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Punk Rock Holiday Tag 2: Beatsteaks, Madball, Teenage Bottlerocket, The Smith Street Band, Jaya the Cat, Born from Pain, Get Dead, Thee Infidels, 05.08.2015 in Tolmin (SLO), Sotocje - Bericht von der Redaktion

Punk Rock Holiday Tag 2, 05.08.2015 in Tolmin (SLO)

Fö: Weiter geht's mit dem Punk Rock Holiday! Heute der zweite "offizielle" Tag, oder auch inoffiziell der dritte, wenn man die Pre-Show am Montag dazu zählt. Gleichzeitig auch der erste Tag mit vollem Programm, es geht nämlich schon gegen Mittag los auf der Beach Stage.
Zwen: Und wieder habe ich super geschlafen. Irgendwann bin ich nachts aufgewacht und habe mich gefragt, ob ich wirklich auf einem Festival bin, weil es hier so unglaublich leise ist.
kiki: Du bist nicht mal wach geworden als ich dir ans Zelt gepinkelt habe? Oder hat dich der gleichmäßige, ruhige Strahl erst richtig müde gemacht? War natürlich nicht ernst gemeint...es war tatsächlich so leise, dass einer meiner Zeltnachbarn irgendwann als ich zum (wieder) einpennen ein wenig "Die drei ???" gehört habe rüber rief: "Ey, die Folge kenne ich schon..."
Fö: Für uns bleibt aber noch Zeit, ein wenig das Gelände zu erkunden. Hier der namensgebende Strand an der Beach Stage, wunderschön gelegen am Zufluss der Tolminka zur Soča.
Fö: Geballte Medienpräsenz! Diese beiden freundlichen Herren mit den perfekten Radiogesichtern sind in diesem Jahr mit Radiostudio vor Ort und den ganzen Tag damit beschäftigt, Bands zu interviewen, während der Rest der Festivalbesucher Spaß hat.
garagephotographer: Radiogesichter, ja das passt. Und wir hatten trotz viel (oder wegen) viel Radiokrams Spass, wenngleich wir erstens nicht so viele Bands sehen konnten und zweitens nicht schwimmen waren.
kiki: Hast du nicht erst am Abreisetag deine Badehose gefunden? Doppelt ärgerlich..
kiki: Kunst am Fluss..
Fö: Oh, man hat mir einen Thron gebaut.
Zwen: Leider ist die Statue nicht mehr rechtzeitig fertig geworden.
garagephotographer: Thron? Luxusdixi!
Fö: Die intelligenten unter unseren Lesern (bitte??) dürften erkannt haben, dass es sowohl am Zelt- als auch am Bühnengelände einen Strand gibt. Das lädt natürlich dazu ein, sich einfach mit Luftmatratze und Dosenbier von ersterem zu zweiterem treiben zu lassen...
Zwen: Was einem großen Abenteuer gleich kommt. Auf dem Weg muss man sich übrigens vor Wurmlöchern und Anomalien in Acht nehmen. Wie sonst ist es zu erklären, dass ich heute gerade mal 15 Minuten und am Freitag über vier Stunden für diese Reise brauche? Aber dazu später mehr.
kiki: Intelligente Leser...ich muss kurz die Lachtränen von der Tastatur wischen...
BTW: Zwen, das liegt daran, dass der Fluss Sonntag bis Mittwoch immer bergab fließt, Donnerstag bis Samstag dann halt wieder bergauf. Sonst wäre ja oben irgendwann kein Wasser mehr.
Fö: Erste Band heute: NOISEFIGHT aus dem Nachbarland Kroatien. Also quasi schon fast eine lokale Band, was dann auch der Grund ist, warum wir ihnen mal einen Besuch abstatten. Auch Noisefight geben sich international und machen englische Ansagen, zumindest teilweise. Der Gitarrist versuchts doch lieber auf kroatisch.
kiki: Ich mag an Kroatien ja besonders gerne diese leckere Cola. Die hat son Schuss Zitrone drin. Schmeckt daher fast wie ein Cuba Libre ohne Libre.
Fö: Zu Hören gibt es so ne melodische Punkrock-Suppe. Ganz okay soweit, reißt mich aber nicht vom Hocker.
Zwen: Ich erinnere mich nur daran, wie der Bassist sich an einer Art operalem Gesang versucht hat. Ich weiß nicht genau, ob das wirklich sein Intention wahr. Aber stellt euch einfach mal vor, ich würde krampfhaft versuchen ein möglichst "gutes" Gesangscover von Nightwish hinzubekommen. Schreckliche Vorstellung, oder?
kiki: Nightwish ist immer eine schreckliche Vorstellung. Singen konnte der Typ echt kein Stück.
Fö: Kurzer Besuch im Pressebereich. Wir kapern das Separee, um es uns im Studio von Punkrockers Radio gemütlich zu machen. Aber leider sind sie stärker als wir und so kapern sie die Bierschinken-Seite. Verdammt.
Zwen: Jetzt weiß ich, wer die Rechtschreibfehler in meine Berichte baut!
garagephotographer: Wir wurden übrigens stark von den Medienfuzzis um diesen Raum beneidet, alle anderen mussten sich einen anderen Raum teilen. Fernsehsender, in your face.
kiki: So sieht dann halt der Blick von der Beach Stage aus. Da muss das Rodeo noch ein wenig nachbessern..
garagephotographer: Du hast die Füße nass!
kiki: Ich hatte ja auch keine Schuhe an, weil es so warm war!
Fö: Radio-Klamauk hinter uns gebracht, zurück zur Beach-Stage. Exotenbonus gibt es für THE CAULFIELD CULT auuus Singapur!
kiki: Das ist ganz schön weit weg von Slowenien, von daher natürlich ein Pflichttermin. Asiaten kopieren ja meistens ziemlich gut (Vorurteil, olè!)
So bieten THE CAULFIELD CULT nett gemachten Emo/Post-Hardcore mit wechselndem Schrei/Sing-Gesang. Durchaus brauchbar, wenn auch schon zig mal gehört.
Fö: Ganz fähig und mit schön kräftigem Gesang. Kommt ganz gut, ist mir aber auf Dauer und ohne Kenntnis der Lieder zu eintönig.
Patze: Zufällig gesehen. Haut mich dann auch gleich voll um! Hab ich nicht erwartet. Werd ich mich mal mehr mit beschäftigen!
Patze: Headliner des gesamten Festivals: Soča!
kiki: Hast du dir ein Shirt von denen geholt?
Zwen: "Sing a song, do a trick or take of a part of your clothes. Get free candy."
kiki: Als Chauviexperte dieser Homepage stelle ich klar: Das habe ich nicht geschrieben. Ich kann nämlich kein Ausländisch.
Fö: Dann GET DEAD! Quasi der Headliner der Strandbühne, bevor das Programm gleich auf der Hauptbühne weiter geht. Get Dead waren ja noch vor wenigen Tagen beim Bierschinkenfest zu Gast, wo ich aber zu beschäftigt war, um wirklich viel von ihnen mitzubekommen. Heute soll das anders sein!
garagephotographer: Ich fand die auf dem Bierschinkenfestival eher mäßig, hier ziemlich gut. Vermutlich weil die im Interview sehr sympathisch waren und ein Radio-Akustik-Set gespielt haben. Damn, Objektivität ist nicht so meins.
Fö: Der Auftritt gerät echt mal ganz unverhofft zu meinem bisherigem Highlight des Festivals! Lockerflockiger Punkrock, starke Singalongs, kräftige Melodien, Säuferstimme, wat willste mehr. Von Platte find ich die Band ja schon ganz gut, aber live haut das einem echt die Zacken aus der Krone.
Zwen: Der Auftritt ist definitiv super. Leider erwischt er Kiki und mich eiskalt beim absoluten Tagesdurchhänger, sodass wir tatsächlich im Stehen einschlafen.
kiki: Wir hätten uns gegenseitig anlehnen sollen. Das wäre dann bestimmt das Bild der Woche geworden...so bin ich immer wach geworden, wenn du gegen mich getickt bist und wieder andersrum...
Fö: Die Band ist bestens aufgelegt. Die Augen von Sänger Sam kann man zwar weiterhin nur erahnen, aber er führt schön locker durchs Programm, auch auf Kosten seiner Mitmusiker.
Zwen: Du weißt, dass du ein Drogenproblem hast, wenn sich bereits die anderen Bands auf der Bühne darüber lustig machen.
Fö: Besonders schön: "Riverbank" geht raus an die "Riverbank" nebenan. Auch wenn die Band zugeben muss, dass der Gag ein wenig unter geht, eventuell ja doch wegen der Sprachbarriere?
kiki: Was heißt denn "Riverbank" auf slowenisch?
Fö: Highlight am Schluss: "This one's for Johnny" wird begeistert vom Publikum mitgegrölt und das Mikrofon kurzerhand in Beschlag genommen. Ich muss gestehen, beim Bierschinkenfestival waren die Zuschauer etwas verhaltener. Vielleicht sollten wir auch einen Fluss durchs FZW bauen.
garagephotographer: Höhöhö, da fallen mir jetzt mehrere Kalauer zu ein.
Fö: Anschließend wird's Zeit für das Abendprogramm, das komplett auf der Hauptbühne vonstatten geht. Geht los mit BORN FROM PAIN, die wir uns anschauen, weil wir da halt eh grad mal vorbei laufen.
Zwen: Ich finde die auf Platte echt gut. Ein bisschen bollomäßig, aber gute Texte und alles in allem doch echt richtig knalliger Hardcore. Habe sie jedoch vor zwei Jahren auf dem Nord Open Air gesehen und fand sie einfach nur langweilig. Heute gibt es dann die zweite Chance.
Fö: Sorry, aber mit diesem Bollo-Hardcore kann ich einfach nichts anfangen. Stumpfe Musik, stumpfe Show.
Zwen: Sehe ich leider ähnlich. Schade, zweites Mal enttäuscht.
kiki: Hatte ich auch besser in Erinnerung. Das Publikum quittiert es mit Fernbleiben. Bis auf 10-12 Menschen gähnende Leere..
Zwen: Ich glaube JAYA THE CAT haben mit Abstand den schlechtesten Sound vom ganzen Festival. Der Bass brutzelt einfach so in einer alles-übertönenden Lautstärke nach vorne. Ich bin gerade sehr froh über meine Ohrstöpsel. Ohne wäre es nicht auszuhalten.
GröLi: Oh man, die armen Jungs. Technikfirma war's zu heiß morgens die PA einzustellen und zu checken, ein viel zu kurzer Line-check, furchtbare Technik, Probleme mit der Mikrofonierung. Die haben leider heute einfach verloren.
Fö: Aber echt mal! Ich hab mich ja sehr auf den Auftritt von Jaya The Cat gefreut, aber der Sound war, insbesondere in den vorderen Reihen, einfach grottig. Ansonsten ist der Auftritt ganz cool, aber in kleinen Clubs zündet die Band einfach mehr. Hier fehlt mir auch einfach ein wenig Tempo.
GröLi: Die ersten 20 Minuten ist das Mikro am Gitarrenamp abgeknickt und sendet Dinos Gitarre nur auf eine Seite der Anlage. Aus der anderen kommt permanent Feedback, das aus auch aus den Monitoren knallt. Was ist denn da los?
Fö: Sänger Geoff erzählt, dass er den Morgen damit verbracht hat, sich mit ein paar beim Spazieren kennen gelernten Russen zu betrinken. Er wünscht sich, das zu wiederholen. Gescheiter Typ. Ich frag mich ja, ob Jaya the Cat wegen der Drogen so gut sind, oder ob die ohne eventuell noch besser sind?
kiki: Jaya ohne Drogen und Alkohol wären doch wohl "just another boring Reggae Band"
GröLi: Lass die bloß nie nüchtern auftreten.
Patze: Jaya The Cat war dann mal ne schöne Abwechslung. Angenehme Stimmung. War ganz geil!
kiki: "Hello Hangover"...auf so einem Festival...großartig!!!!" Somewhere on the Highway between Dortmund and Tolmin..."
GröLi: Endlich mal Musik die zur Szenerie passt! Stell die vor du sitzt in einen glasklaren, türkisen Fluss in den Bergen und lässt dir die Sonne ins Gesicht knallen - und dir schreit den ganzen Tag einer von der Bühne was von Brotherhood und Unity ins Ohr. Whaa! Geb mir irgendeinen bekackten Raggae oder sowas! Oder die großartigen Jungs von Jaya the Cat! Geht doch.
GröLi: Haha, Dino und seine Rockstar ansagen. "Slovenia, are you ready to daaance??" Darauf Jay am Bass "How about you Dino. Are YOU ready to dance? ARE YOU?!" Hehe. Menge rastet dann trotzdem endlich irgendwann aus, als sich nach ner halben Stunde die Gitarre wieder einschaltet. Puh..
Patze: Der Sänger kann halt auch einfach alles. Geiler Typ!
kiki: Stimmt! Kiffen, saufen, koksen..und perfekt Bier vom Publikum schnorren!
GröLi: Tja Kiki, das nennt man Rock'n'Roll.. geht auch noch mit über 40 wenn man will ;)
GröLi: Drittletzte Show der Tour, dass die Jungs noch stehen wundert mich bei derer Partytauglichkeit, schlagen sich aber wacker. Leider scheint das alles erst in der 2. Hälfte des Sets beim Publikum zu zünden. Schade! Dann aber zumindest richtig...
Zwen: Ich finde es ja faszinierend, dass Jayas Setlist eigentlich nur aus "entspannten" Lieder besteht und trotzdem so eine Party vor der Bühne ist. 
Fö: Die Songauswahl fand ich eigentlich ganz cool. Hello Hangover, El Camino, Here Come The Drums, das wären so meine Favoriten...
Fö: Statt Bühnengraben gibt es hier eine Art Podest, von dem die Stagediver springen können. Eigentlich eine schöne Lösung, nervt nur dann, wenn keiner springen will, sondern alles nur da oben tanzt. Bei Jaya the Cat wird die Bühne zum Glück erst am Ende gestürmt...
kiki: Menschen gehören vor und nicht länger als drei Sekunden auf die Bühne. Hat sich bis Tolmin leider noch nicht rumgesprochen..
GröLi: Nananaaaaa - nananaa nananaaa nananaaa! :)
Fö: Wurden mir ja schon von diversen Seiten ans Herz gelegt: THE SMITH STREET BAND. Na, da bin ich mal gespannt. Von Platte konnten die Australier bei mir jedenfalls noch nie so wirklich zünden.
GröLi: Neuentdeckung und schon beim Pirate Satellite gesehen, direkt da rein verliept in die schnuckligen Aussie Nerd Boys.
Zwen: Ich bin ebenfalls wegen der Empfehlungen hier. Auf Platte war es mir deutlich zu poppig.
Fö: Und live, äh, auch nicht meins. Ist mir zu sehr Indierock. Dabei hatte ich eigentlich mit wat Folkigem gerechnet. Punkrock wird es höchstens dann und wann, wenn die Instrumente mal ein wenig ausbrechen, was aber auch irgendwie berechnend klingt.
garagephotographer: Ich fand die großartig, zumindest den Teil, den ich gesehen hab. Ein bisschen musikalische Abwechslung tut gut.
GröLi: Hm ja mit Punk hat das halt nix zu tun, find ich aber nicht schlimm, im Gegenteil. Eine schöne Erweiterung des Line-ups mit zur Abwechslung entspannterer, melodiöseren Mid-Tempo Rockmusik. Klingt scheiße, funktioniert aber gut!
Fö: Der Sänger zeigt sich jedenfalls ganz gut gelaunt und ist zwischen den Songs deutlich unterhaltsamer als wenn er seine extrem textlastige Lyrik runterbrettert.
Zwen: Mich hat deren Auftritt ganz stark an den von Alkaline Trio erinnert. Mal sind Smith Street Band etwas poppiger und mal etwas rockiger als die Jungs aus den Staaten.
GröLi: Ich find die Songstrukturen super, dynamisch, guter Aufbau, sehr text-fokussierte Lieder, was natürlich live ein bisschen anstrengend sein kann. Aber ganz ehrlich, dem Festival schadet n bisschen Happy Musik mal so gar nicht!
Fö: Happy?
Zwen: Gewinner sind dann aber doch die Alkalines, weil sie unterm Strich live dann doch bei dem Punk versus Pop-Rennen leicht vorne liegen.
Patze: The Smith Street Band hab ich auch zum ersten Mal gesehen. Da ich kaum Songs kenne, fand ichs okay! Der Auftritt war aber sympathisch und die Songs die ich kannte, haben gut gekickt.
GröLi: Was ich so schön bei diesem Festival finde, ist wie dankbar alle Bands sind. Auch The Smith Street Band bedanken sich herzlich und freuen sich über das mit Abstand schönste Festival auf der Tour. Und fragen ob wer was zu kiffen hat, ha! Hat funktioniert und der Sänger nimmt erstmal nen tiefen Zug. "Oh shit, now I gotta remember the lyrics..." :)
GröLi: Einfach ne unglaublich sympathische Band. Dazu muss man auch sagen, dass die sich den Arsch abtouren, die sind NUR unterwegs und haben echt hart gearbeitet die letzten Jahre. Hamsesichverdient!
Fö: Wieso ein Radiosender aus den Staaten sich als "punk" bezeichnet, wenn sein Logo ne Abwandlung der Nationalflagge seines Heimatlandes ist, verstehe ich nicht. Deswegen wird alles, was Bird Attack Radio auf dem Punk Rock Holiday macht, von mir ignoriert. Andere sind da toleranter.
Zwen: Ich habe mir hier überhaupt nichts vorzuwerfen! Nur weil ich mal vorsichtig gefragt habe, wie es mit der Mitarbeiterbezahlung aussieht und wie das mit der Green Card läuft.
Fö: Anschließend TEENAGE BOTTLEROCKET! Das dritte Mal, dass ich die Band sehe - und das dritte Mal, dass das irgendwie nicht so wirklich bei mir zündet. Schön treibender Vollgas-Poppunk, aber mir fehlen einfach die Hits.
kiki: Was? Die haben doch "Whiplash" von Metallica gecovert, oder?
Fö: Aber schon irgendwie ganz geil abgeliefert. Am Ende haben sie mich dann, als sie mal eben gefühlt 15 Lieder in 10 Minuten spielen.
Zwen: Die Show gefällt mir gut. Vor allem das mit dem Vollgas. Die wenigen Songs, die ich kenne und auch gut finde ("Skate Or Die" und "Freak Out") werden auch gespielt. 
Fö: Was mir nebenbei im Kopf herumgeistert: Dieses Statement von Uncle M, von dem Patze vorher erzählt hatte. Was da los?
kiki: Ja, die letzten 15-20 Minuten waren wirklich amtlich. War da nicht schon mal was mit 18 Minuten Konzerten? Könnte ein neuer Trend werden.
Zwen: Bevor nun gleich die Beatsteaks die Strandparty des Jahres feiern, sind zuerst noch MADBALL dran. Eine Band bei der ich mit stumpfstem Ami-Hardcore gerechnet hatte. Stimmt aber gar nicht, die Band gibt macht gut Druck und ganz so lokalpatriotisch, wie erwartet war es dann auch nicht, oder kiki?
kiki: Stimmt! Die Wette, dass sie mindestens 20 mal "New York City" sagen habe ich ohne Zweifel (allerdings auch gerne) verloren. Überhaupt waren MADBALL eine mehr als positive Überraschung. Hardcoreshow der Extraklasse. Kein bisschen prollig. Mir gefiel das letzte Album "Hardcore Lives" ja schon ganz gut.
GröLi: Die überspring ich mal ganz geschmeidig. Kein Bock, Bro!
garagephotographer: Wir gründen eine Madball Coverband, nennen die Badmall und spielen Madball-Songs rückwärts während wir durch stillgelegte Einkaufsmalls in den USA touren. Und irgendwann covern Madball Badmall und spielen unsere Songs rückwärts.
kiki: Äh, ja! Ich hoffe ihr habt dann auch genau so viele Hits. Volles Brett, geile Show, super Sound mit starker Stimme von Freddy Cricien. Ne, das hat die Ohren wieder gut durchgespült! Nach dem ganzen poppigen Geseier, was es heute schon gab.
Fö: Letzte Band des Abends: Die BEATSTEAKS! Ich war ja sehr gespannt, wie die hier so zünden. Ziehen in Deutschland ja mittlerweile mehr als doppelt so viele Menschen wie überhaupt hier aufs Festival passen, aber kennt man die in Slowenien? Naja, die Frage ist wohl unerheblich, der Anteil slowenischer Besucher hält sich wohl im Rahmen. Etwa ein Drittel der Kartenverkäufe ging wohl nach Deutschland...
Zwen: Ich stehe ja auch zeitweise auf der Bühne und von dort sah man während des Auftritts wirklich einige Lücken im Publikum. Hätte ich jetzt auch nicht unbedingt erwartet.
kiki: Könnte es daran liegen, dass die Band in Schland vorwiegend kleine 1Live Radio-Hörer zieht, die denken Rock'n'Roll bekommt man zum Abitur geschenkt und denen diese ganzen anderen "rockigen" Bands auf diesem so weit entfernten Festival nicht zusagen?
GröLi: Berlin in Tolmin! Vor ein paar Wochen noch in der ausverkauften Wuhlheide gesehen, jetzt vor ca. 5000 Männekens. Verrückt!
Fö: Geht schonmal ganz gut los mit "Hello Joe", "Hand in Hand" und "Shiny Shoes", ziemlich gut! Ich muss ja zugeben, die letzten Alben der Buletten eher wenig und eigentlich auch eher ungern gehört zu haben, weswegen ich mit dem neueren Material nicht soo bewandert bin. Davon wird aber auch einiges gespielt (leider, haha).
Zwen: Ja, "Automatic" konnte man sich wohl nicht verkneifen. Grausamer Song!
kiki: Wie das so ist mit so "großen" Bands...ich hatte mir fest vorgenommen die BEATSTEAKS scheiße zu finden. Was passiert? In dieser "netten" Umgebung mit halbwegs brauchbarem Publikum kommt selbst Popmusik irgendwie angenehm und entspannend daher. So ertappe ich mich mehrmals beim Mitwippen und auch Mitsummen. Verdammt, das ist ein echt guter Auftritt. Zudem sind die Ansagen alle in perfektem Englisch (hätte man ja auch auf deutsch rausbretzeln können, eh nur Deutsche vor der Bühne), was das internationale Flair erhöht und einfach durchweg konsequent ist im Ausland.
GröLi: BOOMBOX!
Fö: So insgesamt: Punk is' dat nich'! Aber legt man die Scheuklappen beiseite, kriegt man ne echt astreine Pop-Show geboten. Die Beatsteaks sind einfach Bühnentiere.
Zwen: Klar ist das Popshow, aber eine so unglaublich gute Popshow. Ich weiß gar nicht warum, aber mich hält nichts mehr und so tanze ich auch ein paar Songs mit den Jungs.
Patze: Geht mir genau gleich! Hat mich dann auch echt mitgerissen, obwohl ich nie wirklich viel Beatsteaks gehört hab.
kiki: Glück gehabt. Wie mir scheint es den anderen Reaktionsmitgliedern anscheinend auch zu gehen. Die Resonanz auf das Konzert war durch die Bank überraschend positiv.
GröLi: Stadionpop. Die dürfen das! Und die ganze Zeit mit dem Publikum am Flirten. Die machen echt alles richtig einfach.
garagephotographer: Nunja, hier hab ich mal kein Dilemma, das ist mir zu Rockstarmäßig, zu viel Publikumsanimation und musikalisch eh nicht so meins.
kiki: SPALTER! Geh doch zum Radio!
Fö: Das Stagediverpodest wird, wie eigentlich zu erwarten, immer wieder von TänzerInnen in Beschlag genommen. Arnim geht damit aber ganz souverän um, lässt sich sogar mal zu nem Tänzchen herab.
Zwen: "Hey Mister Securityman, let these people dance!". Arnim ist wirklich ein durch und durch sympathischer Typ.
Fö: die Schuhe, Leute! Geil!
garagephotographer: Wenn noch jemand einen Fotobeweis braucht, wie entspannt die Security war, hier isser.
Zwen: Die Securitys waren ja auch mehr damit beschäftigt (sich wahrscheinlich gegenseitig) via Smartphones WhatsApp-Nachrichten zu schicken, als auf die Leute zu achten.
Fö: Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Coversongs, aber bei den Beatsteaks merkt man einfach, dass das Verneigungen und keine Verballhornungen sind. Zu hören gibt es heute Teenage Kicks, A New England (von Peter gesungen), Sabotage und bestimmt noch mehr
Fö: Noch ein Cover: Bernd singt "Frieda und die Bomben". Einziger deutschsprachiger Song des Sets. Wobei, einer kommt noch...
GröLi: Bester Song! Bernd soll mal wieder mehr singen!
Fö: Highlight zur Zugabe: "Barfrau". Aber nicht nur einmal, sondern gleich 18mal - wohl, um einen kürzlich aufgestellten Rekord von Jay-Z zu toppen, der irgendeinen Song 17mal performt hat. Das toppt zwar immer noch nicht den Chefdenker-Kötersoli-Auftritt mit ca. 26mal "Filmriss", aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.
Zwen: Das ist soo gut und ich bleibe dabei: Das ist auf jeden Fall eine spontane Eingebung der Jungs. Die Zeit ist schon überzogen, man hat keine Songs mehr und dann das. Großartig!
Patze: Hahaha! Das mit der Chefdenker Show kam mir auch als erstes in den Sinn!
kiki: hier also der Beleg, dass auch Profis etwas Abwechslung und Spontanität ganz gut tut! (Nicht wahr ANTI-FLAG?)
Patze: Mega gutes Konzert! Guck ich mir  lieber an, als ein langweiliges Flogging Molly Konzert.
kiki: Ja, definitiv eine gute Party. Da schmeckt das warme Gute-Nacht-Bier gleich doppelt so gut!
Fö: Boah, langer Tag. Danach fall ich aber auch einfach nur ins Zelt. Bis morgen!

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