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Beatsteaks, 10.06.2011 in Berlin, Wuhlheide - Bericht von Bönx

Beatsteaks, 10.06.2011 in Berlin

Mit 'Boombox' haben die Beatsteaks ja schon vor einiger Zeit ihre neue Scheibe veröffentlicht. Nun ist es also Zeit für zwei Heimspiele in der Wuhlheide. Bisher konnte man offiziell die Songs ja nur bei einem Japan-Benefiz live hören. Da da aber das große Bierschinken-Festival in der Weltstadt Schwerte war, waren wir da natürlich verhindert. Irgendwie kann ich mir das immer noch nicht so richtig vorstellen, dass das heute schon das dritte Konzert der Beatsteaks in der Wuhlheide ist. 2007 war ich ja total begeistert, was am letzten Zugabenblock lag. Danach das Mal ging dann so. Schauen wir also, was mich hier heute erwartet. Aber erstmal muss ich noch 'ne Kiste Sterni kaufen, ich hab da ja so 'ne todsichere Wette verloren. Mehr sag ich da lieber nicht zu, haha.
Gekonnt die Vorband verpasst, und erst kurz vor Beginn rein, trotzdem schnell die Spü und Pötra gefunden und dann ging es auch quasi schon los. Aber erstmal ein fettes Lob für dieses geile Banner. Sieht jetzt schon so aus, als würde man heute etwas mehr wollen als die beiden Male davor. Da sah es leider immer so ein wenig aus wie gewollt und nicht gekonnt.
Womit ich jetzt nicht die Band meine sondern eher die Band auf der großen Bühne und so. Intro gab's in Form von 'Attention', von der Wohnzimmer EP, vom Band. Mit 'Summer' gabs's dann gleich mal 'ne Marke für die 17000 People hier. Mein Favorit isses ja nicht, kommt ja von der schlechten 'Living Targets'-Scheibe. Ich mag die einfach nich.
Joah, schon gemütlich hier oben auf der "Tribüne", man muss ja auch nicht immer unten stehen. Vor allem nicht wenn die Idioten-Dichte im Publikum so hoch ist. Oh, eine Band die auf Fritz läuft spielt ein Konzert. Da geh ich doch mal hin, boah. Tagesablauf: Aufstehen, Haare eingelen, tight reden, Solarium, Beatsteaks. Grausam!
Dafür können die hier unten eher weniger, man gönnt ihnen den Erfolg ja. Ist ja nicht so, dass sie nicht auch noch kleine Konzerte spielen würden. Musikalisch geht's dann für mich auch super weiter - 'Hand in Hand' von der Platte mit dem großen The-Clash-Einschlag, sage ich jetzt mal so. Einfach so, genau, ja. Wer's nich weiß: 'Smack Smash' hieß die Platte, die mich damals erst von dieser Band überzeugte.
Ansagentechnisch wie gewohnt eher mau, dafür spielt man sich halt sehr solide durchs Set bis hierher. Dann begrüßt Arnim uns mit folgender Lyrik: 'Berlin, es ist zu jubeln, eure Jungs sind da!". Ok, machen die anderen für mich mit. Danke. Und dann kommt der Teil wo auch ich noch was lerne, nämlich, dass auf 'Boombox' doch ein paar geile Nummern drauf sind, wie das jetzt gespielte 'you're a kind girl'. Ja, genau das mit der geilen Porno-Orgel! Diese darf dann Peter heute bedienen.
Arnim hat da eher weniger zu tun, klar er muss ein wenig trällern, aber eben nicht die dritte Gitarre bedienen. Also viel Bewegungsfreiheit für ihn, für so was eignet sich so 'ne große Bühne dann natürlich ideal. Besonders schön auch die Plattensammlung. Wenn meine auch irgendwann mal so "groß" werden sollte, muss ich doch noch ein Haus bauen.
Setlisttechnisch ist das schon irgendwie geil heute, fehlen tut natürlich noch die komplette 48/49. Weiter geht's aber erstmal mit 'As I please' und 'Monster'. Dann versucht Arnim das Publikum zum Sport machen zu animieren, mit der Begründung, dass doch alles Punkrocker seien hier. Ahja. Man beachte meinen Kommentar irgendwo weiter oben!
Jetzt erstmal Zeit für's erste Bier. Aufpassen ist angesagt, muss ja gleich noch die Weiber zum Ruhrpott Rodeo fahren. Besser kann man Termine nicht legen, denn das Bier kostet mal wieder unverschämte 3,70 für'n 0,4er. Immerhin gibt's Beatsteaks-Becher, die auch noch gut aussehen aber auch nochmal zwei Euro kosten. Ejal, Peter trällert derweil 'Under a clear blue sky' von der 'Boombox'.
Eigentlich bin ich ja großer Fan von Songs die nur Peter singt, aber manchmal muss man eben Prioritäten setzten. Ihr kennt das. 'Jane became insane' kriege ich auch nur vom Bierstand mit. Auch so ein Song, den ich damals ziemlich furchtbar fand, aber dann doch perfekt ins "Gesamtbild" der 'Demons Galore' passt. Meiner Meinung nach ja die zweitbeste Beatsteaks-Platte überhaupt.
Ja, wirklich spektakulär geht's hier jetzt gerade nicht zur Sache. Warum aber auch? Denn das Volksfest-Publikum mit teurem Bier, Bratwurst und Brezeln frisst den Jungs auch so aus der Hand. Wahrscheinlich ham sie sogar noch zu viel Aufwand betrieben. Gibt dann 'To be strong' und 'Atomic Love' serviert. Für mich passend zu Bier und Bratwurst :)
Und dann kommt es doch mal wieder zu einem der Höhepunkte. Kannte den Song bisher nicht, den Arnim hier jetzt alleine vortragen darf: 'Bullets from another dimension' von der aktuellen Scheibe, soll laut Spü auf der Platte total anders klingen. Ist für einen, der auf der Bühne steht und tausende Feuerzeuge entgegen gestreckt bekommt, bestimmt schon ziemlich geil.
Und für mich beginnt jetzt der Part der vollen Überzeugung, vor 'Automatic' fällt der Vorhang und eine riesige LED-Wand kommt zum Vorschein. Ja, das ist meiner Meinung nach Punkrock. Fast jede andere Band hätte das jetzt schon das ganze Konzert gezeigt, damit die Greise in der letzten Reihe auch noch was sehen.
Auch so ein Song, den ich eigentlich nur von Radio 1 kenne. Fällt einfach mal wieder ein wenig aus der Reihe und zeigt auf, warum die Beatsteaks noch die Beatsteaks sind. Ist halt kein Song den man unbedingt erwartet hätte, die machen halt noch das was sie wollen. Ok, mit goldenen Schallplatten im Rücken wird's vielleicht auch wieder einfacher.
Geil! Fernseher wieder aus und mit 'Not ready to rock' voll auf die zwölf. Nach entspannter Groove-Nummer nochmal ordentlich die Punkrock-Kanaone entladen. Schöner noch das Zwischenspiel, geklaut von den Hives, 'Hate to say I told you so'. Warum lädt man die sich nicht einfach mal als Support ein für ein solch kleines Konzert? 'Panic' wird auch noch raus gebrettert...
...bevor Peter diese Worte auf uns loslässt: "Bei mir uffe Liste steht jetzt 'Hey Du'. Soll ick oder soll ick nich?" Zögernd: "Naja, so'n paar, dann mach ick dit!" Höhö. Gänsehaut pur bei 17000 Leuten. Für mich ja IMMER der Höhepunkt neben Songs der 48/49. Da es davon bisher noch keine gab, kann ich auch noch nicht gehen, naja 'ne halbe Stunde hab ich auch noch.
Zur der fast schon Drum'n'Bass-mäßigen Nummer 'Cheap comments' gibbet dann neben der Audiounterhaltung auch wieder visuelle. Auch einer der besseren Songs der neuen Platte, kenn' ich aber auch nur aus'm Radio ;)
Joah, da wären wir dann bei einer Sache angekommen, die ich bis heute nicht verstehe und kein Mensch braucht. Mitmachen tun aber trotzdem wieder mal fast alle, die im Innenraum stehen. 'Cut off the top' wird von Arnim folgendermaßen unterbrochen: "Ey, ihr teilt euch jetzt mal. Bis zum Mischpult und wenn das Ding wieder los geht, dann rennt ihr aufeinander zu und umarmt euch. Mit Zunge!"
Schade, dass man einen solch geilen Song irgendwie kaputt macht. Dann wird's aber wieder besser. Arnim: "Ich darf euch jemanden vorstellen, the real prince of darkness aus Berlin-Friedrichshain: Bernd Kurtzke!". Joah, geil 'Frieda und die Bomben' wird uns entgegen gebolzt. Ich befürchte zwar, dass den die Meisten hier eh wieder nicht kennen. Ejal, geiler Song!
Joah und dann gibt's noch den zweiten Bengalo, immer schön anzuschauen und 'ne Spielunterbrechung gibt's auch nicht. Das übrigens zu 'Hello Joe', auch so'n Hit mit dem die Beatsteaks mich dann doch gewinnen konnten. Heute mal in'na Sechs-Minuten-Version. Dafür ohne Bläser. Schade. Fällt euch denn nicht mehr ein als die Songs in die Länge zu ziehen?
Vielleicht mal was von der 48/49? Und dann Arnim: "Ich glaube wir kommen hier heute nicht raus, wenn wir nicht wenigstens einen von der ersten Platte gespielt haben." Gedankenübertragung? Cool! Mit 'Barfrau' sucht man sich dann auch den kürzesten aus, aber egal. Hit! Und gleich nochmal. Super. Arnim danach: "Als Peter damals mit diesem Lied in den Proberaum kam, haben wir gesagt das spielen wir in der Wuhlheide!" Jenau!
So, ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich los muss. Frau Wolfram, Safi und Jazz stehen gleich in Neu-Kölln und wollen gen Pornokuhle. Nochmal Fernseher gucken und tschöööööj gesagt. Bei 'I don't care as long as you sing' verabscheue ich mich gen Auto. Fazitomatschinksi: Deutlich geiler als das letzte Mal, aber an das erste kommt's einfach nicht ran.
Damals mit dem geilen letzten Zugabenblock: Vier Lieder von der 48/49, welche frecherweise nicht auf der DVD 'Kanonen mit Spatzen' zu finden sind. Das nenn ich Generalverrat!
Und da u.a. die Spü noch bis zum Ende blieb, kann ich noch verraten dass es noch folgende Songs gab: "What's coming over you", "Fix it", "Loyal to none" (mit Feuerwerk!), "Milk and honey", "Ain't complaning", "Hail to the freaks" und als letzten "Let me in" mit Papierschlangenexplosion & Papierschnipselregen.

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Kiki

01.07.2011 14:04
Was hast du denn gewettet ;-)?

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Band:
Beatsteaks
Musikstil: Rock, Punkrock
Herkunft: Berlin
Homepage: www.beatsteaks.org
Konzertberichte: 23

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