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Skin Of Tears, The Siknotes, Dead Koys, Rivershores, 03.06.2016 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von Zwen

Skin Of Tears, 03.06.2016 in Schwerte

It's Skatepunktime! Irgendwie ja wirklich. Letzte Woche war ich bekanntlich in Wermelskirchen unterwegs und habe die Macher vom KNRD-Festival kennengelernt. Diese Woche geht es ins Rattenloch. Dort spielen Skin Of Tears, die ja auch dieses Jahr auf besagtem KNRD-Festival spielen. Skatepunk ist doch auch ein super Musikgenre, nur eine Überdosis bekommt mir immer so schlecht. Hoffentlich ist es heute nicht so weit.
Lange bevor die erste Band anfängt, ereignet sich bereits eine Sensation. Matze, der größte Punkrocker Dortmunds, hat gerade festgestellt, dass seine Hose ein Loch hat. Schockmoment! Zum Glück hat Matze für solche Fälle vorgesorgt und hat auch, wie es sich für einen echten Heimwerker-Punk gehört, Nadel und Faden dabei. Wozu könnte man eine Schicht an der Kasse auch besser nutzen, als zum Hose nähen? Außerdem sieht jetzt jeder, der hier reinkommt, Matze in Unterhose. Wie kann ein Abend denn besser beginnen?
Die zweite Sensation heute Abend ist diese Kiste mit CDs. Jemand löst wohl gerade seine Sammlung auf und verschenkt diese gegen eine kleine Spende im Rattenloch. Vor der Kiste stehen wir wie die kleinen Kinder mit 5 Mark-Stück vor der Bude.
Großartig! Das Ganze ist jetzt schon ein unvergesslicher Abend und dabei hat noch gar keine Band gespielt, was sich aber schnell ändert, als die DEAD KOYS die Bühne betreten.
Vielleicht die Band, die - natürlich immer ausgenommen der Schwerter Hausbands - in den letzten zwei Jahren am Öftesten in diesen heiligen Hallen zu Gast sein durfte. Sänger Benn kommentiert das auch leicht süffisant mit den Worten "ja, ja, wir spielen hier nie wieder".
Ich denke einfach, dass die netten Kerlchen von den Dead Koys hier durchaus einige Sympathiepunkte vorzuweisen haben, was auch an der Musik zu liegen scheint, welche sich sowohl als Anheizer für Deutschpunk, wie für Skatepunk, wie eigentlich für alles, was irgendwie mit Punk zu tun hat, eignet.
Ich finde es an dieser Stelle auch super schwierig die Band irgendeinem Genre zuzuordnen. Musikalisch ist das irgendwas melodisches mit Punk- bis Hardcore-Einflüssen. Aber geil is' schon.
Heute haben die fünf Jungs besonders viel Bock und bringen gut Bewegung ins Spiel. Ein Hochgenuss für Augen und Ohren!
Als zweite Band am heutigen Abend spielen die RIVERSHORES aus dem Sauerland. Die machen keinen Deutschpunk, wie man ja bei der hohen Deutschpunk-Fan-Dichte im Sauerland vermuten könnte, sondern gehen stattdessen mehr in Richtung Skatepunk.
Gefällt mir sehr gut, ist die Musik doch schön treibend nach vorne und geht gut rein.
Einziger Nörgelpunkt ist vielleicht das fehlende Erkennungsmerkmal. Jaja, der Bassist ist auch Sänger, aber das zähle ich jetzt mal nicht.
Übrigens: noch geht Skatepunk für mich klar, aber wir befinden uns gerade hart an der Grenze.
Kommen wir nun zum Headliner SKIN OF TEARS aus Wermelskirchen. Ein paar gealterte Skatepunks mit Freude am schnellen Rock'n'Roll.
Leider verpasse ich die ersten zehn Minuten des Sets, was jetzt für ein, wie bei Skatepunk eben üblich, eh nicht so üppiges Set, schon etwas schade ist.
Bei Skin Of Tears bin ich ein bisschen über die ganzen Off-Beats überrascht, welche sich aber gut ins Gesamtbild einfügen. Ansonsten wird ordentlich Gas gegeben. Ein bisschen verschämt schaue ich auf die Finger des Gitarristen und Sängers Toto. Da hat es jemand echt drauf, ziemlich schnelles Gezimmer, dazu etwas Solo, noch ein bisschen drüber singen und dabei total lässig aussehen, alles gar kein Problem.
THE SIKNOTES aus England hatte ich überhaupt nicht aufm Schirm. Jedenfall spielen die noch nach Skin Of Tears. Mit tut das immer ein wenig leid, wenn sich Bands von außerhalb bestimmt immer darum reißen, im Rattenloch als letztes spielen zu können, weil sie denken, dass dann die beste Zeit ist. Bands von hier wissen natürlich, dass man lieber als erstes oder zweites spielt, weil dann das Publikum auch besser drauf ist.
Siknotes lassen sich aber auch nicht aufhalten und geben gut Gas und versuchen mit kleinen Spielchen und viel Bewegung auch immer wieder, das Publikum mitzureißen.
"Are there any Skateboarders?" *Keine Antwort*. Er hätte aber auch "Are there any humans?" fragen können, Antwort wäre wohl die Gleiche gewesen. Immerhin wird es dann irgendwann etwas besser und einige Leute erwachen tatsächlich aus der Lethargie.
An der Stelle habe auch echt Probleme die Augen offen zu halten. Vier Bands sind wohl fürs Rattenloch einfach zu viel. Außerdem ist mein Skatepunkbarometer gerade definitiv am Überlaufen.
Irgendwann ist dann aber auch zu Ende und ich will gerade den Rückzug antreten, da schreit jemand (ich glaube es war Fö) "Zugabe". Oh nein! Wieder dieses Spielchen! Die Band schleicht sich zurück auf die Bühne und macht weiter! 
Ich gehe jetzt erstmal aufs Klo und als ich wieder komme, spielen die tatsächlich immer noch. Wutentbrannt gebe ich Garry, der hinter dem Mischpult sitzt, eine Schelle, reiße ein paar Kabel raus, reanimiere damit jemanden, der auf der Couch eingepennt ist und flüchte zufrieden durch die Tür, als alle Sicherungen durchknallen.
Gut, dass es bis zum KNRD-Fest noch etwas hin ist und ich meine Skatepunk-Toleranz wieder auf akzeptable Maße senken kann.

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