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Ellwood, 29.11.2011 in Berlin, Cassiopeia - Bericht von Bönx

Ellwood, 29.11.2011 in Berlin

Hätte ich im Herbst mit Fönig nicht den Ausflug in die Schweiz gemacht, um unsere liebste Lea zu besuchen, hätte ich vermutlich nicht einmal mitbekommen, dass Chuck von den Mad Caddies eine neue Band am Start hat... Alter, wie konnte das denn an mir vorbei gehen?! Kann mir das mal jemand sagen? Und da es hier mit Sicherheit auch einigen so ähnlich gehen wird wie mir, sage ich euch eins vorweg: Ellwood sind die positive Weiterentwicklung der Mad Caddies. So! Zweite Sache vorweg, irgendwie sind beide meine Kameras im Eimer, heißt gibt nur unscharfe Fotos. Wenn man hier endlich einmal Geld für seine hochprofessionelle journalistische Arbeit bekommen würde, könnte ich mir auch mal eine neue kaufen...
Jo, ist heut' 'n frühes Konzert mit ohne Vorband. Kommt mir ganz gelegen, muss morgen 'ne Schulung leiten und solidarisiere mich ja gerade mit dem Fö und saufe mich durch sämtliche alkoholfreien Biere die es so gibt auf der Erde. Uwe, der alte Reggae-Fan, kommt mit...
...wären wir auch schon bei der Musik. Stellt euch das einfach vor wie die Mad Caddies in ein bisschen langsamer und ohne Tröter. Referenzen hier ganz klar 'Backyard' und 'State Of Mind' von der 'Keep It Going'-Platte. Die war ja auch schon was ruhiger und für mich haben genau diese beiden Songs hervor gestochen.
Und Chuck scheint das auch großen Spaß zu machen, nicht umsonst wird er Musiker zusammen gerufen haben um eine astreine Reggae-Platte auf die Menschheit los zulassen. Los geht es dann auch gleich mit der Hammer-Nummer 'Walking Away'. Treffender kann das Konzert für mich dann auch nicht beginnen...
...denn folgende Zeilen sprechen mir seit Monaten aus der Seele: 'Darlin' what's the story - Are you losin' touch - All the love I've been given' - Well it just ain't good enough'. So genug Emo jetzt für mich. Allerdings hat die Platte allgemein eine eher düsterer Grundstimmung.
Vielleicht auch ein Grund dafür, dass die Songs nicht für die Mad Caddies verwendet wurden sind. Allerdings war Reggae für mich auch immer eher positiv eingestellte Musik aber eigentlich hör ich ja sowas auch nicht. Ähhhh häää häää.
Und mal ganz ehrlich, wenn man die Fotos so sieht, dann würde man hier auch nicht von Reggae ausgehen sondern eher Holzfällerpunkrock á la The Gaslight Anthem oder Spanish Gamble erwarten.
Ergänzt wird das musikalische Grundgerüst aus Gitarre, Bass und Schlagzeug durch Dustin am Keyboard, der damit aber einen unglaublich geilen Porno-Orgel-Sound produziert. So auch im folgenden 'There She Is'. Textlich auch schon wieder so ein Song, der mir meine letzten Monate aufzeigt...
...irgendwie hört sich das bisher irgendwie alles nicht so positiv an, wa? Ist es aber! Das Ganze ist durch die Orgel und den zweiten Gitarro verdammt abwechslungsreich. Der hat's nämlich wirklich drauf und streut immer mal wieder geile Soli ein.
Dazu die charismatische Stimme von Chuck, die einen sofort in seinen Bann zieht und die relativ einfach gestrickten Texte machen das Ganze auch nicht zu komplex. Es muss ja nicht immer nur Party oder Politik sein :) Hier kann man einfach mal die Seele baumeln lassen und feststellen, dass es anderen scheinbar auch nicht besser geht...
...geteiltes Leid war doch schon immer besser :) Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Cocktail, das Gras und man würde sich beim Schwofen fast wie in der Karibik fühlen. Für einen Moment wird man da aber doch wieder rausgerissen, denn dann gibt es doch mal eine Punkrock-Nummer. Hört sich dann natürlich auch an wie die Caddies ohne Bläser, höhö.
Hier übrigens mal ein gescheiter Schlagzeuger, Iro auffem Kopp und trinkt Bier! Hört auf den Namen Todd und ist neben Chuck der zweite Caddie bei Ellwood. Mit 'Mag Girl' kommt man dann aber auch schnell wieder zum Reggae zurück.
Dabei bleibt man dann auch am heutigen Abend, mit der Ausnahme eines Weezer-Covers, welches der Basser singen darf und von Chuck nachfolgend so kommentiert wird: "So, do you like Weezer in Berlin? Not liking Weezer is like not liking sex". Na, vielleicht sollte ich mir Weezer doch nochmal anhören...:)
Durch den ein oder anderen Song, der nicht auf der Platte ist aber scheinbar von Ellwood ist (es feiert keiner besonders die Songs ab), wird das Set ganz gut gestrafft. Die Debüt-Platte 'Lost In Transition' ist mit knapp 31 Minuten ja auch nicht wirklich abendfüllend.
Somit gibt es die komplett zu hören und wir bekommen alle großen Hits wie 'The Deal', 'Don't Look Back' oder auch 'Amsterdam Ray' auf die Ohren. Und ein bisschen habe ich natürlich auch auf den ein oder anderen Caddies-Song gehofft...
...und mit dem schon angesprochenen 'Backyard', 'Souls For Sale' und 'Tired Bones', nur mit Gitarre, Keyboard und Gesang, bleibt auch dieser Wunsch nicht unerfüllt. Hätte es jetzt auch noch 'State Of Mind' gegeben, hätte ich mich vielleicht sogar den unzähligen Kiffern hier angeschlossen oder so :)
Das Konzertchen neigt sich dann auch langsam dem Ende zu, aber nicht ohne den wohl positivsten Song des Albums, 'Sunshine Garden'. Chuck kommentiert den dann auch so: "This is a positive song about love and peace. This is cool, not the song but love and peace." Muha. Zum Abschluss dann noch zwei rockigere Nummern die mir dann auch wieder unbekannt waren...also vielleicht was eigenes oder irgendwelche Cover...
Jau! Das war doch mal eine schöne Dienstag Abend Unterhaltung und bestimmt viel besser als die Probe die ich hab' ausfallen lassen :) Gute Stunde, quasi nur Hits und der gut gefüllte Laden ausgiebig am Schwofen. Also ich freu' mich schon auf die nächste Tour von Ellwood...
...auch wenn das ein bisschen dauern wird. Denn nächstes Jahr spielen erstmal die Mad Caddies wieder in Deutschland. Und dass das auch großartig ist, muss ich euch ja nicht sagen...Prost!

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Band:
Ellwood
Musikstil: Reggae, Ska
Herkunft: USA
Homepage: www.myspace.com/ellwoodband
Konzertberichte: 1

Location:

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