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Bierschinken eats FZW: The Dead Class, Bazooka Zirkus, The Rival Bid, Alexandra Supertramp, Tommy Klapper, Awesome Scampis, Katz Kadaver, 10.11.2011 in Dortmund, FZW - Bericht von Fö

Bierschinken eats FZW, 10.11.2011 in Dortmund

Und schon wieder ne eigene Veranstaltung. Weswegen ich mal wieder versuchen werde, mich so kurz wie möglich zu fassen, kommt ja irgendwie doof rüber wenn die eigene Euphorie in einer pseudo-journalistischen Abhandlung allzu sehr mitschwingt, nicht wahr?
Geil wäre natürlich, wenn ihr einfach eure eigenen Eindrücke ins Kommentarfeld schreibt. Macht aber wahrscheinlich eh keiner. Vorab empfehle ich, so zum Runterkommen, diesen Bericht von Maks - seines Zeichens einziges Mitglied des Orga-Teams, betreut mit der Aufgabe, nix zu machen.
Vorgeplänkel. Also, vor etwa nem halben Jahr durften wir spontanerweise im FZW gastieren, was von der hiesigen Konzertgängerszene (sofern man davon sprechen kann) mit ordentlich Wohlwollen aufgenommen wurde - naja, zumindest waren gut Leute da. Womit dann auch bald fest stand: Machen wir nochmal! Die Entscheidung fällt auf den Termin zwei Tage nach meinem Geburtstag, was für mich den Vorteil hat, den nicht noch extra zelebrieren zu müssen und all meinen Gratulanten sagen zu dürfen: Kommt ins FZW, da dürft ihr mir für 3 Euro persönlich gratulieren. Nett von mir, oder?
Bei der Bandauswahl gehen wir mal wieder äußerst behutsam vor, schließlich wollen wir bei uns ausschließlich die Créme de la Créme auftreten lassen (die Redewendung, nicht die Band). Bewerben sich aber natürlich wieder Hunderte, selbst für den mikrigen Local-Opener-Posten. Unparteiisch, objektiv und unbestechlich wie wir nunmal sind, entscheiden wir uns für die Süßesten: KATZ KADAVER!
Oder auch Horst und die Kokoschinskys, wie Horst alias Semmel alias Dox alias weißderteufel uns begrüßt. Also, ich find die Band super. Punk, schön nach vorne, deutsche Texte mit kritischem Alltagswitz und Nonsense-Färbung, ein wenig Dackelblut-Flair und dazu Ansagen, die grob witzig-verschmitzt klingen, sich im Unterton aber natürlich voll gegens Establishment (hier: Location und Publikum) richten.
Allzu sehr kann ich dem Auftritt aber nicht folgen, was daran liegt, dass ich irgendwie doch ein wenig nervös bin und nebenbei noch ein wenig rumwuseln muss. Glücklicherweise füllt sich der Raum nach und nach, auch wenn mal wieder alle nur hinten am Tresen kleben. Ach, son Bier könnt ich jetzt auch...
Das Konzept ist bereits letztes Mal voll aufgegangen: Während auf der "großen" Bühne alles für die nächste Band bereitet wird, spielen auf der zweiten Bühne im Foyer Akustik-Songwriter. Klappt wunderbar, einige sind sogar ausschließlich für die Songwriter-Bühne hier. Den Auftakt macht dort ALEXANDRA SUPERTRAMP alias Reni Rotzevoll vor dieser wunderschönen Feuerlöscher-Kulisse.
Hierhin gelockt habe ich sie übrigens mit dem Versprechen, es würde Whisky geben - fiel mir grad so ein. Gabs aber nicht, vielleicht hatse deswegen allen Bands das Bier weggesoffen. Hähä. Reni verspricht heute den Zuschauern, für jeden neuen Facebook-Fan am Wochenende einen Schnaps zu trinken, und nebenbei gibts wunderschöne Liederchens über die Welt der Protagonistin.
Zuschauer. Das FZW füllt sich immer mehr. Die neue Garderobe (der rote Kasten) sorgt für zusätzlichen Platzmangel im Foyer, so dass es doch noch einigermaßen kuschelig wird vor der Bühne.
Daumen hoch! Echt schöner Auftritt von Alexandra Supertramp, trotz Liebeslied und Gedankenflucht-Cover, harhar! Ich kann meiner Freude nicht ganz so stark Ausdruck verleihen, schließlich schiele ich alle paar Sekunden auf meine Uhr, aber das war wirklich gut.
Nächste Band: BAZOOKA ZIRKUS! Übrigens die erste Band, die überhaupt für die diesmalige Ausgabe unseres kleinen Festivals bestätigt wurde, wenn ich mich recht entsinne. Und das nicht ohne Grund, denn erstens sind die echt gut, zweitens ein optischer Leckerbissen und drittens erscheint morgen ihr Debütalbum auf Rilrec, das tatsächlich meine Erwartungen übertroffen hat.
Ich gebs zu, musikalisch mag das Hardcore-Punk-Gekloppe der Band nicht jedermanns Sache sein, aber das will sie ja auch mit Sicherheit nicht. Ich finds sogar verdammt eingängig und vielseitig. Da wird nicht einfach drauf los gebolzt, da steckt auch jede Menge Melodie drin, die Texte (auf deutsch und englisch) sind auch ansprechend, einige Parts werden ganz heroisch mehrstimmig gesungen, und die Show selbst ist ne Augenweide.
Aber gut, muss ja nicht jedem gefallen. Schauen trotzdem einige äußerst interessiert zu, gefesselt von den körperbetonten Kostümierungen vom Sänger und vom Schlagzeuger. Karneval ist doch erst morgen...?
Die beiden maskierten Helden tauschen sogar mal kurz die Rollen. Laut Setlist für ein Gorilla-Biscuits-Stück, aber weil ich deren Lieder eh nicht kenne, lasse ich das mal im Raum stehen. Der Hengzt zumindest hat sich auf Anhieb verliebt.
Genug eigene Stücke gibts auch, wie das gefeierte "Schöner Proll", der Titeltrack "Kurze Hose Holzgewehr" oder weitere Kracher wie "XY" und so weiter. Ehrlich mal, im deutschsprachigen Hardcore gabs lange keine so innovative Band mehr. Wage ich mal so zu behaupten.
Fanfoto.
Wieder ins Foyer. THE RIVAL BID ist dran! Erster Auftritt des Soloprojektes von Maurice, sonst als Sänger von The Making Of unterwegs. Maurice war übrigens auch son Wunschkandidat für die Foyer-Bühne, super dass das direkt geklappt hat! Beinahe legendär seine Zusage damals: "Ich schreib dir nächste Woche, wie ich heißen werde" zeigte wohl, dass er selbst noch nicht wusste, was uns heute hier erwartet.
Und, ach, heiliges Kanonenrohr, egal was Maurice mit seiner goldenen Stimme anpackt, es ist quasi unmöglich, dass da irgendwas Schlechtes bei rumkommt. Auch wenn dieses Indie-Gedöns und eigentlich auch seine Art zu singen nun absolut nicht mein Ding sind, das ist echt immer wieder einfach nur ergreifend. So auch The Rival Bid!
Unterstützt von Tillmann an der E-Gitarre gibts schmachtigen Indie-Pop zu hören. Mit starkem New-Wave-Touch. Erinnert - welch Wunder - an The Making Of und gefällt mir einfach, auch wenn ich mich kaum traue, das zu zu geben. Haha. Maurice hat übrigens einen knapp 24-stündigen Mix-Marathon hinter sich, um heute auch exklusiv und vorab die erste Auflage seiner CD dabei haben zu können. Herz und Ohren öffnen könnt ihr übrigens hier
Als letzten Song gibts auch noch einen stark Synthie-beeinflussten, ziemlich elektro-lastigen. Verdammt, wie gut. Was er auch anpackt...
Nächste Band im Club: Die AWESOME SCAMPIS! Die Band begleitet Bierschinken nun auch schon einige Jahre mit ihrem fröhlichen Ska-Punk, und auch wenn ich selbst mittlerweile diesem Musikstil nicht mehr allzu viel abgewinnen kann: Die Band hat ihr Publikum einfach im Griff.
Gibt also herrlich tanzbare Bläsersätze und viel Offbeat, endlich traut sich auch das Publikum mal ein paar Schritte weiter nach vorne. Beachtlich viele davon singen sogar fleißig die Texte mit - und auch die Band zeigt sich sichtlich begeistert darüber, dass an einem Donnerstag so viel Stimmung aufkommen kann.
Recht souveräne Show mit einigen kleinen Gimmicks, gespielt werden die üblichen Live-Klassiker der Marke "Panzer" oder auch "Tauben vergiften", aber auch neues Material - schließlich wollen die Jungs demnächst ins Studio, es wird Zeit für ein neues Album. Man darf gespannt sein! Ist es in den letzten Jahren doch arg dünn geworden in der deutschen Ska-Landschaft...
Um nochmal aufs Publikum zurückzukommen: Morgen ist der 11.11.2011!
Viel mitbekommen habe ich von der Band (mal wieder) nicht, mehr so Anfang und Ende, aber trotz meiner Aversion gegenüber Kirmesska-Gedöns wars mal wieder ein durchweg spaßiger Auftritt. Da sind die winterlichen Temperaturen draußen doch schon so gut wie vergessen.
Hätt ich auch fast vergessen: Als letzten Song gabs noch den Publikums-Liebling "Dau Dau". Sinn dieses Liedes habe ich nie verstanden, versteht vermutlich sonst auch keiner, aber alle feierns ab. Harhar.
Es wird später und auf der Songwriter-Bühne dürfen wir uns nun auf den letzten Act freuen: TOMMY KLAPPER! Vor ein paar Wochen auf Andrés Abschiedsfeier gesehen und für gut befunden, also darf er heute auch ran. Sein Handwerk versteht er, ohne Zweifel - vor allem das Spiel mit dem Publikum, das stetige Schwenken zwischen Erzählen und Singen, das könnte man beinahe schon professionell nennen. Hut ab!
Achnee, ohne Hut wäre Tommy ja nicht mehr derselbe. Gibt recht ungefährliche Lieder zu hören über Liebe und den Alltag, was auch schon mein einzige Kritikpunkt ist: Etwas mehr Biss fänd ich geil. Aber das ist wohl einfach nicht seine Art. Und so werden die Zuschauer/-hörer artig bardenhaft umgarnt.
Mittlerweile hinkt übrigens der Zeitplan ein wenig (so um 15-20 Minuten), wofür ich mich natürlich entschuldigen muss, aber ich wage einfach mal zu behaupten dass das ja noch im Rahmen ist. Also darf Tommy auch in Ruhe sein Set beenden und ordentlich Applaus ernten. Unterhaltsamer Auftritt, der aber irgendwie etwas unter ging.
So, Zeit für die letzte Band des Abends: THE DEAD CLASS aus Liverpool, dieses Jahr schon zweimal gesehen und immer total begeistert zurück gekehrt. Dass der letzte Deutschland-Termin ihrer Tour auch noch bei unserer kleinen Festivität zelebriert wird, find ich großartig. Es sind einige Leute aus anderen Städten angereist, die The Dead Class bereits im Rahmen ihrer Tour sehen durften, und das ist wohl das größte Lob für eine Band: Wenn die Leute wieder kommen.
Und wieder mal ein geiler Auftritt der Jungs. Auch wenn, da stimme ich Maks zu, die Bühne im FZW doch etwas zu groß und hoch ist für eine Punkband, aber nach ein paar Songs wird eh jede gedankliche Hürde übersprungen und die Meute vor der Bühne feiert artig. Super übrigens die Jungs und Mädels vom Rattenloch, die nochmal so richtig aufleben.
Mal wieder kriege ich zu wenig vom Auftritt mit, aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ein wenig Zeit geht auch noch dafür drauf, den Bands ein kleines Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, indem neues Backstage-Bier angekarrt wird. An dieser Stelle sei auch noch ein herzliches Dankeschön gestattet an Rodger und all die Leute von Jugendamt und FZW, so pathetisch das jetzt auch klingen mag, aber ohne euch hätte das hier niemals funktioniert!
Blick von der Tribüne. Knapp 150 Besucher haben wir am heutigen Abend zu verzeichnen, was für den Donnerstag ne wirklich gute Zahl ist und unsere Erwartungen deutlich übertroffen hat. Ist einfach schön zu sehen, wenn etwas funktioniert, in das man ja doch recht viel Zeit und Arbeit investiert hat.
Bei soviel Sentimentalität schnell zurück zum Auftritt switchen. The Dead Class begeistern auch die Leute, die sie zuvor nicht kannten und bekommen mächtig Jubel für ihre Darbietung. So reicht dann auch eine Zugabe nicht aus, und Villy, Jake und Tony dürfen weiter ihre Lieder schmettern, zu unser aller Freude.
So, reicht dann auch mit diesem Bericht. Wie ich schon eingangs erwähnte: Ihr dürft gerne selbst eure Eindrücke schildern, und wem die meinigen zu einseitig und euphorisch aufgeladen waren, der soll einfach die Fresse halten (unsachlich argumentieren ist aber auch ausdrücklich gestattet!).

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Katja

11.11.2011 23:59
THE RIVAL BID war super!! obwohl ich doch gar nicht auf elektrokram stehe :-)
Kabl

12.11.2011 15:47
Am besten waren die 3 Besoffskis

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