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Iwanido, Complaints - The Band, 07.09.2017 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Iwanido, 07.09.2017 in Bochum

Fö: Es ist Donnerstag, und Donnerstags fährt man doch gerne ins Wageni. Neben Suff und Fress soll es heute musikalisches Rahmenprogramm geben von "einer argentinischen Band" (absolut keiner, mit dem ich im Vorfeld sprach, konnte sich den Namen der Band merken) sowie Travels & Trunks. Kann man sich doch gerne geben! Also ab in die Band.
Zwen: Iwanido heißen die. Das ist doch jetzt nicht so schwer zu merken wie zum Beispiel Bakraufarfita Records (habe ich das jetzt richtig geschrieben?). Ich bin mal gespannt, beim Reinhören klang das nämlich nicht ganz 100%ig wie Argies, Radical Radio oder Zona. Klar, diese Bands machen sicherlich alle gute Musik, aber eben auch alle dasselbe. Iwanido hingegegen machen auch diesen Punkrock der älteren Tage, aber immerhin bringt die Band auch ein gute Portion Grunge ins Game.
Fö: Ein wenig anders kommt es doch: Travels & Trunks mussten kurzfristig absagen, weil der Schlagzeuger im Stau steht. Jetzt könnte man vielleicht mit einer Julius-Solo-Show rechnen, aber Pustekuchen, er setzt sich stattdessen hinters Schlagzeug und plötzlich steht da eine ganz andere Band vor uns: COMPLAINTS!
Fö: Complaints ist eigentlich er hier. Sonst und bisher ausschließlich als Solokünstler sowie Keyboarder für Travels & Trunks unterwegs, hat er sich jetzt anscheinend von ebendiesen ein paar Mitmusiker rekrutiert und gemeinsam spielen sie heute ihren spontanen allerersten Auftritt als COMPLAINTS - THE BAND. So zumindest der Name, den mir Julius später zuflüstert.
Fö: Alleine hab ich ihn mal vor einiger Zeit in Lindas alter WG spielen sehen, das war ganz nett. Aber Singer/Songwriter sind ja meistens immer nur maximal nett. Im Bandgefüge geht das besser rein. Wie man am Schnurrbart des Drummers erkennt, gibt es guten ehrlichen Rock zu hören.
Zwen: Das war doch echt mal eine runde Nummer. Vor allem weil ich erst wusste, dass es heute eine Vorband gibt, als dann sehr blasse "Argentinier" vor mir stehen, die langsamen, gefühlvollen und zum Glück englischsprachigen Punkrock a la Gnarwolves, Fights & Fires oder Chuck Ragan vortragen. Bei den ersten beiden natürlich nur die ruhigen Songs und bei letzterem eher ohne Whisky-Reibeisen. Trotzdem aber auf mich doch recht mitreißend und da der Auftritt aufgrund der Spontanität auch recht kurz ist, gefällt mir das sehr gut.
Zwen: Übrigens fragt meine Freundin nach dem Auftritt noch, ob es auch käuflich zu erwerbende Tonträger der Band gebe. Darauf bekommen wir zu hören, dass die erste Veröffentlichung wohl schon vergriffen ist (hier kann man aber noch online reinhören), der Herr Sänger wohl aber schon an neuen Aufnahmen sitzt.
Fö: Danach IWANIDO aus Argentinien. Argentinische Bands hat uns Tobi ja schon öfters in hiesige Gefilde geholt, so auch heute. Aber im Vergleich zu dem was uns sonst so serviert wird, gibt es heute eher Rock als Punk zu hören.
Zwen: Ja, eher auch ein bisschen (Post) Grunge, Alternative Rock, aber seitdem Micha und Götz das Internet gekapert haben, ist ja alles irgendwie Rock und vor allem ehrlich.
Fö: Ist auch irgendwie okay, ich brauche aber ne Weile um mich darauf einzustellen. Stark 90er-lastig so die Alternative-Ecke. Andere Assoziation, die in den Raum geworfen wird: Son bisschen wie die Rock-Stücke von La Vela Puerca, also ohne Ska.
Zwen: Genau, wie gesagt, ich finde das ja echt gut, hier auch mal ein paar andere Töne zu hören.
Fö: Zwischendurch darf auch kurz der andere Gitarrist ans Mikro und Coversongs singen. Den ersten hab ich schon wieder vergessen, der zweite war "bonzo goes to bitburg" von den Ramones - super! Argentinische Bands kommen ja anscheinend eh nicht ohne 3-4 Coversongs im Set aus. Aber es funktioniert halt immer wieder.
Zwen: Dann gab es noch "The KKK took my baby away". Immerhin, was die Ramones betrifft, eine gar nicht so schlechte Auswahl und immer noch weniger Cover als in einem Standard-Pennywise-Set.
Zwen: Insgesamt aber doch ein guter Auftritt. Beim Umschauen blicke ich auch nur in zufriedene und nickende Gesichter. Sehr tanzbare Stücke mit einer guten Portion Eingängigkeit. Dazu ab und an auch mal ein paar kleine Einlagen an den Gitarren.
Fö: Zum Ende hin nahm das nochmal gut an Fahrt auf, was wohl auch den Coversongs und dem mittlerweile aufgetauten Publikum lag. Ich zumindest fand die zweite Hälfte des Sets deutlich besser als den etwas steifen Anfang.
Zwen: Einzig "Smells Like Teen Spirit" hätte wirklich nicht sein müssen. Der Song ist definitiv übercovert. Immerhin reißt sich der Sänger sein Shirt vom Leib und die Menge tobt. Hier ein Video. Danach wird noch laut eine Zugabe gefordert und da Iwanido schon ihr ganzes Pulver verschossen haben, gibt es einfach einen Song noch mal.

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