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Kackschlacht, Mann kackt sich in die Hose, Annotation, Snitch A Snatch, 14.03.2014 in Düsseldorf, AK47 - Bericht von Fö

Kackschlacht, 14.03.2014 in Düsseldorf

Ich mach mal wieder Fahrer. Genauer gesagt: Rückfahrer. Das ist etwas angenehmer, weil ich dann nicht das Problem der Parkplatzsuche am Hals habe. Mann kackt sich in die Hose sind ja bekanntlich kurz vorm Durchbruch, RTL2 hat schon angerufen und die Boulevardpresse bietet Höchstsummen für Privatfotos der schnuckeligen Vier. Also genau das richtige Metier für mich. Heute im AK47 zusammen mit Snitch A Snatch, Kackschlacht und Annotation, was eine findige Promoterin auf die Idee gebracht hat, den Abend direkt als Spastic-Fantastic-Labelfest anzukündigen - kann man machen. Schließlich sind ganze ein Viertel der heutigen Bands bei diesem Label.
Nunja. Viel zu früh da aber immer noch später als die anderen Bands, Biermarken holen, Jever Fun reinkippen bis zum Umfallen, erste Band bestaunen. SNITCH A SNATCH aus Krikrakrefeld, oder Bibabonn, oder vielleicht auch aus Didadortmund, oder alles zusammen, wer weiß das schon so genau. Ist die andere Band von unserem Rücksitzpartytier und Quotenami Keith.
Heute Releaseshow ihrer neuen EP "Speed Birth". Serviert wird hektischer und irgendwie durchgedrehter Hardcore-Punk mit ziemlich viel Vollgas. Gesang hauptsächlich von Keith, ab und zu blökt Marlon noch mit rein, ganz geil kommt mal wieder der Akustikbass und die immense Geschwindigkeit, mit der dieser gespielt wird.
Ziemlich okay, kurzweiliger Spaß, vor allem auch weil hier nicht einfach nur wild drauf los gebrettert wird, ab und zu wird auch mal sowas wie Melodie gezaubert, oder ein paar groovige Zwischenspiele zum Hüftekreisen. Kann man sich mal geben.
Das hier ist Maks. Er ist Radiomoderator und kommt gerade von einer Aufzeichnung, die in die wohl schlechteste Sendung seiner kurzen Karriere resultieren wird. Immer wieder faszinierend, wie es die Rilrec-Radioshow schafft, mit immer neuen Konzepten immer weiter die Qualitätsleiter herunter zu klettern. Da glaubt man schon mal, der Bodensatz sei erreicht und es ginge nicht schlechter, kommen die Idioten tatsächlich auf die Idee, zwei Stunden im Park Rumsitzen aufzunehmen und ungeschnitten als Sendung zu vermarkten. Aua.
Nunja. Noch schnell ein alkoholfreies Bier, danach helfe ich den Damen und Herren von MANN KACKT SICH IN DIE HOSE auf die Bühne, indem ich mit dem Finger auf sie zeige. Statt Setlist wird heute direkt mal die Rückseite der Platte in die bühneneigene Bierlache gelegt. Schlaue Idee, so dekadent und doch irgendwie subversiv. Fast so subversiv wie die Gretchenfrage, die heute immer wieder gefordert wird, aber bei Drummer Timm auf taube Ohren stößt. Buh!
Auftritt ganz okay, so wirklich mitreißen tut mich das heute nicht, na, vielleicht hatte ich auch noch zu wenig alkoholfreie Biere. Das Set der vier HalunkInnen dauert heute mal länger als 15 Minuten - vielleicht weil auch die Laberei nicht zu kurz kommt. Ganz nah dran am aktuellen Tagesgeschehen geht es in "Ausverkauf" um Uli Hoeneß und in "DM" um den BVB, oder umgekehrt, is ja auch egal, dafür in "Objektstudie" um einen Typen im Publikum, der unbedingt sein Leben ändern sollte.
Unten im Vordergrund: Die Frisur des Abends. Ein Irokesenschnitt im Leguan-Format, oder was auch immer das für'n Tier ist. Das Foto einer solchen Frisur geisterte vor ein paar Monaten durchs Internet und sorgte für rollende Augenlider. Punk heißt halt auch, dem Trend zu folgen. Achja, im Hintergrund mittig: Maz, wie er versucht, den Text zu Kackschlacht's "Arbeiten/Saufen" vom Textblatt abzulesen. Ja richtig, es wird gecovert.
Eigentlich hatte ich ja Coco gefragt, ob sie beim Bericht mitschreiben will, aber zu "Mann kackt sich in die Hose" hatte sie lediglich zu sagen, dass die Lieder alle gleich klangen. Daraufhin hat Maz geweint und gegen einen Stuhl getreten.
Über die nun folgende Band meinte Coco, dass das nix für sie war. ANNOTATION kommen aus dem Dorfdreieck Münster/Osnabrück/Ibbenbüren oder irgendwo da und machen ne Mischung aus Oldschool-Hardcore und Heavy Metal. Passend dazu tragen die Gitarristen lange Frisuren.
Schon okay, was die machen. Ordentlich dichter Sound, paar Gitarrensoli hier und da, muss sein. Wandert allerdings auf dem schmalen Grat zwischen "muss man wirken lassen" und "wird schnell öde", wodurch ich nun nicht wirklich zu ner klaren Meinung komme, ob ich das gut fand oder nicht. Aber, nunja, so für zwischendurch: Kann man machen.
Die restlichen Zuschauer sind, sofern sie sich nicht schon längst nach draußen verpisst haben, durchaus angetan, und so muss noch ne Zugabe gegeben werden. Wenn man der Aussage des Sängers glauben mag, irgendwas von Iggy Pop. Kann sein.
Danach: KACKSCHLACHT. Die zwei Hobbits aus Braunschweig erklären den Spastic-Labelabend offiziell für beendet und Maz für zu dick, bedanken sich dafür das Publikum übernehmen zu dürfen, trinken Bier, regen eine 2-Minütige Pause an in der einfach mal nichts gesagt wird, und spielen dann Punkmusik. Soweit schonmal ziemlich großartig.
Das Publikum ist ganz gut damit beschäftigt, fleißig Runden zu drehen und sich gegenseitig auf den Boden zu schmeißen, dann und wann wird in die unterhaltsame Kackschlacht-Lyrik eingegriffen und ein paar Zeilen mitskandiert, um dann fleißig weiter zu tanzen. Punk ist echt witzig.
Und Kackschlacht ist eine verdammt gute Band! Bisschen räudig, bisschen knüppelig, aber dafür mit diesem schönen Fünkchen Humor, der anderen Bands oft fehlt. Es wird uns auch empfohlen, statt Punkkonzerten lieber zu Technoevents zu gehen, wenn Punk uns zu langweilig geworden ist. Merke ich mir. Aber so wirklich langweilig ist Punk ja nicht, nur etwas zu fett und zu satt, und zu faul sich nach Pflastersteinen zu bücken.
Hit nach Hit. Ausschlag, Dosenbier, Bulle, Blinde Wut, Deutschland - nur Hits. Von Mann kackt sich in die Hose wird "Lack ab" gecovert, kommt auch ganz gut, und am Ende müssen Zugaben nach Zugaben gegeben werden, schließlich ist man letzte Band, und das Lied mit dem runterstufen heute mal mit Schlagzeug, auch okay. Tolles Konzert. Anschließend Bier, insbesondere alkoholfreies natürlich, bin ja nicht zum Spaß hier, tralalala.
Es gab auch Leute, die haben alkoholhaltiges konsumiert. Das kann mitunter dazu führen, dass der Körper dieses direkt hektoliterweise an die Natur zurück geben will, worunter eventuell das Auto vom Chef dieser beiden Reinigungskräfte zu leiden hat, aber der kriegt das bestimmt nicht mit. Tschüß.

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Tier

16.03.2014 14:35
Netter ABend
Das Fotz

02.03.2021 12:03
Haut auf den Kack.
Das Fotz

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