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Formosa, Broccoli Jelly, 03.03.2017 in Essen, Weststadthalle - Bericht von Zwen

Formosa, 03.03.2017 in Essen

Eine anstrengende Woche mit wenig Schlaf und sehr viel Regen liegt hinter mir. Aus diesem Grund falle ich zu Hause auch zunächst in einem komatösen Tiefschlaf aus dem ich aber erstaunlicherweise etwa 1 1/2 Stunden später wieder aufwache. Okay, ich dachte ich wäre jetzt erstmal für zwölf Stunden nicht mehr ansprechbar, aber so ist ja auch nicht schlecht. Schließlich ist immerhin Freitag und somit eigentlich ein Tag an dem man sich ein wenig Zeit für kulturelle Veranstaltungen in Form von musikalischen Darbietungen nehmen sollte. Also mal kurz in den (Veranstaltungs-)Kalender geguckt...Rattenloch wäre was, da war ich diese Woche aber schon zwei Mal...im AZ Mülheim spielen Kontrollpunkt...ne, das muss auch nicht sein...aber hier...Soli-Konzert für Viva Con Agua in der Weststadthalle, Eintritt frei, Spende erbeten. Das klingt doch schon mal ganz nett, vor allem auch, weil meine seit zwei Wochen neue lokale Lieblingsband Formosa spielt.
Heute kamen alle Züge tatsächlich pünktlich, wir haben jedoch leichte Verspätung, weshalb wir den Anschluss verpassen und ca. 20 Minuten zu spät an der Weststadthalle erscheinen. Die haben hier tatsächlich pünktlich um 20 Uhr angefangen, weshalb wir von BROCCOLI JELLY erstmal relativ viel verpassen.
Im Vorfeld dachte ich, dass das auch gar nicht so schlimm wäre, da ich die Band in meinem Gehirn als "irgendwas mit Deutschpunk" abgespeichert hatte. Warum, weiß ich auch nicht, vielleicht, weil ich sie schon ein paar Mal zwischen einem deutschpunklastigem Line Up erspäht zu meinen habe. Trotzdem liegt man mit "Deutsch" und auch mit "Punk" relativ weit entfernt vom eigentlichen Genre der Band, das ich hier einfach mal als Alternative Rock bezeichnen möchte.
Ganz erfrischend, wie sich die drei Jungs durch alle möglichen Genres von Indie über Grunge bis hin zu Hardrock spielen.
Soweit also ganz cool, Instrumente spielen können sie auch, nur beim Töne halten hapert es noch etwas. Außerdem waren die langatmigen "Uuuuhh"- und "Ohhooo"-Parts für meinen Geschmack auch ein wenig zu ausgedehnt.
Irgendwann geht dann der Gitarrist von der Bühne und auch der Bassist legt sein Instrument zur Seite. Dann stellt sich letzterer hinters Schlagzeug und trommelt mit seinem Drummerkollegen ein wenig darauf herum, während äußerst dramatisch Nebel vor grünen Scheinwerfern aufsteigt.
Dann verlassen auch sie die Bühne und der Gitarrist erscheint für eine Solo-Akustik-Nummer vor der Bühne. Witzigerweise klingt der Gesang unverstärkt einige Nummern stärker.
Nachdem dieser Song vorbei ist, geht es dann auf der Bühne elektrisch weiter. Zwischeneinlagen,wie diese machen den Auftritt irgendwie noch ein bisschen spannender. Klar zeugt das auf der anderen Seite auch von großer Einstudiertheit und wenig Spontanität, aber wie will man sowas auch spontan rüberbringen?
Alles in Allem bin ich also sehr zufrieden und froh, heute den Weg nach Essen gemacht zu haben und dabei spielt die Band wegen der ich heute hier bin doch erst noch. Uiuiui! Reinhören in Broccoli Jelly kann man übrigens hier.
Nach einer wirklich sehr kurzen Umbaupause betreten dann die ambitionierten Leute von FORMOSA die Bühne. Natürlich im obligatorischen Bühnenoutfit mit ganz viel Leomustern. Außerdem möchte ich mal anmerken, dass die Jungs definitiv verstanden haben, dass Musik machen und in Bands spielen eben ein Miteinander und kein Gegeneinander ist. Wie auch schon beim Bandcontest letztens werden hier keine Rivalitäten gestreut, sondern einfach schön gemeinsam mit und auch bei den anderen Bands abgefeiert.
Auftrittstechnisch finde ich es ja immer ein wenig schwierig über eine Band zu schreiben, die man vor kurzem erst gesehen hat. Kurz gefasst gefällt mir das heute auch alles wieder sehr gut. Die drei Herren persiflieren da gekonnt alle Rock'n'Roll-Klischees und spielen dazu eingängige Tracks mit viel Glam und ganz leichten Hardrock-Einflüssen.
Auch wieder so eine routinierte Band: Als der Bass mal zeitweise ausfällt wird das so galant überspielt, dass das wahrscheinlich außer dem Mischer. dem Bassist selbst und mir niemandem aufgefallen sein dürfte. Ich stelle mir gerade vor wie im AZ derweilen mal so langsam die erste Band anfängt ein paar schrammelige Akkorde in eine Billigklampfe zu prügeln und ein bereits hackestrammes Pubikum auf schlecht abgemischten Bollersound abfeiert. Nö, gerade auch mit den Vorzeichen einer sich anbahnenden Erkältung bin ich doch echt froh, hier einen gemütlichen Abend verbringen zu dürfen.
Übrigens gibt es zu dem geilen Leo-Schlüppi auch einen tollen Leo-Bademantel. Zu dem Typen sollte es doch mal ein "Steal His Look"-Meme geben.
Ja, man merkt, dass sich Band und Publikum gut kennen, wie hier bei der Zugabe gut zu sehen ist, als der Sänger und Bassist einfach mal von der Bühne runtergeht, sich Bier in die durstige Kehle kippen lässt und mit den hier anwesenden Leutchen ein wenig abfeiert.
So, jetzt erstmal ab ins Bettchen und genießen, dass nach gefühlten Jahren (eigentlich sind es gerade mal drei Tage) kein Wecker klingelt und man in Regen und Kälte raus muss. Ich bin eben biologischer Student und damit psychisch wie körperlich nicht für ein frühes Aufstehen geschaffen.

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