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Affenmesserkampf, ...Is Dodelijk, 14.12.2013 in Münster, Baracke - Bericht von Gerd & Thrun

Affenmesserkampf, 14.12.2013 in Münster

Thrun: Keine Woche ohne Konzert. Keine Woche ohne Gerrit. Und kein Wochenende ohne Affenmesserkampf. Man weiß gar nicht, was davon schöner ist, bei dem aktuellen Schmuddelwetter aber irgendwie alles. Nuja. Der Winter steht vor der Tür und somit geht's dieses Wochenende endlich mal wieder ins beschauliche Münster, der Weltstadt mit dem lustigen Seenamen, dem tollen Kreisel und dem Rewe mit absolut verrückten Öffnungszeiten (bis 24 Uhr!). Und natürlich auch die Stadt mit dem wunderschönen Konzertveranstaltungsraum Baracke, der mit dem schönen Ambinente am eben erwähnten See und dem günstigen Hansa. Und nun auch noch mit Affenmesserkampf, Mess//Age, Face The Threat und ...Is Dodelijk. Kurz danach dann nur noch mit Affenmesserkampf und ...Is Dodelijk und Face The Threat, dann mit AMK, den Dodeln und Robinson Krause und am Ende doch nur mit AMK und den Dodeln. Puh, da muss man sich erstmal setzen, tief durchatmen und zur Besinnung kommen, bevor es dann wirklich losgeht.
Thrun: Da man als alter Herr im gesetzteren Alter absolut gar nicht mehr mit Veränderungen umgehen kann, und dementsprechend auch jeden Monat die gleiche Band guckt, verhält es sich mit den Getränken nicht anders. Soll heißen: Dosersen. Oder Amdosia, der Trank der Spötter.
Thrun: Und woraus trinkt man Amdosia, wenn keine Dosen vorhanden sind? Richtig, aus dem Golden-Retriever-Kaffeebecher. Ist auch kein Spaß und absolut nicht zum Lachen, sieht man ja. Rock'n'Roll ist kein Lehnstuhl. Was hingegen wirklich zum Lachen ist: Filme mit Golden Retrievern, die dann in einem Footballfilm einen Golden Reciever spielen. Oder kleine Golden Retriever, die in einem Fußballfilm namens Wold Pup mitspielen. Hachja, die Air Bud-Reihe...
Gerd: Diesen formschönen "Deko-Pilz" (UVP 5,99?!) habe ich letztes Jahr zur Weihnachtszeit beim Schrottwichteln bekommen. Bis dahin fristete er ein recht ödes Dasein auf einem Regal, bis wir beim Fußballgucken/Vorsaufen gemeinschaftlich auf die Idee kamen, das Ding mal in die Welt auszuführen und gelegentlich Leute zu fragen, ob sie "Bock auf n Pilz" haben.
Thrun: Irgendwann wird's dann endlich dunkel, abgesehen vom wunderschönen grün-roten Hintergrundschimmern. In Zeiten der großen Koalition ein politisches Statement? Eine Hommage an die Schifffahrt? Auch egal, los geht's mit ...Is Dodelijk, die NICHT aus Neumarkt stammen, dafür aber auch nicht aus Postbauer-Heng.
Gerd: Wegen der Parallelveranstaltung in der Sputnikhalle hatte ich ernsthaft Sorge, dass hier heute keine Sau kommt, aber so gegen halb 10 taucht eine Horde Krustenpunker nach der nächsten auf. Gut gut. Hier Schlagzeugerfoto.
Thrun: Fühlt sich direkt wie zu Hause an. Halbkreis vor der Bühne, viel Platz zum Rumlaufen und Bölken, bereitwilliges Mitnicken der Köpfe und ab und zur mal ein schüchterner Versuch von Bewegegung. Aber im Winter muss man immer wegen Blitzeis aufpassen, da ist Stillstehen schon wichtig!
Thrun: Nach dem vorherigen Reinhören war die Band bei mir unter "So 80er-Deutschpunkkram von Schlachrufe 0.5" abgespeichert, stimmte aber nicht so richtig. 80er kann man stehenlassen, dazu noch 'ne dicke Schippe Aufdiefresse-Hardcoregeknüppel dazu und meist Songs mit Spielzeiten unter der magischen 60s-Grenze.
Gerd: Irgendwann torkelt mir Leif in die Hacken und ist sich ganz sicher, dass das total nach Slapshot klingt, was da von der Bühne scheppert. Ich denke mal, dass er da recht hat.
Thrun: Inhaltlich geht's eher kurz und knapp, dafür umso angepisster und direkter, um all die Scheiße auf der Welt. Geld. Politik. Kontrollwahn. Überwachung. Arbeit. Dass man sich immernoch über sowas aufregen muss, so richtig vorangekommen ist die Menschheit auch nicht.
Thrun: live your life ? fuck the money
live your life ? fuck the world
live your life ? or fuck you
Jo!
Thrun: Richtig geiles Gebolze, was hier vorgetragen wird, vor allem das Geschrei des Sängers, so fies und gemein, hätte auch ruhig noch 'nen Ticken lauter sein können, ich lass mir gerne mal die Gehörgänge durchpusten. Und mich anschreien.
Gerd: Ja, mir hat es auch ganz gut gefallen, besonders weil Thrun das mit dem Knipsen mal in seine wohlgeformten Hände genommen hat, kann ich mich ganz aufs Kopfnicken und Fußwippen und Biertrinken konzentrieren. Der Gin ist inzwischen auch leer.
Gerd: Bandtrennbild. In der Baracke gibts Paderborner Radler, welches vor der Tür gelegentlich mit Gin verfeinert wird. Feinster Padersen!
Thrun: Nächste Band, die Affenmesserkämpfer aus der zweitbesten Stadt der Welt, direkt nach Postbauer-Heng, Kiel! Wobei das hier eher so aussieht, als wäre man sich noch uneins darüber, welche Band man sei. Bei so vielen Zu- und Absagen im Vorfeld aber auch kein Wunder, teilweise hab ich mich sogar selbst mit jemand ganz anderes verwechselt.
Thrun: Verwechselt wurden anscheinend auch die Instrumente, oder ich hab den letzten Trend aus der Intro verpasst, und Schlagzeuge werden jetzt mit einer Gitarre bedient? Aber da auch das Phänomen "Graustufenspladder" (immerhin nicht Grauzone, aber das kommt bestimmt auch bald) an mir vorbeigezogen ist, nehm ich das mal so hin.
Thrun: Anscheinend doch kein Trend, alles wie immer, fünf Herren in einem Raum, Hannes' Hand am Mikro, der alte Mann kann sich getrost zurücklehnen. Affenmesserkampf, meine Damen und Herren, in Bestbesetzung. Kein B-Team, kein Larifari, hier wird richtig steil aufgetischt.
Thrun: Affenmesserkampf, die Band mit Liedern wie "Gut aber kacke" und "Ein deutsches Herz hat aufgehört zu schlagen II", da kann man mal so richtig beherzt abkichern. Deutschpunk mit Niveau und dem gewissen Etwas.
Thrun: Eine Band, die sich nicht zu Schade ist, auch mal die kleinen, unbekannten Gruppen in diesem Lande zu covern. Eine Band, die aus einer Toilette trinken will, ohne Ausschlag zu bekommen. Dafür gibt's an diesem Abend zweimal Saal II von den großartigen Robinson Krauses, die laut neusten Gerüchten einen Sponsorvertrag mit der Metronom Eisenbahngesellschaft abgeschlossen haben.
Thrun: Nicht gespielt wird hingegen der Sommer-Hit-Smasher "Have some fun", den man exklusiv nur auf dem wirklichen tollen Rotten-Sprotten-Sampler "Buschmesser, Äxte, Alles" hören kann. Aufmerksame Leser sollten dies allerdings bereits wissen. Obwohl doch grade dieser Song DIE Schnittstelle ist für den Übergang zwischen der "Seine Freunde kann man sich nicht aussuchen" und der neuen "Doch", welche beim Publikum anscheinend viel präsenter zu sein scheint.
Gerd: Ich muss kurz meinen Kalender suchen und da mal markieren, dass Thrun irgendwas rundum positiv bewertet hat. Ich klapp zusammen.
Thrun: Nanana, junger Mann, das Kiel Explode fand ich auch bis zum Ende total TOLL!
Gerd: Da gab es aber auch Kuchen (und alle haben in die Hände geklatscht).
Thrun: Neben Air Bud - Golden Reciever und Air Pup bietet die Filmreihe auch noch solche Knaller wie "Air Bud: Spikes Back", ein Volleyballfilm, und ein Spinoff namens "The Search for Santa Paws". Er hier spielt angeblich bald als Katze in "Air Bud: Leif on Stage" und dem auf einer wahren Begebenheit basierenden Drama "Air Bud: Verschollen im münsteraner Packeis" mit.
Thrun: Vor zwei Konzerten wurde dieser Herr hier kurzfristig noch von Skeletor höchst persönlich in Neumünster vertreten, und man merkt richtig, wie die Rückbesinnung zum Originallineup dieser Band gut getan hat. 1A Sound!
Gerd: Da kann auch Hauke nur zustimmend nicken. (Erneut: Schlagzeugerfoto, immer wichtig, merken)
Thrun: Gemerkt!
Gerd: Hier ist noch Platz unter dem Bild, deshalb muss ich hier kurz noch anmerken, was "Atomausstieg dank Fuck-U-Shima... gut aber kacke!" für eine gute Textzeile ist.
Gerd: Hannes in der Hannes-Pose, kann man sich sowas wohl patentieren lassen, weiß kein Mensch. Zwischendurch gießt er eine Flasche Wasser vor die Bühne, damit das auch so richtig schön flutschig ist, wenn mal drei Leute pogen. Die Leute beschäftigen sich wahlweise aber auch damit, zum Mikrofon von Torben, der vor der Bühne steht, zu gehen, und "Scheide" reinzurufen. Brillant!
Gerd: Der Auftritt war (festhalten!) affengeil! Huah. Joa, nee, auf meine Meinung gibt da ja eh keiner mehr was, hab meinen Stempel als Die-Hard-Fan ja schon länger weg, aber heute wurde da echt ganz viel richtig gemacht und weniger gekifft als auf der Releaseparty.
Thrun: Hauptsache nicht die Ballons verlieren!
Gerd: Vielleicht auch bald ja demnächst mal in der Ballonfabrik in Augsburg!
Thrun: Alle verschwitzt, alle dreckig, und annähernd den Saal I leergespielt. Die haben's immernoch drauf, auch wenn das im Vorfeld die Wenigsten glauben wollten. Affenmesserkampf 2013, ein Qualitätsbegriff! Zur Belohnung dürfen alle danach mit Harlekins feiern gehen oder bei Gerd in die Sofas furzen. Ein Spaß!
Gerd: Das Bild firmiert unter dem Titel "verschwitzt/verschmitzt".
Thrun: Exkursion der Grundschule Bahnbecker-Sterb zum annähernd fertig gestellten Gasometer zu Münster, nur einer fehlt. Der kleine Leif hat sich verlaufen, sitzt flennend irgendwo in Münster fest und sucht nach seiner Mami, die anderen machen das Beste der aus der Situation und nehmen ein witziges Foto für ihn auf. Da wird sich der Leif später bestimmt nicht mehr so schlecht fühlen!
Gerd: Während alle anderen im Interkulturellen Zentrum Don Quichotte (Donkey? Was zum Teufel soll das denn sein?) einen weiteren Kaffee einnehmen oder schlafen oder Schlafende mit Edding vollmalen, habe ich die ehrenvolle Aufgabe, mit dem Fahrrad zur Baracke zu jückeln, mein Rad in den Affenbus zu werfen und besagten Bus zurück zum Eselstall zu fahren.
Gerd: Im Bus läuft natürlich, wie könnte es anders sein, Roland Kaiser und beim Umdrehen zum Rückwärtsausparken lange ich volles Pfund mit der Hand in ein kaltes, schweißnasses Batikshirt, welches über der Kopfstütze hängt. WÄÄÄÄH!! Thrun war am Vorabend noch mit den Dodelijks auf einer WG-Party und wurde am Ende wegen seiner Bierschinkentätigkeit nur noch "Schinken" genannt.
Thrun: Am Ende noch 'n kleiner Spoiler zum neuen Film von Leif. Aber das bleibt natürlich unter uns, gell?
Gerd: Noch n kleiner Spoiler: Sie haben den zweiten Geiger genommen!
Gerd: Ja, so war das damals mit Affenmesserkampf in Münster. Danke an die Einfach machen-Leute, dass die das auf die Beine gestellt haben, wozu ich immer zu lethargisch war. Hat Spaß gemacht! Bis zum nächsten Mal,

euer Gerd

Thrun: Ja, dieses "bla bla danke auch fürs Essen und so, auch schön hier", das sagt sich immer so schnell, aber ist in diesem Fall ECHT so gemeint. Also: Danke an alle. Auch an Leif. Und an die lustigen Leute mit dem lustigen Dialekt und dem lustigen Pfeffi/Amaretto/Krams.

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