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Matula, Copilot, Kasablanka, 04.01.2014 in Münster, Baracke - Bericht von Tenpints

Matula, 04.01.2014 in Münster

Baracke. Eurobahn. 5er-Reisegruppe. Bier. Warum nicht?
Erste Band: KASABLANKA. "Für Freunde von Düsenjäger und Freiburg" stand in der Ankündigung. Also für mich? Cool!
Ich bin nämlich stinksauer, weil das Konzert nicht - wie sonst immer, wenn ich hier bin - von meinen Pappenheimern, sondern von irgendwelchen Fremden organisiert wird, die der Meinung sind, dass es voll okay sei, die Baracke erst um Punkt 20:30 Uhr zu öffnen! Wir als pflichtbewusste Trottel sind nämlich schon um 19:45 Uhr da und haben somit 45 Minuten lang weder Klo noch Bier zur Verfügung.
Eine wütende Punkrockband kommt mir da also ganz gelegen. Kasablanka ist keine. Der Sänger klingt zwar hier und da wie Düsenjäger-Neumann, aber keine der Gitarren ist verzerrt, und die Lieder eiern voll emotional und so vor sich hin. Trotzdem trägt der Schlagzeuger ein Hammerhead-Shirt, und der Sänger weiß mit Ansagen zu glänzen, die zum Inhalt haben, dass er sich nach dem Konzert direkt ins Koma saufen werde. Man weiß also immerhin, was Punk ist!
Nächste Band: nicht Käfer K. Sehr schade!! Schon das zweite Mal, dass ich mich auf ein Konzert von denen freue und dann kurz vorher enttäuscht werde. Aber der Sänger ist krank. Kannste machen nix, musste gucken zu, wie mein Vater immer zu sagen pflegt.
In diesem Fall gucken wir der kurzfristig eingesprungenen Band COPILOT zu. Die kommen aus Bielefeld und machen das Gleiche wie Kasablanka, haben aber musikalisch ein paar Ecken und Kanten mehr im Angebot. Schön!
Trotzdem hat auch hier wieder jemand vergessen, den Verzerrer richtig einzustellen. Bestimmt war es dieser Herr.
Hansa Pils kostet übrigens trotz auswärtiger Konzertgruppe nur einen freundlichen Euro. Gut für Fö, der vorher damit gedroht hatte, auszurasten und den Laden zu zerlegen, wenn dem nicht so wäre.
Hansa Pils kostet damit nur halb so viel wie Jever Fun. Ich habe mir neulich im Kino ein "Jever Fun" bestellt und fühlte mich sehr schmutzig dabei, weil der Name einfach so abscheulich ist. Heute bestelle ich nach fünf Hansa daher einfach mal ein "Alkoholfreies". Zur Belohnung darf ich jetzt diesen Bericht schreiben.
Der Hauptgrund der Anreise ist für die meisten hier aber nicht Hansa Pils, sondern die Band MATULA aus Hamburg. Die gibt's ja schon sehr lange, und schon sehr lange finde ich sie sehr langweilig.
Bald bringen sie ein neues Album raus und touren deshalb. Schauen u.a. auch im April im Dortmunder Nordpol vorbei, wo das Hansa allerdings direkt 50% teurer ist als in der Baracke.
Jever Fun gibt es im Nordpol auch. Es stellt sich die Frage, wann es endlich einen Sponsorenvertrag zwischen Bierschinken und Jever gibt. (Mir jedenfalls. Matula haben andere Probleme und singen darüber - siehe Bild.)
Ich sehe Matula heute zum ersten Mal live und finde sie leider auch so einfach nur lahm. Deshalb orientiere ich mich mal an Robert, der ein paar Reihen vor mir steht, jedes Lied begeistert mitsingt und dazu raumgreifende Gesten vollführt, ganz so wie es sein muss. Das ist viel spannender anzuschauen als die Band, cool! Muss also doch ein sehr guter Auftritt gewesen sein.
Nicht so ganz verstanden habe ich die Ansage, in der der Wiederaufbau der Baracke vor einigen Jahren mit dem aktuellen Kampf um den Erhalt der Roten Flora verglichen wird. Aber ich muss ja auch nicht alles verstehen. In einer Ecke des Raumes brüllen jedenfalls sofort einige Leute "FLORA BLEIBT!" und fühlen sich dadurch für ein paar Sekunden besser.
Der Raum ist übrigens sehr gut gefüllt, die zahlreich anwesenden jungen Studentinnen und Studenten nicken durchaus angetan mit dem Kopf und lächeln. Ich hingegen bin immer noch nicht angetan. Die Band wirkt auf mich wie Captain Planet ohne Punk bzw. auf Valium. Da kommt einfach überhaupt nichts an Energie rüber. Aber wie gesagt, viele andere im Raum sehen das anders.
Ja, ein durchaus schöner Abend war das. Mal was fast komplett anderes. Nächste Mal dann aber bitte wieder mehr Punk. Auch wenn das dargebotene Quentchen meiner Reisegruppe ausgereicht hat, um auf dem Nachhauseweg noch mit Polizei, Schaffner und Dorfnazis angeregte Kurzkonversation zu betreiben. Meinem Zustand nach zu urteilen war indes das letzte Bier wohl leider schlecht, aber gut, war ja auch kein Hansa.

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