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Tigeryouth, Herr Lehmann, 23.08.2012 in Unna, Spatz und Wal - Bericht von Fö

Tigeryouth, 23.08.2012 in Unna

Tigeryouth. Einer dieser unzähligen Wandergitarristen, die an ihre Hippie-Lagerfeuermucke ganz mutig das Etikett "Punk" draufpacken. Nunja. Das muss nicht per se schlecht sein, aber es gibt halt einfach zu viele davon. Zumindest ist mir das Etikett "Punk" lieber als wenn da nur Schnulzengeschrammel rauskommt. Das musikalische Output von Tigeryouth fand ich bisher auch immer ganz nett (reinhören hier) und nicht zuletzt die aktuelle Scheibe "Live at Lala Studios" hat mich dann sogar halbwegs in ihren Bann gezogen. Kurz: Könnte man auch mal live auschecken! André macht mich darauf aufmerksam, dass Tigeryouth in Unna spielt. Okay, kann man hin.
"Spatz und Wal" nennt sich der Laden. Ehemals Pützchen (der Name ist mir noch aus irgendwelchen alten Saufstorys von Ulf und André geläufig). Nette Eckkneipe, heute auch mit provisorischem Biergarten, also Stühle und Tische aufm Gehsteig. So weit, so sympathisch. Irgendwann legt Tigeryouth alias Tilmann los. Bewaffnet mit Akustikgitarre und Mikrofon.
Der erste Song war, wenn ich das noch richtig im Kopf hab, "Vor Berlin", wie auch auf der besagten Livescheibe. Anschließend fragt er schüchtern in die Runde, ob auch alles okay wäre. Einige Schnapsnasen setzen schon dazu an, ihre Lebensgeschichte auszubreiten, als sich herauskristallisiert, dass er lediglich nach der Akustik fragt. Nagut. Gesang etwas lauter, bitte. Danke.
Danach weiter. Tiefgehende und nachdenkliche Lieder mit viel Gefühl. Nicht zu klischeebeladen, irgendwie kriegt er die richtige Mischung aus Alltagsmetaphorik und Direktheit ganz gut hin. Seine Art zu Texten, vor Allem aber der Gesang, erinnert mich immer wieder an den überragenden ClickClickDecker.
Soviel zur Musik. Der Auftritt selbst - hm, da fehlt ein wenig der springende Funke. Was zum Teil auch am etwas teilnahmslosen Publikum liegt, es wird zwar hier und da höflich geklatscht und erstaunlich wenig dazwischen geredet, aber Euphorie sieht anders aus. Aber vom Künstler hätte ich auch mehr Interaktion erwartet. Wenig Ansagen, eher ein lockeres Runterspielen seiner Lieder.
Hm. Vielleicht mangelt es mir auch einfach an Konzentration. Musik ist nämlich echt gut, es gibt einige schöne Schrei-Passagen (wer eine ausdrucksstarke Stimme hat, sollte diese auch erheben!), nur insgesamt wabert der Auftritt halt so vor sich hin - und ist dann viel zu schnell vorbei. Wie lang war das? Nichtmal ne halbe Stunde! Zugabe gibt's auch keine, aber so richtig danach verlangen tut hier auch keiner.
Doch, einer: André Becker alias Herr Lehmann. Mit dem Resultat, dass Tilmann ihm einfach die Gitarre in die Hand drückt. Etwas unangenehme Situation für ihn, meistert er aber ganz gut und spielt "Hamburg". Nett. Hätte mir aber gewünscht, anschließend noch ein paar Tigeryouth-Stücke zu hören.
Wat solls. Damit ist das Konzert also viel zu schnell vorbei. Tilmann gelobt Besserung und will für die nächsten Konzerte (heute ist Tourstart) noch ein paar Songs ins Set packen. Überhaupt erweist er sich nach dem Konzert als fröhlicher und aufgeweckter Zeitgenosse, der sich eifrig mit Whisky und Kaffee über Wasser hält und sich fleißig bei jedem fürs Kommen bedankt. Also dann. Nächstes Mal bestimmt besser. Am 1.9. übrigens im Subrosa Dortmund!
Achja, kleine persönliche Anmerkung noch: Nächstes Mal bitte keine Leute mit T-Shirts fragwürdiger Südtiroler heimattreuen Vollspacken-Prollrock-Truppen. Von sowas wird mir übel. Danke.

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