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M.I.A., Madschnun, John Hillerman, New Punkrock Elite, Pastellbrüder, 24.11.2012 in Leverkusen, Kulturausbesserungswerk - Bericht von Chris Crusoe

M.I.A., 24.11.2012 in Leverkusen

Vorweg sei erklärt, dass die Kamera, bzw. deren Akku, sich mitten im Geschehen verabschiedet hat und es daher nur ein paar wackelige, unscharfe Bildchen gibt. Macht aber nichts, denn es werden sich im Netz genug andere, viel schönere Fotos finden. Aber nun zur Sache.
Ein Reunion/Tribute-Konzert mit Leverkusener Lokalkolorit. M.I.A., die Music Intelligence Agency, haben sich zusammengefunden, um mit Freunden und Wegbegleitern Ihres verstorbenen Mitgliedes Agron zu gedenken, der sich im vergangenen Jahr das Leben nahm. Das findet auf die plausibelste Art und Weise statt: mit einem krachigen Konzert.
Als erstes treten John Hillerman auf. Das Trio eröffnet furios mit ?Kick Back?.
Die Hardcore-Punk-Granaten sind kurz und schnell, was dazu führt, dass die Pausen (?Wie ging das nächste noch??) zum Teil länger wirken als die Stücke.
Aber die Songs und die einhergehende Spontanität erfreuen die Ohren und Herzen. Langsame Stücke gibt es nicht und die Band hat offensichtlich ebensoviel Spaß wie die darbenden Gäste.
Zweite Band des Abends ist die New Punkrock Elite. Hier gibt es melodischen Punkrock der 90er Schule mit Posaune.
Es wird schmissig und frech gerockt, leider will der Funke aber nicht so richtig überspringen. Die großen Ohrwürmer waren leider nicht dabei.
Es folgen Madschnun mit derbem Grindmetalmoshcore und der aufreizendsten Bühnenpräsenz. Da wird heftig auf den Punkt geballert und sexy ausgesehen. Leider verweigert angesichts des silbernen Augasmus die Kamera ausgerechnet jetzt den Dienst.
Die Pastellbrüder sind nach einer etwas längeren Unterbrechung als vierte Kapelle dran und setzten sich aus Mitgliedern der drei vorangegangenen Bands zusammen. Respekt übrigens für das Schlagzeugwunder. Drei Auftritte in Folge sind beeindruckend. Die Musik wiederum polarisiert. Volksmusik/Schlager-Persiflage kann man entweder TOTAL abfeiern oder findet es außerordentlich anstrengend. Chris geht mal Bier holen?
Dann ist es Zeit für die wieder zusammengefundenen und heiß erwarteten M.I.A.
Wie eingangs erwähnt handelt es sich wohl vorerst nur um eine temporäre Reunion für zwei Konzerte, die als Tribute für den verstorbenen Freund und ehemaligen Mitstreiter Agron gedacht sind.
Am Schlagzeug mit Dr. Pascaligari heute ebenfalls ein Urgestein der Leverkusener Musiklandschaft und Multifunktionstrommler, der sowohl bereits bei M.I.A. als auch bei etlichen anderen Bands aktiv war und ist.
Der Anlass ist ungleich unerfreulich, auch wenn trotz des ein oder anderen Kloß im Hals irgendwann die Dämme brechen und der großartige Auftritt denn Laden umstülpt.
M.I.A. spielen sich sicher durch das Terrain, dass sie sich selber zwischen Mod- und Garagen-Rock abgesteckt haben und begeistern dabei in jedem Moment.
Die Feinheiten, die trotz der krachigen Elemente nie untergehen, die großen Melodien und die trotz alledem immer gegenwärtige Kantigkeit bringen den Laden bzw. die Gäste in Wallung.
Der Tanzboden agiert mittlerweile topless und am Ende wird -selbstverständlich- auch noch eine Gitarre zerhackt. Großartiger Ausklang eines Abends, der troz der traurigen Umstände ein großartiges Fest war, das sicher ganz im Sinne des fehlenden Freundes gewesen wäre. Prost!

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NiXgegenGut

13.07.2014 05:51
M.I.A. waren schon immer scheisse!
Und Veranstaltungen auf Kosten eines Verstorbenen zu machen sind schon mehr als grenzwertig
NixGegenRespekt

15.07.2014 06:38
"Auf Kosten" kann ich in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehen. Ich denke nicht, dass es um Ruhm oder Reibach ging. Einen verstorbenen Freund zu ehren, mit dem man musiziert hat geht am besten mit Musik. Ob man diese nun mag oder nicht liegt ja offensichtlich bei jedem selbst.

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