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Die Dorks, 08.01.2016 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Die Dorks, 08.01.2016 in Bochum

Zwen: Heute wäre ich ja vielleicht zu den Offenders nach Köln gefahren. Leider ist Köln eine Stadt, in welche man erstmal Ewigkeiten braucht um hinzukommen und noch ewigere Ewigkeiten braucht um wieder abzureisen. Ich finde es auch echt komisch, dass der RE1, welcher am Wochenende die ganze Nacht die Ruhrpott-Städte inkl. Düsseldorf abklappert, dieses Kaff am Rhein auslässt. Sei es drum. Die werden sich schon was dabei denken. Gedacht hat sich die Deutsche Bahn wohl auch etwas dabei, nachdem ich gedacht habe, dass ich, weil mein Zug so doof kommt, gleich 15 Minuten am Bahnhof in Dortmund warten müsste. Um mein Problem zu lösen, dachte man sich in der Hauptzentrale so: "Ja gut, dann lassen wir doch den Zug einfach mal 25 Minuten zu spät kommen". "Großartig", denke ich. Also, Ochsentour in die City, zuerst mit dem Bus dann mit der U-Bahn, dann noch mal U-Bahn. Irgendwie hoffe ich, dass ein Wunder geschieht und das Ganze wirklich nur 23 Minuten dauert und ich noch irgendwie meine S-Bahn kriege. Bin tatsächlich sehr schnell unterwegs, brauche aber doch 25 Minuten. Die S-Bahn ist natürlich pünktlich abgefahren. Naja, immerhin habe ich 1L-Glühwein im Gepäck. Prost!
Fö: Heute wäre ich ja vielleicht zu den Offenders nach Köln gefahren. Leider ist Köln eine Stadt, in welche man erstmal Ewigkeiten braucht um hinzukommen und noch ewigere Ewigkeiten braucht um wieder abzureisen. Abgesehen davon verlief meine Abendplanung eigentlich wie gewünscht, außer dass Zwen nicht in der S-Bahn saß, die wir nehmen wollten. Dafür eine Gruppe Punker mit Akustikgitarre. Ich setze mich möglichst weit weg von ihnen.
Sackabreisser: Heute soll es mal wieder ins Wageni gehen, leider verpasse ich viel zu oft die Wageni-Veranstaltungen und ärgere mich im Nachhinein, dass ich nicht da gewesen bin. Diesmal habe ich im Vorfeld etwas Bedenken, da das Wageni höchstwahrscheinlich die Location ist, in der man am meisten vor der Tür steht und sich in den letzten Tagen der Winter in unseren Gefilden mit eisigen Temperaturen und Dauerregen breit gemacht hat. So kommt bei mir eine leichte Paranoia auf, dass ich meine leichte Dauererkältung und chronische Bronchitis auf eine Lungenentzündung upgrade. Am Freitag bleibt der Dauerregen aber aus, deshalb werden die dicken Socken angezogen und sich auf gen Bochum gemacht. In der Bahn sitzen wir nicht unweit von einem Haufen Kiddie-Punks mit einer Akustikgitarre, diese streiten sich grade mit einem älteren Kerl, den sie als "Gandalf" beschimpfen. Thema des Ganzen ist anscheinend, "links" oder "rechts" sein. Es geht wild hin und her und am Ende haut eines der Kiddies raus "Ey Alter, was diskutierst du eigentlich mit Kindern?". Grandios! Der Abend kann beginnen!
Zwen: Hier exklusiv für Bierschinken ein geheimer Einblick in meinen Rucksack. Ich wurde gestern nämlich ständig gefragt, was da denn drin ist.
Sackabreisser: Was soll das sein? Noch ein Rucksack? Während der Bahnfahrt beschließe ich am heutigen Abend meinen Freunden den harten Alkohol "wegzusaufen". Natürlich nur aus guten und ehrbaren Gründen. Zum einen, um ihren Lebern den Alkohol zu ersparen und zum anderen, um ihnen an meinem Beispiel zu demonstrieren wie schädlich sich solch hohe Mengen Alkohol auf einen menschlichen Körper auswirken. 
Zwen: DIE DORKS machen ebenfalls alles richtig und schrotten schon beim Soundcheck eine Gitarre. Damit wurde mein Rekord (nach 7 Sekunden des ersten Lieds) noch mal locker getoppt. Auch Matze nickt der Band anerkennend zu und das heißt ja bekanntlich einiges. Apropos, ich möchte an dieser Stelle jedem ernstzunehmenden Punkrock-Feuilleton empfehlen Matze von Diarrhea Suicide, als den bekanntesten Punkrocker Dortmunds, auf die Titelseite zu nehmen und ein mindestens sechsseitiges Interview zu führen.
Zwen: Dann gibt es als ersten Song (oder noch als Soundcheck?) ein angenehm flottes Cover von "Durstige Männer" von den Dimple Minds.
Fö: Warum auch immer man sowas covert. Da muss man schon nen ganz eigenen Humor für haben.
Sackabreisser: Eigentlich eine Todsünde und Grund genug sich sofort zu verpissen! Das Lied fand ich mit 14 Jahren "cool", heute schäme ich mich dafür und ein wenig hab ich mich damals schon geschämt. Nun gut, ich gebe dem ganzen trotzdem eine Chance, schon alleine weil ich meinen gefrorenen Arsch langsam von dem PVC Stuhl im Außenbereich erheben muss. Meine Hämorrhoiden werden es mir und den Dorks danken.
Fö: Mit den Dorks habe ich mich bisher nie groß befasst. Kann mich lediglich erinnern, dass ich mal in einer Pogoradio-Sendung gefragt wurde, was ich davon halten würde, dass Sängerin Lizal mal Volksmusik gemacht hat. Ich weiß nicht mehr was meine Antwort war, aber was sie hier macht geht mir doch etwas besser ins Ohr.
Sackabreisser: Volksmusik ? Skandal! Die ganze Story lest ihr hier: http://blattturbo.de/index.php/2015/08/17/interview-mit-lizal-von-die-dorks/
Fö: Punk, ziemlich politisch, hier und da auch mal hektisch, schön kämpferisch, ich hab nix zu meckern! Hab mich da von Platte nie rangetraut, aus Angst, es gäbe zu viele schlechte Coversongs zu hören. Sowas wie Dimple Minds oder die Atzen. Aber gab zum Glück auch genug eigenes Material...
Zwen: ...und ordentlich Metal, aber dazu später mehr.
Sackabreisser: Ich weiß auch nicht wie mir das ganze auf Platte gefallen würde, Deutschpunk ist irgendwie nicht mehr meins. Hier und heute finde ich es aber ganz gut!
Zwen: Im Vorfeld habe ich mir die Dorks ja schon ein wenig angehört. Auf den Alben fand ich Songs mit über fünf Minuten Länge einfach zu langatmig. Glücklicherweise wird live Druck gemacht, weshalb Lieder wie "Dreckige Saat" und "Mit Bier gefüllte Deutsche" viel kürzer und knackiger kommen (oder wurden sie gar fürs Live-Set gekürzt?).
Fö: "Mit Bier gefüllte Deutsche", da musste ich wieder ans "Durstige Männer"-Cover denken. Nur eben mit der besseren Message. Umso unverständlicher, warum man anfangs dieses Cover ausgegraben hat. Ist das diese Iro-nie, von der immer alle reden?
Zwen: Übrigens habe ich gerade bei der Nachherrecherche herausgefunden, dass ein gespieltes Lied "Dispo Pogo" und nicht wie von mir zunächst falsch verstanden "Disco Pogo" heißt.
Sackabreisser: Und ich wunder mich schon aus welchem Grund denn in einer Disco Pogo getanzt werden soll, mehr verstehe ich nämlich auch nicht.
Zwen: Was gibt's sonst noch zu sagen? Alle haben Spaß und die Band wird nicht müde mit allen anzuprosten. Nur Sackabreisser geht mir irgendwann mit seinem Pogodrang auf die Nerven. Alles kleinschlagen, was?
Sackabreisser: Das war kein Pogo, das war astreines "torkeln". Ich habe mein Primärziel erreicht. Mein Kessel steht ordentlich unter Druck und die Ventile klappern. Es droht Druckabfall in der Kabine!
Sackabreisser: Den Rest des Auftritts nehme ich durch einen dichten Rum-Cola-
Bier-Winterzigaretten-Schleier wahr und versuche debil grinsend nicht auf die Bühne bzw auf den vor mir stehenden Bassisten zu fallen. 
Zwen: Dessen Bass ich übrigens bei der kleinsten Bewegung in den Rippen hatte.
Sackabreisser: Der Herr mit dem Iro und der Sporthose unterstützte die Sängerin und Gitarristin bei manchen Passagen beim Gesang, was live ganz gut rüber kommt. Auch der Rest der Band beherrscht seine Instrumente. Die Band sollte auf keinem Fall auf dem nächsten Schlachtrufe-Sampler fehlen!
Fö: Am Ende werden doch noch Coversongs rausgekramt: "Fear of the Dorks" (Iron Maiden) begegne ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge (is' aber auch schlechte Luft hier drinnen), Motörheads Ace of Spades kommt hingegen richtig gut. Leider wurde der Forderung, auch was von Achim Mentzel zu spielen, nicht stattgegeben. Aber ich geh ja nicht zu nem Dorks-Konzert, um Volksmusik zu hören.
Zwen: Bei "Fear of the Dorks" bin ich noch etwas hin und her gerissen. Eigentlich ganz witzig, aber spätestens nach zwei Minuten ist der Witz dann für mich durch und dann kommt das etwas langatmig rüber. "Ace Of Spades" hingegen kickt richtig und passt wie Arsch auf Eimer. "That's the way I like it, baby. I don't want to live forever".
Sackabreisser: Der Gag beim ersten Coversong geht komplett an mir vorbei, da ich mal wieder nix verstehe. Ich glaub ich muss mal  zum Ohrenarzt! Motörhead geht immer! Ich trinke noch schnell einen Schnaps auf Lemmy!
Zwen: Am Ende geht dann noch die andere Gitarre kaputt. Lisa legt die dann einfach locker auf den Boden und tanzt etwas um sie herum.
Fö: War die echt kaputt oder war das nur son Show-Effekt, damit sie den Moshpit aufräumen kann? Bei diesen durchchoreographierten Punkbands heutzutage kann man nie wissen!
Sackabreisser: Kaputt! Das war ich dann auch irgendwann, deswegen nehmen wir nach dem Konzert ziemlich schnell unseren Hut und eilen zur nächste S-Bahn.
Zwen: Ein Wort möchte ich auch noch über die Toiletten verlieren. Diese sind frisch renoviert und eine ist in pink, die andere in blau gehalten. Sehr schön. Ebenfalls erwähnen möchte ich noch die stressigen Bahnhofssecurity, die einen riesen Aufriss gemacht haben, nur weil der arme Sackabreisser seine Augentropfen in der S-Bahn verloren hat. Wir haben uns nämlich sehr gesittet verhalten, da vor allem der Sackabreisser nach seiner großen Pogo-Action echt im Sack war. Haha. Sack!
Sackabreisser:Am Morgen des nächsten Tages quälen mich starke Kopfschmerzen, Übelkeit und es haben sich große Lücken in meiner Erinnerung an den letzten Abend  breit gemacht. In meinem Geldbeutel finde ich Mandarinenschalen und in meiner Hosentasche Augentropfen die ich noch nie zuvor gesehen habe. Was zur Hölle war da wieder los? Am Abend des nächstes Tages wird mir berichtet dass sich zwei weibliche Bekannte nicht mit uns ins Wageni begeben haben, da sie gehört hätten dort gäb es für Frauen kein adäquates Klo.
Zwen: Haben die Augentropfen denn nu gegen den Kater geholfen, oder nicht?

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