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Love A, DFT, 25.05.2017 in Düsseldorf, Zakk - Bericht von der Redaktion

Love A, 25.05.2017 in Düsseldorf

snitch: Die Herren Love A auf ihrem wohlverdienten Siegeszug durch die hiesigen Clubs. Da machen wir doch mal gerne eine Ausnahme und behelligen das das sonst eher aus guten Gründen nicht ganz so gerne frequentierte Zakk.
Jenny, Olga und ich suchen im Internet-Café die Keramik-Abteilung auf, statt, wie geplant, den Bahnhofs-Vorplatz vollzupinkeln, das Bier wird nicht so schnell warm wie befürchtet und hinter Langenfeld muss der Lokführer kurz vom Gas gehen, ansonsten gibt es keine besonderen Vorkommnisse bei der Anreise. 
Beim Vorgeplänkel vor der Türe streut ein nicht näher genannter Experte das Gerücht, der Bier sei mit 6,- € pro Becher ein richtiges Schnäppchen heute Abend. Tja, es spricht nicht gerade für diesen Laden, dass wir das durch die Bank auf Anhieb glauben und erstmal auf Cocos Anraten hin ordentlich druckbetanken, um nicht am Ende noch Mechenbier & Co. nüchtern ertragen zu müssen
Nat: Love A und DFT spielen im Zakk und fast alle Menschen, die ich mag, haben sich als Gäste angekündigt. Also noch mal schnell die neue Platte von Love A angehört und aufs Rad geschwungen.
Fö: Wat soll ich sagen. Love A sind in den Albumcharts gelandet, das Konzert wurde vom kleinen ins große Zakk verlegt, andere Konzerte sind ganz ausverkauft. Einerseits geil, andererseits nicht so. Aber gucken, wie das neue Album denn live so rüberkommt, will ich dann doch mal.
Coco: Ich gönn es ihnen. Aber bei Charterfolgen hab ich immer sofort Angst vor dem Publikum...
snitch: Ein Mysterium von einer Band, diese DFT. Als Lasse später am Abend in einem unbedachten Moment von nicht näher genannten Groupies aus unseren Reihen belagert wird, bietet sich die Chance, endlich mal was über den seltsamen Bandnamen in Erfahrung zu bringen. Immerhin durften sie ihre "Reunion" unterm nunmehr abgekürzten Namen bereits bei Oek auf dem KeinKultur zelebrieren. Das verbuchte ich insgeheim damals als Vetternwirtschaft, da mit Thorben und Lasse ordentlich Prominenz an Bord ist. Bei der Lüftung des Geheimnisses denke ich erst, er will mich verarschen. Kein Wunder, dass man früher, in den seligen 90ern, bei den infamosen "Partisanen"-Samplern die Songs dieser Kapelle immer ungehört vorgeskippt hat.
Nat: Ich bin ja fast versucht aufzustehen, um auf meinen alten Partisanen Samplern nach DFT zu suchen.
snitch:  Immerhin machen sie statt Deutschpank heutzutage stattlichen Emo- Rock. Die aufgeschnappten Inhaltsfetzen beim Anstandsbesuch lassen auf Lyrik zwischen "Liebe ist mehr als nur eine Nacht" und "I'm out of step with the world" schließen. Feine Sache. Der Biergarten hat trotzdem gewonnen.
Nat: DFT spielen auf der großen Bühne im Zakk und bekommen den Raum auch voll. Am Bass steht ein altes Mitglied von Ultrafair, am Gesang ist ein aktuelles von Karlsson und an der Gitarre Lasse von Schreng Schreng & La La. Und wahrscheinlich sitzt auch irgendjemand am Schlagzeug. Aufgrund dieser Mischung hatte ich was Raueres als Emo-Rock erwartet. Wie so oft lag ich aber falsch und folgte so nach vier Songs Snitch in den Biergarten.
Nat: Falls sich jemand wundert, was mit den Fotos los ist. Nichts! Die sind wie immer! Niemand hatte eine kaputte Speicherkarte eingelegt und daher musste niemand die besten Bilder des Abends originalgetreu nachzeichnen.
Fö: Hier sieht man die Hand von Lasse, die hektisch nach seiner Mütze greift, als diese wegzufliegen droht. Vielleicht nennen sie sich ja bald in "Die fliegenden Mützen" um, aber dann wär die Abkürzung falsch. Die Musik hatte ich lahmer in Erinnerung, ist aber immer noch zu 90er-lastig, um mich vom Hocker zu hauen. Beziehungsweise von der Bierbank.
Coco: Also mir gefällt die Musik sehr gut. Vor allem die schnelleren Stücke. Allerdings werde ich mit dem Gesang nicht warm. Der ist mir zu anstrengend-emotional.
Eine gute Gelegenheit, mir die Band auf Platte auch endlich mal anzuhören. "Ganz zufällig" habe ich hier ein Exemplar liegen. Hüstel. Lasse hat mich nicht getötet, obwohl das Review dazu schon ziemlich lange aussteht...aber er ist ja mit Jörkk befreundet, von daher gehe ich davon aus, dass er prokrastinierende Menschen gerne mag...
snitch: Ja, dann verliert der Biergarten doch noch, als große Ereignisse ihre Klänge vorauswerfen. Denn wenn der Ozzy Osbourne des Indie-Pop und seine lustigen Gesellen zur Messe rufen, spurt die Meute. Los geht's, wie immer, mit "Oder?". Perfekter Einstieg, hat sich bewährt. Der erste dargebotene Song der Neuen ist "Nachbarn II". Die Nummer ist bei weitem nicht so kacke, wie von Lasse im Review seinerzeit angekündigt. Und live funktioniert er auch. So.
Nat: Doch, genauso kacke ist die Nummer. Den Song kann man streichen, stattdessen könnte man zweimal „Nichts ist leicht“ spielen.
Coco: Also kacke ist der Song nicht. Ich finde gar keinen Song von der neuen Platte kacke.
Fö: Ich find den Song auch ganz gut.
snitch: Noch so ein Berserker in Action. Den legendären Hüftschwung mit ohne Bewegungsradius hat seit Juan Croucier niemand mehr so anmutig dargeboten. Obwohl alle über den Sound meckern muss man sagen, der Bass funzt mehr als passabel und die Frisur sitzt.
Fö: War der Sound so scheiße? Weiß ich gar nicht mehr. Über den Sound meckern eh nur Leute, die meinen, sie hätten Ahnung von Musik. Was für Idioten.
Coco: So? Naja, ein Glück, dass ich den Sound an dem Abend gar nicht schlecht fand und also nicht gemeckert habe...
Fö: Die Aura von Andre Lux schwebt durch den Raum, und keiner weiß warum. Ist er vielleicht auf diesem Foto zu sehen? Ist es der Typ mit dem Weinglas? Oder die Frau mit dem Manbun? Bestimmt der Junge mit den Händen! Danke an Egon Forever für diesen Beitrag!
Coco: Oh! Das hat Herr Lux ja extra für mich gezeichnet! Obwohl wir uns gar nicht kennen. Danke dafür. An diesem Abend muss ich mal wieder ganz schön viele Leute erschießen! Weil sie im Takt mit klatschen. Das ist ekelhaft. Das ist Musikanten-Stadl. Aber definitiv kein Punk!
Fö: Mein Highlight dann auch: Als Jörkk im Pascow-Cover "Too Doof To Fuck" spontan "...und die Punker am Klatschen" dichtet. Das Publikum hier ist teilweise aber auch echt chartstauglich.

P.S.: Das war kein Kompliment.
snitch: Wie unschwer zu erkennen, ist heute in Sachen Outfit und Stageacting mal wieder alles geboten, um der hart erarbeiteten Berufsjugendlichkeit gerecht zu werden. Da es aber wohl noch etwas dauern wird bis zum "Retirement Sucks"- Comeback des Style-Sheriffs, alles blande.
Nat: Das Publikum besteht aus Menschen, die klatschen und aus Menschen, die Bier trinken. Als meins leer ist, will ich schnell Nachschub holen und lande dabei schon wieder im Biergarten, wo zwischenzeitlich auch D.F.T. angekommen sind.
Raucher, die zwischendurch rauskommen, erzählen aber, dass das Konzert sehr gut sei.
Coco: Wenn ihr weiterhin im Takt mit klatscht, zu Bands, die ich gut finde, nehme ich bald eine echte Knarre mit.
snitch: Selbst der neue Fotograf verkneift sich die lästigen Schlagzeugerfotos nicht. Da kann Karl aber froh sein, dass seine formschöne Matte mittlerweile alles soweit verdeckt, dass er beim Trommeln in Ruhe alles um ihn herum belächeln kann.
Fö: Der Fotograf war aber auch echt nervig. Hauptsache für die besten Shots quer über die Bühne kriechen
Coco: Trotz meiner vorhergehenden und noch folgenden Meckerei muss ich fest halten, dass das mal wieder ein wundervolles Konzert war. Wunderschön! Alles Hits; es fehlten zwar viele, aber ebenso viele gab es zu hören. Und ich mecker zwar über einige Gäste, aber es waren auch unfassbar viele nette Leute da. Saugut!
Fö: Am Ende noch "Brennt alles nieder", was eigentlich, dank Publikums-Chor, ganz geil kommt. Ich steh ja auf Kitsch. Ob die vielen Krakehler auch "Fickt das System" brüllen, wenn es um mehr geht als nur darum, ne Band aus dem Backstage zurück auf die Bühne zu rufen? Man weiß es nicht. Letzteres scheint immerhin zu klappen, erst nach zwei Zugaben entlassen uns Love A in die Nacht.
Coco: Also mir wird beim Publikums-Chor spontan schlecht. Wenn ich mich so umschaue, dann kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Leute die nächste Revolution anzetteln werden. Sorry, aber ist doch wahr. Jörkk scheint es auch schon peinlich zu sein, jedenfalls würgt er den Chor ab und schlägt vor, dass doch lieber "Zugabe" gerufen werden solle.
Noch ein Tip für die Gorillas im Pogo: Nein, wenn jemand "Aua" sagt und sich beschwert, ist er keine Memme. Und nein, der Tanzkreis vorne ist nicht nur für harte Kerle, die stark genug sind. Rücksicht; das ist etwas, das sogar Kindergartenkinder und Schimpansen erlernen können. Probierts mal aus!
snitch: Das hat die nette Waitress in der dubiosen Bukowski- Bar mit Sicherheit auch gedacht, in der letzten Endes, eher aus Zufall, die Aftershow- Party zelebriert wird. Wer braucht schon den Sunset Boulevard, wenn es die Erkrather gibt?
Nat: War das nicht 'ne Spielothek? Auch egal, jedenfalls durfte man sein Büdchenbier mit reinbringen, im Laden rauchen und die Barfrau hat eisgekühlten Schnaps verkauft. Insidertipp!
Fö: Mein Fazit: Love A sind weiterhin eine ganz wunderbare Band. Und animieren anscheinend auch hervorragend zum Saufen.

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knox

04.06.2017 10:49
mir scheiß egal wer im zakk spielt dann schau ich mir lieber eine band in einem vollgekotzten dixi kloo an
alleine schon die preise an der bar für ein abgestandnes lau warmes bier sind ein skandal
orwellwasright
(orwellwasright)
05.06.2017 19:20
da kann ich nur beipflichten!

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