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Haltestelle Woodstock: Hardcore Superstar, The Darkness, u.a., 02.08. - 05.08. in Kostrzyn (PL), Festival - Bericht von Safi Marie und Flo Sowieso

Haltestelle Woodstock, 02.-05.08. in Kostrzyn (Polen)

Endlich wieder Haltestelle Woodstock, da hatte ich ja schon eine halbe Ewigkeit drauf gewartet. Seit meinem Woodstock-Debüt im Jahr 2005, hat es mich bis auf eine Ausnahme (2008) jedes Jahr in die polnische Grenzstadt Kostrzyn gezogen. Mittlerweile kann ich den Namen sogar aussprechen. Ignoranten bleiben einfach bei "Küstrin". Los gehts also auch dieses Jahr wieder Donnerstag früh am Bahnhof Berlin-Lichtenberg, der zu dieser unmenschlichen Uhrzeit (10:37 Uhr ... Zehn Uhr Siebenunddreißig!!! Da befinde ich mich normalerweise noch im Tiefschlaf, während Flo schon völlig überarbeitet ist) schon sehr nach Völkerwanderung aussieht: Wo man auch hinblickt, überall Woodstock-Pilger mit Reiserucksäcken, Zelten und Bier...
... welches auch bei uns nicht fehlt. Festival ist schließlich Festival. Da MUSS um zehn Uhr früh Bier getrunken werden. MUSS!!!
Q-Ring macht es sogar noch richtiger und kippt direkt ne Goldkronen-Mischung hinterher...
... während Martin versucht, uns die Zeit mit einem unglaublich schlechten Olympia-Quiz zu verkürzen.
Woodstock-Neuling Flo fragt sich derweil, ob all meine von Vorfreude geschwängerten Erzählungen tatsächlich der Realität standhalten können. Noch ist er ein wenig skeptisch.
Vom Bahnhof mitm Shuttlebus zum Festivalgelände, welches schon am Donnerstag Morgen dermaßen überfüllt ist, dass unsere Zeltplatzsuche gefühlte Tausend Stunden dauert.
Letztendlich werden wir doch fündig. Während Q-Ring die erste von vielen Paletten Bier holt, schau ich Martin und Flo beim Arbeiten zu.
Jetzt erstmal stärken: Jedes Jahr das gleiche Essen bei den Krishnas, Martin hängt es wohl schon am ersten Tag zum Hals raus.
Was ganz Tolles auf die Beine gestellt haben die Student_innen der Europauniversität Viadrina in Frankfurt(Oder): Das "Wohngemeinschaft Europa" Zelt, in dem wir noch viel Zeit verbringen sollten.
Kaum dort angekommen, sind wir auch schon Teil eines Songwriting-Workshops mit Axl Makana, seines Zeichens Sänger von Mutabor.
Q-Ring wird mittlerweile wahnsinnig...
...während Flo vor lauter Spaß seine Augen kaum noch aufhalten kann.
Jetzt wird es aber Zeit, die Hauptbühne aufzusuchen - wo die einzige Band, die wir alle vier zusammen sehen wollten, gerade die ersten Töne von sich gibt: HARDCORE SUPERSTAR!
Vor der Bühne (die größte in ganz Europa!) tummeln sich schon wieder tausende von Leuten. Um mal ein paar Zahlen zu nennen: Im Schnitt waren die letzten Jahre immer zwischen 300.000 und 500.000 Menschen in Kostrzyn vor Ort, letztes Jahr zu The Prodigy befanden sich sogar unfassbare 700.000 Leute auf dem Gelände!
Trotz dieser vollkommen übertriebenen Menschenmasse, schaffen es die Hippie-Kinder immer wieder, sich ihre Freiräume zu erhalten.
Nein, ich kann nicht anders gucken, wenn jemand eine Kamera auf mich richtet, ich kann einfach nicht!
Nächster Tag. Zurück im WG-Europa-Zelt beim Polnisch-Deutsch-Sprachkurs - um mal mehr als nur das omnipräsente "kurwa" zu lernen.
üüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüü!!!!
...und dann verlässt uns das gute Wetter...
...Nur gut, wenn man sich zu helfen weiß.
Und was hat man auf dem Woodstock-Festival zu tun, nachdem es geregnet hat!?
  Schlammschlacht!
Der Pole im Hintergrund hat Germanistik studiert und kennt so tolle Worte wie "Schlafrock" und "Uringeheimbeutel".
Man muss das Wetter genießen, solange es genießbar ist!
HANDLUNGSLOCH. (Hat wohl irgendwas mit Bier zu tun. Aber beeindruckende Kulisse, oder?)
Langsam hab ich mich auch den Hippies angepasst und kurzerhand meine Schuhe an die Hose verfrachtet. Auch Flos Schuhe werden mittlerweile nur noch als Kunstobjekte missbraucht.
Ist das wirklich Kunst, oder können wir das löschen?
Da die Dixies durch die Schlammwege kaum zu erreichen sind, sind sie so unbenutzt, dass diese Füße mit Abstand das Dreckigste auf dieser Toilette sind.
PAAARTYYY!!!
Samstag früh, Discovery Channel Light: Allmorgendliches Getümmel am Wasserloch...
...Und an der Futterstelle. Hier im Bild: Die Schlange zum eigens für dieses Festival aufgebauten Lidl. Zumindest die Hälfte davon, die noch aufs Bild gepasst hat.
Da Saufen nicht alles ist, machen wir nach dem zweiten Bier des Tages auch beim Frühsport mit: 11 Uhr Zumba Workshop.
Die beste Idee, die wir für dieses Wochenende hatten: Nicht nur ein prima Regenschutz, sondern auch eine interkulturelle Kommunikationsplattform. Kurz: Pavillon
Wann hört das endlich wieder auf?
Etwas Postives hat der Regen aber doch: Wir sind nun stolze Besitzer eines eigenen Pools (ohne Swimming) vor der Haustür.
Richtige Kultur-Kinder sind wir dieses Wochenende. Hier: Freestyle-Rap Workshop mit Ben von den Ohrbooten.
Gastgeschenk unserer polnischen Pavillon-Freunde. Die Fahne. Den Müll haben wir selber produziert.
Vorerst genug der Kultur. Wird Zeit, sich mal wieder dem hedonistischen Treiben vor der Hauptbühne hinzugeben.
Und da sind wir nicht die Einzigen. Der Besitzer des Autos sollte sich am kommenden Tag noch ziemlich ärgern.
Bungee-Jumping. Jedes Jahr steh ich davor und denke "irgendwann mach ich das auch mal" - meine Standard-Ausrede: kein Geld.
Martin macht Kunst mit der Kamera, oder passt sich das Objektiv nur seiner Sichtweise an?
Sonntag Morgen: The Party is over?
Am Bahnhof noch nicht.
Im Zug überkommt mich dann aber doch die Müdigkeit. Flo hat nur ein paar Minuten die Augen zu, bevor er mit den andern beiden nochmal zusammen zwölf Bier in der Stunde Zugfahrt leert.
  Zum Abschluss gibt uns dieser äußerst sympathische Pole noch einen Einblick in seine doch sehr absurden Deutschkenntnisse aus der Schulzeit

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Gerdistan
(Gerdistan)
06.08.2012 17:04
Das schlechte Olympia-Quiz gabs doch bei dm umsonst an der Kasse!
Safi Marie
(Safi Marie)
06.08.2012 17:23
genau das war es auch!

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