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Get Dead, Snareset, 2.8.2013 in Münster, Baracke - Bericht von Gerdistan

Get Dead, 2.8.2013 in Münster

36 Grad Celsius. Was fällt einem da besseres ein, als in einen kleinen verranzten Konzertschuppen zu gehen, in dem aus Lärmschutzgründen immer die Fenster zu sein müssen? Nix. In der Baracke war ich auch schon viel zu lange nicht mehr. Also mit Hans und Lisa aufs Fahrrad in Richtung Aasee. Einlass sollte 19:30 sein, wir kommen um 20:45 an und haben natürlich noch nichts verpasst. Der Fötograf ist natürlich auch schon vor Ort, dann kann ja nichts mehr schiefgehen!
Kurz nach neun geht es dann auch los mit Fös Lieblingsvorgruppe: Snareset, die kleinen Jungs aus der Kleinstadt. Machen so melodischen Punkrock wie Face To Face oder Good Riddance, nur halt aus Reckenfeld und nicht aus Hermosa Beach.
Wie auf dem vorherigen Bild zu sehen war, sind alle Schirmmützen umgedreht, so wie es sein soll. Gibt hier auf Bierschinken ja irgendwo ne Besprechung von deren erster EP, die auch komplett verheizt wurde, wenn ich mich recht entsinne.
Ingesamt zählte die Setlist 10 Songs, einer davon natürlich das Face to Face-Cover "Disconnected", also sogar vier Songs, die ich nicht von der EP kannte, die mich aber ganz gut weggeblasen haben. Vielleicht kommt da ja bald auch mal ein Album, in dem steht "thanks to Bierschinken.net for always being nice to us".
Es ist mittlerweile bereits unerträglich warm in der Baracke, was nicht ungefährlich ist - der Sänger haut sich fast hin, als er in seine eigene Schweißpfütze tritt. Hans hat zum Glück einen Fächer dabei und kann uns ein wenig Luft zufächeln (kein Witz). Nach ner halben Stunde oder etwas mehr sind Snareset dann fertig, gerne wieder, wird immer besser!
Um kurz nach 10 dann: Get Dead aus "Shan Franshishco". Beschreiben sich selbst eigentlich als "electric/acoustic punk rock", aber wenn jetzt der erste Mischer wimmert, er müsse dann ja zwei verschiedene Sachen soundchecken, keine Sorge, hier gibts erstmal die vollverstärkte Breitseite direkt in die Fresse.
Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen Nothington und Social Distortion mit gelegentlichen Offbeat-Ausflügen, auf Platte sind da noch ein paar Folk-Einflüsse rauszuhören, die hier aber etwas weggebrettert werden.
Aber die Musik geht von der ersten Sekunde an direkt in die Beine, selten eine Band gesehen, die mich trotz Unkenntnis ihrer Musik vom Fleck weg so umgehauen hat.
Das Qualitätssiegel "ey die sind doch bei Fat Wreck Chords" verspricht selten zuviel.
Komplettiert wird das Bild von dem stockbesoffenen Sänger, der Applaus für alles und jeden einfordert und gerne möchte, dass sich alle obenrum freimachen... die Band geht da mit gutem Beispiel voran. Nach ca. der Hälfte des Sets geht das Licht aus und es gibt wohl irgendwelche Stromprobleme. Ein Barackenmensch ruft eine kurze Pause aus und alles geht vor die Tür.
Aber nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Band! Da werden zwei Gitarrenkoffer mit Akustikklampfen ausgepackt und dann geht es einfach weiter, Bassist und Schlagzeuger unterstützen am Gesang oder versuchen Perkussion auf den Gitarrenkoffern.
Es gibt also mehrstimmigen rauen Männergesang unterstützt von zwei Akustikgitarren und leicht neben dem Takt klatschendem Publikum... fehlt eigentlich nur noch ein Lagerfeuer.
Wer hier noch nicht genug frische Luft gekriegt hat, kriegt vom Sänger noch was zugefächelt. Großartiger Einsatz.
Schlagzeugsolo!! Naja, fast. Angesichts der Luft in der Baracke (bis auf einen, der dann von Lisa hinauskomplimentiert wurde, hat sich sogar fast niemand dadrin ne Kippe angemacht) ist es echt angenehm hier draußen, und außerdem kann man so mal die akustische Seite der Band kennen lernen.
Nach drei Songs kommt die Nachricht, dass der Strom wieder geht, es werden aber trotzdem draußen noch zwei gespielt, bevor es wieder reingeht. Ein paar der Zuschauer bleiben lieber erstmal draußen, es ist also etwas mehr Platz vor der Bühne.
Der Bassist faselt zwischenzeitlich davon, dass er nach Münster ziehen und bei uns allen auf der Couch schlafen möchte. Soll er mal machen! Auch der Sprung in den Aasee ist ein beliebtes Thema, ich hoffe jemand hat denen noch gesteckt, dass das lebensgefährlich ist.
Der Sänger scheut den Gang ins Publikum eher selten. Auf der Bühne steht nur das Schlagzeug, der Rest ist ebenerdig aufgebaut, aber um den Barackenhalbkreis gar nicht erst entstehen zu lassen, tut der Sänger sein Möglichstes.
Auch für Snareset musste mehrfach applaudiert werden, "support the new guys", und für uns selbst natürlich, "for keeping the scene alive". Scheinen unter ihrer Kernasi-Fassade also ganz nette Jungs zu sein, die Herren aus Kalifornien.
Der Sänger kündigt mehrfach den letzten Song an, der Bassist verspricht immer noch ein paar mehr. Kurz vor Schluss kommt noch ein No Use For A Name-Cover: Premedicated Murder, gewidmet natürlich dem letztes Jahr um diese Zeit verstorbenen Tony Sly.
Der Drummer winkt ab, als mehr Songs gefordert werden, kotzt letzten Endes sogar auf die Bühne und spielt danach noch einen letzten Song. Mit Pausen und so knapp 75 Minuten gespielt, das alles für fünf Euro, da kann man mal absolut nicht meckern.
Nochmal geguckt, was es am Merch so gibt, Lisa kauft sich ne CD, dann draußen noch mit Paul und seinen McBobbies verquatscht. Andere Leute verteilen als Promo für das Konzert mit The Priceduifkes, The Yoohoos und Neon Bone extra für dieses Konzert gebrannte Promo-CDs. Das ist mal Werbung, meine Herren.
Den Kollegen von Neon Bone habe ich noch versucht, zu einer Absorbor-Reunion zu überreden, was mangels Drummer wohl schwierig erscheint. Schade. Nu aber mal ab nach Hause, unter die Dusche und ab ins Bett. Bis zum nächsten Mal,

euer Gerd

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