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Power, Nasty Jeans, 18.1.2013 in Kiel, Schaubude - Bericht von Gerdistan

Power, Nasty Jeans, 18.1.2013 in Kiel

Releaseparty der großartigen Power-LP "Overthrown by Vermin". Ich war eh schon lange nicht mehr in Kiel, in der Schaubude noch länger nicht mehr (von meinem letzten Besuch da gibt's sogar nen Bericht von Chris Crusoe, P.O. Box haben gespielt), also Mitfahrgelegenheit gesucht und ab gehts. Im Auto läuft Nickelback und Konversation kommt auch keine zustande, so bleiben die einsamen Highlights der Anreise die überraschend staufreie A1, ein Auto aus Pinneberg mit ML auf dem Kennzeichen und eine Raststätte namens Roadhouse. Keine vier Stunden nach Abreise steige ich schon an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel aus dem Auto und kurze Zeit später in das von Thrun wieder ein.
Hurra, ich bin in KI-EL. Bevor wir das Wochenende mit Filmen, aus denen irgendwelche Zitate auf Punkplatten verwendet werden, ausklingen lassen: Erstmal einkaufen.
Fertig eingekauft. Der Plan, vor der Schaubude noch im Unrat "Lütt un Lütt" zu bestellen, fällt leider flach, weil das Unrat nicht vor acht aufmacht.
Neue Band: Off The Hodents. Wir kommen um acht an der Schaubude an, um auf jeden Fall noch reinzukommen, und bei Facebook haben sich ja immerhin 130 Gäste angekündigt.
Aber als wir ankommen, stehen ungefähr 10 Leute vor der Tür. Wir trinken noch unser Turmbräu von Sky aus (Dose 35 Cent, schmeckt auch so), verleihen Brendan den Preis für das beste Shirt und begeben uns langsam in den Laden.
Erste Band: Nasty Jeans aus einem Ort, über den Thrun sagte, die Leute würden da gerne beim Essen Wer Wird Millionär gucken. Der Ort heißt Ratekau.
Wenn man im Namen der Band nur einen Buchstaben wegließe, würden sie Nasty Jens heißen. Tun sie aber nicht! Wäre auch echt kein guter Name für ne Band.
Schnell was zur Musik: Schneller 90er Punkrock mit Frauenstimme. Erinnert zum Beispiel an Not on Tour aus Israel. Texte sind auch auf englisch.
Mir war die Band bisher nur von dem Gastauftritt auf der bereits erwähnten Power-LP ein Begriff, aber die können auch alleine richtig was. Direkt ab der ersten Sekunde mitreißend. Gut, wenn nicht sogar sehr gut!
Endgültig haben sie mich dann, als ein Vandals-Cover angekündigt wird und eine Version von "Oi to the World" geboten wird, die deutlich schneller als die der originalen Vandals beim Groezrock vor ein paar Jahren war.
Geiler Scheiß, wirklich geiler Scheiß. Mütze verkehrtherum, der Bassist trägt ein T-Shirt überm Longsleeve. Die 90er leben! Der Drummer hat ein Vandals-Shirt an und haut mächtig fix auf seine Schießbude. So solls sein.
Nach ner Dreiviertelstunde oder so gibts noch zwei Zugaben und dann ist erstmal Schluss mit Nasty Jeans. Supergut, gerne wieder, Platte wär auch geil. Kommt bald.
Nääächste Band: Die Power's aus Kiel (nur echt mit Deppenapostroph)!
Die freuen sich alle riesig über die wabernde Menschenmasse vor der Bühne. Joyboy hat sich wieder in seinen feinsten Zwirn geschmissen und das Brusthaartoupet hochgefönt.
Der Sänger spackt vor der Bühne ab und der Drummer trägt das Barnburner-Shirt, das er immer anhat, wenn ich auf ein Powerkonzert gehe (bisher immerhin drei mal).
Heute allerdings zum ersten Mal mit Power als "Headliner". Das bedeutet, mehr als 25 Minuten Spielzeit. Geil. Bei den beiden anderen Gelegenheiten waren die immer direkt erste Band und durften nicht so lange.
Hachja, Power. Punk und Hardcore und Grölschreischraddel in einem großen Topf
Da die Spielzeit heute also Platz für allerlei Spielereien bietet, wird ungefähr alles rausgehauen, was der Band zu ihrem Status verholfen hat. Ein Kracher jagt den nächsten.
Zum Beispiel "Raise your fist, bicyclist". Da wir mit dem Fahrrad gekommen sind (wenn auch teils schiebend), fühlen wir uns angesprochen.
Auch die alten Gassenhauer "Run for your gun" und "Kill your Ipods" werden rausgeholt. Ein bunter Strauß ausgeklügelter Hits.
Da die Nüsschenboys vollzählig anwesend sind und auch ihrem Auftrag nachkommen (draußen Honigerdnüsse und drinnen Wasabierdnüsse - im ersten Wort steckt Gerd, im zweiten steckt Bier!), wird selbstredend auch "No Nuts No Glory" intoniert.
Zu diesem Spektakel macht eine Colaflasche mit trüb-hellbrauner Flüssigkeit die Runde im Publikum. Frisch gemachter Nussikaner, nur echt von Nüsschen-Nils. Scheiße, ist das lecker!
Schmeckt ungefähr so, als würde man in ein Brot mit Erdnussbutter beißen. Wirklich seltsames Gefühl. Haut rein.
Der Typ hier ganz links hatte irgendwann Nackenbeschwerden vom Abspacken, vielleicht mal nen guten Chiropraktiker suchen.
Dieses Bild lasse ich einfach mal so stehen.
Das hier auch.
Erwähnte ich bereits, dass die total geil finden, wie das Publikum abgeht? Bestimmt.
Hier sieht mans auch nochmal. Alle lachen, alle haben Spaß.
Auch Bocky findets super. Ist das alles harmonisch hier.
Hier im Bild: Die Konkurrenz aka Philipp, der Berichte für Dremufuestias (Dreckige Musik für stinkende Asis) schreibt. Auch immer sehr lesenswert, meistens aber nur Berichte aus dem hohen Norden der Republik.
Er hier in dem weinroten Shirt durfte für irgendein Lied an die Gitarre. Gerüchten zufolge war er mal bei Affenmesserkampf, ist dann aber ausgestiegen, weil es ihm zu albern wurde.
Moshpit. Vorne in der blauen Mütze einer von Robinson Krause. Viel Prominenz am Start, das geübte Auge findet auch noch Hannes von den Affen irgendwo auf dem Bild.
Für Half-Circle Culture kommt die Sängerin der Nasty Jeans dann wieder auf die Bühne. Find ich immer gut, sowas.
Ich vertrete zwar die Meinung, dass so Sachen wie vom Band abgespielte Intros überflüssig sind, aber wenn alle Beteiligten eh vor Ort sind, kann man das machen!
Das Astra fließt in Strömen von der Bar in die Besucher, gute Laune wohin man blickt. Naja, die Leute die auf ihren Handys rumdödeln gibts auch hier, aber das macht ja nichts.
Das obligatorische Drummerfoto. Trommelt sich ordentlich einen ab. Macht auch Fills und so. Hab neulich gelernt, was Fills sind.
Bei irgendeinem Song hat dann auch Moe von Schloidergang (und Chaos Control, RIP) am Gesang ausgeholfen. Ich konnte aber nicht mehr rekonstruieren, welcher es war. "Schön ein Saufen" leider nicht.
Kein Foto habe ich vom Bonustrack der LP, "Hartz Bier". Dabei war ungefähr alles, was in Kiel Rang und Namen hat, auf der Bühne und hat ins Mikro gebölkt.
Zu meiner großen Freude wurde sogar "I destroyed Punk" gespielt. Songauswahlmäßig bleiben kaum Wünsche offen (außer Filmriss und Scheiß Post natürlich).
Das war für sie, meine Damen und Herren, Power aus Kiel, live und direkt aus der aktuellen Schaubude in der Legienstraße. Wir asseln noch ein paar Stunden im Laden rum (Filmriss wurde immerhin von Platte gespielt) und machen uns irgendwann auf den Weg nach Hause.
In Thruns Wohnung angekommen noch n bisschen fernsehen (American Pie 2 auf RTL2, perfekt für diese Gelegenheit) und irgendwann in einen komatösen Schlaf fallen. Bis zum nächsten Mal,

euer Gerd

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Berichte auf anderen Webseiten:

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Chris

20.01.2013 15:24
<3Bocki<3
irrekirremann

21.01.2013 09:19
Einerseits zu viel Konzert -und zu wenig Saufgeschichten, dafür mein geiles Shirt. Das lassen wir Dir dieses mal so durchgehen Gerd.
Kabl

21.01.2013 14:23
Mit wem hab ich telefoniert?
Gerdistan
(Gerdistan)
21.01.2013 16:44
Bild 3
Kabl

22.01.2013 16:57
wenn der untenrum auch so geil aussieht, dann find ich ihn cool!

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