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Operation Semtex, Dörpms, Curb Stomp, In Vino Veritas, 14.11.2014 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von Zwen

Operation Semtex, 14.11.2014 in Schwerte

Oi! It's Weekend! Nach langen Diskussionen und noch mehr Glatzen-Witzen im Vorfeld gab es mal wieder ein Oi!-Konzert im Rattenloch. Ich war übrigens schon lange vor Beginn im Rattenloch, wo hektisch die letzten Vorbereitungen für einen guten Abend getroffen werden. Ich half natürlich tatkräftig mit...den Kühlschrank etwas leerer zu machen.
Philosophische Fragen auf dem Hinweg: Wer hat eigentlich dieses Gitter kaputt gemacht? Tauben? Rentner? HoGeGi (Hooligans gegen Gitter)? Und was soll dieses Gitter? Könnte etwas von der Decke runterbröckeln? Bin ich hier sicher? Bin ich irgendwo sicher?
Im Rattenloch ist man natürlich schon vor offizieller Eröffnung guter Dinge. Die einen wirbeln herum, putzen, fegen, oder zählen den Bestand, während die anderen Bier trinken, oder aus AZ-Flyern lustige Hütchen für Bierflaschen basteln.
Typisch Karlotta, hälste ihr den Finger hin, beißt sie erstmal ein großes Stück ab.
Aber kommen wir nun zum unangenehmen Teil des Abends: Dicke, glatzköpfige Männer in Polohemden sowohl anhören, als auch angucken. Erste Band ist IN VINO VERITAS
Die haben sich hinterher noch ins Line Up gemogelt. Hab mir im Vorfeld mal Räudiges Hamburg von den Typen angehört. Klang so ein bisschen wie Eight Balls, aber deutlich unverständlicher und eintöniger.
Live wurde das ganze dann noch viel krasser. Die Jungs spielen da einen Oi!-Matsch bei dem man beinahe kein Wort versteht.
Irgendwie ist das auch ziemlich dicke Eier Musik. Kein Ahnung, nicht meins.
Meine Eier werden auch nicht größer, dafür bringe ich es fertig, das mir aus der Hand gerutschte Bier mit meinem dritten Bein aufzufangen. Hat natürlich wieder keiner gesehen.
"Für die Punkas" gibt es dann noch ein sehr merkwürdiges Cover von Ata, Fit, Spee von Schleimkeim. Was der ein oder andere dann auch als Tanzaufforderung sieht.
Abschließend möchte ich diese Band jetzt auch nicht total platt schreiben. Ist halt ultra-prolliger Oi!, wo jeder Song gleich klingt. Wenn man nun eine Vorband sucht, die einen "netten" Auftritt spielen soll, trotzdem aber das glatzköpfige Publikum etwas in Stimmung bringen soll, dann ist man bei diesen Herren wohl an der richtigen Adresse.
Außerdem haben die Jungs wohl immer Bock aufzutreten und spielen auch für den plattesten Geldbeutel. Skins haben halt noch Geld!
Apropos prollig...aber weiter zur nächsten Band.
CURB STOMP aus Dortmund; haben sich ja auch bereits über die Stadtgrenzen einen Namen gemacht. Ich selbst habe viel gehört, aber noch nichts konkretes gesehen. Haben ja auch ein Video auf YouTube, welches mir dann aber doch wieder zu prollig ist. Keine Ahnung, man kann sich ja ruhig selbst besingen, aber dieser ganze Roots-Kult, da bin ich jetzt nicht so drin.
Heute treten die Jungs ohne ihren Sänger auf, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht da sein kann. Da senden wir doch mal 'ne "Gute Besserung" in die Welt. Der Herr Gitarrist übernimmt dafür den Gesang. Macht er auch gut!
Witzig: Während Curb Stomb auf der Bühne ihre Stadt und ihre Wurzeln und was weiß ich noch feiern, feiern die Sauerländer vor der Bühne ihr Sauerland. Menke darf dann sogar auf die Bühne.
Ein weiterer Höhepunkt des Auftritts ist übrigens das Featuring mit Nisi von GroßeBombeAllesWeg. Auch wenn es im Song mal wieder um "Maloche" geht, ist das trotzdem mal 'ne Abwechselung.
Für noch mehr Abwechselung soll dann wohl auch das Covern von Watch your Back von Cock Sparrer sorgen. Darauf hätten sie aber gut und gerne verzichten können.
Insgesamt ist der Auftritt dann aber doch ganz gut gelungen. Müsste ich mir eigentlich noch mal in kompletter Besetzung angucken. Das (nicht nur) glatzköpfige Publikum feiert es übrigens auch.
Apropos Glatze...aber ich verliere das Niveau. Lieber etwas frische Luft schnappen.
Das Rattenloch ist übrigens endlich mal wieder gut gefüllt. Idioten sind auch keine da; zumindest keine unangenehmen.
So, Gehirn mit Sauerstoff versorgt. Bin bereit für die nächste Band. DÖRPMS aus...na? na? na? Natürlich DOOOORTMUND!!
Im Vorfeld habe ich mich auf diese Kombo am meisten gefreut.
Naja, ihr habt ja bestimmt schon gemerkt, dass ich in diesem Oi!-Dingen nicht sooo drin bin. Eigentlich mag ich das Prollige nur, wenn es mit einem Augenzwinkern rüber gebracht wird, und sich die Herren mit den Tattoos auf der Bühne nicht ganz so ernst nehmen.
Bei Dörpms ist das meiner Meinung nach der Fall. Hier wird auch mal das Konzert unterbrochen um ein Bierchen zu trinken.
Und noch was. Ist dieser Gitarrist nicht irre niedlich?! Bin ja ein bisschen verliebt.
Auch sonst habe ich großen Spaß an den Jungs. Die Songs gehen ins Ohr und nicht wieder raus. Das gefällt mir so gut, dass ich mir vor der nächsten Band noch die schon gar nicht mehr so aktuelle Scheibe "Alles kann...nichts muss" besorge. Kann ich euch übrigens empfehlen, das Dingen.
Einziger Kritikpunkt ist die Setlist: Kein Haste Mal Zeit?, kein Pils'n Export Oi! und keine Mudda in Pumps, obwohl wir das noch nachträglich auf die Liste gesetzt haben. Menno!
Dafür stürmt die Drinking Crew dann noch die Bühne, und singt Musik, Bier & Gute Laune. Sehr gut, ja das ist fast wie die Mudda in Pumps.
Ein großartiger Auftritt, und wenn ich das nächste Mal komme, dann sieht die Setlist vielleicht schon anders aus.
Zum Schluss spielen noch OPERATION SEMTEX. Immer wieder gut.
Geht richtig nach vorne und das Publikum feiert ausgelassen. Dieses Mal geht auch nichts kaputt, dachte ich zumindest, bis Schoko uns wissen ließ, dass seine Fußmaschine auseinander gefallen sei.
Zum Glück kennen die Jungs alle Folgen von MacGyver auswendig, und deshalb kann Schoko problemlos mit einem Kulli, einem Schnapsflaschen-Etikett und einem Haar die Tretmühle wieder reparieren. Er braucht dafür zwei Minuten.
Heidewitzka! Der Mob ist total am ausrasten. Die Körperteile fliegen.
So langsam kann ich mich auch nicht mehr halten und stürze mich ins Getöse. Das passiert auch nicht alle Tage!
Letztendlich war es wieder mal ein sehr geiler Auftritt von den Jungs von Semtex und ein wirklich lohnender Abend im Rattenloch.
Auf bald!

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