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Illegale Farben, Steakknife, Love A, Pascow, 02.04.2016 in Köln, Gebäude 9 - Bericht von der Redaktion

20 Jahre Rookie Records, 02.04.2016 in Köln

Coco: Ich leide noch elendig unter den Nachwirkungen von gestern, da geht es auch schon auf nach Köln. Vorher noch Kumpanin trösten am Telefon. Das mach ich gern. Aber dann sind da noch scheiss Nazis vor meiner Haustüre! Die drehen eine Runde durch die Stadt, schwenken hässliche Fahnen und faseln was von Überfremdung. Geht in die Antarktis und erleidet meinetwegen den Kältetod. Da seid ihr dann unter euch und braucht keine Angst vor "Fremden" zu haben.
Aber mein liebstes Lieblingslabel (vor allem seitdem Erste Theke Tonträger den schönen Melodien abgeschworen zu haben scheint) hat Geburtstag, also Schultern zucken und das auch noch absolvieren. Ich schaff das schon.
Schlossi: Achja, stimmt. Da war dieses Konzert. Vor zwei Wochen. Neenee, wenn der Fö mal keine Deadline setzt, läuft hier alles aus dem Ruder. Mal schauen, was ich in meinem Club-Mate-getrübten Gedächtnis noch so zusammenkriege. 
Coco: Pah! Der Fö war gar nicht mit dabei, dann kann der auch keine Deadline setzen... Chaos, Anarchie und Rebellion bei den Bierschinken-Untergebenen! Hihi...
snitch: Ich hatte ja eigentlich schon damit gerechnet, dass uns - ohne die Sanktionsandrohung bei Nichteinhaltung der Deadline durch Fö - das Kommentieren des Elends diesmal erspart bleibt. Wie gut, dass Coco die Funktion des guten Gewissens von Bierschinken übernommen hat. Quasi die Carsta Michaelis der Redaktion. 
Coco: Wie bitte?! Ich musste das erstmal suchmaschinen. Was hat denn die Schwarzwaldklinik damit zu tun? Evelyn Hamann ist ja schön und gut, aber bitte nur mit Loriot an ihrer Seite. Und überhaupt, es geht ja nur darum, die 100 Pascow-Berichte voll zu kriegen...
Coco: Leider gibt es keine Fotos von ILLEGALE FARBEN, das tut mir leid. Ich mag die sehr gerne und hätte sie auch heute gern gesehen. Aber wir müssen Bernhard noch eine Karte organisieren, sie hat versäumt, sich eine zu kaufen. Also pöbeln wir alle Ankommenden an, ob sie noch eine zu viel in der Tasche haben. Mit Erfolg, aber das hat sehr lange gedauert! Warum mögen plötzlich alle die gleiche Musik wie ich gerne?
Jedenfalls geht es sofort los mit STEAKKNIFE. Lee sieht auf diesem Foto übrigens aus, als hätte er so einen schönen Ziegenbart wie der Fö, nur in weiß.
Coco: Hihi!
snitch: IF können mich auch mal unten bei. Mögen gute Musiker sein, Vorgeschichte mit Genepool und blabla, aber das Ganze klingt einfach zu sehr konstruiert, wie am Reißbrett entwickelt. Dennoch kompetent bewerkstelligt. Gibt fürwahr miesere Combos, aber gegen die Ansammlung von lange nicht mehr gesehenen Darling_innen und das Kioskbier vor der Türe kommen sie einfach nicht an. Aber die Hauptsache ist ja, dass es den Mädchen, die immer scheiße sagen, gefallen hat. Und das ist ja offenbar auch das Konzept der Band.
Coco: Schlagzeugerfoto!
snitch: Mehr fällt Dir zu Fabsig nicht ein?
Schlossi: Ist das da ein AKG D112?
snitch:  Das Unheil nimmt seinen Lauf.  Ein Wunder, das du an der Ausrichtung nix auszusetzen hast.
Schlossi: Sieht ganz okay aus...weniger Kick, mehr Sustain. Könnt natürlich noch ne Grenzfläche drin liegen, oder das Schlagfell ist extra mikrofoniert, das kann ich auf dem Bild leider schlecht erkennen.
snitch: Motivierter denn je. Als sie vor 15 Jahren mal in Trier gastierten, bestand die Ansage zu "It's My Life" aus Stoffels ins Mikro gegrummeltem "Ich kann die Scheiße echt nicht mehr hören." Tja, und heute spielen sie es immer noch. Was wollen sie auch machen, es wird wohl für immer ihr "Smoke On The Water" bleiben.
Schlossi: "It's my life" ist auch ein arg inflationär genutzter Songtitel, wenn ich das anmerken darf.
snitch: Da ist was dran. Möglich, dass er damals lediglich die Häufigkeit des Titels meinte. Immerhin kam vor 15 Jahren ja auch noch dieser Wannabe- Springsteen damit angeschissen.
Coco: Marc hat sich beschwert, er sei von uns unvorteilhaft fotografiert worden. Das ist bei Bierschinken doch meistens so!
snitch: Dann wirds aber mal höchste Zeit, dass er dem lieben Maks vor die Flinte läuft.
Coco: Alle Menschen, die sich hier rein quetschen, und neuerdings die gleiche Musik wie ich gut finden, finden aber anscheinend Steakknife nicht so gut wie ich. Es gibt einen Verlegenheitshalbkreis vor der Bühne und fast niemand tanzt. Schade. Das haben Steakknife aber auch nicht verdient. Wenn irgendwer Rookie ist heute Abend, dann diese Band!
Schlossi: Da bin ich ganz bei dir, so wirklich begeistern können mich STEAKKNIFE allerdings nicht. Also stehe ich in der letzten Reihe, nicke hin und wieder im Rhythmus der Musik mit dem Kopf und mache mich nach drei Songs auf die Suche nach meiner Peer Group.
snitch: Mein lieber Schwan. Sag bitte das nächste Mal vorher Bescheid, wenn du dermaßen eskalieren gehst, da möchte ich unbedingt mal mitmachen! Vielleicht ist diese komische Club- Mate-Diät ja doch empfehlenswert.
snitch: Die Peer Group ist in weiteren Teilen auch nicht so ganz von Lee & Co. zu überzeugen. Kiki raunt irgendwann neben mir, die Songs klängen ja schon alle recht ähnlich. Nu ja, sie haben halt ihren Stil gefunden und variieren ihn nur um Nuancen. Noch nie die Ramones live gesehen, oder was? OK, ich auch nicht. Obwohl sie 1995 in erreichbarer Nähe spielten. Sowas aber auch. Gut, ich könnte mir aus gastronomischen Gründen eh keine Schmähkritik erlauben, also daher: sauber abgeliefert, gute Idee, den Block aus Material des "One Eyed Bomb"- Albums durch "My Dad's A Cop" zu unterbrechen, und das Ding, mit Glasses aufzutreten ist ja nun auch zuträglich, die Hipster ein wenig auf Schnupperkurs zu bringen.
snitch: Abgesehen davon gibt es ja auch noch Delikatessen wie herzergreifende Balladen mit sensiblem Textgut, wie "Wired Ego". Und natürlich die gewohnt kernigen Ansagen. Wobei eine davon im Bonner Bla Anfang des Jahres untoppbar sein könnte in der Hinsicht: "Don't worry, I won't die tonight." (in Hinblick auf die gerade wie die Fliegen wegsterbenden, betagten Musikanten). Geiler.
snitch: Alte Männer auf, alte Männer vor der Bühne. Trotzdem noch rüstig, voll gut drauf, still crazy after all these years und so. Nach wie vor allerdings einhundertprozent beratungsresistent, was die Getränkeauswahl angeht. Wurgs. Im Hintergrund zu sehen: Gianna, die betreuende FSJlerin der beiden. 
Coco: LOVE A fangen an, schnell wieder rein da! Hier ein Foto der Halle, falls jemand noch nicht im Gebäude 9 war und da mal einen Eindruck zu haben möchte.
Schlossi: Wunderschön, diese Deckenkonstruktion.
snitch: Äh...ja. Willst du nicht doch mal wieder was ethanolisches antesten?
Coco: Jörkk bringt meine Überlegungen zu Steakknife eben auf den Punkt, in dem er es als Majestätsbeleidigung bezeichnet, dass Love A danach spielen dürfen.
snitch: Immerhin bringen sie es fertig, dass ich eine doch sehr nette Plauderei vor der Türe abrupt beenden muss, weil Stefan gerade das Intro- Lick zu "Toter Winkel" durch den Amp jagt. Immerhin einer von drei tollen Songs der letzten Platte. Mit dem Rest werd ich ja eher nicht so warm. Soundtrack für den gepflegten Suizid, Uwe Barschel Style.
Coco: Ich liebe Love A. Aber heute Abend will das irgendwie nicht so doll bei mir zünden, wie sonst. Hat denen eigentlich schon mal jemand gesagt, dass dieses "Backdrop", mit dem Licht ins Gesicht wie bei einem Polizeiverhör echt albern ist? Ich weiß doch, wie die Band heißt, das müsst ihr mir nicht ständig in dicken Leuchtbuchstaben auf die Netzhaut brennen.
snitch: Prominent platzierte Logos sind total wichtig. Bei Identitätsrock erst recht.
Schlossi: Ich finde diese Lichtinstallation eigentlich ganz hübsch, hat so'n bisschen was von ELVIS. Der war ja ein ähnlich charismatischer Typ wie Jörkk Mechenbier.
Coco: Für Elvis muss Jörkk aber noch ein paar Kilos drauf legen...
snitch: Das bedeutet dann halt wohl einfach nur, dass es im Meche-Universum zum Glück noch nicht ganz 1977 ist. Trotzdem würde sich ein von Jürgen gesponserter Peacock Suit Belt zur nächsten Release- Sause gut machen.
Schlossi: Auf Platte mag ich LOVE A sehr gern, allein schon wegen der zynischen Texte, live hab ich immer das Problem, dass ich mir nach ungefähr fünf Liedern wünsche, der Gitarrist würde seinen Verstärker endlich mal ordentlich in die Sättigung fahren. Cleane Sounds sind nichts für mich.
snitch: Sacré bleu. Das nimmt ja so langsam beängstigende Ausmaße an.
Coco: Bierschinken wird eh die neue Visions. Alles voll ernst und immer voll in time...
Aber nochmal zu Love A. "Nicht ganz so doll wie sonst" heißt bei mir natürlich immer noch: "voll schön". Und heiser bin ich danach natürlich auch mal wieder. Muss alles mit singen!
Schlossi: Beängstigend fand ich auch folgenden Merksatz, den ich neulich an meiner Schule zu hören bekam: "Der Bass ist genauso wichtig, wie das Schlagzeug oder die Gitarre".
Coco: Erzähl den doch mal Cocktailbar Stammheim und Kackschlacht. Die freuen sich dann total!
snitch: Memo, dank Schlossi: unbedingt dafür sorgen, dass unser Tieftonboy die Finger von Bierschinken lässt.
Schlossi: Kurz vor Ende beweisen LOVE A noch, dass "Too doof to fuck" auch als Popsong funktioniert.
Coco: Ey ja, stimmt! Das fand ich herrlich gut. Eigentlich war es fast schon ein anderer Song, aber trotzdem konnte man es gut erkennen. Da ich mir das Original schon etwas über gehört habe, würde ich sagen, dass mir das hier besser gefiel.
Coco: Immer diese Raucher in geschlossenen Räumen.
snitch: Dommi goes to Lookin'goodwood. Der etwas tiefer hängende Siddwisches- Gedächtnis- Bass macht nun doch um einiges mehr her als dieses Ungetüm in Eiche rustikal seinerzeit. Dafür gibt es definitiv kein Knöllchen mehr vom Style- Sheriff!
Coco: Weiter gehts mit PASCOW!
Schlossi: Schlagzeugerfoto!
snitch: Mehr fällt Dir zu Ollo nicht ein?
Schlossi: Doch. Manchmal trage ich beim Schlagzeug üben Ollo's Mütze und hoffe, dass was von seinen Skills auf mich übergehen. Aber funktioniert leider nicht, ich bin viiieeel zu langsam.
snitch: Kann ich mir ja gar nicht vorstellen... Immerhin ist jetzt auch mal halbwegs klar,  welchen Zweck die verstrahlt aus der Wäsche guckende Ziege da erfüllt. Also doch keine Bathory- Hommage. 
Coco: Wie auch gestern schon, gibt es die Action-Fotos von Peter. Ich mach lieber Fotos, wenn sich gerade keiner bewegt, vor allem wenn ich gerade nicht rumhüpfen muss. Bedankt Euch beim Fotografen für die nun folgenden Bilder!
Schlossi: Danke Peter!
Schlossi: Achja...PASCOW. Irgendwie ist es doch müßig da noch was zu schreiben, oder?
snitch: Während einem der Bierholexzesse ist von den hinten stehenden Waldorf und Statler zu vernehmen, die Jungs seien mittlerweile "zu sehr Rock" geworden (und das, obwohl gerade Statler doch sonst alles und jeden mag und garantiert NIE was zu meckern hat). Mag durchaus sein, aber als die Scorpions des hiesigen Punkrock machen sie doch ordentlich was her. Die Frisuren sitzen immer noch beim Posen und sie bringen die Kids mit satten Riffs zum Dampfen. Siehst du, Schlossi, man kann sich doch auch an den kleinen Dingen erfreuen. The simple things, that come without a price (wo wir gerade schon bei Pascows neuem Genre sind).
Schlossi: Ich geh kurz meine Tomaten gießen...
Schlossi: Könnt ihr euch nicht einfach mal nach dem zweiten Lied in epischer Breite über irgendwelche Soundproblemchen beschweren, um danach beleidigt von der Bühne zu rauschen? Dann könnte ich euch wenigstens unsympathisch finden! 
Coco: Kannst dich ja darüber beschweren, dass sie einen Song gespielt haben, der heute Abend schon gespielt wurde.
snitch: Oder dass es die Band eventuell bald gar nicht mehr gibt, wenn die Gerüchte bestätigt werden, wonach Ollo auf der kommenden Rush- Tour Neil Peart ersetzen wird. 
Schlossi: Kein Problem, ich setz einfach die Mütze auf und spiel die ganze Zeit "Castle Rock".
Coco: Tja, ich weiß. Die Bierschinken-Platte zum Thema Pascow hat einen heftigen Kratzer und springt immer wieder in die selbe Rille zurück. Pascow waren suuuper, Pascow waren suuuper, Pascow waren... (usw). Manchmal denke ich, wir haben den Sprung in unserer Schüssel da oben. Jedenfalls wird mir das manchmal nahe gelegt, dass man sich doch nicht allen Ernstes drölfzig mal die gleiche Band angucken könne...äh ja doch, das geht eigentlich ganz gut. Jedem seinen kleinen Autismus, sag ich immer.
Coco: Denn ich habe jedenfalls wie immer meinen Spaß hier dran.
Und nochmal!
Coco: Also hier muss was drunter stehen. Egal was.
Schlossi: Stagediver nerven.
snitch: Aber nur, so lange es kein heiliger Taucher ist. Die freuen sich doch alle total.
Coco: Hier auch. Wenn wir schon so einen guten Action-Fotograf an der Angel haben, müssen die Bilder auch veröffentlicht werden.
snitch: Statler hatte wohl recht. Flo übt schonmal für die Pyramide. Ready to take off to Colorado.
Coco: Swen reißt die Seiten von der Gitarre runter. Das ist schade, denn jetzt wissen wir, dass wir keine Zugabe mehr bekommen. Warum eigentlich nicht? Gestern in Düsseldorf haben Pascow doch tatsächlich die gleiche Setlist gespielt, wie heute. Nur dort mit mehr Zugaben. Das verstehe ich nicht, Rookie Geburtstag ist doch wohl was Besonderes, da muss man doch mal was auffahren!
Schlossi: Recht hast du. Hätte ich das mit dem Rocky-Special auf RTL 2 allerdings eher gewusst, wäre ich noch vor dem Zugabenteil nach Hause gefahren.
Coco: Schwarzwaldklinik, Rocky...ach, ihr habt doch echt einen an der Waffel!
snitch: Mir ist zu Ohren gekommen, der Terminus 'Kulturbanausin' wird zur Zeit neu definiert. Guts Nächtle.
Coco: Danke Jürgen und Happy Birthday Rookie!

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kiki

20.04.2016 16:43
Pascowbericht Nummer 88...und trotz der unsympathischen Zahl ein wirklich guter..habe mehrfach geschmunzelt (Danke Roman <3)...nur noch 12 :-)
Sid von Milet

21.04.2016 07:14
Könnte mal bitte endlich damit aufgehört werden, auf wehrlosen Zahlen wie 88 oder 18 herumzuhacken? Nur weil irgendwelche Vollidioten sie missbrauchen, lassen wir uns die gefälligst noch lange nicht wegnehmen! Machen wir mit Punkrock doch auch nicht.

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