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Pascow-Tour Teil 3: Schloga Open Air (mit Insolvent Insomniacs, Lo Parker, Into The Wild, Kula), 14.07.2012 in Osnabrück, Schlossgarten - Bericht von Fö

Pascow-Tour Teil 3: Schloga Open Air, 14.07.2012 in Osnabrück

Dritter und letzter Tag unserer kleinen Tour! Vorgestern Breminale, gestern Fonsstock, heute das Schlossgarten Open Air in Osnabrück. Ein feines kleines Umsonst-und-Draußen-Festival, das sich auf die Unterstützung der lokalen Musikszene fokussiert, aber auch immer einen etwas bekannteren Headliner draufpackt - dieses Jahr sind das eben Pascow aus Saarland Asozial.
In Osnabrück selbst scheint man das Festival zu kennen, für Auswärtige ist es eher ein kleines Geheimnis. So haben Pascow einige Mails bekommen von Leuten, die keine Infos über Ort und Zeit finden konnten. Also packen Pascow den detektivischen Spürsinn aus und wir fahren extra früh los, um den Standort zu inspizieren. Ja doch, es gibt ne Bühne, und die Dixis wurden auch schon geliefert. Alles in Butter. Grünes Licht für die Anreisenden!
Dafür haben wir jetzt aber noch den halben Tag vor uns, den es irgendwie rumzuschlagen gilt, bis das Festival startet. Nach kurzer Abstimmung entscheiden wir uns für dem Wetter angemessene Indoor-Action und gucken uns im Kino eine politische Dokumentation über interkulturelle Konflikte an. Da solle noch mal einer behaupten, Punkrock hätte nichts mit Bildung zu tun!
Zurück im Schlossgarten. Der heißt vermutlich so, weil es ein Garten am Schloss ist. Easy, nech? Es macht auch den Anschein, als würden wir mal wieder Glück mit dem Wetter haben: Die Regenwolken haben sich verzogen und wenn hier was tröpfelt, dann sind es die Brunnen.
Nach und nach trudeln die ersten Besucher ein, der Opener hat es aber wie immer schwer: KULA nennen sie sich, haben mal vor 10 Jahren nen Contest gewonnen und machen Indierock mit deutschen Texten und Keyboard. Nicht unbedingt meine Baustelle. Man merkt, dass Osnabrück eine Studentenstadt ist. Hähä.
Skeptische Blicke. Oder, anders gesagt: So guckt man halt nach 3 Tagen Tour.
Nächste Band: INTO THE WILD. Auch die haben besagten Contest gewonnen, allerdings erst im letzten Jahr. Nochmal kurz nachgeguckt: Der Wettbewerb nennt sich "Rock in der Region" und feiert sein 25. Jahr, deswegen ist die heutige Bandauswahl sehr davon geprägt. Scheint ein Jubiläumswochenende für uns zu sein - die 25. Breminale und den 18. Fonsstock-Geburtstag haben wir ja auch schon hinter uns...
Zur Band: Groove Metal nennen sie das. Sind noch recht jung, agieren dafür aber auch ziemlich frisch und unverbraucht auf der Bühne. Durften letzte Woche erst für Sepultura eröffnen, wie mir der Veranstalter berichtet. Ja doch, schlecht ist das nicht. Ziemlich vielseitig, ein paar Stoner-Ausflüge gibt's oben drauf und auch die Ballade darf nicht fehlen. Und trotzdem: "Contest-Gewinner" klingt in meinen Ohren ja immer ziemlich nach Antiwerbung.
Nunja, wenn einige Bands ihre Bestimmung darin sehen, durch solcherlei Wettbewerbe nach oben zu kommen - sollense ruhig. Ihr Bier. Die nächste Band hat es ja auch schon weit gebracht, unter anderem schon zweimal vor meine Nase: LO PARKER sah ich mal irgendwann im Vorprogramm vom Alkaline Trio und unter ihrem alten Namen "Indoor" vor Rantanplan. Als Indoor gewannen sie auch den Contest, vor mittlerweile 7 Jahren.
Indierock. Ich muss zugeben: Hatte sie belangloser in Erinnerung. Viele Songs mit spanischen Texten, was sie son bisschen aus der Masse hervor hebt. Den kompletten Auftritt bekomme ich aber nicht mit. Wollte eigentlich auch irgendwelche Lobeshymnen über die Band anstimmen, weil sie diesmal "Torn" NICHT gecovert haben, aber dann erzählt Ollo, dass sie es doch getan haben. Puh, zum Glück verpasst...
So, dann wollen wir mal! Merchandise-Stand aufbauen, mein Refugium für die nächsten paar Stunden. Leider hat es den Pavillon, den der Veranstalter für uns vorgesehen hatte, in die ewigen Jagdgründe verschlagen, weswegen wir uns zunächst ohne Überdachung neben den örtlichen Plattenstand quetschen und einfach darauf hoffen, dass der Regen nicht zurück kehrt...
Als Nächstes auf der Bühne: INSOLVENT INSOMNIACS. Oder auch die übliche Gute-Laune-Bläser-Stimmungs-Band, die vor Pascow spielt. Contest-Gewinner 2009, Skapunk fürs Tanzbein, kommt ganz gut an. Offensichtlich ist dieser Musikstil trotz aller Gerüchte doch nicht vom Aussterben bedroht. Mittlerweile ist auch der Platz vor der Bühne mehr als gut gefüllt.
Ansonsten kann ich nicht viel zum Auftritt sagen, meine Sicht hier hinten beschränkt sich auf, naja, das hier. Am Merchtisch läuft es auch recht unspektakulär ab. Ich sollte Strichliste führen für Leute, die sich alles penibel genau angucken und dann mit der Bemerkung, sich nach dem Auftritt einzudecken, wieder verschwinden. Aber eigentlich bin ich eher überrascht, dass die meisten tatsächlich wiederkommen!
Vom PASCOW-Auftritt kriege ich mal wieder nicht allzu viel mit. Aber man merkt doch, dass Osnabrück sich mächtig auf die Band gefreut hat - und das, obwohl sie nie einen Contest gewonnen haben! Vor der Bühne wird fleißig getanzt, aber auch weiter hinten stapeln sich die Zuschauer.
Irgendwann kommt's dann aber doch: Das Wasser. Von oben. Hatten wir die letzten Tage noch Glück mit dem Wetter, fängt der Regen heute ausgerechnet beim Pascow-Auftritt an. Wir schieben unseren Verkaufsstand schnell noch unter den Platten-Pavillon und quetschen uns dort auf engen Raum mit diversen Kisten und zwei Hunden. Aber, um euch zu beruhigen: Dem Bier macht der Regen nichts aus.
Das Publikum hats nicht ganz so einfach mit dem Unterstellen, aber viele haben an Regenschirme gedacht und einigen ist es ganz einfach egal. Der Auftritt, soweit ich das Feedback der Leute so mitbekommen habe, lief sowieso feuchtfröhlich. Heute darf auch Tobi Duesenjaeger mal wieder bei "An die Maulwürfe" am Gesang aushelfen.
Also, Idee für die nächsten Festivaltouren: Pascow-Regenschirme! Besondere Vorkommnisse heute am Merchstand: Hm, im Gegensatz zu gestern beinahe harmlos. Erwähnen möchte ich einen jungen Mann, der sich tatsächlich die kompletten letzten drei Konzerte gegeben hat, immer mit nem Laptop im Rucksack, und sich heute, am letzten Tag, auch endlich mal die komplette Diskographie gönnt. Chapeau!
Und nu? Anschließend ist noch Aftershowparty im Unikeller, auf die wir aber verzichten - und lieber mit den alten Schnapskumpanen von den Duesenjaegern zum "Grünen Jäger" latschen. Tagesziel: Die legendäre "Essacher Luft", ein scharfer Schnaps gegen den Mexikaner wie ein Glas lauwarme Milch wirkt. Resultat: Chaos.
Merke: Nur trinken, wenn du es nicht weit zum Klo hast. Das Zeug killt einfach jeden. Schöner Schlusssatz, eigentlich. Also: Geile 3 Tage mit den Knappen von Pascow gehen zu Ende, immer wieder eine Wonne mit den Jungs auf Tour! Danke für alles!

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-x-

17.07.2012 17:11
Ollo trinkt wieder?

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