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Antillectual, Smile and Burn, City Light Thief, Fights & Fires, Starry, 31.03.2013 in Essen, Weststadthalle - Bericht von Schlossi

Antillectual, 31.03.2013 in Essen

Feiertage. Menschen, die durchdrehen und Hamsterkäufe machen. Schlechtes Fernsehprogramm. Kaffeekränzchen. Unendliche Ödnis. Nachdem ich Karfreitag quasi zum Nichtstun gezwungen war und den darauffolgenden Abend mit Rob und Bruce auf der Couch verbracht habe, wird es Zeit sich mal wieder in die reale Welt zu wagen. Also, raus aus der Jogginghose und ab in die einstige Kulturhauptstadt Essen. Da spielen heute ne handvoll Bands in der Weststadthalle. Kenn ich gar nicht, diese Weststadthalle. Scheint sowas, wie das FZW von Essen zu sein, also recht groß und eher steril. Bierpreise liegen bei smarten 2,50€ für 0,33l...naja. Dafür ist der Boden sehr schön, wie Fö lobend feststellt.
Das Konzert findet glücklicherweise in einem kleinen Vorraum statt. Gute Sache, denn in einer "richtigen" Halle würden die knapp fünfzig Leute doch etwas verloren aussehen, und wenn hier demnächst "Hatebreed" spielen sollen, muß die eigentliche Konzerthalle wohl doch etwas größer sein.
Leider ist, ähnlich wie im FZW, die komplette Front verglast, so dass zumindest zu dieser frühen Stunde noch nicht so wirklich Clubatmosphäre aufkommen will. Den Abend eröffnen dürfen heute "Starry" und das machen sie auch recht gut. Gut gespielter, treibender Punkrock, sympathische Band, gelungener Einstieg.
Scheinen auch ein paar Fans mitgebracht zu haben, zumindest seh ich den einen oder anderen enthusiastisch mitsingen. Wenn ihr mal reinhören wollt, auf starrytheband.com gibt's 'ne EP zum runterladen für lau.
Mensch, hier hat der Fö aber ein schönes Sprungfoto gemacht, das wollte ich euch nicht vorenthalten. Mittlerweile ist auch Maks eingetroffen, das heißt, ich bin nicht mehr die Älteste an diesem Abend. Naja, die Älteste wahrscheinlich schon, aber nicht mehr am ältesten. Ha! Eigentlich wollte ich es mir auch einfach machen und statt eines Berichtes nur "siehe rilrec.de" schreiben, aber da Fö mich mit Bier bestochen hat, muß ich wohl was zu äh...Papier bringen.
So. Hier. Band des Abends: "Fights & Fires" aus Worcester. Ich schreib das einfach mal direkt am Anfang, dann braucht ihr nicht weiterzulesen und könnt sofort losgehen und die neue Platte "We could all be dead tomorrow" kaufen.
Von der wird auch direkt was gespielt, nämlich "Chase the Blues" und da krieg sogar ich sowas wie gute Laune. Die Band ist auch gut drauf und versteht es das Publikum mitzureißen, da wird kurzerhand diesem jungen Herrn hier die Gitarre umgehangen und er darf auf der Bühne auch noch bißchen mitklampfen.
Och joa, sieht ganz souverän aus. Insgesamt findet das Konzert auch eher im Publikum, als auf der Bühne statt und vereinzelt fangen sogar Menschen an zu tanzen. Allerdings herrscht ein gewisser Zeitdruck, die Jungs müssen morgen arbeiten und nach der Show noch eben zurück nach England fahren.
Aber wenn sie so schnell fahren, wie sie ihren Hochgeschwindigkeitspunkrock'n'Roll spielen, sollten sie es rechtzeitig geschafft haben und glücklicherweise bleibt bei aller Eile noch genügend Zeit uns noch ein paar Hits um die Ohren zu hauen.
"If I'm Forrest then you're Jenny" hör ich raus, ebenso "Cats lives" und meinen absoluten Ohrwurm "Back Bone". Gegen Ende wird noch das erste Stück, was die Jungs jemals zusammen gespielt haben, zum Besten gegeben - und dann ist leider auch schon alles vorbei.
Ich wiederhole mich gerne, für mich das Highlight dieser Veranstaltung und wer wissen will, wie sich eine Nerdversion von "The Bronx" anhört, sollte hier definitiv mal ein bis zwei Ohren riskieren.
Eigentlich könnte ich jetzt nach Hause gehen, besser kann es nicht werden, aber ich hab immerhin 11€ Eintritt bezahlt, also bleib ich. Und warte. Und trink noch ein Bier.
Die Herren Fotografen spielen in der Zwischenzeit eine Runde "Ich fotografier dich beim fotografieren". Als nächstes stehen "City Light Thief" auf dem Programm und ich seh da auf der Bühne ein Keyboard. Näää, bitte nich! Nennt mich eine bornierte Ignorantin, aber wenn ich Keyboards will, hör ich Jean Michel Jarre und geh nicht aufn Pankkonzert.
Es gibt nur eine gute Pankband mit Keyboard und das ist "Betrunken im Klappstuhl"...aber, die machen ja auch eher so'n Kunstding.
Die Hoffnung, dass vielleicht einfach jemand vergessen hat, das Tasteninstrument von der Bühne zu räumen, wird jäh zerstört, als dahinter ein junger Mann seinen Platz einnimmt. Ob ihm bewusst ist, dass er die ganze Zeit die Wand anstarren muß? Oder ist das Keyboard gar absichtlich so gestellt, weil er gern die Wand anstarren möchte? Ich werde es wohl nie erfahren.
Okay. Genug über Keyboards gelästert. Dem Bassisten hängt sein Viersaiter unterm Kinn, wirkt zwar gleich virtuoser, sieht aber nicht so cool aus. Egal, wir sind ja nicht wegen der Optik hier.
Sondern wegen der Musik. Hachja, die Musik. Tja, was soll ich sagen? Vielleicht könnten die mal was von den "Shitlers" covern. Kleiner Scherz. Nee, ist einfach nicht mein Ding, sorry. Zuviel Pathos, zu viel Keyboard, zu viel Schellenring, zu viel Kreischgesang.
Aber das ist, wie immer nur meine bescheidene Meinung. Bei den restlichen Anwesenden kam die Band ziemlich gut an. Das sind bestimmt auch sehr fähige Musiker und ich bin einfach nur alt, verbittert und von schlichtem Gemüt. Von Musik hab ich eh keine Ahnung, deshalb schreib ich ja auch für Bierschinken und nicht für den Rolling Stone, oder dieses bekannte Musikmagazin aus Dortmund. Wie hieß das noch gleich?
So, bevor hier jetzt sämtliche City Light Thief Fans ihre Messer wetzen und mich shitstormen, mach ich einfach schnell weiter mit der nächsten Band.
Das sind "Smile and Burn" aus Berlin. Oder auch "Sml & Brn", ist ja momentan voll angesagt, Vokale wegzulassen. Kannte ich bis jetzt auch nur vom Namen und bin gespannt, was sie zu bieten haben. Leicht poppiger Punkrock der Marke "Beatsteaks", würd ich nach dem ersten Hören mal sagen.
Auf jeden Fall eine sehr energiegeladene Bühnenshow, so energiegeladen, dass direkt mal irgendwas kaputt geht und die Band zu einer kurzen Pause zwingt, die aber der Stimmung keinen Abbruch tut.
Dauert aber nicht lange, dann ist was­auch­immer­es­war­ich­kann­mich­gerade­nicht­dran­erinnern auch wieder repariert und es kann weiter gehen.
Ja, doch macht Spass zuzuhören/-schauen, aber irgendwie lässt meine Aufmerksamkeit langsam ein bißchen nach, was am Bier liegen könnte, oder daran, dass ich hauptsächlich wegen "Fights&Fires" hier bin und der Rest für mich heute nur "schnödes Beiwerk" ist.
So auch der Headliner "Antillectual" aus den Niederlanden. Machen Punkrock mit politischen Texten. Kennt ihr. Habt ihr alle schonmal gehört. Muß ich noch mehr schreiben? Nö.
Sicherlich ne tolle Band, sind live auch gar nicht schlecht und vielleicht geb ich ihnen dieses Jahr auf dem Ex-Fest noch ne Chance, aber für heute reicht's erstmal und so bin ich auch recht kurz entschlossen, als Fö zur Wahl stellt entweder noch ne Stunde zu bleiben, oder genau jetzt zu gehen, um die Bahn noch zu erwischen.
Also sieht man mich des nachts mit meinen krummen Dackelbeinen durch Essen joggen, während Fö fröhlich pfeifend (naja, das mit dem pfeifen ist gelogen) vor mir her schlendert. Maks ist übrigens auch schon weg. Zwischen "Smile and Burn" und "Antillectual" ging er kurz Pommes holen und kehrte nie zurück.

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