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The Detectors, Blut Hirn Schranke, Barren Land, 24.08.2014 in Dortmund, Nordpol - Bericht von der Redaktion

The Detectors, 24.08.2014 in Dortmund

Philriss: Sonntagabend geht man in die Nordstadt. Der Fö hat ein paar Hochkaräter eingeladen. Einen Tag zuvor wurden noch n knappen Kilometer Luftlinie Nazis mit Steinen vom Dach einer besetzten Kirche beschmissen.
Fö: Ich hatte ja tatsächlich nachts noch die Fantasie, das Konzert in besagte Kirche zu verlegen. Aber war wohl zu spontan. Dann also Nrdpl, die kleine kuschelige Kneipe mit den vielen Sofas, die alle raus müssen, damit Platz fürs Konzert ist. Ich kehr die einfach alle unter den Teppich und hoffe dass das keiner merkt. So, der Ansturm kann kommen.
garagephotographer: Das Nordpol mausert sich wirklich zu einer feinen Location für Konzerte. Allerdings prangere ich an, dass am Eingang keine Vollbärte leihweise zur Verfügung gestellt werden. Ich war somit definitiv underdressed.
schlossi: Memo an mich selbst: es ist die Tür, wo Nordpol drüber steht. Nicht die daneben.
Philriss: Erste Band: Barren Land von hier umme Ecke. Gibts seit knapp eineinhalb Jahren, mussten aber kurz nach der Gründung ne Zwangspause einlegen: ihr Bassist hatte sich beim Skateboardfahren den Arm gebrochen.
Fö: Meine Lieblingsband. Zur Begrüßung serviere ich ihnen Cocktails, während sie sich auf dem Kanapee Weintrauben einverleiben. Zumindest in einem Paralleluniversum wird das so gewesen sein.
schlossi: Meinst du das Paralleluniversum, in dem auch die Weltmeisterschaft im Affentennis ausgetragen wird?
Fö: Das Paralleluniversum im Nordpol-Keller? Du willst gar nicht wissen, was sich darüber für Gerüchte ranken!
garagephotographer: Kürzlich noch gesehen in Schwerte. Band fängt an, Laden ist voll, feine Sache an 'nem Sonntag früh.
schlossi: Mensch, ich hab die auch kürzlich noch in Schwerte gesehen, war da aber so mit fotografieren beschäftigt, dass ich von der Musik gar nicht so viel mitbekommen habe. Heute sitz ich an der Kasse. Das nächste Mal mach ich einfach nix, außer zuhören.
Philriss: Ich sach ma: läuft. Anfangs schien es mir noch ein bisschen nervös, aber spätestens mit dem dritten Song haben sie sich und ihren Rhythmus gefunden und bieten ne ordentliche Wucht Geknüppel, Geschrei und Geschrammel.
Fö: Ich find den Auftritt geil. Reicht jetzt zwar eigentlich mal langsam mit Barren Land live sehen (meine Buchungs-Anfragen landen mittlerweile schon im Spam, erzählen sie), aber das heute ist, sagen einige, der beste Auftritt der Barrener Länder. Gab sogar mal ne längere Ansage. Hab nur nicht verstanden, worum's ging.
garagephotographer: Bin nicht völlig begeistert und versuche krampfhaft, kein Bier in meinen Fotoapparat zu kippen. Immerhin klebt das Objektiv nicht mehr an der Kamera fest.
schlossi: Trink doch mal'n Wasser. Das klebt nicht so.
Philriss: Zwischendurch lässt sich Fö neue Facebook Profilfotos machen. Motiv ist das Gleiche, aber n frisches T-Shirt hatter wohl an...
garagephotographer: Ich mag ja diese persönliche Note mit der die Gäste begrüßt werden.
Philriss: Im Anschluss spielen Hirn Blut Schranke aus Düsseldorf. Sie beschweren sich noch, dass sie vom Fö als Hipsterhardcore betitelt worden wären; dabei passt das eigentlich ganz gut.
Fö: War ein erhabener Moment, als Schranke Blut Hirn sich über diese Genrebezeichnung echauffierten: Ich hab noch nie so viel zustimmendes Nicken auf einem Haufen gesehen wie das, was in diesem Moment durchs Publikum zog!
garagephotographer: Früher war ja weniger Hipster. Gabs Leinenbeutel am Merchstand? Aber großartiger Bandname.
schlossi: Die Blut-Hirn-Schranke ist im übrigen eine bei allen Landwirbeltieren vorhandene physiologische Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem zentralen Nervensystem und schützt das Gehirn vor im Blut zirkulierenden Toxinen, Krankheitserregern und Botenstoffen. Ja, ich bin ziemlich schlau. Und mein Freund Wiki auch.
Philriss: Das Nordpol ist winzig, der Platz vor der "Bühne" begrenzt und die nicht unter den Teppich gekehrten Sofas stehen auch noch überall im Weg. Vermutlich erinnert die Szenerie unter anderem deshalb so sehr an Pumakäfig, weil der hirnblutbeschränkte Sänger eifrig auf und ab im Kreis läuft und immer mal wieder versucht, überrascht ins Publikum zu stoßen. Doch die Menschen stehen hier wie eine Wand, da ist kein Durchkommen...
garagephotographer: Ist auch immerhin so voll, das aus den vorderen Reihen keiner den Laden verlassen kann. LockIn-Effekt kann nicht nur Apple.
garagephotographer: Ein bisschen generisch ist er ja schon, der Bandname. Dafür fein säuberlich die Setlist drapiert.
Fö: Einen der Songs, ich glaube es war Schein Strich Matt, haben sie sogar als "Hit" angekündigt. Ich mag dieses ehrliche, grundsolide Selbstbewusstsein mit der dezenten Brücke zur Selbstironie.
Fö: So Kay, wie fühlt sich das an wenn mal jemand die Kamera auf DICH richtet?
Philriss: Ob nun Hipster hin oder Hipster her, die Mucke weiß zu gefallen. Den Gesang hätt ich mir noch n Ticken lauter gewünscht, aber ansonsten war das mir entgegen geschmetterte Soundbollwerk ein Ohrenschmaus.
garagephotographer: Jau, dem stimm ich zu, gefällt.
schlossi: Bin ebenfalls ganz angetan, aber ich trink ja auch Club Mate und werd nervös, wenn mein (Bierschinken-)Jutebeutel nicht in der Nähe ist. Außerdem hat der Gitarrist die Haare schön.
garagephotographer: Schön retro übrigens auch die Art der Gitarrengurtbefestigung mit diesen Bierflaschengummidingern. Bei uns auffem Land waren die immer von Pott's Flaschen, keine Ahnung was man da in Düsseldorf nimmt.
Fö: Wir irgendwann so: Ausverkauft. Danke an die zahlreichen Besucher, an dieser Stelle. Ist eigentlich irgendwer nicht reingekommen? Wenn, dann Sorry! Gibt'n Bier beim nächsten Mal.
Philriss: Zum Schluss trumpfen dann The Detectors aus dem hohen Norden auf. Auf dem Flyer stand Kiel, aber der Bus war aus Flensburg... Alles dasselbe, haucht mir Fö zu. Alles das Gleiche, korrigiere ich ihn.
Fö: Liegt bekanntlich eh alles im Schwobeländle.
schlossi: Ein sehr entspanntes Land, dieses Schwabenland.
garagephotographer: Musikalisch ein klarer Bruch, viel zu wenig Vollbärte und viel zu melodisch.
garagephotographer: Gefallen mir live besser als auf Platte, aber irgendwann hab ich die Ohren voll von Background-Ahahahs und -yeahyeahyeahs.
schlossi: Ich bin überrascht. Kann mich sowohl live, als auch auf Platte für die Detectors begeistern...waren die beim Ex-Fest auch schon so gut?
Fö: Ich stimme dem "beides begeistert" zu. Die Band selbst besteht übrigens aus totalen Musiknerds, die ihren eigenen Auftritt total schlecht fanden. Da kann ich nur ratlos mit den Schultern zucken.
Fö: Ich find jedenfalls alles geil. So mehrstimmig und so, und abwechslungsreich sind die Lieder auch, trotz der eigentlich schon oft genug gehörten Zutaten (ahahas und yeahyeahs, ihr wisst). Geht gut rein!
garagephotographer: Im Hintergrund übrigens ein Banner einer neuen Nordstadt-Initiative. Macht überhaupt den Anschein, als wenn sich da grad 'ne Menge bewegt. Im Vordergrund immer noch die Detectors.
Fö: Die bewegen sich auch.
Fö: Oh, zum Abschluss noch ein Schlagzeugerfoto. Keine Ahnung ob Manuels Gastspiel von Dauer ist, die Detectors machen sich ja einen Running Gag daraus, nen neuen Schlagzeuger zu suchen.
Fö: Wie auch immer. 3 tolle Auftritte, angenehmes Sonntagspublikum, und am nächsten Tag erzählt mir meine Nachbarin, was für nette Gäste ich hätte. Geilo. Weitere Bierschinken-Nordpol-Kooperationen: 16.11. Idle Class/Starry/No Surprising News, 05.12. DivaKollektiv/Lulu & die Einhornfarm/Rasender Stillstand. Vorher noch 10.9. Mad Choice und 27.9. Youth Avoiders nicht vergessen!

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