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Rockstage Dortmund: Markk 13, Blackrout, Milhouse, Redrum Inc., 03.04.2011 in Dortmund, FZW - Bericht von Fö

Rockstage, 03.04.2011 in Dortmund

Neues Jahr, neues Glück. Die Veranstaltungsreihe Rockstage Dortmund hat ein paar Monate Pause genommen, darf aber nun mit altem Konzept an alter Stelle fortgeführt werden. Also gibts auch diesen Sonntag wieder Beschäftigung...
Etwas stressig mal wieder für mich, komme ich doch eigentlich gerade aus Köln, aber immerhin blieb noch kurz Zeit, zuhause ne kleine Mahlzeit einzunehmen, bevor es gen FZW geht. Begrüßungsgeplänkel, Holdrio und Hoppsasa, und irgendwann rein in die gute Stube.
Die erste Band, Caplan, habe ich dadurch verpasst. Stört mich jetzt aber nicht unbedingt weiter, schließlich habe ich die schon mal irgendwann gesehen...dafür bin ich dann mal auf die nächste Band gespannt. REDRUM INC. nennt sich das Gespann und lockt uns mit etwas härteren Tönen.
Is so grob Metal. Thrash-Sound trifft auf gelegentliche Crossover-Einflüsse, dazu recht rauer Gesang, irgendwo zwischen Hatebreed und Biohazard. Bühnenpräsenz ist auch vorhanden. Kannte die Band bisher nicht, aber sie ziehen ihr Ding ganz gut durch. Mir persönlich kommt das Auftreten etwas zu prollig vor, musikalisch kommts aber doch ziemlich gut rüber.
Zudem steht mir eh grad der Sinn nach hartem Geballer, da passt diese Band genau richtig. Vom Publikum gibts auch höflichen Applaus, aber so wirklich nach vorne trauen will sich keiner - schade, aber erstens ist es ja noch früh und zweitens sind noch nicht wirklich viele Zuschauer anwesend.
Zwischendurch wird sich noch bedankt beim Rockstage-Team mit der Aufforderung an die Zuschauer, allen Freunden von dieser Veranstaltung zu erzählen - damit beim nächsten Mal mehr los ist. Sehr löblich, sehr ansprechend.
Ansonsten knallt uns amtlicher Metal-Sound entgegen. Bei einem Song steigt der Sänger sogar mal von der Bühne und nutzt den weitläufigen Platz davor - finde ich ja gut. Etwas mehr Tuchfühlung für die Zuschauer. Ein Song geht raus gegen die Kirche, Bertelsmann und sonstige Sünder, was ich wieder ganz sympathisch finde
Jau. Normalerweise (also "früher") hätte das folgende Prozedere irgendwas mit rauslaufen und Bier trinken zu tun, aber heute ist wohl meine Premiere mit der ersten alkoholfreien Rockstage. Oje. Ich probiere zum ersten Mal in meinem Leben Clausthaler und finde es überraschenderweise besser als erwartet. Na dann mal schauen, ob das auf die nächste Band auch zutrifft...
MILHOUSE nennen sie sich, wahlweise auch mit nem Punkt hinter dem Bandnamen. Eine Band, die ich immerhin schon mal gesehen habe, vor ein paar Jahren im Happy Happy Ding Dong fand ich sie auch schon besser als erwartet, und auch heute haben sie durchaus ihre großen Momente.
Milhouse existieren schon eine kleine Weile, bieten uns netten Indie-Sound mit deutschen und englischen Texten und bilden somit einen ziemlichen Kontrast zu der Band zuvor (und den beiden danach, um das mal vorzugreifen). Ein wenig Hamburger Schule schallt durch, und teilweise sind mir die Songs einfach zu schmachtig, um mich näher auf sie zu konzentrieren.
Aaaber da wären noch diese großen Momente, die ich ansprach. Das sind die Momente, in denen die Instrumente mal gegen den Gesang gewinnen und dichten Noise-Sound fabrizieren, der an The Notwist oder frühe Tocotronic erinnern lässt. Da schaut man doch gerne hin, während die Schallwellen durch den Raum wallen.
Die Band existiert schon einige Jahre, was man ihr auch anmerkt. Das Zusammenspiel ist stimmig, die Songs ausgefeilt. Aber halt nicht 100%ig meine Musik
Zum Schluss hin kommen immer mehr dieser Noise-Eskapaden, die sich noch regelrecht potenzieren, als sich dem Gitarristen der Gitarrengurt löst und er auf Knien über die Bühne robben muss, während er seine Gitarre malträtiert. Schönes Bild!
Nächste Band: Krach! Und was für welcher! BLACKROUT machen Metal, und zwar so richtig mit Langhaarmähne, rauem Gesang und jede Menge kleiner Melodiesprenkler. Ich bin irgendwie auf Anhieb begeistert. Liegt selbstverständlich auch daran, dass die Anlage im FZW einfach für einen glasklaren Sound sorgt, aber die Band selbst kann auch ordentlich was an den Instrumenten.
Noch dazu sehen die Instrumente geil aus, und dank Funksender gibts auch ab und zu etwas Bewegung auf der Bühne (abseits vom Headbangen). Thrash-Metal, brezelt ordentlich nach vorne. Ich glaube ich habe die für mich beste Band des Abends gefunden! Man, hätte ja nicht gedacht dass ich mich mal so für Metal begeistern kann...
Der Sänger hat ne recht voluminöse Stimme, werkelt aber bevorzugt in tieferen Stimmlagen. Als Vergleich zieh ich mal Soulfly heran, ohne die Folk-Elemente. Ziemlich stimmig, das alles. Die Gitarrensoli nicht zu lang und nicht zu kurz, das Zusammenspiel läuft super, und wenn sich mal verspielt wurde habe ich das zumindest nicht gehört.
Die Haare an Bass und Gesang werden ordentlich geschüttelt. Ehrensache. Auch wenn das ein totales Metal-Klischee ist und mich mich bei so Mähnenwacklern eigentlich meistens eher amüsiert zeige - gehört halt einfach ins Bild.
Kurzweiliger Auftritt, wirklich! Bin sogar fast geneigt, nach Zugabe zu rufen - aber die kriegen wir sowieso. Da es bei der folgenden Band Markk 13 offensichtlich zu personellen Verspätungen gekommen ist, dürfen Blackrout noch ein paar Minuten dranhängen. Und, Achtung, Schülerbandbonus ausgenutzt: Es gab tatsächlich noch ein Lied zu hören, dass bereits vorher im Set gespielt wurde.
Macht nix, ich kenn die Lieder ja eh nicht also erkenn ich auch beim zweiten Spielen nichts wieder. Super Band! Definitiv eine Überraschung am heutigen Tage, Applaus Applaus. Achja, das Publikum ist schätzungsweise auch begeistert - aber außer den fleißigen Fotografen traut sich mal wieder keiner nach vorne...naja, wird die Sonntagsmüdigkeit sein. Alle nüchtern. Selbst die Band.
Etwas länger Umbauplänkelei, und dann steht auch schon die letzte Band des Abends auf der Bühne: MARKK 13! Sänger Markk war wohl vorher schon bei Bands wie Bangkokk, Body 22 und Temple Of Twilight aktiv - alles Bands, deren Namen man hier und da schonmal gehört hat.
Die Musik löst sich nicht allzu weit vom Metal. Ist nämlich Hard Rock, und das ziemlich versiert dargeboten. Insbesondere der Gitarrist sorgt immer wieder für Begeisterungsstürme. Schon geil, was er da so runterfrimelt.
Liebling der Massen (äh...wer?) ist aber natürlich Sänger und Frontmann Markk. Immer mit nem neckischen Zwinkern im Auge führt er uns durchs Programm, nimmt sich selbst nicht allzu ernst und hat definitiv die Lacher auf seiner Seite. Selbst, als er zu seinem Nebenmann sagt "Aus dir wird auch mal ein guter Gitarrist..."
Achja, Grund für die Verspätung war übrigens der Bassist, der verschämt zugeben muss, im Stau gestanden zu haben. Dafür muss die Band leider einen Song aus der Setlist streichen - schade, den der Rest konnte durchaus begeistern.
Darunter auch ein Coversong von Markks alter Band "Temple Of Twilight", den anscheinend sogar einige der Anwesenden kennen. Nur, dass hier kein Keyboard eingesetzt wird, wie Markk betont. Und zitiert freimütig Gene Simmons: "Wir stellen Keyboards nur auf die Bühne, um sie explodieren zu lassen". Dass Kiss ne Tour später tatsächlich Keyboards einsetzten, sorgt für die nächsten Lacher in den Zuschauerreihen.
Auch sonst unterhaltsamer Auftritt. Als Markk das 12-Meter lange Backstage-Catering beschreibt, läuft hier wohl allen das Wasser im Mund zusammen. Artig bedankt er sich beim Rockstage-Team und lobt es als das beste, was derzeit an Rockförderung in Dortmund gemacht wird - oder so. Stimmt. Applaus.
Aber zurück zur Musik! Die ist nämlich auch unterhaltsam, auch wenn ich zwischendurch der Meinung bin, hier eine Persiflage vor mir zu haben. Glam-Rock'n'Roll-Sleazerock vom Feinsten. Großartig, dass es immer noch Bands gibt, die diesem Musikstil fröhnen, und das sogar ganz amtlich hinkriegen!
Bin mir fast schon unsicher, welche Band nun wirklich die beste des Abends war - heute wirklich mal eine wirklich gute Rockstage-Zusammenstellung, absolut nichts Langweiliges dabei (außer die Umbaupausen). Wo die nur immer die ganzen Bands ausgraben! Die lokale Musikszene hat anscheinend doch einiges zu bieten - man muss nur suchen...
Als letzten Song gibts mal wieder ein Cover: "Living After Midnight" von Judas fucking Priest! Irre! Obwohl Markk betont, dass er die Band immer schon scheiße fand. Pah. Judas Priest scheiße finden ist ja mindestens so tabu wie sie zu covern! Aber beides zusammen relativiert sich irgendwie wieder...
Laut umjubelter Auftritt von Markk 13! Unterhaltsame Band, solltet ihr euch mal geben wenn ihr Bock auf 80er Hardrock-Feeling habt! Das Publikum ist begeistert und die Rockstage mal wieder erfolgreich über die Bühne gegangen. Aber nächstes Mal hätte ich trotzdem gerne wieder ein paar mehr Leute, das ist ja nicht zum aushalten...

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