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Boy, Christmas, Redlight 6, 15.11.2014 in Essen, Südrock - Bericht von Fö & Coco

Boy, Christmas, Redlight 6, 15.11.2014 in Essen

Fö: Als Christmas-Max irgendwann mal erzählte, sie würden mit Boy auf Tour gehen, war ich ja erstmal ziemlich überrascht, habe ich mit dem Namen doch eher so ein komisches Indie-Pop-Duo assoziiert. Aber Max versicherte mir, dass das musikalisch sehr gut zusammen passen würde! Es stellte sich dann aber heraus, dass der Name "Boy" offensichtlich doch nicht unbedingt der originellste ist und in dem Fall eine tschechische Punkband gemeint war. Nagut, dann ist das wohl in Ordnung.
Coco: Die gastfreundlichsten Saarländer kommen zu Besuch nach Essen. Und dann auch noch ins Südrock. Da war ich noch nie, dabei liegt das nur fünf Gehminuten von meinem neuen Zuhause entfernt. Also mehrere Gründe, heute vor die Türe zu gehen.
Fö: Erste Band heute: REDLIGHT 6. Rockabilly bis Punk'n'Roll. Bassgeklapper mit rauem Gesang. Gibt schlimmeres, gibt aber nunmal auch besseres, insbesondere in diesem Genre, so dass ich das Treiben auf der Bühne doch irgendwann ziemlich eintönig finde.
Coco: Hui. Ich höre ganze zwei Lieder lang zu. Ab dem dritten schweife ich gedanklich ab. Beim fünften bin ich beinahe eingeschlafen, beim sechsten renne ich schnell raus.
Da hören sich einfach alle Lieder gleich an. Und der Gesang...ach lassen wir das. Musikrichtung nicht meine, Umsetzung sehr...äh...unaufgeregt.
Fö: Ein kleines Highlight war wohl ein Cover-Medley bestehend aus diversen Evergreens, die ich alle vergessen habe. Doch, an "For You" kann ich mich erinnern, und ich glaube "Bad Moon Rising", und als finalen Höhepunkt Turbonegros "All My Friends Are Dead", weil es auf einem Konzertabend mit hohem Turbojugend-Anteil quasi unabdinglich ist, Turbonegro zu covern. Hm.
Fö: Nicht so mein Fall, diese Rotlicht-6. Größtes Manko war dann wohl, dass der Auftritt gefühlt 2 Stunden dauerte, ich bin halt einfach die kuren 20-Minuten-Sets gewöhnt.
Fö: Zugegeben, CHRISTMAS spielen auch länger als bloß 20 Minuten, aber da passiert wenigstens was. Oberkörperfrei schon vor dem Auftritt, das muss man auch erstmal können. Zum Glück hat der Veranstalter im Vorfeld die Heizung aufgedreht.
Fö: Tommy zieht nach und geht in den Oberkörercontest, stilecht mit Halstuch. Max schlägt ihn direkt vor als "Germanys Next Crackmodel".
Fö: Zum Auftritt, so ansonsten: Ich bin mal wieder äußerst angetan davon, wie gut Christmas mittlerweile sind. Ist zwar immer noch kein neuerfundenes Rad, aber das will hier auch keiner. Vor allem der äußerst agile Max zieht mal wieder alle Augen auf sich.
Coco: Der Grund meiner Anwesenheit heute. Ich bin eigentlich kein Freund von Turbonegro-Gedächnis-Musik; aber bei Christmas ist immer eine prächtige Show garantiert, das gucke ich mir doch gerne an.
Fö: Neues Material gibt's auch zu hören, neues Album ist ja in Planung, aber die alten Sachen funktionieren auch ganz hervorragend und insbesondere die anwesenden Turbojugendlichen zeigen sich durch gelegentliches Mitsingen aus.
Fö: Ist ja eh nicht einfach, bei nem Christmas-Konzert vorne zu stehen, ohne dass Max einem das Mikrofon in die Fresse hält. So ist das halt im Punk, das Publikum muss Angst vor dem Künstler haben. Das wusste schon GG Allin.
Coco: Ich hab auch mal ein Mikro vorgehalten bekommen. Dabei kann ich doch überhaupt gar nicht mit singen!
Coco: Etwas muss man der ersten Band nachträglich noch zugute halten: Ich dachte erst, meine Fresse, was singt der Typ in einer Band, der hat ja gar keine Stimme. Bei Christmas merke ich dann aber, dass der Gesang hier ebenfalls wie aus der Gießkanne heraus klingt. Warscheinlich liegt es also irgendwie am Sound, dass heute alle Sänger klingen, als würden sie durchs Heizungsrohr bölken.
Coco: Ansonsten aber alles tutti. Musikrichtung ist zwar wie gesagt auch nicht meine, aber hier wird man zumindest bestens unterhalten. So muss eine Punkrock-Show aussehen. Ich bin glücklich und zufrieden.
Fö: Das obligatorische Turbonegro-Cover darf selbstverständlich (gähn) auch nicht fehlen. Diesmal trifft es "Ride with us", was immerhin ein Lied ist, das ich nicht schon unendliche Male gecovert gehört habe und das trotzdem ein ziemlicher Hit ist.
Fö: Danach BOY. Den Anfang verpasse ich und bin, als ich den Kegelbahn-Konzertraum betrete, schon ziemlich überrascht, wieviel buntes Chaos die Boys schon in die Menge geschmissen haben - in Form von Konfetti und eigenhändig gefälschten Dollarnoten. Scheint ja ne ziemliche Partyband zu sein!
Fö: Auch hier haben wir wieder einen ziemlich extrovertierten Sänger. Der übrigens im Laufe der Tour gemerkt hat, dass er gegen die Schminke, die er sich sonst um die Augen schmiert, eine Allergie entwickelt hat. Hoppla. Dann also heute mit Sonnenbrille und Kamille-Auflage.
Fö: Achja, Musik: Die erinnert mal wieder an Turbonegro. Etwas räudiger (was aber auch am heutigen Sound liegen kann) und irgendwie auch mit ziemlichem Partyfaktor. Auch die Optik passt, an diesem uniformierten Look hätte der Stylesheriff seine wahre Freude.
Coco: Irgendwer sagte: Die Bullen kommen doch gar nicht aus Tschechien? Haha!
Coco: Eigentlich begeistert mich diese Show hier auch nur so mäßig. Aber der Gitarrist hier links im Bild! Der fiel bereits im Vorfeld positiv auf, da er während des Auftritts von Christmas hinter die Bühne stolperte und dabei beinahe im Schlagzeug landete. Max mutmaßte daraufhin schon, er sei kotzen, oder schlafen, oder beides. Beim letzten Akkord von Christmas riss er dann aber den schönen roten Vorhang im Hintergrung auf, um mit ausgebreiteten Armen und einer "Tata!"-Geste da zu stehen. Herrlich!
Fö: Ansonsten auch ganz gut Unterhaltungsfaktor. Kurzweiliger Auftritt. Hatte mir allerdings, nachdem ich im Vorfeld doch so einige euphorische Stimmen über die Livequalität der Band gehört hatte, da etwas mehr von versprochen. War schon geil, aber komplett in seinen Bann gezogen hat mich das nicht.
Coco: Hier ist er wieder, links im Bild, Unterhaltungsfaktor Nr.1 des heutigen Abends. Seine Bandkumpanen scheinen ihn so weit runter gedreht zu haben, dass man sein Geschrammel nur noch im Hintergrund erahnen kann.
Aber! Zweimal schmeißt er fast den Boxenturm an der Seite um. Weil er sich während dem Spielen betrunken dran lehnen wollte. Coolster Move aber war: Einfach mal geradeaus auf die Fresse legen, mit dem Gesicht zuerst, weil die Hände brauchte er ja beide zum Gitarre spielen. (Gut, dass es hier keine richtige Bühne gibt!) Aufstehen, erfolglos versuchen, auf den Fußpedal-Dingern rum zu treten, die er beim Fallen unter sich begrub, aufgeben, einfach weiterspielen. Dabei Sonnenbrille und aussehen, als sei alles in bester Ordnung.
Ich bin wirklich schwer beeindruckt!
Fö: Die Umfrage, ob hier jemand was auch tschechisch kann, verlief irgendwie ins Leere. Ein Lied in ihrer Heimatsprache spielen Boy dann aber trotzdem noch. Der einzigen Satz, den Sänger Martino auf deutsch kann, hat irgendwas mit gefährlicher Waffe und Hose zu tun.
Coco: Fazit Boy für mich: So viel Konfetti, dass man am nächsten Morgen noch in diversen Kleidungsritzen welches fand. Find ich gut! Musik so lala, aber halt auch wieder nicht so meins. Unterhaltungsfaktor: 2+. Unterhaltungsfaktor des Gitarristen mit der pinken Sonnenbrille: 1+ mit dreihundert Sternchen!!!
Coco: Das Südrock ist übrigens sympathisch. Halt eine Kneipe und kein AZ, Getränke also eigentlich etwas überm Budget. Aber sehr gemütlich und bei dem Konzertraum im Keller handelt es sich eigentlich um eine Kegelbahn. Es wollte aber niemand die Bands umkegeln. (Den Witz hat schonmal jemand gemacht, oder?)

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