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Rockstage Dortmund: Wam, Amp 11, 24.07.2011 in Dortmund, FZW - Bericht von Fö

Rockstage, 24.07.2011 in Dortmund

Und wieder FZW. War ich ja am Donnerstag erst. Wat solls. Heute, fast schon mit Traditionscharakter: Rockstage Dortmund! Immer wieder ne nette Veranstaltung, aber, um das mal vorweg zu nehmen: Heute ist absolut der Wurm drin. Und zwar nicht son kleines Regenwürmchen, sondern ein ganzer Lindwurm. Ich will mich da gar nicht groß drüber auslassen, und das Zuschieben von irgendwelchen schwarzen Petern überlasse ich lieber denjenigen, die ihre Weste selbst noch reinwaschen müssen, aber irgendwie war es abzusehen. Hätte ich nicht zufälligerweise am Donnerstag erfahren, dass diese Veranstaltung überhaupt stattfindet, hätte ich wohl nix davon gewusst, und hätte das FZW den Termin nicht gestern(!) auffer Homepage veröffentlicht - ich hätte nicht einmal gewusst, wer überhaupt spielt. Dank Facebook weiß ich immerhin, wer NICHT spielt: Nämlich Stand Fast, auf die ich mich am meisten gefreut hatte, deren Gitarrist aber am Freitag beide Arme verloren hat.

...natürlich nicht, nur einen Arm gebrochen. Ker, seid ihr leicht zu schocken.
Vor Ort macht dann die Runde, dass Dead Episode und Zero Division ebenfalls nicht spielen. Na, das klingt doch als würde es einen gemütlichen Nachmittag geben! Fast so gemütlich, wie es der Trompeter von WAM hat, der hier auf der Bühne sitzt - dessen Aufgabe es aber offensichtlich ist, genau dies zu tun.
Und, um schon wieder was vorweg zu nehmen: Nein, sie haben "Last Christmas" nicht gespielt. Buh! Punk-Verräter! Sogar Lili haben das schonmal gespielt! Achja, wo wir grad beim Thema "Punk" sind, ich zitiere kurz aus der Wikipedia-Seite von Wham!: "Bereits die erste Single Wham Rap! (Enjoy What You Do?) sorgte für Kontroversen, da sie die Lebensfinanzierung mithilfe der Arbeitslosenversicherung als erstrebenswert darstellte"
Kurz gesagt, es gibt vermutlich wenige Bands, die punkiger sind als Wham! Schön also, dass sie heute hier im FZW spielen, und das auch noch für freien Eintritt, da können sich andere 80er-Legenden mal ein paar dicke Scheiben von abschneiden. George Michael hat sich sogar einen blauen Iro wachsen lassen.
So, mittlerweile dürfte der Gag gegessen sein. Es spielen natürlich nicht WHAM!, weil die gibts nicht mehr, sondern WAM!, und die heben tatsächlich den Iro-Faktor. Es sollte mehr Schlabberiros auf deutschen Bühnen geben! Wam dürften der Punkergemeinde bekannt sein durch den fantastische Verriss auf den Führerseiten des Plastic Bomb - geschrieben von Ullah, der ja bekanntlich 1981, gemeinsam mit George Michael, Wham! gegründet hat.
Dann mal gucken, was die Lebenszeitverschwender von Wam live so können. Eigentlich gar nicht so schlecht! Klingt wie ne bessere Version von Auweia, und die gelten ja, wie wir alle wissen, als Sperrspitze des Deutschpunks. Nein, das war natürlich ein Scherz. Aber irgendwie muss ich hier noch ein wenig Text loswerden, sonst sieht der Bericht so kurz aus.
Wam machen tatsächlich Deutschpunk, aber nicht sonderlich aggressiven, eher dem Funpunk zu zu ordnen, wobei Saufen und Politik auch nicht unbedingt zu kurz kommt. Mehrstimmiger Gesang, Mitsingchöre, hier und da auch mal Offbeats, echt unterhaltsam! So wie Deutschpunk halt klingen muss, wenn er nicht gerade von resignierten alten Herren mit Stock im Arsch dargeboten wird.
Darf ich nochmal unauffällig auf den Trompeter verweisen? Kippchen drehen sah noch nie so lässig aus! Egal, hab definitiv schon schlechtere Kapellen als Wam gesehen, auch wenns unterm Strich halt eher typischer Deutschpunk ist, der gut auf Nix-Gut aufgehoben wäre, wenn die Band nicht so schlau wäre, genau dies zu verhindern, indem sie ihre Machwerke direkt gratis zum Download anbietet.
Ich kenne natürlich trotzdem kein Lied, im Gegensatz zu einer kleinen Fanschar, die sich am Rande versammlt hat, aufm Boden rumasselt und ab und zu mitsingt. Ein Mädel hat sogar heute Geburtstag, wird 16, darf zum ersten Mal Bier trinken - und wird direkt auf die Bühne gerufen. Als Ständchen gibts dieses Geburtstagsstück von Axel Kurth, nette Geste. (und ich wollt noch rufen "ohne Wizo-Cover gehn wir heut nicht nach Haus...")
Ansonsten eigene Stücke, die (wie sich das für Deutschpunk gehört) von Bier, Liebe und Politik handeln. "Schröder 2.0" ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich könnte jetzt eigentlich noch anfügen: kurzweilige Band - aber, nää, dank angesprochener Bandabsagen dürfen Wam heute noch ordentlich Zeit dran hängen, und dann wird es doch irgendwann eintönig.
Also heißt es nach jedem Lied "dürfen wir noch einen", und meist fällt die Antwort positiv aus. Irgendwie, als würde man hier einer Bandprobe beiwohnen. Eine Bandprobe, auf der sich die Musiker irgendwann ausziehen. Den berühmten Song mit der Vogelscheuche gibts am Schluss noch, dazu noch den Schülerbandbonus ausgenutzt und ein bereits gespieltes Lied doppelt zelebriert - großartig.
Also ehrlich, viel mehr kann man als Doitschpankband kaum noch richtig machen. Für 10 Sekunden gabs sogar Pogo.
Anschließend latschen wir erstmal, wie es die Gewohnheit will, gen Kiosk, und genießen den Regen draußen. Palaver hier und da, und ehe ich mich versehe, haben wir auch schon fast die nächste Band verpasst.
AMP 11 heißen sie, und ich komm genau richtig für den letzten Song. Hoppla. Soviel dazu, diesen Bericht schön in die Länge zu ziehen, damit er ja nicht merklich kürzer als die bisherigen Rockstage-Berichte ausfällt. Abgesehen davon, dass ich ja eigentlich überhaupt keine Zeit habe, Berichte zu schreiben, geschweige denn Konzerte zu besuchen, weil ich ja eigentlich lernen muss, aber ich bin halt grad so im Fluss.
Amp 11 heißt die Band, ich erwähnt es bereits. Hätte bei dem Bandnamen ja etwas mehr metallastiges erwartet, aber das hier geht so auch schon ganz gut nach vorne. Geboten wird ziemlich straighter Rock, dessen Einflüsse aus Punk, Wave und Metal bestimmt nicht ganz von der Hand zu weisen sind.
Wie gesagt, zum letzten Song komme ich rein, also kann ich nicht wirklich detailliert auf die Vielseitigkeit dieser Band eingehen. Scheint gut gewesen zu sein, das Publikum fordert fleißig Zugabe und die Zeit haben wir ja sowieso noch - und nachdem ich die ersten Töne verinnerlicht habe, bekomme ich plötzlich ganz spontan Höhegefühle - die covern Danko Jones! Yeah!
Natürlich nicht mit dieser unerreichbaren Bühnenpräsenz, aber doch irgendwie mit Herz. Gespielt wird "First Date" - nicht unbedingt der beste Song des Kanadiers, aber einer der eingängigsten. Ich bin auch fast versucht, mit zu grölen und gar zu tanzen, aber es ist gerade so leer vor der Bühne, dass ich mir dann doch doof vorkomme.
In die Herzen der Zuschauer spielen sich Amp 11 noch durch die Ansage, die Gage der nicht erschienenen Bands frei ans Publikum zu verteilen. Oh, sagte ich Gage? Ich meinte natürlich Catering. Also darf sich unser heutiges Bandbuffet auf etwas mehr Ansturm freuen. Nette Geste von Amp 11 (und natürlich den Rockstage-Loiten).
Ein Song folgt noch, aber wenn das wieder ein Cover war kannte ichs nicht - und falls es ein eigenes Lied war auch nicht. Muahaha. Mittlerweile haben wir auch schon fast 20 Uhr, womit sich das diesmalige Rockstage auch notgedrungen zufrieden geben muss. Nettes Sunday Mattinée.
Ich überlege noch, spontan doch noch rüber zum Bochum Total zu fahren und mir Kettcar zu geben - aber kein Bock auf die Menschenmassen. Da ist es hier im FZW doch deutlich gemütlicher. Lieber noch n Apfel essen. Die nächste Rockstage-Veranstaltung solltet ihr aber nicht verpassen, am 4.9. unter Anderem mit den großartigen Longing For Tomorrow! Wehe die sagen ab! Bis dahin...

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