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Napalm Death, Accuser, 23.01.2013 in Köln, MTC - Bericht von Kiki

Napalm Death, 23.01.2013 in Köln

Wie der Zufall es so will, gewinne ich doch tatsächlich 2 Karten beim OX-Gewinnspiel für die Pioniere des Grindmetals Napalm Death. Ort des Geschehens ist das MTC in Köln. Hm, noch nie da gewesen. Muss ja ein etwas größerer Schuppen sein, wenn da Napalm Death spielen...tja,wohl falsch gedacht...aber dazu später mehr!
Erstmal einen Parkplatz finden. Ist in Köln ja nicht so einfach, vor allem im Bereich Zülpicherstraße. Kerl, wat ne Tortur. Nach immerhin 30 Minuten endlich unendlich weit weg geparkt. Rein in den Laden: Der Türsteher raunzt mich an: "Ausverkauft!" Ich: "Hab 2 Tickets gewonnen" Er: "Ach so, geh rein!". Keine Namenskontrolle, kein Abhaken der Liste, nix. Auch schön! Hätte ich auch noch 20 Kollegen mitbringen können.
Das haben sich wahrscheinlich auch die anderen Menschen hier gedacht, denn das MTC ist eher übersichtlich groß: geschätzt Platz für 300 Leute. Im Laden selbst waren aber mindestens 450. ALTER! Nichts gegen ein bisschen Kuscheln vor der Bühne, aber ein derartiges Gedränge und Geschiebe, da hätte man auch in den Tunneln Duisburgs ein Konzert machen können...ach so, mittlerweile spielen Accuser, während wir uns um Sichtkontakt zur Bühne (ich) und Sitzkontakt zur Toilette (Schlossi) bemühen.
Accuser sind ja so was wie eine heimliche Institution des deutschen Thrash-Metals. Zwar nie den kommerziellen Durchbruch geschafft, allerdings jede Menge Platten auf den Markt geschmissen, die qualitativ doch alle in Ordnung sind (also zumindest die 3, die ich kenne). Die Siegener brettern im typischen Staccato-Stil (kann man das bei Gitarrentönen auch so bezeichnen?) ihre Songs runter, allerdings lässt das Publikum doch deutlich erkennen, dass die Massen eher auf Napalm Death fixiert sind.
Und um 22.20 Uhr geht es dann auch endlich los. Nachdem das eine Fahrerbecks in der Hitze des Ladens einfach verdunstet ist und ich in meiner Winterjacke bei geschätzten 40 Grad gaaaanz leichte Hitzewallungen empfinde (oder sind das schon die Wechseljahre?), wird endlich musikalisch los geballert.
Barney Greenway gibt schön Vollgas und düst von links nach rechts über die Bühne. Zu Beginn gab es einige Stücke vom aktuellen Album "Utilitarian".
Er berichtet, dass es Napalm Death nun ja auch schon immerhin 32 (sic!!) Jahre lang gibt und natürlich versucht wird, Stücke aus allen Alben der Band heute Abend zu spielen. Na, da bin ich aber gespannt!
Ist ja immer so eine Sache, bei Grindcore einzelne Lieder rauszuhören. Ich kann mich an das 2-sekündige "You suffer" erinnern ;-)
Die Jungs haben schon ne Menge geiler Alben am Start. Mit SCUM oder der UTOPIA BANISHED stehen zwei überragende Werke des extremen Metals bei mir im Plattenregal. Und auch die neueren Werke sind immer noch sehr gut.
Denn Napalm Death schaffen es trotz aller Geschwindigkeit immer noch sowas wie Rhythmus und geile Breaks in ihrer Musik unterzubringen, so dass ein Konzert nie eintönig wird.
Das MTC-Publikum ist auch restlos aus dem Häuschen. Stagediver und Massenpogo (trotz nicht vorhandenem Platz!). Immer wieder schön, wenn einer dieser restlos durchgeschwitzten Menschen mit nacktem Oberkörper an dir vorbei kommt und dich an seinen Körperausdünstungen beteiligt.
Was an Napalm Death noch besonders gut gefällt ist, dass sie im Gegensatz zu so manch anderer Metal-Band eindeutig politisch Position beziehen. So gibt es das Dead-Kennedy-Cover "Nazi Punks fuck off" kurz vor der Zugabe.
Diese beginnt mit einem der ersten größten Hits "Scum". Herrlich! Wunderschönes Gebretter, so muss das sein!
Und dann kann ich ganz am Ende doch tatsächlich das erste Mal heute Abend den Drummer kurz sehen. Schnelles Bild gemacht, völlig durchgeschwitzt bei minus 5 Grad kilometerweit zum Auto gelatscht, Heizung auf volle Pulle und ab nach Hause.
Gute Nacht! Oi!

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