlächelgesicht!
Auch hier fließen neue, alte und mittelalte Lieder ineinander als wären sie alle auf einmal geschrieben worden. Pascow sind einfach eine Band, die in jeder Schaffensphase gut ist/war. Es gibt selbstverständlich Veränderung, aber es gibt auch einen roten Faden. Unglaublich gut. Wer was anderes sagt ist ein Lügenbold!
Das durchaus selbstkritische Publikum, das vermutlich zu mindestens 50 Prozent aus immigrierten Hamburgern besteht, fordert voller Reue seine Hymne. Die kommt aber erst später. Aber sie kommt natürlich: "Hamburg"
Es ist eng, voll, warm und nass. Normalerweise nicht der optimale Lebensraum für Heran- und Herauswachsende. Aber trotzdem hat Jung und Alt (und die Halbstarken dazwischen) wirklich Freude auf dem Parkett und Schuld haben die Saarländer auf der Bühne.
Euphorie ohne O-I. Von Schlaubi-Schlumpf bis Gargamel sind auch heute alle Sorten von Punkern, Rockern und Straßenbarden vertreten. Manche können sogar fliegen.
Oh, schon wieder ein immigrierter Hamburger! Betrunken-im-Klappstuhl-Fö trifft auf Besudelt-mit-Stuhl-Bonko. Sowieso überraschend, was hier alles an bekannten Gesichtern aus Ruhrpott, Norddeutschland und spontan sogar Berlin auftaucht.
Flo, der überhaupt nicht mehr neue Bassist. Alter Hase!
Es wird nasser im Stø. Richtig nass. Auf beiden Seiten. Irgendwie hat man das eindringliche Gefühl, bei etwas Besonderem dabei zu sein. Chris kapiert gar nicht, wie Pascow das immer wieder schaffen.
Im gesamten Set gibt es keinen Spannungsabfall. Zumindest nicht von Bandseite. Das einzige, was einen hier limitieren könnte wäre die eigene Kondition, aber keiner will nichts verpassen.
"Poison Au Coeur" gibt es mit Love Academy's Jörkk als prominentem Kollaborateur. Das passt auch wunderschön zu diesem Liebeslied. Mehr Liebe!
Und bei "Thom York" gibt es ebenfalls Unterstützung. Name der Redaktion leider NICHT bekannt. Auch das hat uns die Intro eingebrockt.
Das Zugaberitual sieht hier etwas anders aus. Das hat der Chris auch noch nicht erlebt. Die Band wird schlicht gezwungen weiterzuspielen. Die Punkerordner versperren den mehr als fleißigen Rockern den Weg und lassen sie nicht von der Bühne. Also wird auch der letzte Tropfen Flüssigkeit aus sich und dem Publikum gespielt. Unfassbar gut!
Danach steht dringendes Trocknen und Flüssigkeitsauffüllung auf dem Plan. So verkauft man auch Merch: man spielt einfach alle nass. Clever.
Sieht gar nicht so schlimm aus auf'm Foto. Isses aber. Nächstesmal wieder Gummistiefel oder Punkerboots mitbringen! Den restlichen Urlaub trägt Chris dann andere Sandalen.
Pascow-Obermercher Ulf heute mit großer Bürde: Den Merchumsatz-Bandrekord vom gestrigen Hannover-Konzert galt es zu toppen. Ob ers geschafft hat?
Altbekanntes Hobby von Ulf: In jeglicher Situation die Kamera schnappen und Schuh-Fotos machen. Fö findet auf seiner Kamera ca. 200 davon. Und, Überraschung, auch Safis Schuhe haben den Gig überlebt.
Die Alles-kaputt-gemacht-Crew rund um Pascow und ihre Sauf- und Penngäste zieht es irgendwann zum Mondo-Bizarro-Heiko (danke nochmal! geiler Mexikaner, ey!). Brüderlich die letzten Biere teilen und sich beim Kickern in den Schlaf wiegen. Wichtig für die Nachwelt auch die Erkenntnis, dass Flo Albträume plagen, sobald ein berüchtigter Punkrock-Journalist neben ihm liegt.
Derweil zieht die "Alles-sind-kaputt-Crew" noch durch die einschlägigen Lokalitäten der Hansestadt. Nach dem Verlust eines geliebten Kaput-Shirts denkt Chris darüber nach, dass sich jetzt irgendein Geldbumser über den klatschnassen Antideutschlappen freuen wird. Doof!
Nach dem kurzen Nickerchen geht die Batterie aber nochmal an und es wird noch ein wenig zu Konservenmusik in weiteren hippen Top-Spots geschwelgt. Niemand will, dass dieser Abend aufhört. Zu gut war das Konzert einfach.
Zum Schluss sinkt das Niveau dann doch noch auf den Gefrierpunkt und NICHTS wird ausgelassen. Gar nichts. Aber schön war es. Ein Taxi beendet das Spektakel und das Glück hat endlich mal wieder gewonnen. Weiter gehts im nächsten Teil der Welttournee des Chris

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Jörkk

26.11.2010 15:35

woohoo!

danke danke danke

<3


jan aus b bei h

26.11.2010 15:57
perfekte berichterstattung mein hase!sie waren wirklich groß die saarbrückener!
Misfired

09.02.2011 23:34
Hey, danke für die schöne Fotos und die Schöne Worte!
Wir hatten auf jeden Fall Spaß!

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