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Antenna, Dark Hansen, Bijou Igitt, 09.08.2014 in Dortmund, Nordpol - Bericht von Fö & Tenpints

Antenna, Dark Hansen, Bijou Igitt 09.08.2014 in Dortmund

Fö: Einige Konzertalternativen heute, aber am Ende siegt die Bequemlichkeit. Würde ich jetzt sagen, wenn ich nicht den ganzen Tag damit verbracht hätte, die kulturelle Vielfältigkeit der Stadt zu erforschen. Angefangen beim Vegan Street Day, weiter zur neuen Burgerbude und schließlich mannigfaltiges Programm beim Hafenspaziergang. Wobei letzterer in diesem Jahr nicht wirklich viel zu bieten hatte, zumindest vom musikalischen Aspekt, aber viel zu gucken gab's trotzdem. Aber wir haben uns eh nicht allzu lange an einem Ort aufgehalten, schließlich hat man ständig Angst, dass urplötzlich irgendwo Kings Tonic auftreten könnten. Is doch so, da guckt man sich noch so oft misstrauisch um, und sobald man sich sicher fühlt, tauchen aus dem Nichts diese Typen mit ihren roten Käppis und den Gitarren auf. Schlimm ist das! Nichts wie weg, bevor die noch auf die Idee kommen, "Musik" zu machen.
tp: Hab mir den Hafenspaziergang dieses Jahr ganz geklemmt. Letztes Jahr bestand er ja aus einem Auftritt des Dinkelscherbener Sängers Andreas Kalb, der für ein elitäres Publikum von etwa zehn Leuten im Blücherpark von Pissrinnen sang. Fö hat Recht, dieses Jahr gibt es einfach nichts, was da auch nur annähernd herankommt. Also war ich JOGGEN am Kanal, und da bekam ich immerhin mit, wie ein grünalternativ aussehendes altes Ehepaar (oder so) einen herumlungernden Nordstadtbewohner ansprach, um zu erfahren, wie es sich denn hier so lebt. Wie man das halt so macht auf einer Expedition ins exotische Ausland.
Fö: Wer sich schon immer gefragt hat, was sich hinter den ominösen Kellertüren des Nordpol verbirgt - hier die Lösung.
Fö: Erste Band BIJOU IGITT. Selten dämlicher Name, aber wie unsere Kollegen von der Modezeitschrift Dremufuestias heraus gefunden haben, ist das lediglich eine Verballhornung einer Schmuckmarke.
Fö: Musik gefällt mir! So die Sparte deutschsprachiger Indiepunk, aber nicht zu weichgespült, neenee, da wird sich auch mal ausgekotzt. Mehr Oma Hans als Madsen, fasse ich das mal zusammen.
tp: Ich kann, obwohl ich gerade sonst gar nichts kann, Fös Einschätzung bestätigen. Erstaunlich gute Lieder wechseln sich mit erstaunlich schlechten ab.
tp: Die guten Lieder sind aber in der Überzahl. Trotzdem will keine Mega-Begeisterung aufkommen, irgendwas fehlt!
tp: Ein Glas Wasser anstatt einer Flasche Bier, nun ja. Vielleicht ein Hinweis.
Fö: Waren die echt nüchtern? Bei dem Unsinn, den die verbal so verzapft haben? Ekelhafte Profis.
Fö: Die Schuhmode des Sängers lässt vermuten, warum sie so gerne mit Antenna touren. Mit Dark Hansen aber anscheinend auch, so wird von einem Minigolfspiel erzählt, das jene kläglich verloren. Überhaupt, witzige Typen, diese Bijou Igitt. Sehr amüsantes Gelaber. "Das nächste Lied passt gut zum heutigen Abend, es heißt Kartoffelauflauf".
tp: Wasser statt Bier, wäre eigentlich eine gute Idee gewesen. Mein aktueller Zustand ist mit "jämmerlich" ganz gut beschrieben. Wen das interessiert? Na, mich natürlich. Ich bin eine BERÜHMTHEIT. Fö bietet mir gar einen Autogrammstundentisch fürs Bierschinken-Fest an; der Dauerkonsum von alkoholfreiem Bier richtet also offenbar auch ordentlich Schaden an.
Fö: Ich hab da mal ne Nacht drüber geschlafen und bin nochmal tief in mich gegangen. Letztendlich hat sich bei mir die Überzeugung verankert, dass das immer noch eine VERDAMMT GUTE IDEE ist!
tp: Nettes Tourplakat des Konzerts vom Vortag in Münster. Aus Münster ist M. angeradelt, um die Bands heute in Dortmund zu sehen. Und N. trinkt heute nicht. Alle verrückt geworden!
Fö: Dann DARK HANSEN. Vermutlich heißen die alle Hansen mit Nachnamen. Klares Indiz dafür ist ja wohl, dass sie aus Flensburg kommen, und in Flensburg heißt ja bekanntlich jeder Hansen mit Nachnamen. Außer die Zugezogenen.
tp: Die Studio-Aufnahmen fand ich im Vorfeld eher peinlich, der Auftritt aber zieht mich sofort in seinen Bann. Gebannt schieße ich ein Foto.
tp: Und noch eins. Cooler Move, das mit dem Frisur-unter-dem-Kapu-verstecken!
tp: Etwas mehr von der Frisur kommt zum Vorschein!
Fö: Dark Hansen haben heute einen schlechten Tag, weil sie im Minigolf versagt haben. Deswegen spielen sie vermutlich so dunkle Musik. Getragener Crust-Hardcore-Punk mit leichtem Hang zum Sludge.
Fö: Amtlicher Soundteppich also, den die Saiteninstrumente da verweben. Schlagzeugwirbelkram auch sehr amtlich. Huihuiui. Gesang (oder auch Geschrei) auf deutsch, Texte versteht man natürlich trotzdem nicht.
tp: FRISUR! Geil. Band: geil. Sehr aggro, sehr rhythmisch, ich wünsche mir lange Haare zum Headbangen.
tp: Richtig geil. Auch wenn der Sänger erst im Nachfassen nach oben gelangt, fast hätte es die beliebte Keiner-traut-sich-anzufassen-also-mach-ich-mal-nen-Kusselkopp-Nummer gegeben.
Fö: ANTENNA! Neue Band von den vier Typen hier aufm Bild. Musik ist so vertrackter Post-Prog-Musiklieber-Hardcore, versehen mit dem für Jonas typischen Rumgebölke.
Fö: Erinnert an die Hardcore-Band von Mike Patton. Zugegeben, ich hab keine Ahnung ob Mike Patton ne Hardcore-Band hat und hab mich auch sonst nie groß für sein Schaffen interessiert, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass eine Hardcore-Band von Mike Patton so klingen würde. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Aber ihr wisst wahrscheinlich selbst nicht, ob Mike Patton ne Hardcore-Band hat.
tp: Mike Patton in Aktion.
Fö: Mir ist das ja etwas zu vertrackt, sauviele Breaks und ganz viel Muckerkrams, da bin ich zu sehr Banause für. So platzt mir der Kopf beim Zuhören. Aber spannend ist das ja durchaus, was da so fabriziert wird.
tp: Ich find's geil, weil ich die Rhythmen gut nachvollziehen kann, finde es nicht zu ausufernd. Höre hinterher gar was von "italienischer Screamo-Kante". Ich erkenne vor allem Prog-Rock-Mathe-Jazz-Elemente und frage mich, wie um alles in der Welt die das auswendig spielen können. Andere erkennen überhaupt nichts und finden's einfach langweilig. Da scheint die Bandbeschreibung ("Hä?!") ja mal ins Schwarze getroffen zu haben.
Fö: Drei von vier Bandmitgliedern sind ohne Schuhe auf der Bühne. Dafür wurde Häbba dann nachm Gig auch rausgeworfen, ich kann mich da an so Gesprächsfetzen erinnern: "Häbba, du bist ja echt n guter Typ und so, aber ey, die Schuhe, DAS GEHT GAR NICHT! DU BIST RAUS!". Jaja, schon schlimm, dieses Business.
tp: Jonas läuft hinterher mit einer Spitzflasche voll mit einer dunkelgelben Flüssigkeit herum und macht mich nass. Eine Grenzüberschreitung, die natürlich von allen Anwesenden nicht nur gebilligt, sondern auch begrüßt wird! Cool.
tp: NOVUM des Abends: nur zwei Hansa getrunken, sonst die teurere Variante. DAS WAR EIN FEHLER. Nächste mal wieder nur Hansa, da weiß man was man hat! Zum Wohl.

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Gerdistan
(Gerdistan)
11.08.2014 12:03
Ich hoffe, alle Beteiligten haben sich hinterher ordentlich die Füße gewaschen! Besonders Tenpints.

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