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The Dead Class, 12.05.2011 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von Fö

The Dead Class, 12.05.2011 in Schwerte

Den Tag hatte ich mir schon länger im Kalender markiert: The Dead Class aus Irland spielen! Dead wat? Sonderlich bekannt ist die Band ja noch nicht - zu Unrecht, wie ich finde. Das letzte Album "Stick" zumindest fand ich ziemlich geil, und auch die letzte Tour sorgte anscheinend für einige Begeisterung - zumindest bei Maks. Das ist zwar nicht unbedingt ein Qualitätssiegel, reicht aber immerhin aus, um einigermaßen gespannt dem Abend entgegen zu fiebern. Vorher wird lecker gegrillt, also komm ich erst etwas später als geplant am "Loch" an - macht nix, immer noch pünktlich, die Vorband fängt nämlich gleich erst an.
Lieber noch ein "leckeres" alkoholfreies Bier. Matze hat heute Thekenschicht und kann schon fast blind in den Kühlschrank greifen, wenn ich auf ihn zukomme. Na, das is mal Service. Palaver hier und Rumsteherei da, irgendwann geht es schließlich los mit der Hauptband: The Dead Class!
Ein Augenschmaus: Der Bassist hat eine recht prächtig anzusehende Mähne, teilweise ist man versucht zu glauben, sein Kopf bestehe nur aus dieser. Oder seht ihr irgendwo ein Gesicht? Einfach ein Wuschel Haare mit nem Mikro drin. Irre.
Die Show gefällt mir auch sonst außerordentlich gut - und nicht nur mir, auch die anderen Anwesenden sind bald ziemlich verzückt von dieser sympathischen Band. Die Musik ist, wie sollte es anders sein, Punk - recht 80er orientiert, und ziemlich verspielt. Mal schnell, mal ruhiger, aber immer gut nach vorne und mit ordentlich Vibe und Melodie. Da waren die Vorschusslorbeeren nicht umsonst aufgesetzt!
Die Frisur! Alter! Jau, die Band hat wohl noch ein weiteres Album veröffentlicht, spielt auch einige Lieder die ich noch nicht kenne - im Ohr geblieben ist mir etwas mit "I'm the loneliest man in the world without booze", was ich schon sehr geil fand.
Außerdem natürlich diverse Lieder, will sagen Hits, von der aktuellen Platte. Allen voran das in meinen Augen beste Stück "Best fighter in the town", aber auch diverse weitere Stücke wie "Dirty Dick", "Up for the underdog" oder "Guess".
Für Unterhaltung ist auch zwischen den Songs gesorgt. Der Sänger erweist sich als ne kleine Labertasche, will sich sogar weiter mit dem Publikum unterhalten als der Rest der Band schon ungeduldig mit den Füßen scharrt. Er erzählt von seinem Glücksbringer in Form einer Voodoo-Puppe, von den Folgen einer 3wöchigen Tour und mehr.
Witz des Abends aber: Die Band ist offenbar ziemlich begeister von dem Wort "Kunterbunt", speziell wegen den ersten vier Buchstaben - deswegen wurde der Rest auch direkt mit nem Banner abgehängt. Der Sänger meint, in UK würde man dieses Wort seinen Kindern nicht bei bringen - wobei, er schon. Harhar.
So, genug Gelaber. Ja, auch sonst ein gelungener Auftritt - haben zwar eher wenig Leute den Weg hierher gefunden, aber die haben dafür deutlich mehr Spaß als jene, die sich dafür in den Arsch beißen sollten, nicht hier zu sein. Ordentlich Stimmung im Laden, besonders zum Ende hin. Die Band gibt auch alles, um diese noch weiter aufzuheizen, so marschiert die Frisur auch mal quer durchs Schwimmbecken (obwohl er nicht schwimmen kann, wie er betont)
Nee ehrlich, kurzweiliges Vergnügen. Nicht nur amüsantes und unterhaltsames Drumherum, auch die Musik versetzt uns immer wieder in Verzückung, Punkmusik die gleichzeitig roh und melodiös klingt und dabei den 80er Sound gut in die Moderne transportiert. Punk, Hardcore, sogar leichte Folk- und Pop-Anleihen - alles super.
Ich muss mich auch dafür entschuldigen, dass ich die Bands früher öfters mit den Dead Kennedys verglichen habe. Okay, der Gesang erinnert ziemlich an Jello Biafra, wobei das live etwas weniger der Fall ist - aber die Musik selbst ist deutlich variationsreicher als die der alten Helden, soweit ich das beurteilen kann.
Ehrensache, dass die Band auch ne Zugabe spielen muss und dies bereitwillig tut - nachdem erste Kommunikationsschwierigkeiten überwunden sind und das Publikum vom anfänglichen "we want more" zum deutschen "Zugabe" übergeht - inszeniert vom Drummer, der sogar etwas deutsch spricht. Er schlägt mir nach dem Auftritt vor, in meinem Bericht "Dead class sind scheiße" zu schreiben. Wunsch erfüllt.
Achja: Stagediving-Versuch. Klappt so halb (also, die untere Hälfte des Körpers konnte fest gehalten werden). Lustich, nich wahr? Naja, zum letzten Song wurde es trotzdem etwas voller vor der Bühne, als der Sänger alle Anwesenden ins Schwimmbecken bat. Jau, starker Auftritt! Keine Ahnung wie lang die Band noch auf Tour ist, solltet ihr euch aber auf jeden Fall geben! Wenn nicht auf dieser Tour, dann auf der nächsten - denn die folgt bestimmt. Yeah.

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Der

16.05.2011 11:24
Da Matze so gut wie nix sieht und auch immer nur halb hinhört ist das wohl eher Glück gewesen das du das richtige gekriegt hast. Hätte auch ne Gabel oder was aus dem Mülleimer werden können!
Helge

20.05.2011 10:12
War ja auch kein Deutschpunk-Abend!Mir haben beide Bands gefallen!Auch wenn ich manchmal n Hippi bin!

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