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Morsa, Subterror, Defy, 06.04.2013 in Budapest (HU), Trafik Klub - Bericht von Fö

Morsa, Subterror, Defy, 06.04.2013 in Budapest (HU)

Immer noch in Budapest. Gestern ein wenig Poppunk gelauscht, steht heute die etwas härtere Schiene an: Crust/Grind/Punk/Death Assault betitelt sich die heutige Veranstaltung unserer Wahl. Uiuiui!
Zunächst mal: Die Stadt genießen. Dank Studententicket sind wir mal ziemlich mobil, beackern neben der Innenstadt auch mal wieder den János-hegy oder hier die Burg Vajdahunyad. Abends wird gemeinsam gekocht, bevor wir uns irgendwann auf den Weg in den Trafik Klub machen.
Das ist ein kleines Kellergewölbe unterhalb des Zappa Caffé. Heute spielen ganze 7 Bands für 1000 Forint Eintritt - die Hälfte haben wir aber bereits verpasst, und auch bei der vierten Band reichen 1-2 Lieder nicht wirklich, Fotos und Eindrücke von der Band zu sammeln. Starten wir also mit DEFY aus Brasilien!
Tja, was soll ich sagen. Der Musikstil ist eher weniger innerhalb meines musikalischen Horizontes, gehört aber zu den Stilarten, die mir live doch immer wieder Spaß bereiten. Der Flyer spricht von Crustcore, was nicht von der Hand zu weisen ist. Musikalisch würde ich das mal im Thrash-Bereich ansiedeln, der Gesang ist doch schon schwer Grindcore-lastig und nah am Growlen. Beeindruckend auch der Sänger, zutätowiert und mit Vollbart.
Den klassischen Halbkreis vor der Bühne kennt man auch in Budapest, gibt hier dem Sänger mächtig Raum für ausschweifende Bewegungen, die oft nur aus Faust recken bestehen - was das anwesende Publikum ebenfalls ganz gerne macht.
Publikum: Ziemlich angenehm! Viele linke Subjekte, ein paar breitschultrige Metaller und ein einsamer Violent Dancer, der pro Band vielleicht einmal seine Gliedmaßen für ein paar Sekunden ausfährt und dann auch direkt wieder still ist. Fast so still wie die Alkoholleichen, die es sich bereits auf den bereitgestellten Stühlen am Rande gemütlich gemacht haben.
Gemosht wird zwischendurch auch. Defy werden ganz ordentlich empfangen. Und auch wenn man nichts von den Texten versteht, gibt es hier doch einige, die zumindest versuchen, wahllos irgendwelche Vokale mitzusingen. Witzig! Die Band gibt Vollgas, die Musik knattert ganz ordentlich nach vorne, sehr schön.
Nächste Band, ebenfalls aus Brasilien und Tour- sowie 7"-Split-Partner von Defy: SUBTERROR. Auch hier spricht der Flyer wieder von Crustcore. Kann man machen, kommt dem nahe, sagt mir sogar noch ein Stückchen mehr zu als die vorherige Band.
Gesang wieder mal böse wie aus finsteren Höllenschlunden. Im Lemmy-Style das Mikrofon von unten herauf anzubrüllen find ich ja auch irgendwie geil. Die Musik erinnert mich irgendwie an ne Knüppel-Version von Sepultura, dazu tragen ein paar fast groovige Elemente bei, auch wenn das Getrümmer vorherrscht.
Hier nicht ganz so viel Bewegung auf der Bühne, was natürlich auch daran liegt, dass der Sänger zusätzlich an den Bass gefesselt ist. Die Zuschauer sind trotzdem angetan, und so werden vor der Bühne fleißig Körper durch die Gegend geschmissen.
Ist einer der letzten Auftritte der Tour der beiden Bands (Deutschland wurde auch bereits bereist) und wie das so ist am Ende einer Tour: Der Sänger muss sich irgendwann entschuldigen, dass der Auftritt nur so kurz dauert, weil die Herren Musikanten mittlerweile ein paar Krankheiten mit sich rum schleppen. Also, Schnupfen und so. Vermute ich mal. Aber dafür konnte der Gute echt noch ganz geil ins Mikro röhren!
Luft schnappen. Im Flur entdecken wir ein Plakat von Feat. Yourself, die vor nem Jahr hier gespielt haben - witzig. Gibt mir das doch willkommene Gelegenheit, mal wieder Schleichwerbung fürs Bierschinken eats FZW zu machen, auf dem Featuring Yourself als letzte Band die Bühnenbretter betreten werden! Sind also viel unterwegs, die Jungs!
Nächste Band: MORSA aus Tschechien - anscheinend haben wir, ohne das zu wollen, heute tatsächlich alle "einheimischen" Bands verpasst. Aber gut. So verstehen wir wenigstens mal die Ansagen, die auf englisch gehalten werden. Höhö. Morsa wurden als "Fastcrust" angekündigt, passt auch mal wieder. Deutlich punkiger als die beiden Bands zuvor. Dreckiger Hardcore mit rasanter Geschwindigkeit, hier mal mit Frauengesang.
Der Gesang ist mir dann auch etwas zu viel, zu hoch nämlich, will mir einfach nicht ins Gehör. Da klingen die Aufnahmen doch etwas "eingängiger". Ansonsten auch hier wieder: starker Auftritt, gerade durch das rasante Tempo, das hier angeschlagen wird.
Die meiste Zeit tigert die Sängerin mit Rücken zum Publikum durch die Reihen. Gibt dem Auftritt ein wenig Proberaum-Atmosphäre. Irgendwann muss sie dann aber doch auf die Bühne weichen, als die Reihen sich gen Ende des Auftrittes immer mehr verdichten.
Auch hier wieder die Forderung nach ner Zugabe, die nach einiger Diskussion, dass man ja eigentlich schon über der Zeit sei (wir haben mittlerweile 1:30), dann auch gegeben wird - mit Zettel in der Hand, weil wir einen neuen und bisher nicht live gespielten Song serviert bekommen. Welch Ehre. Auch wenn das für mich nicht wirklich nen Unterschied macht.
Anschließend: Durch Kneipen und Clubs ziehen, bis irgendwann die Sonne wieder auf geht. Das ist, mit Abstrichen, auch mit alkoholfreiem Bier möglich. Am nächsten Tag hängen wir trotzdem etwas in den Seilen.

Jau, soviel zu diesem schönen Kurztrip! Tööö!

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Schlossi
(Schlossi)
09.04.2013 18:00
großartiges bild! welches? das letzte natürlich!
Kiki

10.04.2013 08:23
Absolute Weltklasse!!!!!

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