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Affenmesserkampf, Hexis, Lentic Waters, Red Apollo, Creem, Nuclear Spring, Jungbluth, Planks, 22.06.2013 in Kiel, Alte Meierei - Bericht von Gerd & Thrun

Kiel Explode Festival, 22.06.2013 in Kiel

Gerd: Mal wieder nach Kiel. War ich ja vor zwei Wochen erst. Wat solls! Mitfahrgelegenheit gesucht, ab Osnabrück, also erstmal dahin noch mit dem Zug (steht am Bahnhof) schüsseln, der ist voll mit Hurricanegängern. Wuäch. Die sind mittlerweile fast so schlimm wie bei Rock am Ring, inklusive Facebookgruppe "Dinge, die ein Hurricanetrottel nicht sagt" - was das überhaupt wieder für ein beknackter Trend ist: Roflcopter, wir haben Gemeinsamkeiten, jetzt negieren wir die und alle finden das dann witzig! Weia. In Osnabrück angekommen ins Auto und auf die Autobahn, schön direkt 15 km Stau. Ach, in Niedersachsen ist Ferienanfang... hätte ich mich mal informiert. Ok, meine Eltern sind genau deswegen auch im Urlaub, aber im Erkennen von Zusammenhängen war ich noch nie besonders gut. Mit nur einer Stunde Verspätung trudel ich in Kiel ein, der Freitagabend vergeht mit Garip's Döner/Falafel und ein paar Filmen von der "Filme, aus denen irgendwelche Samples auf Punkrockalben auftauchen"-Liste wie im Flug, der Samstagvormittag auch (Filme waren: Manhattan, Schtonk, Besser geht's nicht und Die etwas anderen Cops - damit sogar zwei Samples auf CDs von Kieler Bands!) und irgendwann radeln wir auf Thruns komischen Spezialfahrrädern quer durch Kiel zur Meierei, denn wie ich später herausfand, ist die Meierei da, wo die coolen Leute wohnen, und Thrun wohnt am Arsch der Heide, und nicht andersherum.
Thrun: Was der gemeine Münsteraner so als Spezialräder bezeichnet. Hipsterschüsseln würd ich ja noch durchgehen lassen, aber ganz ehrlich, in Kiel braucht keine Sau 'ne Schaltung und schöner anzusehen isses auch. Im Gegensatz zu den Fahrern. Nuja, das Kiel Explode steht an, wie immer am ersten Kieler-Woche-Wochenende. Gewollt, nicht gewollt? Mir egal, so kann ich wenigstens gegenüber den nervigen Arbeitskollegen sagen, dass ich Samstag "unterwegs" war, Musik gehört habe und betrunken war, ohne zu verheimlichen, dass es nicht an der Kiellinie zwischen all den Horden besoffener Volksfestarier stattfand. Schlauer Fuchs, das Wiesel. Auf zum Kuchenessen!
Gerd: Nee, ich meinte mehr so wegen Klickpedale und dem komischen Sattel, aber das soll hier kein Radfahrertalk werden. In Kiel gibts in Punkto Schaltung übrigens mehr Berge als in Münster!
Gerd: Im Vorfeld hieß es bei Facebook, dass die Running Order spontan aufgestellt wird, so ab der zweiten oder dritten Band hingen dann auch Zettel rum. Losgehen sollte es um 16 Uhr, aber...
Gerd: ...das einzige, was um 16 Uhr losging, war auf dem Gelände rumsitzen, Bier trinken, Kuchen essen und so weiter.
Thrun: Der Kuchen kommt mir hier zu lapidar weg: Gefühlt 10000 Sorten Erdbeertorte, Blaubärenkäsekuchen, Schokogeschnassel mit buntem Zeugs, und was nicht noch alles. Scheiße, war das lecker!
Gerd: Neuer Trick: Erinnerungsfotos, welche Band jetzt spielt. Also: Erste Band. Nagut, das hätte man vielleicht auch so noch auf die Reihe gekriegt. Dennoch danke, Ole und Thrun.
Thrun: Bitte!
Gerd: Oder sollte das Bild vielleicht doch eine Aussage über die Kuchen- und Bierpreise machen? Möglicherweise. Oles Begeisterung spricht dafür.
Gerd: Die erste Band sind dann LENTIC WATERS, die zum Teil wohl wie auch ich in Münster ansässig sind. Haben auch schon irgendwann mal in der Baracke gespielt. Eine von diesen Bands, die auf jeden Fall auf einem ND12-Konzert spielen würde, da bin ich mir sicher.
Gerd: Die machen sehr Black-Metal-beeinflussten Hardcore. Ich finde es stellenweise ganz ok, meistens dann wenn der Gesang aussetzt und die Instrumente ein bisschen Vollgas geben. Sonst eher nicht so meins. Black Metal ohne lange Haare, oder so.
Thrun: Gut, dass ich mir vorher keine der Bands angehört habe und außer Affenmesserkampf auch niemanden kannte. War das hier nicht die Band, der wir nur 'nen Höflichkeitsbesuch abstatten wollten?
Gerd: Also ich schon.
Thrun: Hat letztendlich dann nicht geklappt, die waren nämlich ganz geil. Fieses Screamo-Metal-Geböller, langsames Screamo-Metal-Geböller, irgendwer mit Ahnung kann da sicherlich mehr namedropping betreiben. Auf jeden Fall wurde reichlich geschrien. Sieht man ja auch.
Gerd: Nüsschen-Nils hat natürlich wieder Nussikaner mitgebracht. Mit Snickers-Geschmack. Und Waffelbecher. Ein Teufelskerl, dieser Nils. Nur ein schmissiger Name ist ihm für diese Kreation nicht eingefallen. Vorschläge bitte unter facebook.com/DieNuesschenboys hinterlassen.
Gerd: Welche Band spielt denn jetzt als nächstes?
Thrun: Keine Ahnung, ich war da wohl grad von einem Szenegetränk abegelenkt.
Gerd: Aha, die zweite. Danke Mirko.
Gerd: Das waren dann RED APOLLO aus Dortmund. Der Redaktion bestimmt nicht unbekannt, haut in dieselbe Kerbe wie die Band davor und mich demzufolge nicht um.
Thrun: Ja, das klang schon recht ähnlich, aber wirkte alles etwas downtempoiger, brachialer und vertrackter, so stell ich mir den Kram von Neurosis vor.
Thrun: Auch ma ruhige Passagen, nur Drums und Gitarre, teilweise gar kein Gesang (sieht jetzt nicht so aus), einlullend und bedrohlich zugleich.
Gerd: Nils sagt, es sei Musik, bei der man böse gucken muss. Hat er dann auch gemacht.
Thrun: Kann es sein, dass ich hier bisher gar nichts zu meckern habe? Obwohl das sonst alles gar nicht meine Mucke ist? Scheißendreck, ey!
Gerd: Das sind mal Socken!
Thrun: Ich würd so gerne irgendwas blödes dazu schreiben, aber die sind ECHT hübsch!
Thrun: Wer ist dieser Typ links im Bild, der genaus guckt wie sechs Bilder zurvor? Furchtbar.
Gerd: Welche Band kommt nun als nächstes? Die dritte also. Danke Michelle!
Gerd: Und diese Band ist CREEM. Zugleich ist das auch die erste Band, die mich so richtig von den Socken haut. Und meine waren nicht so hübsch wie die zwei Bilder zuvor!
Gerd: Derbes 80er-Punk-Massaker im Stil von RKL oder Circle Jerks oder sowas. Liegt es an den Bands davor oder am Bier, oder sind die einfach gut? Ich fands gut. Gut.
Thrun: Ne, war nicht gut. War geil. Hmpf.
Thrun: Sobald die Augen geschlossen waren, fühlte es sich an, als wär man direkt in den 80ern irgendwo in den USA gelandet. Dabei sahen Creem so aus, als hätten sie nicht mal das legendäre Elfmetertor von Andi Brehme live erleben können.
Gerd: Aber bevor man sich zu sehr in die Begeisterung reinsteigern kann, ist es auch schon zu Ende. Wie lange haben die gespielt? 20 Minuten?
Thrun: Waren das wirklich 20 Minuten? Meine Erinnerung sagt mir, dass es maximal sechs Lieder waren, bei hardcoreüblichen Spielzeiten dürfte da grad mal die 10-Minuten-Marke gekratzt worden sein.
Thrun: Obligatorisch: "DRUMMERFOTO!" Wäre das also auch abgehakt. Wie Creem. Schade, das war echt mal viel zu kurz.
Gerd: Aber wenn man Sahne zu lange schlägt, wird sie steif, oder wie war das?
Thrun: Aber gut, dieses Gebolze hält auch kein Mensch lange durch, war zudem auch wieder dezent warm inner Meierei. Siehste ma, doch was zum Meckern gefunden. Sommer, wähwäh!
Gerd: Draußen gibts Müll-Musik. Zeitweise auch inhaltlich, also diese Techno-Verwurstung von All My Friends Are Dead möchte ich nicht nochmal hören müssen.
Thrun: Bitte? Nächstes Jahr komm ich nur wieder, wenn draußen die gesamte Zeit dieser Song gespielt wird und dazu am Tresen warmer Korn gereicht wird. Ker, wat schön!
Thrun: Nicht nur fiese Krustenpunker, auch der gemeine Wollmützenmelt-Besucher verirrt sich hierhin, hört passender Weise auf den Namen Dominik und zeigt uns die vier.
Gerd: Danke, Dominik!
Gerd: Dritte Band: JUNGBLUTH, ebenfalls zum Teil in Münster, aber auch zum Teil in Bielefeld wohnhaft. Wohl keine Fußballfans.
Gerd: Und die klatschen uns hier eine amtliche, leicht vercrustete Hardcoregranate an den Kopf. Alles unheimlich tight gespielt, wie man heutzutage so sagt, das haut richtig gut rein.
Thrun: Tja, da würd ich auch gerne widersprechen, einfach nur, um zu meckern, aber ne, das war geil.
Thrun: Um mal ein wenig Politik ins Spiel zu bringen: Die Band hat sich nach Karl Jungbluth benannt, einem von den Nazis 1945 hingerichteten Widerstandskämpfer.
Thrun: Ich frag mich ja immer, ob es wirklich so sinnvoll ist, mit soviel politischem Kontext vor dem eigenen Szene"mief" aufzutreten, in dem 99% eh die gleichen Ideale aufweisen wie man selbst. Andererseits bin ich froh, dass diese Musik nichts für die breite Masse ist, nicht jeder dumpfe Proll bei Meiers rumtobt und die Atmosphäre so unglaublich entspannt und harmonisch wirkt.
Gerd: Mikroständer sind weit unten, genau wie beim Gig damals in der Baracke. Das muss so sein, damit man hasserfüllt auf die Welt herunterstarren kann. Und sich zwischendurch ganz höflich für alles bedanken. Das kann ich nur zurückgeben, war echt geil.
Gerd: Nils ist mittlerweile auf echte DLG-prämierte Oberlausitzer Schokobecher umgestiegen, daraus schmeckt der Nussikaner doch gleich noch ein bisschen besser.
Thrun: Eigentlich schmeckt davon genau einer. Was für beschissene Becher, jedenfalls wenn man sie essen muss. Ungenannte Quellen behaupten, dass für dieses Getränk kein Zucker benutzt wurde.
Thrun: Die Tajonäse, heute ohne Kapuze und Nüsschen unterwegs, Pauer haben auch nicht gespielt, wird der etwa auch immer weltoffener? High five, aller!
Gerd: Es folgt also die fünfte Band, danke Tajo.
Gerd: AFFENMESSERKAMPF. Einer der Hauptgründe für die Reise. Von dieser Band bin ich ja bekanntlich recht überzeugt. Teile Kiels auch.
Thrun: Andere wiederum nicht. Jedenfalls nicht vom neuen Output. Wobei ich den eigentlich gar nicht kenne. Und auch gar nicht kennenlernen will. So ganz aus Prinzip.
Gerd: Jaaa, die erste Scheibe war schon besser, das stimmt wohl.
Gerd: Flotter Deutschpunk mit ganz prägnanten Texten, so ähnlich wie Foll Fies aus derselben Stadt, nur schneller halt.
Thrun: Oder wie Nickelback bzw. die Geggen Gaggas, nur anders halt. Zuch hält im Bahnhof.
Gerd: Jaja Thrun, red du mal.
Thrun: Och Mensch, das war ja schon mal wesentlich besser als dieser "Auftritt" in der Schaubude, wobei der SO beschissen war, dass man das eh nicht unterbieten konnte. Sogar Hallo Kwitten waren an dem Abend besser. Unterhaltsamer. Schöner. Besser riechend. Wahrscheinlich hatten die sogar mehr Geld dabei und das dickere Auto.
Thrun: Wobei, das hier hat Spaß gemacht, sogar die neuen Songs, sollte man sich die Platte doch zulegen? Schrecklich, sind das noch Friedefreudeeierkuchen-Nachwirkungen vom Wilwarin?
Gerd: Mal bisschen mit Blitz und Belichtung und so rumgespielt, haben auf einmal alle lustige Frisuren.
Gerd: Besonders Mirko ist richtig on fire.
Thrun: Burning, burning with desire, burning for the steel, Mirko on fire!
Thrun: Hauke ohne lustiges Gesicht, was beim Schlagzeugspielen eigentlich nie vorkommt. Der sieht dabei immer so aus, als würde er ein imaginäres Schlauchboot aufpusten. Vielleicht ist es auch unsichtbar und wirklich vorhanden? Wer weiß.
Gerd: Die Hitdichte ist ungefähr so groß wie Hannes, es könnten aber ein paar mehr alte Kracher einfließen. Oder einfach das Gesabbel einstellen und die gesamte Diskographie runterbolzen, würd auch keine 45 Minuten dauern.
Gerd: Aber ohne das Gesabbel, was sich heute hauptsächlich gegen die Kieler Woche richtet, wäre das ja auch nicht echt, also nehmen wir das mal so hin.
Thrun: Naja, gegen die Kieler Woche pöbeln ist schon ein wenig Mainstream, vor allem hier. Aber da bisher allgemein recht viel mit Ansagen gespart wurde, kann man das mal machen.
Gerd: Das Set schließt wie letztens in Mülheim mit "Oi Spaziergang" und die ersten Planungen für denselbigen heute nacht laufen an. Affenmesserkampf war gut, gab sogar ein ganz neues Lied zu hören, Deutsches Herz 1-3, Job im Vodafoneshop, Hurricane in Scheeßel.
Gerd: Ole und Thrun sind mittlerweile auf Kaffee umgestiegen. Oder auf Nussikaner aus dem Kaffeebecher. Jetzt weiß ich, wo der Elefantenfriedhof für hässliche Weihnachtsmarktsouvenirtassen mit Jahresangabe ist! Geile Tasche, Thrun!
Thrun: Ja, echt mal, das perfekte Schlaufendurchmesser-zu-Oberarmverhältnis, so gut saß bisher noch keine. Und der Kaffee war auch lecker. Genau wie die veganen Burger!
Gerd: Casi, der langsamste Konzertberichteschreiber, den die Welt je gesehen hat. Drüben, bei der Konkurrenz. Achja, es folgt Band Nummer Sechs, dafür das Bild, danke Casi.
Gerd: NUCLEAR SPRING aus irgendwo in den USA. Fand ich ganz geil, haben mich irgendwie vom Sound her an die frühen Anti-Flag erinnert, mit geschlechtsunspezifischem Wechselgesang dadrüber. Leichte personelle Überschneidung mit Creem, das schafft Platz im Tourbus.
Thrun: Die Sängerin konnte, obwohl sie eine Frau ist, echt ROCKEN! WOOOHOOO! WOW! Ähm, ja, also wieder zurück in die 80er, diesmal nach England und wieder so junge Leute. Wo hat man die denn alle ausgegraben?
Thrun: Fideldütgitarre oder einfach mal monoton rungespielt, schöne Bandbreite, schön angepisst. Ich dachte, die Thatcher-Ära wäre nach dem Tod der eisernen Lady endgültig vorbei, aber nach diesem Auftritt fühlte man sich wieder mittendrin in der "guten" alten Zeit.
Thrun: Mal ganz locker alle anderen Bands des Tages an die Wand gespielt, und das bei der Messlatte, die da vorher aufgelegt wurde. Wieso hab ich eigentlich nur eine LP mitgenommen und nicht direkt alles abgeerntet?
Gerd: Fr. Aal hat mal die Hypothese aufgestellt, dass weniger geraucht wird, wenn man nur darum bittet, statt es zu verbieten. Weil man dann ein Arschloch ist und kein Rebell, wenn man trotzdem raucht. In der Meierei klappt das, im AZ Mülheim nicht... was sagt uns das?
Thrun: Dass am Ende auch hier Leute geraucht haben. Aber immerhin erst zur letzten Band.
Gerd: Vielleicht, dass jetzt erstmal die siebte Band zum Tanze aufspielt. Danke Torben. Drinnen wird es mittlerweile schon recht kuschelig.
Gerd: Und das waren dann PLANKS aus Monnem. Der Bandname, ohne The, nur ein Wort und so, schwimmt auf so ner Welle von Bands mit, die alle so Namen haben (wie z.B. Implants oder Crusades oder oder oder), die Musik allerdings ist was ganz anderes.
Gerd: Nämlich wieder sowas für Leute mit langen Haaren und schwarze Sachen an. Langsam ist es auch noch. Nach ein paar Minuten der Höflichkeit gehe ich vor die Tür, Korn trinken.
Thrun: Wärste mal dageblieben. Wobei man schon zwischendurch befürchten musste, dass es Feuer vom Himmel regnet und die Welt kurz vor dem Untergang steht. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die eine Mischung aus "Mastodon, Darkthrone, Alice in Chains und The Cure" wären. Da ich eigentlich durchgehend Angst hatte, werden es wohl eher die ersten beiden Bands gewesen sein, nur mit viel Bremspedal. Was für ein fieses Downtempogewalze. Und ich hab weder lange Haare noch schwarze Sachen an!
Gerd: Nils und die Schokobecher. Einer Sage zufolge hat später noch ein tapferer Krieger die Schachtel ausgetrunken.
Gerd: Wir nähern uns dem Ende, Susanne Bohne zeigt uns, welche Band als nächstes spielt. Die achte. Vielen Dank!
Gerd: Und das sind HEXIS aus dem Staate Dänemark. Und die zeigen, dass da oben ganz gehörig was faul ist.
Gerd: Die Musik klingt, also sollte sie so aussehen wie dieses Foto hier. Ist glaube ich auch eher als Gesamtkunstwerk zu verstehen, mit Stroboskop und Nebelmaschine.
Gerd: Das ganze ist auch wieder recht langsam, mir fallen Worte wie Doom und Sludge ein, als ich mich leise nach draußen verziehe. Vielleicht fallen Thrun ja noch ein paar andere Worte ein.
Thrun: Blackened Hardcore ist noch son schöner Begriff, aber der beschreibt nicht ansatzweise den Wahnsinn dieser Band.
Thrun: Der lange Aufbau der Nebelmaschine + Lichtanlage wirkte zu Beginn etwas dick aufgetragen, aber anders kann man diese extreme Art von Musik gar nicht präsentieren. Seid ihr schonmal in ein schwarzes Loch gefallen? So in etwa müsste sich das anfühlen.
Thrun: Die Bösartigkeit von Planks um den Faktor 1000 erhöht, noch mehr Feuer, noch mehr Chaos, und vor allem noch mehr Doublebass, Gekeife und Geshoute. Lag's am Alkohol, der beginnenden Müdigkeit nach so vielen Bands oder haben die es wirklich geschafft, dass man für einen kurzen Moment nicht mehr auf dieser Welt war?
Thrun: Da sich der kurze Moment am Ende dann als 45 Minuten herausstellten, tippe ich mal auf letzteres. Wobei das Stroboskoplicht zwischendurch schon ein wenig genervt hat. Wie es das halt immer tut.
Thrun: Dafür konnte ich heute im Arbeitsgruppenseminar mein Experiment mit dem Stroboskopeffekt erklären, zum Glück lief dabei kein Song dieser Band. Heieiei, was hätten nur die Leute gedacht!
Thrun: Dunkel war's, der Mond schien helle, als ein Schlagzeuger blitzeschnelle langsam Doublebass spielte.
Gerd: Da war dann wohl auch egal, dass irgendwer geraucht hat. Neblig war es eh und sterben wollten auch alle.
Thrun: Irgendwann gegen 1 isses dann auch vorbei, das 2013er Kiel Explode. Eine krude Mischung aus Doomsludgecore mit deutschsprachigem 80er-UK-Punk und Black Metal, die zumindest mich durchweg zu begeistern wusste. Nur dass am Ende das Holsten ausverkauft war, und man nur noch die Wahl zwischen Flens und Beck's (BECK'S?) hatte, das fand ich echt voll doof!
Thrun: Danke an die Meierei, danke an die Kuchenleute, danke an Fast Voods für die Burger, danke an den Mann mit der Mülltonne und danke an alle, die diese kleine Festivalperle aufgestellt haben. Und danke an Gott für das tolle Wetter! Amen.
Gerd: Burger hätten sie mal etwas großzügiger planen können, ich hab keinen mehr bekommen. Die wurden aber so heftig frittiert, dass sie mir bestimmt auch gemundet hätten.
Gerd: Tolles Wetter? Zwischendurch hats doch geregnet, alle wollten raus, stellen fest dass es regnet und bleiben erstmal stehen. Sonst alles tip top, Bierpreis war super, die Musik hat mir mal wieder gezeigt, dass ich einfach ohne eine gewisse Mindestgeschwindigkeit keine Begeisterung aufbringen kann, aber naja, konnte man mal wieder über den Tellerrand luschern, schadet ja auch niemandem.
Gerd: Am Außentresen, den Nils zeitweise besetzt hielt, wird mittlerweile Korn ausgeschenkt, Thrun haut ab nach Hause, Nils ist schon irgendwie weg, also ziehe ich mir mit den anderen noch ein paar Fako rein, bevor ich mich auf den Weg in die Pumpe mache, was dort passiert ist, lest ihr hier. Ansonsten - bis zum nächsten Mal,

euer Gerd

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Gerdistan
(Gerdistan)
01.07.2013 16:59
Nachtrag: Nils hat einen Namen für den Snickers-Nussikaner gefunden: Snick of it All!
Schoko
(Schoko)
06.07.2013 11:34
Die 2. Platte ist besser als die erste! Allein schon wegen dem Sound und "Grün und blau" und "Laufbahn im Lufrad" sind lyrisch und musikalisch perfekt!
Mein Namensvorschlag: Edle Nüsschen im Tropf oder so!

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