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Pascow, Sperm8, 20.04.2013 in Kassel, ARM - Bericht von Fö

Pascow, 20.04.2013 in Kassel

Und weiter geht's! Unsere kleine Rundreise geht dem Ende entgegen. Vorgestern noch in Prag der Baboon Show gelauscht, gestern in Rosswein bei Nothington, Pascow und 2nd District den Punkrockfinger hochgehalten, geht es heute nach Kassel, wo abermals Pascow zum Tanze aufspielen - und was zufälligerweise genau mittig zwischen Rosswein und heimatlichen Gefilden liegt.
Aber erstmal ankommen. Wir reisen nach alter Punkertradition mit dem Wochenendticket. Da wird zunächst über Leipzig nach Halle gejuckelt, wo uns nur wenige Stunden von Kassel trennen - bis uns die Durchsage trifft, der Zug würde wegen Böschungsbrand entfallen. Die Alternativroute führt im Zickzackkurs quer durchs Land - über Erfurt und Göttingen. Mal so eben 8 Stunden Zugfahrt. Kann man machen.
Die Fahrt kommt einem ja schon ein wenig kopflos vor.
Abends dann: Ankunft in Kassel! Die Pascow-Jungs sind schon da und frohen Mutes, Felix ist im Pfeffimodus und Veranstalter Steffen hat alles fein hergerichtet. Heutige Lokalität ist das A.R.M., ein Club mit mehreren Areas, auf denen uns nach dem Konzert noch Indie-Disco, Electro-Gezappel und der Hiphop-Floor erwarten - na, da freuen wir uns aber.
Aber steigen wir mal ein mit der ersten Band des Abends. SPERM8 nennen sie sich. Wer die Band nicht kennt (so wie wir), würde das wohl so ungefähr "spörmäight" aussprechen. Wir erfahren aber, dass man tatsächlich ganz deutsch "Spermacht" sagen muss. Das klingt nach dem üblichen nicht gerade perfekten Bandnamen, also mal gucken was uns da erwartet.
Zunächst mal: Der Raum ist schon gut gefüllt, die Zuschauer scheinen angetan und die Musik knallt auch ganz gut nach vorne. Kann man sich also angucken! Oder anhören. Oder was auch immer.
Deutschsprachige Texte, schön rauer bis emoesker Gesang, der in den guten Momenten schön eigenständig klingt, in den schlechten eher wie ne Broilers-Kopie. Das geht auch anders, ziemlich am Schluss wird noch ne Ballade gespielt, aber da decken wir mal den Mantel des Schweigens drüber.
Die Musik: Zwischen Punkrock, Rock'n'Roll und irgendwie auch mal sowas wie Schlager. Ich bilde mir ein, sowas wie ne "Kasseler Schule" heraus zu hören, schließlich erinnern mich die ziemlich an die vor einiger Zeit für gut befundenen Graf Zwirni - aber wie meine nachträglichen Recherchen ergaben, handelt es sich hier tatsächlich um ein Nachfolge- oder Nebenprojekt ebendieser. Man ey. Gerade den Sänger hätte ich doch eigentlich wieder erkennen müssen.
Kann sich hören lassen! Auf Dauer etwas zu eintönig, was aber vor allem an dem stetig gepressten Gesang liegt, ansonsten auch zwischen den Liedern durchaus unterhaltsam. Sollte man, trotz des Namens, im Auge behalten.
Am Ende darf auch noch ein Coversong die Gemüter in Wallung bringen: "Skandal im Sperrbezirk" von der Spider Murphy Gang. Oder doch von Lustspiel in 3 Akten? Oder etwa von Die Künstler? Man merkt, sonderlich originell ist es nicht, ausgerechnet dieses Lied zu spielen. Wobei das Original ja nun wirklich ein Hit ist. Die Zuschauer feierns ab.
Nu aber! PASCOW (das sind die mit P)! Hallo wie geht's, schön euch zu sehn. Der Laden ist mit irgendwas um die 160 Leuten ausverkauft und knüppevoll, die Temperaturen toppen nochmal die von den Vortagen, und die ersten paar Songs bin ich größtenteils damit beschäftigt, nen sicheren Stand zu gewinnen.
THE ONES WE'VE KNOWN AS THE STRONGEST OF THE STRANGE!
Ordentliche Packung Schweiß-Aufguss in der Sauna. Übrigens, weil ich das Wort Punk-Credibility mag und weil es sich anbietet, dieses hier auch mal einzubringen: Vom ersten Song an sitzen ein paar Punks vorne auf der Bühne, teilweise schlafenderweise. Herrlich!
Das hier ist Übrigens noch eines der ersten Fotos des Auftrittes und, wie man sieht, schon jetzt ist die Band klatschnass. Ihr Übriges tut auch die Bühnenbeleuchtung dazu, die besteht nämlich durchgehend aus Rotlicht. Meinen Glückwunsch!
Brüll. Publikum schreit artig mit, so dass Alex zwischendurch auch mal Mikrofon ganz einfach Mikrofon sein lassen kann.
Publikum zerstört sich selbst.
Auf der Bühne ebenfalls der pure Abriss! Das hier ist Gimbweiler und nicht Äthiopien, The Weltordnung ist too doof to fuck, Maulwürfe sprayen über Moskau und Forrest läuft nach Hause, wenn Mila schläft. Ja, man kann Abriss auch ganz gut mal in Worte fassen. Ihr Ficker.
Gespielt wird auch der neue Song "Merkeljugend". Für die, die nicht da waren: Klang wie ne Mischung aus Egotronic, den Beach Boys und Mando Diao. Wer da war, weiß es besser.
Die älteren Songs zünden da noch um einiges mehr. Alter Schwede, da wird sogar die Bühne gestürmt! Monströse Stimmung. Und das mit der Luft ging verblüffenderweise auch klar - hat man sich da erstmal dran gewöhnt, lässt sich sogar bis zum Schluss durchhalten. Okay, aber auch wirklich nur bis zum Schluss.
Konzert vorbei, trockene Shirts gibt's am Merchstand - Ilona und Felix haben alle Hände voll zu tun. Nebenbei sorgt DJ Lumumba für exzellente Musikauswahl, und das wo doch gleich die Minimal-Techno-Elektro-Party starten soll...
Kurz Namen auf Pappe schreiben und ab auf die Tanzfläche. Macht tatsächlich Spaß hier im Arm-Club beziehungsweise insbesondere in der zugehörigen Lolita-Bar, definitiv einer der angenehmeren Orte zum Ausgehen - zumindest lässt es sich zeitweise auch mit alkoholfreiem Bier aushalten. Irgendwann küssen wir dann aber doch erschöpft die Bettlaken.

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