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Außer ich, Betrunken im Klappstuhl, Fluchtpunkt, 16.04.2016 in Oer-Erkenschwick, Joe's - Bericht von der Redaktion

Außer ich, Betrunken im Klappstuhl, Fluchtpunkt, 16.04.2016 in Oer-Erkenschwick

Fö: Meine kleine Kapelle Betrunken im Klappstuhl feiert 10jähriges Bestehen und gibt eine Handvoll exklusive Konzerte! Heute in der Weltstadt Oer-Erkenschwick, ein Traum geht in Erfüllung!
Hupe: Zum ersten Mal Mitschreiber an einem Bericht und dann auch noch für so eine Weltband wie BIK. Seit gestern weiss ich nun auch, dass Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet liegt. Klasse!
Schlossi: Zum ersten Mal Schlagzeug spielen und dann auch noch für so eine Weltband wie BIK. Ich bin schon ganz aufgeregt!
Coco: Wir sind eigentlich nur hier, weil Stefan doch tatsächlich in Oer-Erkenschwick wohnt. Das empfand ich immer schon als eine sehr beeindruckende Tatsache. Diese Weltstadt müssen wir natürlich unbedingt mal bewundern, was liegt da näher, als das Sightseeing mit dem Bewundern von weltklasse Bands zu verbinden. Sightseeing fällt aus, weil wegen zu spät dran, aber egal, machse nix, bisschen Schwund ist immer.
Schuldenberg: Irgendwie macht mich Oer-Erkenschwick sentimental. Diese spröde Romantik ist super.
Fö: Als waschechte Profis sind wir viel zu früh vor Ort und können die Zeit sinnvoll nutzen. Hier sieht man Ulf und unsere neue Schlagzeugerin Schlossi bei der Probe.
Schlossi: Das Schlimmste am Rockstar-Leben ist ja immer dieses Warten.
Hupe: Oer-Erkenschwicks Pinnchen-Maß passt zu dem Zaubergetränk.
Schuldenberg: Der Herr links im Bild war eigentlich für das Merch von "außer ich" zuständig, entschied sich aber dann zu streiken und stattdessen mit BiK zu trinken. Bitte, der gehört nun euch.
Fö: Spritti führt ein sprittuelles Gespräch mit Jesus, nachdem er ein Zaubergetränk zu sich genommen hat.
Schuldenberg: "Kant oder Adorno?"
Fö: Tyson, unser neues Bandmitglied.
Schlossi: Man munkelt, es sei auch das talentierteste.
Fö: BETRUNKEN IM KLAPPSTUHL. Wir sollen um 20 Uhr auf die Bühne, aber um 19:40 kommt Ulf panisch auf uns zu, dass er den Pegel nicht mehr lange halten kann, wir müssten JETZT auf die Bühne! Ein Glück sind wir flexibel. Hier Ansagenlegende Michael Buffer, wie er das Publikum auf den Auftritt vorbereitet.
Fö: Da Keyboarderin Maralla noch im Mutterschaftsurlaub ist, sind wir ja derzeit ohne Tastentöne unterwegs. Aber glücklicherweise hat das Joe's Oer-Erkenschwick unseren Rider gelesen und ein Klavier aufgestellt. Da sonst keiner fähig ist, spielt Ulf unser Intro "The Final Countdown" einfach selbst.
Coco: Oh, das haben wir leider verpasst, schade. Der Star des Abends, zum Anfassen nah am Klavier. Sicherlich sehr virtuos gewesen, das.
Schlossi: Oer-Erkenschwick, I can't hear you!!!!
Schuldenberg: Ich fand BiK wirklich gut, es gibt häufig SaufpunkBands, denen man das nicht abnimmt, oder wenn sie mal nicht vor ihren Freunden spielen unsicher wirken und dann funktioniert es nicht. Aber hier  sind Profis am Werk. Vor allem gefällt mir, dass es textlich nicht zu vulgär ist. BiK müssen mal dringend in Siegen spielen, der heimlichen Saufpunkmetropole.  
Hupe: Dank Def Leppard sitzen die Posen auf der Bühne.
Schlossi: Der DJ hat aber auch eine sehr ausgewogene Mischung gespielt.
Schuldenberg: Das letzte Mal haben "außer ich" 2007 zusammen mit BiK gespielt. BiK haben sich seitdem technisch deutlich verbessert. Der Basser war allerdings so angetrunken, dass er häufig die Orientierung verlor und Fremde im Publikum um Essen anschnorrte.
Coco: Das ist hohe Kunst! Bassist starrt auf belegtes Brötchen. Das wird sicherlich mal als sehr berühmtes Foto in die Geschichte des Rock eingehen. Und wie er einhändig spielen kann!
Schlossi: Sag mal, isst du das noch auf?
Fö: Ich hab ein paar Salatblättchen übrig gelassen und auf die Box gestellt, für die nachfolgenden Bands.
Schuldenberg: "außer ich" zeigen Herz und spenden dem verwirrten Basser ein Baguette.
Fö: Nicht nur der Salat, auch die ganze scheiß Sauce matscht auf den Verstärker. Baguette mag zwar ein geiles Geschlemme fürs Backstage-Sofa sein, ist für die Bühne allerdings eher ungeeignet. Ich werde meine Testreihe fortsetzen.
Hupe: Trinkpause!
Kann man das als Trinkpausen-Azubi durchgehen lassen?
Fö: Dafür, dass wir dich als Leadgitarrist engagiert hatten, war das voll okay!
Coco: Im Gegensatz zu Dortmund ist die Band zu alter Stärke zurück gekehrt. Ulf hat zwar immer noch eine Hose an, aber immerhin lallt er bereits ordentlich und beschimpft das Publikum.
Coco: Noch ein wenig mehr...äh, irgendwas halt, weiß auch nicht - dann klappt das auch bald mit dem großen Traum, einmal die Westfalenhalle leer zu spielen. Wie irgendwer richtig anmerkte: Diese Band gehört halt auf größere Bühnen!
Schlossi: Fö nimmt sein Bad in der Menge. Die Fans rasten aus.
Coco: Toll, so ein schnurloser Bass.
Fö: Mein Bass schnurrt wie ein Kätzchen.
Hupe: Waren eigentlich die BIK Ultras anwesend, oder habt ihr die in Berlin zu sehr beleidigt?
Fö: Die haben sich tatsächlich gedrückt. Fanclub-Lizenz wird direkt entzogen!
Schlossi: Irgendwer sollte irgendwas unter dieses Foto schreiben!
Fö: Ich schreibe lieber was unter dieses Foto.
Schuldenberg: Philipp hat das Meet&Greet mit BiK gewonnen, welches ab jetzt fester Bestandteil des Bandkonzepts sein soll, wie mir die zuständige Public & Relations -Abteilung versicherte, da man nun mehr Nähe zur Fanbase zeigen möchte. Die Kluft zwischen den Stars und ihren Ultras sei zu groß geworden, jetzt fürchtet man um Einnahmen.
Fö: Das Joe's ist ein echt schöner Laden, angenehme Größe, nette Leute und es fahren nachts sogar noch Busse in die Zivilisation! Hat sich nur noch nicht so ganz rumgesprochen.
Coco: Ist eben nur für ein auserwähltes Publikum geschaffen. Hier wird nicht jeder eingeladen!
Fö: FLUCHTPUNKT feiern ebenfalls quasi 10jähriges, nämlich den 10ten Geburtstag ihres Sängers. Ein Glück, dass er zufälligerweise heute auch anwesend ist!
Fö: Fluchtpunkt machen erfrischend unintentionalen Deutschpunk. Alles drin! Saufen, Politik, die gesamte Themenbreite vom Nachttisch des Lebens.
Coco: Ähnliche Musik wie bei Betrunken im Klappstuhl eben, nur das Publikum wird nicht angepöbelt und auch nicht zum Gehen aufgefordert. Und bei längeren Pausen in den Liedteilen wird keine öffentliche "Trinkpause!" eingeläutet.
Schuldenberg: Ich fand Fluchtpunkt super. Da war nichts aufgesetzt, das hat einfach geknallt. Punk, wie er sein soll.  
Hupe: Hier zu sehen: Fanscharen vor der Bühne im gut unterfüllten Joe's. Ich fand den Laden auch schön, hätte echt mehr Besucher verdient.
Fö: Ein Schlagzeugerfoto! Fotografier-Azubi Hupe ist jetzt schon auf der Höhe seines Schaffens.
Hupe: Rockstar Ulf nach der Arbeit.
Hupe: Der Sänger von FLUCHTPUNKT in seinem Element. True New York Hardcore.
Fö: Zwischendurch gibt es Schnaps fürs Publikum. Ist zwar nicht ganz so raffiniert wie Schnaps vom Publikum kriegen, aber es lockert die Zungen (und die Beine).
Hupe: FLUCHTPUNKT-Fans. Waren die Sitzplatzkarten eigentlich teurer?
Fö: Diese Kirchenbänke sind ein Traum. Nächstes Mal unbedingt Gebetsbücher mitnehmen!
Fö: Warum kriegt der Drummer kein eigenes Mikrofon? Astreine angeätzte Gesangsstimme! Wir sind Fans.
Fö: Am Schluss noch der Coversong "Lili", der aber geteilte Meinungen hinterlässt.
Hupe: Ich fand das Cover war nah am Original.
Fö: Ideal ("Hundsgemein") wurden auch gecovert. Witzig fand ich, dass das Stück im regulären Set sogar ziemlich abgefeiert wurde, beim nochmaligen Spielen in der Zugabe aber keinen mehr interessierte.
Fö: AUSSER ICH überzeugen schonmal durch perfekt abgestimmte Bühnenshow. Stehendes blaues Licht und viel Nebel. Für den Fall, dass der Lichtmischer seinen Job vernachlässigt, ruft alle paar Songs jemand "Mehr Nebel!", bis die verdammte Nebelmaschine alle ist. Großartig!
Hupe: Yeah, AUßER ICH aus Siegen/Dortmund. Starten direkt mit nem neuen Song. Da kommt bestimmt bald was Neues raus. Das letzte Album "Punkmonium" ist ja auch schon 2 Jahre alt.
Fö: Ungefähr jedes Lied wird angekündigt mit "Und jetzt kommt ein langsames Lied". Ein schöner Running Gag, die Geschwindigkeit der Songs ist nämlich eigentlich dem Musikstil angemessen. Musikstil: Deutschsprachiger Punk, aber kein Deutschpunk. Ihr wisst schon.
Hupe: Eher True Deutschpunk.
Fö: Die einzige Band heute, von der man meinen könnte, sie würde ihre Musik ernst nehmen. Und dann laden die sich solche Volltrottel wie Betrunken im Klappstuhl und Fluchtpunkt ein. Vor diesem subversiven Humorverständnis ziehe ich meinen Hut.
Coco: Außer Ich bestätigen später selbst, dass sie in das Programm des Abends "nicht so richtig rein gepasst" haben. Ja. Aber der Soundmann ist ein Vollprofi. Der gleicht etwaige Unterschiede zwischen den Bands einfach aus, in dem er den Gesang so laut dreht, dass er alle Instrumente begräbt. Zack, schon klingen auch Außer Ich wie eine schlechte Schülerband. Man muss die Gitarre nur leise genug drehen, dann hört man auch nicht, dass da einer sein Instrument beherrscht. Was für ein ausgefuchster Profi der Mischer doch ist!
Coco: Mein langjähriger Mitbewohner gab mir vor Urzeiten mal das Demo dieser Band in die Hand und sagte, ich solle mir das unbedingt anhören. Hallo Ossi! Jetzt hab ich die sogar mal live gesehen. In der Weltstadt Oer-Erkenschwick!
Coco: Konzerte im Sitzen sind übrigens das neue Punkrock. Am Donnerstag gab es das bei Ärger Now! in Düsseldorf schon zu bewundern, inklusive Kerzenlicht und aufgestützten Köpfen auf Händen und Ellbogen auf Tischplatten. Aber was die Modestadt Düsseldorf kann, das kann O-E ja schon lange. Hier sitzt man sogar auf Kirchenbänken. Bestuhlt ist der neue Pogotanz!
Fö: Bester Song des Auftritts: Der mit Homer Simpson, keine Ahnung wie der heißt. Und das mit dem in die Hose pissen, auch schön.
Ulf: Homer Simpson? Hose pissen? Mein Einsatz!
Schlossi: Ich bin ein bisschen neidisch, dass wir nicht auch so viel Nebel auf der Bühne hatten.
Coco: Ja ja, so eine ominöse, unwirkliche, obskure, gespenstische Drummerin hinter den Nebelschwaden...wer möchte das nicht sein?
Schlossi: Eben. Das lässt mich mysteriös und unnahbar wirken.
Fö: Das röchelnde Monstrum mit den roten Augen.
Fö: Mehr Nebel! Ich kann den Schlagzeuger sehen!
Fö: Als Zugabe gibt es kein "Lili", aber dafür gibt es eine zweite Zugabe, die aber ebenfalls nicht "Lili" ist. Trotzdem ein guter Auftritt. Und ein guter Abend. Die Bands, der Laden, alles toll.

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