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Die Shitlers, Missstand, Pinguin Flugschau, 04.06.2017 in Köln, Sonic Ballroom - Bericht von Zwen

Die Shitlers, 04.06.2017 in Köln

Zwen: Irgendwie mag ich ja diesen Spätfrühling. Meist wird das Wetter ja so gut, wie den Rest des Jahres nicht mehr und außerdem gibt es ständig Feiertage. Heute ist zum Beispiel Pfingstsonntag. Bei uns ist erschreckend wenig los heute. Marius fragt dann auf der Probe, ob wir uns am Sonntag nicht zuerst treffen und dann nach Köln fahren und uns die Shitlers angucken sollen. Klar, gute Idee.
orwellwasright: Gestern hätte Björn Peng im AZ-Köln aufgelegt. Da ich aber erst nach zehn Uhr abends aus Dortmund vom Leute besuchen zurück gekommen bin und schon ganz gut einen im Tee habe, schenk ich mir das mal und freu mir dann stattdessen darüber, dass ich heute die lieben Jungs von Missstand endlich mal wieder zu Gesicht bekomme. Das letzte mal im AZ-Mülheim, zum Operation Semtex Geburtstag, ist schon wieder viel zu lange her.
So mach ich mich schließlich gegen 18:00 alleine auf den Weg, da der Rest des Rudels zum einen mit Chemie-Kater in den Seilen hängt und der andere Teil lieber nen Gemütlichen mit Grillen in Aachen machen möchte. Alleine auf Konzerte gehen mach ich eigentlich gar nicht so gerne, allerdings ist mir ja bewusst, dass ich gleich den Missständlern übern Weg lauf und das ein oder andere bekannte Gesicht wird mir bestimmt auch so noch unterkommen, folglich ist mir das heute mal vollkommen egal. Und tatsächlich, direkt an der ersten Ampel in Ehrenfeld, treff ich den Andreas von Geklonte Helden und gemeinsam geht's weiter zum Ballroom, in dessen Hof ich dann auch direkt von Zwen begrüßt werde. Kurze Zeit später gesellt sich noch Patze zu uns und alle meine Bedenken bezüglich des Anreisens alleine lösen sich vollständig in Luft auf. Missstand haben als Unterstützung fürn Merch noch den Chris von der Seewinkel Noise Factory dabei, eine meiner Lieblings-Veranstaltercrews aus Österreich. Ihn hab ich auch schon seit knapp zwei Jahren nicht gesehen. Das wird bestimmt witzig heute.
Zwen: In Bochum ist heute irgendeine Demo, deren Intention wohl Pro-Europa sein soll. Viel los ist aber nicht, vielleicht haben wir den Höhepunkt auch einfach schon verpasst. Immerhin gibt es jetzt ein schauriges Queen-Medley und man kann Fotos in einem englischen Mini machen. Das mit den Englandflaggen habe ich auch nicht so ganz verstanden. Marius (also der aus Bochum) mutmaßt, dass man die England-Flaggen schon vor dem Brexit erstellt hat und die jetzt halt zur Verwendung kommen müssen, ganz egal ob GB nun in der EU bleibt oder nicht. Naja, als dann noch so ein Cover von "Downtown" kommt, wird es höchste Zeit sich auf den Weg zu machen.
Zwen: Übrigens danke Patze fürs auf die Gästeliste setzen. Ich habe Missstand ja tatsächlich noch nie gesehen. Ein bisschen besorgt bin ich ja im Vorfeld schon. Man will ja seinen Freunden nicht unbedingt einen Verriss schreiben, was aber bei meinem ambivalenten Verhältnis zu Deutschpunk durchaus geschehen kann.
Zwen: Hach ja Köln, was soll ich sagen? Die Anbindung sind scheiße, die Mieten hoch und es ist verdammt schwer ein vernünftiges Bier zu bekommen. Trotzdem mag ich es hier irgendwie.
Zwen: Das liegt natürlich unter anderem auch an dem Sonic Ballroom (hier nicht im Bild), dem Ziel unserer heutigen Reise.
Zwen: Gänzlich unbekannt ist mir übrigens die PINGUIN FLUGSCHAU, die heute eröffnet, welche aber tatsächlich schon einen kleinen Auftritt hier im Bierschinken hatten. Zwar nur als Platten-Rezi, aber immerhin.
Zwen: Zu hören gibt es deutschsprachigen Skatepunk mit ganzen drei Gitarren. Ist ja fast wie bei Iron Maiden, aber eben halt nur fast. Bei Iron Maiden machen drei Gitarren ja auch Sinn. Hier ist das so...naja...also...ist nicht schlecht, aber so wirklich hören tut man es einfach nicht...
Zwen: Immerhin ist die Musik richtig schön schnell und laut, sodass man eigentlich gar nicht hört, dass der Gesang auf Deutsch ist. 
orwellwasright: Die FLUGSCHAU geht vollkommen an mir vorbei, da ich tatsächlich immer mehr bekannte Menschen treffe, das Bier heute schon wieder ganz gut runtergeht, das Wetter nach wie vor angenehm ist und sich mein Mitbewohner Alvin aus seinem Tran erhoben hat und plötzlich neben mir steht, dann doch lieber nochmal kurz zum Kiosk.
Zwen: Treuester Fan ist übrigens dieser in der ersten Reihe stehende Drumhocker. Die Band bietet den Leuten diesen auch als Sitzplatz an. Das ist doch mal sehr zuvorkommend.
Zwen: Ich probiere derweilen mal dieses Kettenfett von dem alle immer so schwärmen. Für 1,50€ bekomme ich einen tiefschwarzen Lakritzschnaps. Poah, für mich ist der Geschmack dieses Süßholzes echt kein Vergnügen, aber immerhin kann ich jetzt dieses Getränk auf meiner Liste abhaken.
orwellwasright: Hab ich auch endlich mal geschafft das Zeugs zu probieren. Muss auch sagen, dass ichs nach dem ersten noch ganz geil fand. Nach dem dritten hab ichs dann allerdings wieder bleiben lassen. Erst ein Taubheitsgefühl in der ganzen Fresse und hinterher nicht zu verachtendes Sodbrennen, komische Kombination...
Zwen: Höhepunkt des Sets ist der Moment in dem Götz mit seinem Arsch drei Verstärker umreißt. Im Kaputtmachen von Bühnenbildern ist dieser Mensch ja echt Profi!
Zwen: Die Band fragt sich danach erstmal, ob es sich noch lohnt, für einen Song das ganze Gelumpe wieder auf und zusammen zu bauen, kommt dann aber zu dem Schluss, es doch zu tun.
Zwen: Danach kommen dann die supersympathischen Typen von MISSSTAND, die heute ihren Tourabschluss mit den Shitlers "feiern". Tatsächlich ganz amüsant, wie diplomatisch sich die drei Deutschpunker auf der Bühne ausdrücken. "Joa, die Shitlers können ja echt ganz gut feiern, über den Rest reden wir jetzt mal lieber nicht...". Bei Martin und Tristan klingt das dann gleich etwas anders, aber alles zu seiner Zeit.
orwellwasright: Jetzt aber mal rein da und ein wenig Mukke gehört.
orwellwasright: Als ich die Guten hier kennenlernte, galt meine Sympathie nicht in erster Linie ihrer Musik, die fand ich zu dem Zeitpunkt recht eintönig und das obwohl ich verdammt Deutschpunkaffin bin. Was mich damals begeisterte, war die verdammte Konsequenz, mit der sie das Dingen damals schon durchgezogen haben, der Politische Anspruch, den die drei haben und natürlich nicht zuletzt dass sie einfach super lieb sind.
Zwen: Hier ist übrigens ein Foto vom Drummer. Kiki hat ja letztens behauptet diesen kennengelernt zu haben. Ich habe ja immer noch meine Zweifel. Der Typ existiert doch nur für die Auftritt und danach löst er sich direkt in Luft auf. Zumindest sah man ihn heute Abend niemals abseits vom Auftritt.
orwellwasright: Ich kann das vollständig widerlegen. Dani existiert auch nach Auftritten noch und das trotz des Schlafentzugs während der Tour mit den SHITLERS.
Zwen: Ansonsten bin ich aber auch sehr froh, wie positiv ich selbst den Auftritt aufnehme. Es gibt richtig schön schnellen Punkrock ohne Schnörkel und sonstigen Klimmbimm. Damit passen sie perfekt auf ihr neues Label Aggropunk.
orwellwasright: Ich muss auch sagen, dass mir das Ganze von Auftritt zu Auftritt mehr Spaß macht, es wird sich zwar heut doch das ein oder andere mal verspielt, aber dat is hier ja immer noch Punk-Rock und außerdem haben sie ja auch angemerkt, dass es in den letzten Tagen ein wenig exzessiv gewesen ist.
orwellwasright: Allerdings knallt es trotz widriger Umstände immer noch außerordentlich gut und ist dadurch nur umso spaßiger. 
orwellwasright: Ein paar neue Lieder vom kommenden Album, werden noch unter das gewohnte Repertoire gemischt. Bin mal gespannt was da im September kommt. 
Zwen: Als Zeichen der bochum-passeringischen Freundschaft beginnen dann die SHITLERS ihr Set zunächst auch mit den beiden Frontleuten von Missstand. Der Drummer hat sich natürlich schon wieder dematerialisiert und stattdessen sitzt jetzt Tristan hinter der Schießbude.
Zwen: Das Gute an den Shitlers ist ja, dass man, ein wenig wie bei NoFX, nie so genau weiß was einen erwartet. Leider kann das aber - im Gegensatz zu NoFX - auch bedeuten, dass einem das Resultat bei den Shitlers so gar nicht gefällt.
orwellwasright: Ich seh die ja heute zum ersten Mal, dementsprechend bin ich gespannt, hab ja doch auch schon einiges über diese Herren gehört.
Zwen: Heute werden erstmal nach allen Regeln der Kunst Missstand gedisst. Es gibt Witze über Körpergröße. Yay! Ich bin da ganz bei Frank: "Wenn sowas einer bei mir macht, gibt es direkt eine Bombe". Apropos, eine kleine Schlägerei gibt es auch im Publikum oder war das nur ein "Prank", wie die Shitlers betonen? Keine Ahnung.
Zwen: Der gestrige Abend kann heute aber nicht getoppt werden, da ist Martin nämlich mit Glasflaschen beworfen worden. Tristan: "Wer hier keine Bierflaschen auf die Bühne wirft, wird rausgeworfen. Kriegt sogar noch Eintritt zurück."
Ich will gerade zum Wurf ausholen, als mir einfällt, dass ich heute ja gar keinen Eintritt bezahlt habe. 
orwellwasright: Ach dat hat der doch von Schleimkeim geklaut...
Zwen: Ansonsten bin ich einfach froh, dass kein einziger Song von der bald erscheinenden "This Is Bochum not LA" gespielt wurde. Stattdessen gibt es u.a. "Jede Stadt (hat die Punkbands die sie verdient)", "Oi! und Rap", "Dreh den Swag auf", "Weintrinkender Idiot" und natürlich auch diese Songs über Bochum.
orwellwasright: Yeah und "Kein Piercing, kein Tattoo". Musikalisch macht mir das durchaus Spaß, allerdings sind mir die Ansagen zu lang und ich bin zu unaufmerksam um das alles aufzunehmen.
Zwen: Aber nicht nur über Missstand wird hergezogen, Fahnenflucht mögen die Shitlers ja auch nicht, was eine weibliche Person im Fahnenflucht-Shirt sich auch erstmal anhören muss. Rawside "ist aber noch schlimmer".
orwellwasright: Ich mag Rawside ja, und bin äußerst froh darüber mir die Bande demnächst mal wieder live geben zu können.
orwellwasright: Bei mir ist für heute die Luft raus, es ist mir zu stickig hier drin und ich hab keinen Bock mehr auf Ansagen. Ich verzieh mich nach draußen, erstmal eine Rauchen...
orwellwasright: Ab hier gehts dann noch feucht-fröhlich mit Dani, Patze, Chris, Tristan und Alvin weiter bis in die frühen Morgenstunden. Bis wir schlussendlich vor die Tür gekehrt werden.
Übrigens, der vorletzte Mensch von dem wir uns an diesem Morgen verabschieden, als wir den Ballroom verlassen, ist Dani. Soviel zum Thema, der Gute würde vor und nachdem er gespielt hat nicht mehr existieren. Und wie er das tut! Über den Nachhauseweg hülle ich hier jetzt mal den Mantel des Schweigens. Bis denne 
Zwen: Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: Patze am Anfang des Abends: "Boah, ich bin echt im Arsch und gucke mal dass ich heute früh schlafen gehe."

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