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Rock gegen Rechts: 2nd District, Angry White Elephant, Rasender Stillstand, Another Systematic Mess, 23.11.2012 in Dortmund, JFS Rahm - Bericht von Fö

Rock gegen Rechts, 23.11.2012 in Dortmund

Hass Hass Hass! Ich muss dat euch ja hoffentlich nicht sagen, dass Faschos doof sind, das weiß man ja, aber dieses "das weiß man ja" birgt auch eine gewisse Gefahr, is schließlich eng verwandt mit dem "is halt so", was schon fast nach Resignation klingt und damit absolut der falsche Weg ist, mit der braunen Brut umzugehen. Was kann man denn stattdessen machen? Tja, so einiges, vor allem aber etwas offensiver damit umgehen, auf die Thematik aufmerksam machen, und sei es durch die x-te "Rock gegen rechts"-Veranstaltung.
Heute also in Dortmund-Rahm - ein Stadtteil, der mir nicht wirklich viel sagt, aber zumindest einer, in dessen Umgebung sich anscheinend einige Rechte niedergelassen haben. Rechte, die sich offensichtlich auch gerne mal zusammen rotten, um mit Überzahl auf einzelne Konzertbesucher einzuprügeln, die einfach nur friedlich nach Hause gehen wollen. So geschehen im Anschluss an das "Rock gegen Rechts". Viel mehr Details liegen mir noch nicht vor, hab dat ja auch erst am nächsten Morgen erfahren, aber zur Sprache bringe ich das hier mal trotzdem. Zeigt es doch mal wieder, wie wichtig es ist, gegen rechts vorzugehen. Überschattet natürlich auch ein wenig die Nachberichterstattung: Ich hab nicht wirklich Bock, darüber zu schreiben, wie geil doch die Bands waren, wenn wenige Stunden später andere Konzertbesucher im Notwagen gelandet sind. Zusammengeschlagen von den Leuten, gegen die es hier eigentlich geht.
Nunja. Geht los. Stadtrebellion mit RASENDER STILLSTAND. Wichtige Band, weil sie auch mal die Stimme erheben. Beinahe prophetisch die Ansage von Rodger, in was für einer kranken Welt wir doch leben, wenn Veranstaltungen wie die heutige nur mit Polizeipräsenz und Security durchgeführt werden können. Hat er recht.
Auftritt: gefällt! Sagt mir zumindest mehr zu als letztens im FZW, vielleicht ist die Band diesmal einfach lockerer und engagierter, die Zuschauer euphorischer, der Sound dichter. Und so weiter. Sehr basslastig, stelle ich fest.
Publikum. Heute heben wir mal wieder den Altersdurchschnitt. Der örtliche Turnverein probiert die neuesten Übungen aus, direkt vor der Bühne. Witzig! Man kann einfach nicht weggucken!
Highlight heute natürlich "They shall not pass", geht raus gegen Faschos und andere Idioten, die uns das Leben schwer machen. Jau. Daumen hoch! Danach erstmal, tja, was macht man denn hier so? Luft schnappen, oder Getränke holen. 1 Euro, fairer Preis (so für die Statistik).
Nächste Band: ANGRY WHITE ELEPHANT. Die Crossover-Jungspunde aus Dortmund. Heute der erste Auftritt nach etwas längerer Sommerpause, dafür sind auch alle ihre Fans wieder da (das sind die jungen Leuten mit den ausufernden Tanzstilen) - also ist es auch gut voll vor der Bühne, als die Jungs loslegen.
Jau, Crossover. Nicht wirklich mein Genre, aber der Mix gefällt und macht live auch um einiges mehr Spaß als auf der EP - die finde ich zwar "nett", höre ich aber so gut wie nie. Vielleicht könnt ihr euch ja meinen Gesichtsausdruck vorstellen, als Drummer Tobi nach dem Gig fragte, wie ich denn die neuen Lieder fand. Achso, neue Lieder? Aha!
Egal, einige alte erkenne ich ja doch wieder, bin aber umso mehr begeistert vom Turnverein-Publikum, das zwischen diversen Walls of Death sogar erstaunlich viel Textkenntnis beweist und ansonsten fleißig die Leiber umher wirbelt.
Jau. Mir hat's gefallen, dem Großteil der Zuschauer offensichtlich auch, der Band sowieso. Weiter im Text.
Nächste Band: 2ND DISTRICT! Die sind ja gefühlt ständig auf Tour, trotzdem verhältnismäßig selten auch mal vor meiner Nase. Warum auch immer. Aber dafür laufen einem die Protagonisten ja bei diversen anderen Gelegenheiten über die Füße. Heute kann ich also mal wieder nach langer Zeit (sieht man mal vom unplugged-Auftritt ab) 2nd District live sehen.
Glampunk, oder wie auch immer sich das schimpft. Enge Hosen und viele Tattoos, viel Melodie und Rock'n'Roll, und viel '77er Straßentouch. Großes Manko heute: Das zahlenmäßig unterlegene Publikum. Irgendwie scheinen 2nd District heute nicht wirklich die Massen anzusprechen, was ich schon etwas schade finde. Die Band selbst spielt allerdings äußerst souverän ihr Set runter.
Auftritt top, große Rock'n'Roll-Kunst, aber zündet auch nicht alles. "Private Love" kommt gut an, bei "Drinking" wird brav mitgesungen, Alexej freut sich über "Safety Pin Stuck In My Heart", ich wippe fleißig mit bei "The love has gone" - ach naja, doch, schon einige Hits an Bord.
Guter Auftritt, mit etwas mehr euphorischem Publikum wäre da sicherlich mehr drin gewesen, so aber irgendwie stimmungsmäßig halt nur so "okay". Trotzdem gefühlt ziemlich schnell vorbei, und ne Zugabe kriegen wir auch nicht. Manno.
Dafür die letzte Band: ANOTHER SYSTEMATIC MESS kommen wohl hier aus der Ecke, beziehungsweise kamen, die Band gibt's nämlich eigentlich nicht mehr, der heutige Abend bildet quasi das Abschiedskonzert und dafür stehen dann doch wieder einige Leute vor der Bühne.
Musik: Tja, wie sagt man. Indie mit progressiven Elementen, an anderer Stelle aber auch wieder im 80er Wave-Sumpf watend, bisschen Retro macht sich ja immer gut. Geht klar, ist aber nicht mein Fall. Außerdem haben sie ein Keyboard, wie Schlossi kritisch bemängelt.
Schauen wir uns für ein paar Lieder an, irgendwann ruft aber doch die Bahn. Und der Wecker am nächsten Morgen. Dadurch bekommen wir dann auch nichts mehr mit von den anfangs erwähnten Ereignissen. ASM haben dafür sogar wohl ihren Gig abgebrochen, damit die Besucher geschlossen, wenn auch zu spät, den Opfern beistehen konnten.
Jau, hart ey. Hass Hass Hass.

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