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Omas Teich Festival: Against Me!, Anti-Flag, Pascow, Frau Potz, Kmpfsprt, Kaiser Chiefs, Veto, The Wombats, Crestfallen, Kellermensch, Young Rebel Set, 27.07.2012 in Großefehn, Festivalgelände - Bericht von Kiki

Omas Teich Festival, 27.07.2012 in Großefehn

Oh, mal endlich schönes Wetter. Was kann man denn am Wochenende so unternehmen? Da das Force Attack ja dieses Jahr eher ein Farce Attack war und zudem seine Hochzeit auch schon länger hinter sich hat, wird es Zeit sich mal nach anderen Gelegenheiten umzuschauen, ein wenig Open-Air Luft zu schnuppern. Die Wahl fällt auf das Omas Teich Festival in Ostfriesland.
Nicht zu groß, Bandauswahl am heutigen Freitag auch ansprechend. Schon sind mit Schlossi, Fö und Ulf genügend Mitstreiter gefunden. Noch kurz die Zollkontrolle vorm Gelände absolviert und schon das erste lauwarme Dosenbier inner Kralle. Jo, läuft!
Phil und Frau sind auch schon am Start. Kurz geplauscht und dann geht es erstmal zum Innenraum, damit Ulf aufhört zu meckern und endlich mit dem Schnaps trinken anfangen kann.
Den undankbaren Part des Openers dürfen heute hier CRESTFALLEN aus Aurich übernehmen. Diese haben den Auftritt über den "Ostfriesland rockt"-Wettbewerb gewonnen.
Zur Musik der Lokalmatadoren: Rockig, leicht (sehr leicht) streetpunkig angehaucht. Nichts was einen um diese Uhrzeit vom Hocker haut. Kann man sich gemütlich mit nem kalten Bier in der Hand angucken.
Danach wird es zum ersten Mal interessant: FRAU POTZ treten auf der Zeltbühne auf. Ich hatte bis heute das Gefühl, der einzige Mensch zu sein, der die momentane Band der Stunde noch nie live gesehen hat. Also dann...
Frau Potz wecken in mir ja eher gespaltene Gefühle. Musik und Texte finde ich weltklasse, der extrem hohe, keifende Gesang ist echt anstrengend. Zu den Pluspunkten kommt heute noch einer für die tolle Livedarbietung auf der Bühne dazu.
Bei ner halben Stunde Spielzeit wird das Album mit seinen vielen Hits fast komplett durchgezockt. Es sind für die frühe Uhrzeit erstaunlich viele Leute da, die zudem alle sehr textsicher sind.
Größenordnung bei Omas Teich: Ich würde schätzen, Abends waren es so 7000 Leute. Vielleicht waren es am Samstag noch ein paar mehr, da die Headliner etwas bekannter waren. Allerdings sprachen die uns nicht so an, wir hatten ja noch anderes zu tun.
Frau Potz waren auf jeden Fall ein erstes Highlight! Demnächst gucke ich sie mir auch noch einmal in einem kleinen Club an, versprochen!
Ulf und Phil besorgen es sich dann den Rest des Nachmittags mit Cocktails und uns ein paar umsonst Sonnenbrillen.
Schöne Abwechslung zur Musik ist die Aktion "Kochen mit Bands" unserer lieben Kollegen vom Blueprint Fanzine. Abwechselnd kochen einige der Musiker Gerichte aus ihrer Region oder andere Leckerheiten. Den Auftakt machen Anti-Flag, probiert haben wir es nicht...
Nebenbei haben KELLERMENSCH deplatziert auf der großen Bühne gespielt. Da die Musik auch eher für Leute aus dunklen Kellern ist (passte so gar nicht zum herrlichen Sonnenschein vor der Bühne) haben wir davon auch nicht viel zu berichten - oder zu zeigen.
Als Nächstes geben PASCOW im Zelt mal wieder ordentlich Gas. Über die Jungs lohnt es sich ja immer zu berichten. Die (hier "gewohnt" zu schreiben ist eigentlich ja eine Dreistigkeit sondergleichen) überragende Live-Performance der Jungs lässt auch in Ostfriesland keine Wünsche offen.
Bei leider nur 40 Minuten Spielzeit fehlen natürlich einige Hits. In den 40 Minuten stehen meine Beine allerdings nicht eine Sekunde still.
Zu überragend, was da immer wieder aus den Boxen schallt. Die mit weitem Abstand beste Liveband die ich kenne. Jedes Mal ganz großer Sport!!!
Komischerweise ist doch noch einiges an Platz frei im Zelt. Aber ok, die glühen ja auch alle wegen der Kaiser Chiefs heute Abend noch auf dem Zeltplatz vor ;-). Hat Schlossi wenigstens mehr Platz zum Tanzen.
Obwohl Fö Pascow ja nun noch häufiger sieht als ich, scheint es ihm auch sehr gut zu gefallen. Oder hast du schon wieder heimlich bei Ulf am Cocktail genippt?
Entdeckung des Tages: Es gibt Mexikaner. Gutes Festival! Interessanterweise fertig produziert aus Flaschen, also nicht wie gewohnt selber gemacht. Geschmacklich aber ganz ok.
Kommen wir zurück zum Wesentlichen. Ulf hat es geschafft, sich innerhalb von 4 Stunden so voll zu machen, dass er auf dem Tisch einpennt. Aber immer, wenn er kurz wach wird, holt er Geld aus der Tasche und schickt jemand zum Stand, um einen neuen Cuba Libre zu bringen.
Fö? Wer ist das? Da war ich am Auto Bier holen...

Fö: YOUNG REBEL SET. Nur im Vorbeigehen betrachtet, hatte ich mir mehr von versprochen. Waren die nicht mal mehr auf der folkigen Schiene unterwegs? Das hier ist einfach nur weichgespülter Indierock...
Danach im Zelt: Niemand geringeres als KMPFSPRT. Eine der diversen vielversprechenden jungen Bands, die in letzter Zeit so hervor kamen. Aus Köln kommend, und mit ihren alten Bands wie Days In Grief oder Fire In The Attic schon in der Vergangenheit recht viel unterwegs, auch mit Auftritten beim Omas Teich. Nun also die neue Konstellation, mit deutschen Texten.
Und Musik, die klingt, als hätten die späten Muff Potter nochmal versucht, einen auf hart zu machen. Zu emoesk für mich, da hatte ich mir mehr von versprochen...Mehr vom Kaliber "Affengeld" zum Beispiel. Kurzes Set, 10 Minuten früher aufgehört als geplant - aber mit erst einer EP ("Das ist doch kein Name für ne Band" ist immerhin ein guter Name dafür) im Rücken ist mehr wohl nicht drin. Zurück zu Kiki!
Letzte Band die mich für heute interessiert: ANTI-FLAG! Die Amis überzeugen ja immer wieder mit hoch intelligenten und politisch ansprechenden Texten. Dazu gibt es leicht poppig angehauchten Punkrock.
So auch heute auf der großen Bühne. Sehr gute Ansagen zur aktuellen Lage der Nation(en). Dazu viele alte Hits und auch ein paar Stücke vom aktuellen Album. Mir hat "Can't kill the protest" gefehlt.
Meiner Meinung nach eher unnötig, aber ja vom Großteil des Publikums bei Festivals immer wieder gefordert: Animation von der Bühne zum Mitklatschen, hinsetzten und ähnlicher Nippes. Beherrschen Anti- Flag natürlich auch eins a. Bei einem großen Circle Pit verliert Schlossi in der Menge einen ihrer rosa Schuhe und dieser (nach geglücktem Wiederfinden) seine schöne Farbe in matschbraun. Naja, gibt Schlimmeres!
Anti-Flag haben auch richtig viele Leute vor die Bühne bekommen. Sind halt doch schon ne Ecke bekannter als alles was vorher gespielt hat.
Sollten ja eigentlich Sonntag auf dem Force Attack spielen. Aufgrund der aktuellen Ereignisse dort haben sie sich entschlossen, abzusagen und stattdessen eine Benefiz-Show für Pussy Riot in Hamburg zu spielen. Finde ich ne klasse Aktion von der Band.
Prima Auftritt! Hat Spaß gemacht. Erstmal gucken, wie es Ulf geht..
Kerl, echt ziemlich voll geworden. Aber der guten Laune tut es keinen Abbruch! Organisation (bis auf die fehlenden Bierstände VOR dem Gelände) sehr gelungen. Nicht zu groß, nettes Personal, relativ zivile Preise bei Essen und Bier. Kann was, das Omas Teich!
Hier noch ein Bild von den Kochkünstlern von Pascow. Es gibt "Mehlkneppcher", saarländische Mehlknödel, die traditionell (zumindest, wenn das Blueprint vor Ort ist) mit Waldmeisterschnaps begossen werden.
Fös zwei Cent zu den Kochkünsten: "Ist DAS Omas Teig?"
Ulf hat in der Zwischenzeit eine neue Beschäftigung gefunden. Andere Leute beim Karaoke singen zu kommentieren und wenn nötig zu beleidigen.
Dann gab es noch die WOMBATS. Ich bin froh mir die 13 Pfund damals in Schottland gespart zu haben..Indie ist ja nicht so meins, vielleicht möchte Fö euch noch was dazu schreiben?

Fö: nö.
Stattdessen möchte ich aufmerksam machen auf die kreative Rechtschreibung der Seitenbanner-Designer: Was bitteschön ist ein "Stlye"?
Für die meisten unserer Truppe das Highlight des Abends: AGAINST ME! im Zelt. Ich gebe weiter an einen Fan. Bitte schön Schlossi:
Schlossi: Raider heißt jetzt Twix und Tom Gabel heißt jetzt Laura Jane Grace. Sonst ändert sich nix. Dies ist das erste Mal, dass ich die Band nach Tom's Bekenntnis zu seiner Transsexualität und der Entscheidung fortan als Frau zu leben sehe und ich gebe zu, ich hatte mich gefragt, ob es sich in irgendeiner Weise auf ihre Stimme auswirken würde. Aber nö, kein Unterschied zu hören, Laura Jane's Organ ist kraftvoll wie eh und je. Auf ihre Qualitäten als Musikerin hat der ganze Prozess sowieso keine Auswirkungen und so freue ich mich auf eine energiegeladene Show.
Und meine Erwartungen werden nicht enttäuscht, der Vierer aus Florida haut einen Hit nach dem anderen raus: "Don't lose touch", "I was a teenage anarchist", "Thrash unreal", "Sink Florida sink", um nur ein paar zu nennen. Da gibt's nur eins: Faust nach oben recken und inbrünstig mitsingen. Wenig Ansagen, kein überflüssiges Gelaber, kaum Verschnaufpausen, dafür aussagekräftige Texte, das ist es, was mir an der Band so gut gefällt.
Mit dieser Meinung bin ich offensichtlich nicht allein, wie man hier ganz gut erkennen kann.
Leider ist das Konzert viel zu schnell vorbei und zu einer Zugabe lassen sich Against Me! auch nicht mehr hinreißen, dabei hätte ich doch noch so viel, was ich gerne hören würde. Naja, dann hoffe ich einfach, dass die Band möglichst schnell wieder auf Clubtour nach Deutschland kommt. Und damit zurück zu Kiki.
Jau, danke. Immer interessant, wie unterschiedlich Musikgeschmack sein kann...Ich fand Against Me! gut, aber nicht wirklich überragend. Zurück vom Punkrock zum Indie-Headliner. Die KAISER CHIEFS. Habe ich nur von Weitem angehört. Der leicht rockige Sound ist einfach nicht meine Musik. Zu wenig Ecken und Kanten.
Da (logischerweise) fast alle Anwesenden wegen dem Hauptact hier sind, ist es auch ziemlich voll vor der Bühne. Dafür ist es aber leer hinten am Tresen. Ich geselle mich mit einem leckeren Weizen zum Ulf und lasse alle rockigen Teenager vorne mal schön ruby, ruby machen.
Hier ist Ulf im absoluten Karaokefieber. Er bemängelt nur, dass sich niemand an Steel Panther Songs getraut hat.
Es ist spät geworden, wir sind voll geworden und VETO spielen gerade. Habe ich noch nie von gehört. Elektro-Indie-Wave-Gedöns. Gar nicht so schlimm, gucken uns noch 2-3 Lieder an. Für mehr reicht es allerdings nicht mehr um diese Uhrzeit. Ab ins Auto, pennen...gute Nacht!
Nachts fängt es natürlich noch an zu regnen. Geht doch nichts über ein wenig Schlamm im und am Auto. Da Ulfs Pennplatz (er ist in Phils Vorzelt gefallen) ihm zu nass wurde, beschließt er kurzerhand, dass um 8 Uhr Weckzeit ist. Schließlich müssen wir ja zum Morgensport in die Friesentherme nach Emden, um uns fein (sprich sauber!) zu machen für die große Gartenparty in Voerde, wo Pascow heute Abend zum Tanze aufspielen...mehr dazu hier.

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