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Abfukk, The Grabowskis, Slup, 20.06.2015 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von der Redaktion

Abfukk, 20.06.2015 in Schwerte

Zwen: Abfukk ist ja nun so eine Band, welche mich noch nicht zu überzeugen wusste. Da es jedoch dieses Wochenende etwas an Alternativen mangelt und ich Slup sehen will geht's mal wieder ins Rattenloch Schwerte. Außerdem habe ich ein leicht schlechtes Gewissen, weil ich schon bei den letzten Konzerten nicht anwesend war.
Fö: Mich konnten Abfukk eigentlich meistens überzeugen, hab sie nur in den letzten Monaten einfach zu oft gesehen, das nutzt sich irgendwann ab. Dann wären da noch die Grabowskis, auch die sieht man ja öfters, mal am Glas, mal auf der Bühne, mal beides...und natürlich Slup! Die hab ich noch nicht so oft gesehen. Kann man machen. Und heute sind eh nicht wirklich Alternativen (mal abgesehen von Helene Fischer und den Onkelz, wobei ich nicht in Erfahrung bringen konnte ob die nun wenigstens gemeinsam auftreten, um sich nicht unnötig gegenseitig das Publikum wegzunehmen). Zwen faselt außerdem irgendwas von Schichtdienst heute, also trete ich meine Schicht erst verspätet an und tauche irgendwann am Ende des Grabowskis-Gigs auf.
Sackabreisser: Auch mich konnten Abfukk bisher live immer überzeugen und auch das neue Album läuft Zuhause oft. Zudem feiert Björn heute seinen 30. Geburtstag mit diesem Konzert. Also zwei triftige Günde, um sich heute mal wieder so richtig gehen zu lassen.
Zwen: Hier im Bild übrigens der Kunterbunt-Biergarten mit gemütlicher Außengastro. Die Tische - also der eine Tisch - verfügt sogar über eine herrlich anzusehende Begrünung. Irgendwer hat hier nur seinen ostdeutschen Dosenschnaps "Oster" vergessen.
Sackabreisser: Nicht zu vergessen das die Begrünung auch drehbar ist und somit quasi niemals langweilig werden kann. Muss man sehen um es zu glauben.
Zwen: Den Opener machen heute die GRABOWSKIS. Sehr oft gesehen, gute Band, aber eigentlich habe ich mir vorgenommen, mal ein Pause bezüglich dieser vier Herren einzulegen.
Zwen: Zu Anfang geht es anscheinend nicht nur mir so. Der Pool füllt sich nämlich erst allmählich. Die kunterbunten Lokal-Fans sind natürlich da und auch ein paar Leute von außerhalb haben sich hierhin verirrt.
Zwen: Grabowskis selbst geben auch wie immer alles, aber Lieder wie FCK CPS, Bewegung und Biokuh und Arbeiterklasse sind zwar echt Hits, aber irgendwie scheint es einigen wie mir zu gehen und so werden die Tanzschuhe trotz Textsicherheit weitestgehend im Schrank gelassen
Zwen: Der von Enno ausgerufene Bühnensturm bleibt auch komplett ohne Resonanz. Dann gibt es noch ein paar neue Lieder, bei denen dann auch die Textsicherheit wegfällt. Hmm...Auftritt an sich gut, Stimmung irgendwie unteres Mittelmaß.
Fö: So, Reisegruppe "irgendein Zug aus Dortmund" ist mittlerweile auch angekommen! Ich finde eigentlich, dass es schon recht voll ist vor der Bühne, dafür dass da grad die erste Band spielt. Die wurden kürzlich vom Ox geadelt, was ja auch mal Zeit wird, nachdem wir hier bei Bierschinken seit Äonen versuchen, die Grabowskis ein wenig zu pushen!
Fö: Ich bin pünktlich zum Ende des Sets angelangt, an dem die Grabowskis ein paar neue Songs vor die Meute schmeißen, uns netterweise aber vorwarnen, damit alle rausgehen können, die nur die alten Sachen hören wollen. Cool! Es war zumindest ein ziemlicher Hit dabei. "Randale Randale, denn wir sind Asoziale". Das können auf Anhieb so einige mitsingen!
Zwen: Was soll eigentlich der Scheiß mit diesen dämlichen Hüten?
Fö: Schlimmer Schlagerrock eben. Das mit den Hüten ist ja schon grauenvoll, aber als Fisher dann noch den Schellenkranz rausholt, frage ich mich, ob ich nicht doch bei seiner Namensverwandten Helene gelandet bin.
Sackabreisser: Wie immer unpünklich stolper ich zu den letzten Klängen der Grabowskis vor die Bühne. Da ich die Grabowskis in letzter Zeit einige Male gesehen habe, ist es heute nicht ganz so schlimm dass ich heute nicht in den Genuss von so hochwertigem Schlagerrock komme, nächstes Mal wieder!
Zwen: Danach spielen SLUP, weswegen ich hier bin. Ich gehe aber mal lieber Thekenschicht machen. Liebe Kollegen, was habt ihr denn zu Slup zu sagen?
Fö: Den Anfang verpasse ich, weil ich wichtige Gespräche über habbichvergessen führen musste. Konversation ist ja sehr wichtig!
Fö: Aber soweit find ich Slup ganz töfte. Muss ja zugeben, die damals, vor ihrer Auflösung, nie gesehen zu haben, außer dem Logo auf Tausenden Flyern, weswegen ich bei der Band etwas unbedarft bin. Kommt aber gut. Schöner 90er-Krams, wenn auch mit etwas steifer Hüfte.
Sackabreisser: Ich sehe Slup heute zum gefühlten 100sten Mal.Was aber nicht wirklich schlimm ist könnte sie mir auch noch 100 Mal anschauen.
Fö: Das Publikum tanzt Ringelreih, und einige sind spürbar Fans. Da geht einem doch das Herz auf. Bei Slup hat man nun wirklich nicht den Eindruck, dass sie wieder da sind, um Kohle zu scheffeln - dazu sind sie wohl eh zu unbekannt. Aber ich hab auch nicht wirklich den Vergleich wie es vorher war.
Sackabreisser: Vorher wars genauso!
Fö: Skatepunk eben. Mal melodisch, mal etwas rockiger, ab und zu ziemlich tanzbare Gute-Laune-Melodien, alles ganz fein. Obwohl die Songs teilweise 20 Jahre und mehr auf dem Buckel haben.
Sackabreisser: Melodic Punk mit ein paar Offbeat-Einsprengsel, Ende der 90ern war der Sound der letzte Schrei, funktioniert aber auch heute noch gut.
Sackabreisser: Ihr Hit "just a Cowboy" wurde zu meinem Erstaunen schon zur Mitte des Sets rausgehauen. Am Ende aber konsequent nochmal vom Publikum eingefordert. O-Ton: Ey spielt nochmal dat mit dem Cowboy!
Sackabreisser: Slup zocken sich souverän durch ihr Set, nachdem sie ihre Setlist wieder ausgegraben haben. Zum Ende hin macht sich Sänger Jens noch oben rum schön nackig und hat somit restlos meine Begeisterung gewonnen. 
Fö: Gen Ende hin wurd's doch etwas eintönig, insbesondere wenn man, wie ich, kein Lied kennt (oder in meinem Falle genau eins). Zudem bin ich kein großer Fan von durch Zugaben in die Länge gezogenen Auftritten, was mich anscheinend von Sänger Jens unterscheidet: "Wenn auch nur einer Zu Gabi schreit, mach ich das!". Zu Gabi ist so ein selten flacher Wortwitz, der kann doch nur aus den 90ern kommen.
Sackabreisser: Ich finde es heute auch etwas lang und mein ADHS meldet sich. Muss dringend zur Theke, es etwas beruhigen. Auf dem Weg dorthin muss ich einfach noch eins dieser richtig geilen Louis de Funes T-Shirts  in XS kaufen.
Zwen: Thekenschicht vorbei - Slup vorbei - Großartig! Immerhin kommen noch ABFUKK. Ich sage Fö, dass ich jetzt übernehme, worauf dieser hinter der Theke verschwindet.
Fö: "Eins für dich, eins für mich". Theke - kann ich.
Sackabreisser: Du dahinter, ich davor. So muss dat sein!
Zwen: Also, Abfukk sind ja eigentlich schon ganz geil, irgendwie springt bei mir nur der Funke nie so ganz über.
Sackabreisser: Bei mir brennt direkt der ganze Baum!
Sackabreisser: Es wird direkt voll im Pool und der Mob geht steil!
Zwen: Das da ist echt eine sehr amtliche Punkshow. Nur die ersten paar Lieder verbringt der Sänger auf der Bühne und hüpft dann die ganze Zeit durch den Pool, ohne Rücksicht auf Scherben, Leute, Technik - geil.
Sackabreisser: Ich hüpfe spontan mit dazu und es braucht ganze 2 Sekunden, bis sich das Mikrokabel wie ein Lasso um meinen Fuß wickelt und mich auf den flitschigen Boden befördert. Zum Glück lande ich auf Klute und dem Lawigat und falle somit schön weich. 
Zwen: Da ich mich nie so wirklich mit Abfukk beschäftig habe, kann ich nicht sagen, ob die Setlist gut war, aber "Alles was ihr wissen müsst" war dabei und ich erwische mich selbst, wie ich anfange mitzugröhlen.
Sackabreisser: Es geht querbeet durch beide Alben und die EP. Von allem was dabei. Zwischen durch knackt Björn die Grenze vom jungen Mann zum Mann mittleren Alters und die Band und Publikum gratulieren standesgemäß und überreichen die Geburtstagstorte!
Zwen: Zwischenzeitlich linse ich mal zur Theke rüber und bekomme gerade noch mit, wie ein paar Punker, die eindeutig "Hansa" bestellt haben, von Fö drei Flaschen Jever Fun in die Hand gedrückt bekommen. Die Punks lassen sich jedoch nichts anmerken, was entweder an der Höhe ihres Alkoholpegels, oder an Fös sympathischem Lächeln, liegt.
Fö: Da die Punker von heute eh ausschließlich mit Fuffis zahlen, ist denen nicht mal aufgefallen, dass sie nicht nur das teurere Getränk trinken, sondern auch zahlen mussten. Muahaha!
Sackabreisser: Baseballkeule und Kreatin vom neuen Album zünden live und das Publikum grölt ordentlich mit.
Sackabreisser: Der Sänger mischt sich die meiste Zeit des Auftritts unter das Publikum und sucht Körperkontakt.
Sackabreisser: Es wird ordentlich getanzt, Bier verspritzt und geschwitzt. Dadurch wird es aber auch zunehmend flitschiger im Pool und die Leute schlittern ordentlich hin und her und  einige Leute scheppern besorgniserregend auf die Treppen. Da Punks aber in der Regel zu 26% aus Gummi bestehen, scheint niemand zu Schaden zu kommen. Freds Bierfonäne sitzt und trifft mich mitten im Gesicht. Peng, voll in die Fresse!  Ich unterstelle ihm mal dass er einfach besorgt war dass ich etwas überhitze!
Sackabreisser: Mir gefallen Abfukk heute auf der kleinen Bühne bzw davor besser als beim letzten Mal im FZW auf der Clubbühne. Hier entfaltet sich ihre Energie um einiges mehr.
Zwen: Das war der beste Auftritt, den ich bis jetzt von dieser Band gesehen habe. Noch ein oder zwei von der Sorte und ich glaube sie schaffen es echt bald in meine "Mag ich"-Kategorie.
Sackabreisser: Keine Kompromisse mehr, jetzt ist Abfukk!
Fö: Ich fand den Auftritt der kreatingestählten pumpenden Asi-Proleten auch ganz wunderprächtig. Mittlerweile ist das Publikum, dank meiner Bemühungen an der Theke, komplett nüchtern, sie wissen es nur nicht. Die paar alkoholhaltigen Biere, die noch im Umlauf sind, werden eh verspritzt oder landen als Scherbenhaufen unter den Füßen der pogenden Meute. SxE Radicals go!
Zwen: Teile des Scherbenhaufens laden übrigens auch in den Füßen eines anwesenden Barfüßigen.
Sackabreisser: Bombe! War einfach goil!
Fö: Irgendwie hab ich die Band zuletzt eh nur auf viel zu großen Bühnen gesehen. Das hier heute ist total schön. Eine angenehme Eskalation. Zwischendurch wird auch mal der Boden geputzt. Ein reinliches Punkkonzert. So muss es sein! Manchmal streicheln sie sich auch gegenseitig über die Köpfe. Streicheln finde ich zwar ziemlich prollig, aber solange dabei alle in Anglizismen sprechen, ist das totally cool. Dein Haar ist heute aber mal wieder fluffy!
Sackabreisser: Beim zwischenzeitlichen Wischen schimmert der Boden deutlich in einem rötlichen Gold. Irgendwer blutet hier und es ist ausnahmsweise mal nicht der Abfukk-Sänger. Wie sich schnell herausstellt war es wohl der Barfüßige. Welch Überraschung. Er nimmts aber gelassen. Bei the way is ja streicheln das neue ficken! Don`t you know das nicht?
Fö: Auch Abfukk spielen ne Zugabe. Die machen aber auch jeden Trend mit!
Zwen: Pokertisch mit Lametta.
Fö: Ein Tischlagerfeuer gab's auch, aber der Brandschutzbeauftragte der Ruhrbrigaden rief zur Raison (Das ist ein Französismus).
Sackabreisser: So kann man den Abend geschmeidig ausklingen lassen.

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