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Union Jack, 09.02.2017 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Union Jack, 09.02.2017 in Bochum

Fö: Heute mal spontan nach Bochum! Eine Band, die mir bisher nichts sagte, spielt im Wageni. Wobei uns auf der Fahrt auffällt, dass es eventuell möglich wäre, dass wir zuvor schon von der Band gehört haben könnten, aber der Name einfach zu nichtssagend ist, um ihn dauerhaft zu speichern. Warum nennt sich eine französische Band Union Jack? Hat das was mit diesem Humor zu tun, von dem alle reden? Oder mit der EU? Gar mit den Illuminaten?
Zwen: Ich bin froh, dass es sich hier um eine französische Band handelt. So kann man ihnen zumindest schon mal keine patriotischen Tendenzen verworfen. Der Name ist zwar blöd und eigentlich habe ich noch was im Rattenloch zu erledigen, aber die Sachen, die ich mir im Vorfeld angehört habe, klangen sehr sympathisch. Ich beschließe also, heute mal auf den PKW zu setzen um zuerst noch schnell Schwerte zu retten und dann über sämtliche rote Ampeln hinweg nach Bochum zu rasen. Ich komme rein und die Band fängt an. Läuft!
Thomas: Habe, glaube ich, mal dunkel von der Band gehört, aber mich auch nicht wirklich damit befasst. Ist ja auch so ein Suchmaschinen-untauglicher Name. 12 Sekunden eines Videos reichen aber für nen Donnerstag, um mich zu überzeugen, mich auf den Weg ins Wageni zu machen. Auf dem Hinweg berichte ich noch von meinen Ergebnissen, als ich mal nach der Band "Cheap Sex" gegoogelt habe. War interessant. Unbedingt ausprobieren!
Fö: Donnerstags, Wageni, VoKü. Es gibt Pampe. Matze, seines Zeichens größter Punkrocker Dortmunds, probiert im späteren Verlaufe des Abends sogar 1-2 Portionen und erteilt seinen Segen. Vorab aber bestaunen wir die heutige Band!
Zwen: Nachdem Dortmunds kritischster Pampe-Esser sein Okay gegeben hat und mein Magen anfängt zu knurren, genehmige ich mir auch mal eine Portion. Echt lecker!
Thomas: Matze hat es sogar trotz Gerempel geschafft, keinen Tropfen Suppe zu verschütten. Respekt.
Fö: Soso, das sind also Union Jack aus Paris. Klassische Trio-Besetzung, wobei sich Gitarre und Bass auch den Gesang aufteilen. Und insbesondere dafür gibt es Pluspunkte. Einmal genuschelt-nasaler Tim-Armstrong-Style, einmal angeätzte Stza-Kopie, kommt in der Kombination ziemlich gut!
Zwen: Krass, ich wollte genau die gleichen Referenz bringen, wobei mir das hohe Gekrächze des Bassisten zuerst ein bisschen auf den Geist geht, bis ich mich dann irgendwann daran gewöhne und das Wechselspiel sogar mit großer Freude begutachte.
Thomas: Jo, die Mischung insgesamt nicht neu, aber zumindest hatten die ne eigenständige Note! Der Schlagzeuger hatte übrigens heimlich ein Karo-Holzfäller-Hemd unterm Kapuzenpulli an.
Fö: Musik ist dann auch irgendwie so, naja, so melodischer Punkrock bis Streetpunk halt. Hier und da mal ne Sologitarre, gen Ende hin auch immer mehr Skacore-Offbeat-Gitarre, kann man machen, klingt geil.
Zwen: Ab und an geht es auch mal einen Gang zurück, nur um dann wieder hochzuschalten. Gefällt mir auch auf einen Donnerstag-Abend.
Thomas: Echt solide. Macht sogar Bock zwischendurch, aber so richtig mitreißen tut es mich dann irgendwie auch nicht. Ich bin unschlüssig. Der von anderen Gästen berichtete Abwechslungsreichtum der Band ist tatsächlich vorhanden. Das hatten mir die 12 Sekunden Video reingucken gar nicht so vermittelt.
Zwen: Der Gitarrist sucht immer wieder Kontakt zum Publikum, rempelt sich beim Spielen ein bisschen durch die vorderen Reihen und stellt sich auf die Bierbank und auch, wenn ich auf dem Foto nich so aussehe, ich fand das ganz cool.
Thomas: Zu dem nichtssagenden Namen "Union Jack" heißt deren Tour oder Album auch noch "Supersonic". Könnte auch die Projektband vom örtlichen Jugendzentrum sein. Zumindest vom Namen her. Musikalisch sitzt aber alles. Da das Publikum nicht pogt, machen das einfach die Band selber.
Fö: Zur Zugabe noch ein Coversong: Guns of Brixton von den guten alten Clash in ner ziemlich starken nach-vorne-presch-Version. Cool!
Zwen: Also, spätestens da hatten sie mich! Geil gemacht!
Thomas: Wurde zwar schon gefühlte hundertausendmal von irgendwem gecovert, aber die Version hat echt gebockt! Schöner Abschluss. Ich warte noch auf die Zugabe und realisiere, dass ich pinkeln war und dieser Song bereits die Zugabe war.
Fö: Das war doch mal ein schöner Werktags-Abend nach meinem Geschmack! Frühes Ende inklusive, so dass wir uns auch bald auf den Weg machen. Wir verpassen dadurch anscheinend noch, wie sich der Gitarrist nach dem Auftritt den Arm bricht. Tour abgebrochen, dabei war heute erst Tourstart. Krass! Ich hätte ja gerne noch ne Empfehlung ausgesprochen, die Band bei den nächsten Terminen mal auszuchecken...
Zwen: Ach krass, wir sind ja noch ein bisschen geblieben, haben aber davon auch nichts mehr mitbekommen. Na, dann mal gute Besserung! Wie ärgerlich!
Thomas: Ja, super Werktagsabend. Früher Start, keine Vorband. Vor 22 Uhr Ende. Bier. Super. Hoffentlich macht das Wageni noch lange weiter so! Am ersten Abend der Tour den Arm brechen ist schon so´n bisschen Rock´n´Roll - Lifestyle!

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